Aktuelles zum Film — das letzte Jahr

03.11.2022

Edgar Reitz zum 90.

  • »Kann so ein Film beginnen?«
    Der Weg durch den Wald: Ein erster Blick in »Filmzeit, Lebenszeit«, die Erinnerungen des großen Filmchronisten Edgar Reitz aus Anlass seines 90. Geburtstags – von Rüdiger Suchsland

Filmreihen:

  • Rebellion is on!
    Das Münchner Bimovie 28 zeigt Filme von und über Frauen, die sich mit den Zuschreibungen zum Frausein nicht zufrieden geben. Auch im 21. Jahrhundert ist die Frau noch »on stake« – von Dunja Bialas
  • Menschliche Komödien der Eitelkeiten
    Das Filmmuseum München setzt seine Werkschau zu Hong Sangsoo fort. Zeitgleich ist nun eine sehr lesenswerte Publikation zu den Filmen des Kultregisseurs erschienen – von Wolfgang Lasinger
  • Geheimnisse des Lebens
    Der aus Istanbul stammende Ferzan Özpetek hat sich der Italianità gewidmet – in sechs Filmen macht der Circolo Cento Fiori sein Werk in München bekannt – von Elke Eckert

Munix' Fear of Missing Out:

  • Munix' Fear of Missing Out
    Die Münchner Kino-Events, die man auf keinen Fall verpassen sollte – Woche 3.11.–6.11.2022 – von Redaktion

Kritiken:

  • Wir sind dann wohl die Angehörigen (D 2022)
    Zettels Albtraum
    Hans-Christian Schmids Umschreibung eines klassischen Thriller-Stoffes ist eine so mutige wie wichtige Positionierung gegen die nur allzu erfolgreichen True-Crime-Formate – von Axel Timo Purr
    Quälende Stunden
    Wir sind dann wohl die Angehörigen: Hans Christian Schmid erzählt von den 33 Tagen der Reemtsma-Entführung – von Rüdiger Suchsland
  • Amsterdam (J/USA 2022)
    Freundlich, bis das Auge ploppt
    Zahllose Namen, wenige Persönlichkeiten, allerhand Leerlauf: Amsterdam von David O. Russell ist eine virtuos mittelmäßige Geschichtsstunde – von Janick Nolting
    Die drei Fragezeichen gegen den Faschismus
    David O. Russells so wunderbare wie ungewöhnliche Komödie Amsterdam ist starbesetzt und aktuell – von Rüdiger Suchsland
  • Land of Dreams (USA 2021)
    The artist’s Gaze
    Surreal, allegorisch, politisch und ein wenig romantisch: Die iranische Künstlerin Shirin Neshat hat mit Land of Dreams einen futuristischen Film geschaffen, der inmitten der Dystopie das Träumen nicht vergisst – Kritik von Dunja Bialas
  • Rhino (Nosorih) (Ukraine/D/PL 2021)
    Falsche Freunde
    Der ukrainische Regisseur Oleh Sentsov zeigt in Rhino die persönlichen Folgen von Gewalt und Kriminalität und beleuchtet dabei auch eine übersehene Zeit – Kritik von Paula Ruppert
  • Menschliche Dinge (Les choses humaines) (F 2021)
    Wen kennt man wirklich?
    Yvan Attals Menschliche Dinge inszeniert subtil, wie hinter einer vermeintlich neuen Geschlechterordnung die alten Verhältnisse weiterlaufen – Kritik von Maria Feckl
  • Tenor (F 2022)
    Cash statt Clash
    Claude Zidi Jr.s Feelgood-Drama ist ein weiteres, überzeugendes Beispiel für die große französische Kunst und Kraft des vermeintlichen Sozialmärchen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Invisible Demons (Tuhon merkit) (FIN/D/IND 2021)
    Stiller Weltuntergang
    Rahul Jains Umwelt-Horror-Dokumentarfilm Invisible Demons lehrt einen das Grauen der Apokalypse – Kritik von Rüdiger Suchsland

Filmalphabet:

  • Das Filmalphabet: Z_ZOOM
    Dass diese Reihe mit dem Wort »Zoom« endet, ist seit über zwei Jahren klar – von Nora Moschuering

Cinema Moralia:

Neue Videokritik:

  • Wir sind dann wohl die Angehörigen
    Bourgoises Geschwafel oder subtiles Drama?
    Hans-Christian Schmid hat aus dem Thriller-Stoff der Reemtsma-Entführung einen Anti-Thriller gemacht, der dezidiert gegenwärtige True-Crime-Formate hinterfragt. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr streiten über den Film
  • Der Russe ist einer, der Birken liebt
    Auf der Suche nach der verlorenen Heimat
    Pola Becks Adaption des Romans von Olga Grjasnowa mit Aylin Tezel in der Hauptrolle ist vor allem Identitätssuche mit der absoluten Kernschmelzfrage unserer globalisierten (deutschen) Gegenwart: was macht es aus Deutsch oder etwas anderes zu sein? Sedat Aslan und Axel Timo Purr sprechen über den Film
  • Amsterdam
    Lehrstunde in Geschichte
    David O. Russells »Amsterdam« ist großers Schauspielerkino, aber anders als früher arbeitet Russell dieses Mal mit deutlich mehr Komödien-Elementen als in seinen früheren Filmen. Felicitas Hübner und Stefan Rutz diskutieren, ob der in den USA an den Kassen und bei Kritikern gefloppte Film den Besuch lohnt
  • Alle Videokritiken als Podcasts

27.10.2022

Zukunft des Kinos

  • Non, je ne regrette rien
    Wie bei Asterix und den Galliern trotzt auch im kleinstädtischen Alzey ein Kino den Angriffen einer (kinofeindlichen) Übermacht. Besitzer Claus Hadenfeldt erklärt im Interview, wie er überlebt – von Axel Timo Purr
  • Das andere Kino – Texte zur Zukunft des Kinos
    In Vorbereitung auf den 2. Kongress 'Zukunft Deutscher Film / Forum Europa' im Mai 2022 erschien eine 60-seitige Publikation, die sich der Zukunft des Kinos widmete und jetzt als kostenloser Download erhältlich ist. – von Axel Timo Purr
  • Tote können nicht mehr sterben
    Werner Herzog und das Kino jenseits von Filmförderung, Filmkritik, Medienstaatsverträge – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 285. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Bodies Bodies Bodies (USA 2022)
    TikTok-Teens im Ausnahmezustand: Halina Reijn nutzt das Sujet des Teenager-Horrors, um daraus eine erfrischende Mischung aus schwarzem Humor und treffender Zeitgeistkritik zu zaubern. – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Bros (USA 2022)
    Liebe den Menschen: Die erste von einem Hollywoodstudio realisierte romantische Komödie mit einer Besetzung, die fast ausschließlich aus Mitgliedern der LGBTQ+-Community besteht, macht alles richtig, doch die Gesellschaft scheint noch nicht reif dafür – Kritik von Axel Timo Purr
  • Piggy (Cerdita) (E/F 2022)
    Der Killer, mein Retter: In ihrem Langfilmdebüt Piggy erzählt Carlota Pereda von Mobbing, Körpernormen und Rachefantasien – mit einer interessanten Wendung – Kritik von Janick Nolting
  • Werner Herzog – Radical Dreamer (D 2022)
    Ekstatische Wahrheit: Thomas von Steinaecker hat Werner Herzog ein filmisches Denkmal gesetzt, lässt ihn aber auch sehr nahbar und geerdet wirken – Kritik von Dunja Bialas
  • Rheingold (D/I/NL/F 2022)
    Das was ist, so viel blasser als das, was war: Fatih Akins Gangsta-Rapper-Drama exponiert deutsche migrantische Subkultur mit großen, pathetischen Bildern und einer echten Heldenreise – ein in Deutschland viel zu seltenes Erlebnis – Kritik von Axel Timo Purr
  • Schweigend steht der Wald (D 2022)
    Im Wald da sind die Leiber: Die Leichen liegen nicht immer im Keller: Saralisa Volms Spielfilmdebüt bedeutet den Einbruch der Realität in eine ganz und gar von urbanen Maßstäben dominierte deutsche Filmlandschaft – Kritik von Rüdiger Suchsland

Neue Kurzkritik:

  • Schweigend steht der Wald (D 2022)
    Das Schweigen der Vergangenheit brechen – Kurzkritiken von Sedat Aslan und Axel Timo Purr

Neue Videokritiken:

  • Rheingold (D 2022)
    Sterotyp oder echter Typ? Fatih Akins elfter Spielfilm basiert auf dem autobiografischen Roman »Alles oder Nix« des deutsch-kurdischen Rappers und Musikproduzenten Xatar. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr loten in einem Pro- und Contra die Stärken und Schwächen von Akins Genre-Arbeit aus.
  • Bodies Bodies Bodies (USA 2022)
    Gen Z Remix: Die Horrorkomödie von Halina Reijn ist ein faszinierender Hybrid, der als sozialkritisches Coming-of-Age-Drama der Gen Z genauso gut funtkioniert wie als schwarzhumoriger Slasher-Film. Matthias Pfeiffer und Axel Timo Purr sprechen über den Film.
  • Alle Videokritiken als Podcasts

Munix' Fear of Missing Out:

  • Munix' Fear of Missing Out
    Die Münchner Kino-Events, die man auf keinen Fall verpassen sollte – Woche 27.10.–02.11.2022 – von Redaktion

Festival

  • Wiener Blut. Wiener Mut
    Viennale, Viennale, nur du alleine: Werner Herzog, Albert Serra und drei Gläser Mezcal – erste Erlebnisse auf dem schönsten Festival des Herbstes – von Rüdiger Suchsland

20.10.2022

Festival:

  • Hilfe zur Selbsthilfe
    Unter dem Motto »Bonds« bieten die 12. Afrikanischen Filmtage in München eine kleine Auswahl an Filmen an, die erneut zeigen, dass Afrika nicht mit westlichen Modellen kuriert werden sollte – von Axel Timo Purr

Neue Kritiken:

  • Anima – Die Kleider meines Vaters (D 2021)
    Transzendierende Anima
    Mit ihrem lange gereiften Filmdebüt setzt sich Uli Decker schonungslos und originell mit einem wohlgehüteten Familiengeheimnis auseinander – Kritik von Tilla Harms
  • Black Adam (USA 2022)
    Identifikation eines Helden
    Ungewöhnlich kompakt, sinnsuchend und moralisch auf der Höhe der Zeit, rettet Dwayne Johnson die unterdrückte Menschheit aus ihrer Lethargie – Kritik von Axel Timo Purr
  • Lyle – Mein Freund, das Krokodil (Lyle, Lyle, Crocodile) (USA 2022)
    Angst macht frei!
    Die gelungene Adaption des Kinderbuchklassikers »Lyle, Lye Crocodile« erinnert nicht nur daran, was im Kinderfilm möglich ist, sondern auch, was dem deutschen Kinderfilm gerade fehlt – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Der Nachname
    Ein deutscher Urlaub auf den Kanaren
    Sönke Wortmanns Fortsetzung seines großen Komödienerfolges Der Vorname ist kein französisches Remake, sondern beruht auf einem eigenen Drehbuch und spielt auf Lanzarote. Felicitas Hübner und Stefan Rutz diskutieren, ob soviel Eigenständigkeit dem Film gut tut
  • Alle Videokritiken als Podcasts

13.10.2022

Porträt:

  • Die letzten Tage der Menschheit
    Das Leben vor dem Untergang: Eine Analyse des Werks des schwedischen Regisseurs Ruben Östlund, der in seinen Filmen der bürgerlichen Gesellschaft einen Spiegel vorhält – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

Neue Kritiken:

  • Der Passfälscher (D/L 2022)
    Per Grinsen durch die Nazizeit: Maggie Peren verfilmt ein außergewöhnliches jüdisches Schicksal ziemlich harmlos – Kritik von Christoph Becker
  • Triangle of Sadness (S/F/GB/D/GR/USA 2022)
    Schiffbruch der Dekadenz: Die Goldene Palme für ein Luxusschlachtengemälde: Ruben Östlunds Triangle of Sadness ist mitunter unterhaltsamer als einem lieb ist – von Matthias Pfeiffer
    Die unerträgliche Eindeutigkeit der Vieldeutigkeit: In einer kristallklaren, filmischen Versuchsanordnung seziert Ruben Östlund westliche Kapitalismusstrategien und alte Genderstereotypen. Das ist unterhaltsam und schön anzusehen, allerdings auch sehr eindeutig und nur allzu vertraut – von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Triangle of Sadness (S/F/GB/D/GR/USA 2022)
    Zum Kotzen: Ruben Östlunds satirische Tragikomödie ist nicht nur der große Cannes-Gewinner dieses Jahres, sondern auch die Herbsthoffnung der mit einbrechenden Zuschauerzahlen kämpfenden Kinos. Stefan Rutz und Axel Timo Purr unterhalten sich über den mit so großen Erwartungshaltungen startenden Film.

Festivals:

  • Zwischen den Zeilen
    Das 10. Chinesische Filmfest zeigt ein China, das den langen Transformationsprozess in die Moderne fast abgeschlossen hat, deutet aber auch an, dass Wachstum, Wohlstand und Glück Grenzen haben – von Axel Timo Purr
  • Politik? Ja!
    Das Weltkino ist zu Gast auf dem 30. Filmfest Hamburg, das sein Profil als politisches Festival weiter geschärft hat – von Eckhard Haschen
  • Wenn die Löwinnen brüllen
    Das 7. QFFM in München zeigt hochkarätiges queeres Filmschaffen, das in die Zukunft des Kinos weist – von Dunja Bialas

06.10.2022

17. UNDERDOX-Filmfestival für Dokument und Experiment:

  • Maximale Seh-Erfahrungen
    Das 17. UNDERDOX in München zeigt Filme zwischen den Sparten. Das Thema ist diesmal „Flüchtigkeit“, und das ist sowohl ästhetisch wie auch politisch und überhaupt: programmatisch gemeint – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Rimini (Ö/D/F 2022)
    Sängerglück in Bella Italia? Ulrich Seidls neuer Film und diesjähriger Berlinalebeitrag schwimmt etwas ziellos zwischen seinen Themen, Stilrichtungen und Figuren umher und wagt ein bisschen mehr Spielfilm als sonst – Kritik von Christoph Becker
  • The Woman King (USA 2022)
    Neuschreibung der Geschichte: 35 Jahre nach Werner Herzogs Cobra Verde kommt das Amazonen-Heer der Daomey wieder auf die Leinwand – ein Quantensprung – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Rimini (Ö/D/F 2022)
    Es graut so grau, wenn Nebel fällt wie Tau: Bevor Ulrich Seidls neuer, umstrittener Film Sparta in die deutschen Kinos kommt, ist erst einmal sein zweitneuester Film Rimini dran, der von einem abgehalfterten Schlagerstar handelt , der in tristen Hotels in Rimini außerhalb der Saison Österreicherinnen auf der Bühne und gelegentlich auch im Bett bespaßt, während draußen der Nebel keine Urlaubsstimmung aufkommen lässt. Stefan Rutz und Sedat Aslan sprechen über den Film.

Neue Kurzkritik:

Filmalphabet:

  • Das Filmalphabet: Y_YOU
    Die erste Assoziation ist YouTube, so viel wurde in den letzten 17 Jahren dann doch bei mir geprägt. – von Nora Moschuering

29.09.2022

Das deutsche Pferd im Oscar-Rennen

  • Im Westen nichts Neues (D 2022)
    Edward Bergers Neuverfilmung des Antikriegsklassikers 'Im Westen nichts Neues' ist noch vor Kino- und Netflixstart als deutscher Beitrag für das Oscar-Rennen ausgewählt worden. Der Aktualitätsbezug zum Ukraine-Krieg ist verblüffend, doch hält der Film, was die Vorschusslorbeeren versprechen? – Kritik von Axel Timo Purr

In eigener Sache:

Nachruf:

Neue Kritik:

  • Tausend Zeilen (D 2022)
    Signifikantes Systemversagen: Michael »Bully« Herbigs Mediensatire über den Fall »Relotius« überzeugt vor allem im zweiten Teil mit bissiger Kritik an bestehenden Verhältnissen
    – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Liebe, D-Mark und Tod – Ask, Mark ve Ölüm (D 2022)
    Eine neue Geschichte: Cem Kayas Dokumentation über die 60-jährige Musikkultur der türkischen Migranten in Deutschland ist ein atemberaubender, berührender Film, der auf subtile Weise auch die Geschichte der BRD erzählt. Sedat Aslan und Axel Timo Purr erklären, warum ihnen der bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Film so gut gefällt.

Neue Kurzkritiken:

  • Da kommt noch was (D/CH 2021)
    Banale Spießigkeiten – von Katrin Hillgruber und Axel Timo Purr
  • Mutter (D 2022)
    Verfremdung als Prinzip – von Christoph Becker, Dunja Bialas und Axel Timo Purr
  • Rex Gildo – Der letzte Tanz (D 2022)
    Im Lauf der Zeit – von Axel Timo Purr

Neue Buchkritik:

Festival:

  • Im Land des weißen Pferdes
    »Kino ist nichts für Schwächlinge«: Jungs mit Macheten, traurige Komponisten, altes Europa: Spiel, Spaß und Spannung in San Sebastián, der Siegerfilm und eine Bilanz des Filmfestivals – Notizen aus San Sebastián, Folge 3 – von Rüdiger Suchsland

Cinephilie:

  • Cinephilie eines Autors: Brief
    »Zu schmachten ist bis heute meine Lieblingsbeschäftigung vor bewegten Bildern« – Andreas Heckmann über seine Filmleidenschaft

Cinema Moralia:

  • Paris – Rom: Die Modifikation
    Nichts als Anekdoten: Filme gucken wie God(art) in Frankreich, der Cinephiliebooster oder ein ganz normaler Pariser Kinoabend... – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 283. Folge – von Rüdiger Suchsland

Podcasts:

22.09.2022

70. San Sebastian Film Festival

Interview:

  • »Ich fokussiere nicht auf die nationale Filmförderung«
    Die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi über die künstlerische Freiheit einst und heute, über Sprache im Film und gefilmten Sex. Anlass ist eine Retrospektive im Filmmuseum München – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Don’t Worry Darling (USA 2022)
    Alice oder ein Puppenheim: Olivia Wildes feministischer Thriller wird den Skandalen um Hauptdarsteller und Teile des Plots zwar nicht gerecht, liefert aber mit einem Feuerwerk an Verweisen mehr als solide Kost – Kritik von Axel Timo Purr
  • Peter von Kant (F 2022)
    Fassbinder-Fantasie: Mit Peter von Kant setzt François Ozon Fassbinder an die Stelle seines Werks. Das ist nicht gefahrenlos, aber gerecht – Kritik von Dunja Bialas

Neue Videokritik:

  • Don’t Worry Darling (USA 2022)
    Flucht in die Vergangenheit: In einem Pro- und Contra-Gespräch beschäftigen sich Axel Timo Purr und Felicitas Hübner mit Olivia Wildes von Jordan Peters heftig attackiertem feministischem Thriller, der sich nicht davor scheut die 'Truman Show', 'Blue Velvet' und 'Matrix' zu remixen.

Festivals:

  • Der Indie Spirit lebt!
    Das 29. Internationale Filmfest Oldenburg behauptet seine Nische – von Eckhard Haschen

Nachruf:

  • Jean-Luc Godard
    Weitere Nachrufe von Sophie Maintigneux, Eckhart Schmidt, Katja Dringenberg u.a.

Podcasts:

15.09.2022

Zum Tod von Jean-Luc Godard (1930-2022):

  • Außer Atem
    Jean-Luc Godard ist tot. Der große Revolutionär des Kinos, die zentrale Gestalt der Nouvelle Vague, hat mit 91 Jahren den assistierten Suizid gewählt, um zu sterben. Wir verabschieden Godard mit gleich mehreren Texten und einem Podcast...

Cinema Moralia:

  • Wer stirbt zuerst?
    Blind ermittelt in Wien und klare Thesen statt Gesülze: Gefahren und Chancen für Filmkritik, Filme und Festivals – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 282. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Alle reden übers Wetter (D 2022)
    Stadt – Land – Stuss: So abgründig wie warmherzig: Annika Pinskes gelungenes Spielfilmdebüt als Regisseurin – von Rüdiger Suchsland
    Leere, warme Worte: Annika Pinske hat in ihrem Debüt Alle reden übers Wetter der Heimat auf das Maul geschaut – und das eigentümliche Fremdsein im Vertrauten gefunden – von Dunja Bialas
  • Die Küchenbrigade (La brigade) (F 2022)
    Gleichheit geht durch den Magen: Louis-Julien Petits Flüchtlingskomödie überzeugt mit einer überraschenden und konsequenten gesellschaftskritischen Leichtigkeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • Lieber Kurt (D 2022)
    Fontane auf Koks: Til Schweiger hat Sarah Kuttners Bestseller „Kurt“ verfilmt. Einen Gefallen tut er dem Roman damit nicht, das Kernthema Kindestod und Trauer bleibt jedoch relevant – Kritik von Axel Timo Purr
  • Moonage Daydream (USA 2022)
    Der Rock 'n' Roll-Raumfahrer: Mit seiner Rockumentary erweckt Brett Morgan den großen David Bowie wieder zum Leben und erzählt experimentell vom Erfüllungspotenzial der Pop-Musik. – Kritik von Matthias Pfeiffer

Nachrufe:

  • Alain, der im Jahr 2022 93 Jahre alt geworden wäre
    Der große Schweizer Filmemacher und Cannes-Preisträger Alain Tanner, der mit seinen real-utopischen, hypersensiblen und nach Identität suchenden Filmen weit über die Schweiz hinaus Erfolge feierte, ist mit 92 Jahren gestorben – von Axel Timo Purr
  • Stummfilmstar in der TikTok-Welt
    Die Königin des Kinos: Die Queen als Figur in Spielfilmen – von Rüdiger Suchsland

Festivals:

  • Zwei Seiten einer Medaille
    Zum 25. Mal tourt das Filmfestival CINEMA! ITALIA! bereits durch Deutschland. Im Jubiläumsjahr wird in 40 Kinos und 36 Städten neben fünf aktuellen Produktionen auch ein Filmklassiker gezeigt. In München machen die italienischen Filmtage vom 15. bis 28. September Station – von Elke Eckert
  • Rosskur des Inkorrekten
    Das 9. Randfilmfest in Kassel widmet sich dieses Jahr den »Blumen für die Sünder«. Einblicke ins Programm – von Dunja Bialas
  • Wuchernde Haut, verschlungene Orte
    Lav Diaz hat mit When the Waves Are Gone einen erstaunlich zugänglichen, meisterhaft komponierten Neo Noir über das erbitterte Duell zweier Schuldbeladener gedreht. – von Janick Nolting

08.09.2022

Zukunft des Kinos:

  • »Wir haben einen Paradigmenwechsel«
    Der Münchner Kinobetreiber Thomas Kuchenreuther zum dringend gebotenen Wandel in der Kinobranche, der von vielen Faktoren verhindert wird

Neue Kritiken:

  • Alle für Ella (D 2022)
    Am rosaroten Strand der Isar: Teresa Hoerl remixed in ihrem Sozialmärchen gelungen Aschenputtelmotive mit Splittern gegenwärtiger Jugend- und Musikkultur und streift dabei immer wieder auch bitterböse Realitäten – Kritik von Axel Timo Purr
  • Atlantide (I/F/USA/Q/MEX 2021)
    Schillernde Unsicherheit, aufregendes Kino: Das echte Leben der Menschen der Lagune – Yuri Ancaranis großartiger Film ist ein seltsam-einmaliger Hybrid der das Mythische in der Gegenwart findet – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Das Leben ein Tanz (En corps) (F 2022)
    Wenn das Leben Kopf steht: Cédric Klapischs Feel-Good Film über eine Balletttänzerin, deren Weg sich plötzlich ändert, sagt ja zum Leben und besticht durch seine Charaktere. Klapischs Liebeserklärung an den Tanz – Kritik von Maria Feckl

79. Filmfestspiele Venedig:

  • Väter, Mütter, Kinder
    Im zweiten artechock-Podcast aus Venedig spricht Rüdiger Suchsland mit Christoph Petersen, Chefredakteur von filmstarts.de über die Entwicklung der Filmkritik und über Filme beim Festival in Venedig, insbesondere die neuen Filme von Rebecca Zlotowski und Darren Aronofsky im Wettbewerb um den Goldenen Löwen
  • Fressen und fressen lassen
    Luca Guadagninos Kannibalen-Romanze Bones and All zeugt bei den 79. Filmfestspielen von Venedig von erschütternder Größe in ihren Zwischenmenschlichkeiten – von Janick Nolting
  • Julius Caesar gegen Nero
    All die Schönheit und das Blutvergießen: Helden der politischen Wirklichkeit – Notizen aus Venedig, Folge 04 – von Rüdiger Suchsland

01.09.2022

Werner Herzog zum Achtzigsten:

  • Ein Bayer im Dschungel
    Zu Werner Herzogs 80. Geburtstag erscheinen seine persönlichen Erinnerungen und ein Portraitfilm. Eine Annäherung an den Ausnahmeregisseur – von Dunja Bialas
  • Werner Herzog wird 80 Jahre alt
    Rüdiger Suchsland und Filmkritiker Josef Schnelle sprechen über das Besondere des Regisseurs; über die Frage, ob er eigentlich dem Neuen Deutschen Film zuzurechnen ist; ob er ein Mystiker ist; und über die verschiedenen Phasen in seinem Werk

Neue Kritiken:

  • Three Thousand Years of Longing (USA/AUS 2022)
    Märchenstunde im Bademantel
    George Miller entfesselt in Three Thousand Years of Longing einen prachtvoll abgefahrenen Bildersturm über die Kraft des Geschichtenerzählens – Kritik von Janick Nolting
  • Freibad (USA/AUS 2022)
    Schule der Demokratie
    Doris Dörries scharfzüngige Komödie ist bestes politisches Kabarett und überrascht mit so konsequenten wie klugen Botschaften – Kritik von Axel Timo Purr
  • Indemnity (Südafrika 2021)
    Unter Feuer
    Travis Tautes Genre-Arbeit über einen traumatisierten Feuerwehrmann in Kapstadt überzeugt durch ungewöhnliche Tempoverschiebungen und überraschende Sub-Plots – Kritik von Axel Timo Purr

Venedig:

Filmalphabet:

  • X_VARIABLE/ UNBEKANNTE
    Ich lege ein neues Kühlpad unter meinen Laptop und trenne, so gut es geht, Autorin und Buch, Wirklichkeit und Fiktion und schaue mir den Trailer an – von Nora Moschuering

Neue Videokritik:

  • Die Zeit, die wir teilen
    Laurent Larivières Film mit Isabelle Huppert und Lars Eidinger fokussiert auf die fragile Kunst des Erinnerns. Felicitas Hübner und Stefan Rutz sind geteiler Meinung, ob der Film damit überzeugt

Alle Podcasts

25.08.2022

Fünf Seen Filmfestival:

  • Der Dampfer ist wieder los
    Zum 16. Fünf Seen Filmfestival kommen Sandra Hüller, Iris Berben und 78 weitere Gäste. Ein Panorama-Blick aufs Programm – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • The Survivor (Kanada 2021)
    »Man hat immer eine Wahl«
    Barry Levinsons The Survivor ist eine fesselnde, herausragend inszenierte Studie über die Kunst des Überlebens und deren Preis – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Märzengrund (Östereich/D 2021)
    Verlorene und wiedergefundene Heimat – Kurzkritik von Axel Timo Purr

Locarno:

Nachruf:

  • Der Revisionist
    Überlegungen bei der Erinnerung an Wolfgang Petersen – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Mit 20 wirst du sterben
    Politische Poesie
    Der seit Jahrzehnten erste Film aus dem Sudan hat es in sich: Poetisch und politisch zugleich hat er 2019 in Venedig den Preis für das beste Debüt gewonnen. Stefan Rutz und Axel Timo Purr erklären, warum

18.08.2022

Sommerpause:

  • Enjoy your summer!
    Sommerliche Atempause mit ein paar Gedanken zum rastlosen Unterfangen, beruflich mit dem Kino zu tun zu haben – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

Neue Videokritik:

Nachruf

  • Der Revisionist
    Überlegungen bei der Erinnerung an Wolfgang Petersen – von Rüdiger Suchsland

11.08.2022

Special zum 75. Locarno Filmfestival:

Neue Kritiken:

  • Grand Jeté (D 2022)
    Begierde, wo alles zerschunden ist
    Isabelle Stever verwandelt in Grand Jeté die inzestuöse Liebe zwischen einer Mutter und ihrem Sohn in erschütternd sensibles Körperkino – Kritik von Janick Nolting
  • Der junge Häuptling Winnetou (D 2022)
    Yakari im Land der Apachen
    Mike Marzuk schafft nicht nur zeitlich eine Punktlandung zu zwei Karl May-Jubiläen, seine Winnetou-Prequel ist auch inhaltlich erstaunlich aus der Zeit gefallen – Kritik von Axel Timo Purr

Cinema Moralia:

  • Die Last mit den Listen
    Überlegungen zu dem Unterfangen, ein Votum für die »zehn besten Filme der Filmgeschichte« abzugeben – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 281. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

04.08.2022

70. Filmkunstwochen München:

  • Amore und ewige Jugend
    Villeneuve, Fellini, Sorrentino, Marcello, Antonioni und Lemke: Die ungebremste Kraft des Kinos bei den 70. Filmkunstwochen – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Bullet Train (USA/J 2022)
    Marienkäfer schießen nicht
    David Leitch boostert Kōtarō Isakas skurille Thrillervorlage zu einer grellen, tarantinoesken Action-Groteske, die nicht nur wegen Brad Pitt in der Hauptrolle überzeugt – Kritik von Axel Timo Purr
  • Nicht ganz koscher – Eine göttliche Komödie (No Name Restaurant) (D 2022)
    Religion ist, wenn man trotzdem lacht
    Eine Religionskomödie, geht das? Stefan Sarazin und Peter Keller machen vor, wie das durchaus witzig und intelligent möglich ist – Kritik von Dunja Bialas

Filmalphabet:

  • W_WIMMELBILD
    Aber zurück zu den Partys, denn diese werden alle Nase lang gefeiert, die CableCash-Mitarbeiter*innen feiern alles und ständig, denn so lange alle dran glauben, funktioniert das eben mit dem Kapitalismus – von Nora Moschuering

28.07.2022

Deutscher Film:

  • Lieber Thomas revisited
    Eine Auseinandersetzung mit aus der Zeit gefallenen Rollenbildern im Biopic über Thomas Brasch und den Maßstäben des deutschen Filmsystems – von Ella Cieslinski und Felicitas Sonvilla

70. Filmkunstwochen München:

  • Kinos für die Zukunft
    Die 70. Filmkunstwochen München begehen ein optimistisches Jubiläum in 11 Münchner Arthouse-Kinos. Ein kleiner Ausblick auf das Zukunftsprogramm – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Der perfekte Chef (El buen patrón) (E 2021)
    Über die Notwendigkeit den Kapitalismus zu demaskieren: Fernando León de Aranoa verpackt seine bitterböse Kapitalismuskritik in eine manchmal zu zuckersüße Komödie – doch auch so kommt die Botschaft an – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Magnetischen (Les magnétiques) (F 2021)
    Die gute alte Zeit der Mix-Tapes: Mit Karacho in die französischen 80er: Vincent Maël Cardona legt mit Die Magnetischen ein furioses Regie-Debüt vor – Kritik von Christoph Becker

Neue Videokritiken:

  • Der perfekte Chef
    Zuckerguss und Peitsche: Fernando León de Aranoas kapitalismuskritische Komödie mit Javier Bardem in der Hauptrolle ist in Spanien mit Preisen überhäuft worden. Felicitas Hübner und Christoph Becker diskutieren, ob der Film auch in Deutschland funktioniert.
  • Die Magnetischen
    Mixed Tapestry: So melancholisch wie lebensfreudig fängt Vincent Maël Cardona die Stimmung der 1980er ein und wurde dafür mit dem César 2022 für den besten Debütfilm ausgezeichnet. Doch der Film ist weitaus mehr als das, sind sich Christoph Becker und Stefan Rutz einig.

Nachruf:

Cinema Moralia:

  • Das Glück der kühlen Analyse
    Grün ist der Frust: Wo ist Claudia Roth? Vom grundsätzlichen Auslagern der Verantwortung. Sollen die öffentlich-rechtlichen Sender sturmreif geschossen werden? Und Lars Henrik Gass' Generalabrechnung mit dem geistigen Zustand der deutschen Filmbranche – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 280. Folge – von Rüdiger Suchsland

21.07.2022

Kinoprogrammpreise der Stadt München:

  • Gutes Kino ist…
    Die Kinoprogrammpreise der Stadt München wurden an neun Kinos verliehen, die den Nachwehen von Pandemie und den Stürmen neuer Krisen mit einem sehr guten Programm trotzen – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

Neue Videokritiken:

  • Monsieur Claude und sein großes Fest
    Vive la France: Der dritte Teil der französischen Erfolgsreihe um Monsieur Claude steht an, und Axel Timo Purr und Felicitas Hübner klären, ob es sich um einen späten Höhepunkt oder lauwarmen Aufguss des zum Franchise gewordenen Culture-Clash-Komödienstoffes handelt.
  • Men
    Allein unter Männern: Alex Garland versucht sich am Genre des „Folk Horror“ – ob ihm das geglückt ist, und ob „Men“ eher stumpfsinniger Genrefilm oder mehrdeutiges Filmkunstwerk ist, diskutieren Stefan Rutz und Matthias Pfeiffer.

14.07.2022

Zum Tod von Klaus Lemke:

Neue Kritiken:

  • La Dolce Vita (I 1959)
    Musik, Sex und Lebenslust: La Dolce Vita ist ein großartiger Film und ein unvergessliches Kapitel europäischer Kulturgeschichte und zeigt alles, was wir heute im puritanischen Gegenwartskino vermissen. Jetzt wird er wieder aufgeführt – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Everything Will Change (D/NL 2021)
    Die drei ??? und die verschwundene Giraffe: Pathetisch aufgeladenes Sendungsbewusstsein: In Marten Persiels Klimakatastrophen-Doku-Science-Fiction-Roadmovie-Märchenfilm sterben keine Arten, aber dafür Handlung und Kinokunst – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Meine Stunden mit Leo (Good Luck to You, Leo Grande) (GB 2022)
    Take it easy: Sophie Hydes Tragikomödie über unerfüllten Sex, falsche Erwartungshaltungen und späte Emanzipation ist nicht nur wegen ihrer Hauptdarsteller spannendes und befreiendes Kino – Kritik von Axel Timo Purr
  • Pornfluencer (D 2022)
    Die Influencer der Pornobranche: In Pornfluencer stellt der Filmemacher Joscha Bongard ein junges Paar vor, das mit viel Freude Pärchenpornos dreht – Kritik von Gregor Torinus
  • Die Ruhelosen (Les Intranquilles) (B/F/L 2021)
    Wunderbares Außer-sich-Sein: Der belgische Regisseur Joachim Lafosse zeichnet in Die Ruhelosen das faszinierende Kraftfeld eines Bipolaren. Das erschöpft, macht aber auch glücklich – Kritik von Dunja Bialas
  • Wer wir gewesen sein werden (D 2021)
    Was vom Abschied bleibt: Mit seinem preisgekrönten und intimen Dokumentarfilm erforscht Eric Brehmer Verlust und Trauer anhand eines eigenen Schicksalsschlags – Kritik von Matthias Pfeiffer

Video-Kritik:

  • Pornfluencer
    Sex sells: Joscha Bongard wollte einen positiven Film über ein deutsches Pärchen drehen, das sich mit Amateurpornografie seinen Lebensunterhalt verdient. Entstanden ist stattdessen ein Dokumentarfilm, der subtil die neoliberalen Erwartungshaltungen der Pornoindustrie hinterfragt. Axel Timo Purr und Sedat Aslan sprechen über den Film.

Festival:

  • Free Irani Cinema!
    Das 7. Iranische Filmfestival zeigt in München an drei konzentrierten Tagen aktuelle Filme aus dem Iran und dem Exil – von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

  • Wie wir gerne wären...
    Sehnsucht, Lust, Leidenschaft: Zum Tod von Klaus Lemke. Und ob Claudia Roth je einen Lemke-Film gesehen hat? – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 279. Folge – von Rüdiger Suchsland

07.07.2022

documenta 15:

  • Stresstest im großen Graben
    Hat die documenta mehr zu bieten als Skandale? Auf jeden Fall, denn eigentlich reichen die Videoarbeiten von Hito Steyerl, Sebastián Diaz Morales und Isaac Godfrey Geoffrey Nabwana schon aus, um über die grundsätzliche Konzeption des kuratorischen Kollektivs auch begeistert sein zu können – von Axel Timo Purr

Das Filmalphabet:

  • V_VAGE
    Es gibt da so eine Schwierigkeit, wenn man Menschen, die man für die Mitarbeit an einem Projekt gewinnen will, seine Idee erklärt. – von Nora Moschuering

Neue Kritiken:

  • Animals (B/F 2021)
    Zu Tode filmen: Nabil Ben Yadirs Animals rekonstruiert ein homophoben Hassverbrechen und traumatisiert mit seiner Drastik – und der Schuld, die das Medium auf sich lädt – Kritik von Janick Nolting
  • Corsage (Ö/L/D 2022)
    Eine Kaiserin zeigt den Stinkefinger: In ihrem feministisch-historischen Gedankenspiel Corsage bürstet Marie Kreutzer den Kitsch-Mythos der Kaiserin Elisabeth gegen den Strich – Kritik von Christoph Becker
  • Liebesdings (D 2022)
    Auf der Suche nach der richtigen Dingsbums:in: Anika Decker überzeugt mit ihrer feministischen Selbstermächtigungskomödie an den meisten Ecken und Enden. Das ist nicht selbstverständlich. – Kritik von Axel Timo Purr
  • Das Pfauenparadies (Il paradiso del pavone) (I/D 2021)
    Identifikation einer Familie: Laura Bispuris neuer Film steht in der langen Tradition von Filmen, für die ein Familienfest immer auch ein Wahrheitsfest war – doch Bispuri überrascht mit einer ungewöhnlichen Aufbereitung des Themas – Kritik von Axel Timo Purr
  • Wie im echten Leben (Ouistreham) (F 2021)
    Undercover-Thriller im Reinigungsmilieu: Emmanuel Carrère gelingt ein packender Spielfilm über eine Journalistin, die in einer Putzkolonne im französischen Fährhafen Caen anheuert – Kritik von Christoph Becker

Video-Kritik:

  • Liebesdings
    Alleinsein macht traurig: Anika Decker greift in ihrer feministischen Selbstermächtigungs-Komödie mit Elyas M'Barek und Lucie Heinze auch heftig in den LGBTQ-Setzkasten. Christoph Becker und Axel Timo Purr unterhalten sich über diese ungewöhnliche romantische Komödie.

39. Filmfest München-Special:

  • Video-Talk: Neues Deutsches Kino
    Am letzten Freitag wurden die Förderpreise Neues Deutsches Kino des 39. Filmfest München 2022 vergeben. Axel Timo Purr und Christoph Becker haben alle Filme gesehen und diskutieren ihre persönlichen Top 5 der Sektion und geben eine vorsichtige Einschätzung des Status Quo des neuen deutschen Films
  • Die Rückkehr der Kinder
    Das Kinderfilmfest des 39. Filmfest München überzeugte nicht nur durch einen neuen, perfekt ausgestatteten Spielort – von Christel Strobel
  • Die artechock Awards 2022 (Affordable but neat Swedish Design Edition)
    Edelmann & Willmann krönen zum Abschluss das Filmfest München – von Anna Edelmann & Thomas Willmann
  • Letzte Kurzkritiken
    Schnell, kurz und absolut unter Kontrolle: Kurzkritiken zum 39. Filmfest München, diesmal in Zusammenarbeit mit der LMU München und dem Filmkritik-Nachwuchs

Ukraine:

  • Reden über Film 01
    Putins Begräbnis (Video und Podcast): Wie über Film reden, wenn in der Ukraine ein Angriffskrieg tobt? Soll man, darf man noch Filme aus Russland sehen? Wieso lernen wir erst jetzt das ukrainische Filmschaffen kennen? Und was macht man eigentlich derzeit mit Footage aus Russland? Dunja Bialas spricht mit dem Berliner Filmemacher Christian von Borries über die Schwierigkeit, ein Filmemacher zwischen den Nationen zu sein.
  • Schmetterlingsvisionen
    Über die Einflussangst und den Kulturboykott. Oder lieber doch Selenskij auf Instagram folgen? Ein Ukraine-Panel gab auf dem 39. Filmfest München erhellende Einblicke in das Denken der jungen ukrainischen, filmemachenden Generation – von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

  • Zurück in die Zukunft
    Die Intensität des Augenblicks: Berlinale-Forum, DFFB, Filmfest und sogar München auf der Suche- Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 278. Folge – von Rüdiger Suchsland

30.06.2022

Filmfest München:

  • Die Innovation der alten Zöpfe
    Altersdiskriminierung und Diversity-Klischees: Die Filmbranche hat ein Problem. Beobachtungen von zwei Panels des Filmfests München – von Dunja Bialas
  • Unter Leuten
    Ein Zwischenbericht vom Filmfest München 2022: Alte Entspanntheit, lange und richtige Filme (Speak No Evil, The Penultimate, A New Old Play)
  • Das Atemholen vor der Revolution
    Das neue deutsche Kino auf dem 39. Filmfest München präsentiert sich divers, aber mit einer verzweifelten Sehnsucht nach Heim und Heimat. Das muss nicht schlimm sein – von Axel Timo Purr
  • Freibad (DE 2022)
    Schule der Demokratie
    Doris Dörries scharfzüngige Komödie ist bestes politisches Kabarett und überrascht mit konsequenten Botschaften – von Axel Timo Purr
  • Tops & Flops des 39. Filmfest München
    Das Filmfest München hat natürlich gute und auch schlechte Filme. Darüber unterhalten sich Rüdiger Suchsland und Axel Timo Purr
  • Neu auf dem Filmfest
    Der Filmkritik-Nachwuchs spricht über das erste Mal Filmfest, über DAS LEBEN EIN TANZ, DIE MAGNETISCHEN, BUTTERFLY VISIONS und die Filme von Kirill Serbrennikov. Mit Maria Feckl, Tilla Harms und Paula Ruppert unterhält sich Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Axiom (D 2022)
    Axiome der Selbstverwirklichung
    Jöns Jönsson legt anhand der faszinierenden Hauptfigur Julius in seinem Film Axiom eine stillschweigende Prämisse unserer Subjektivitäten bloß – Kritik von Wolfgang Lasinger
  • Abenteuer eines Mathematikers (Adventures of a Mathematician) (D/PL/GB 2020)
    Wenig abenteuerlich
    Thor Kleins Verfilmung der Autobiografie des polnischen Mathematikers Stan Ulam wird seinem Titel nur bedingt gerecht – Kritik von Gregor Torinus

Deutscher Filmpreis:

  • Radikaler Kulturrebell
    LIEBER THOMAS hat beim Deutschen Filmpreis mit neun Lolas abgeräumt. Eine Würdigung von Albert Schuch, Jella Haase, aber auch zuallerst von: Thomas Brasch – von Peter Kremski

Cinema Moralia:

Starter-Filmpreis:

  • Aufbruch zu Neuem
    Auf dem Filmfest München wurde der Starter-Filmpreis der Stadt München verliehen. Das junge Filmschaffen widmete sich der Trauerarbeit – von Dunja Bialas

23.06.2022

Filmfest München:

  • »In heaven there’s no beer, that’s why we drink it here«
    Das 39. Filmfest München kehrt in die Kinos und zu altem Format zurück und hält zum zweiten Mal die »Beergarden Convention« ab. Zum Auftakt des Filmfest München – von Dunja Bialas
  • Ertrinken im Meer der Möglichkeiten
    Funny Games: An diesem Donnerstag beginnt das 39. Filmfest München mit »Corsage«. Später laufen noch bessere Filme – Versuch eines Überblicks – von Rüdiger Suchsland
  • Filmfest Special
    Kurze und lange Texte, Gossip und Impressionen vom Filmfest München – täglich neu!

Neue Kritiken:

  • Elvis (AUS/USA 2022)
    Der verlorene Sohn
    Baz Luhrmann zeigt in sogartigen, elliptischen Bildern einen Elvis der Unterschicht, der wie so viele Musiker vor und nach ihm tragisch instrumentalisiert wird und an seiner Obdachlosigkeit zu Grunde geht – von Axel Timo Purr
    Ein Superheld der Musik
    Star, Maske, Geschäft: Baz Luhrmanns magnetischer Film über Elvis Preley ist Aufklärung über einen Mythos und großes, essentielle Kino – von Rüdiger Suchsland
  • Animals (B/F 2021)
    Zu Tode filmen
    Nabil Ben Yadirs Animals rekonstruiert ein homophoben Hassverbrechen und traumatisiert mit seiner Drastik – und der Schuld, die das Medium auf sich lädt – Kritik von Janick Nolting
  • Corsage (Ö/L/D 2022)
    Eine Kaiserin zeigt den Stinkefinger
    In ihrem feministisch-historischen Gedankenspiel Corsage bürstet Marie Kreutzer den Kitsch-Mythos der Kaiserin Elisabeth gegen den Strich – Kritik von Christoph Becker
  • Die Magnetischen (Les magnétiques) (F 2021)
    Die gute alte Zeit der Mix-Tapes
    Mit Karacho in die französischen 80er: Vincent Maël Cardona legt mit Die Magnetischen ein furioses Regie-Debüt vor – Kritik von Christoph Becker

Nachlese:

  • UNDERDOX HALBZEIT: DORE O.
    Eine Nachbetrachtung zur »Halbzeit« des Münchner Festivals UNDERDOX, die dieses Mal der Avantgardefilmemacherin Dore O. gewidmet war – von Peter Kremski

16.06.2022

Neue Kritiken:

  • A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe (D/F 2022)
    Liebe lernen, Leben lieben: Nicolette Krebitz‘ ungewöhnlicher und aufregender Film-Hybrid ist auf der Berlinale unprämiert geblieben. Zu unrecht. – Kritik von Axel Timo Purr
  • Dark Glasses (Occhiali neri) (I/F 2022)
    Von Dunkelheit geblendet: Giallo-Altmeister Dario Argento lässt in seinem Comeback ein blutiges Genrekino wiederauferstehen, das misstrauisch auf die eigenen Mittel schaut – Kritik von Janick Nolting
  • Eine deutsche Partei (D 2022)
    Selbstdemaskierung im Safe Space? Empathie und Identifikation mit Rechtsextremisten: Simon Brückners Langzeitdokumentarfilm über die AfD ist ein gescheitertes Experiment – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Massive Talent (The Unbearable Weight of Massive Talent) (USA 2022)
    Lautstarke Einmann-Show: Mit Massive Talent bringt Tom Gormican einen Film in die Kinos, der ganz und gar auf seinen Hauptdarsteller zugeschnitten ist: Niemand anderen als Nicolas Cage. Das ist einfach zu durchschauen – aber auch schrecklich unterhaltsam – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Press Play and Love Again (Press Play) (USA 2022)
    Liebe lassen, Liebe leben: Coming-of-Age und Zeitreise sind in Greg Björkmans überzeugendem Debüt eine überraschende Grundlage für ein modernes Beziehungsmodell und dann auch noch Hommage an einen großen Literaten – Kritik von Axel Timo Purr
  • Zwischen uns (D 2021)
    Von der Gesellschaft im Stich gelassen: Max Feys Debütfilm deckt auf beklemmende Weise die Probleme der Integration von Kindern mit Asperger-Syndrom auf – Kritik von Christoph Becker

Video-Kritik:

  • A E I O U – Das schnelle Alphabet der Liebe
    Außer Liebe: Nicolette Krebitz' Film ist ein seltsamer Hybrid, der genauso auf den Spuren eines Alt-Jung-Beziehungs-Klassikers wie Harold und Maude wandelt als auch Nouvelle Vague-Filme wie Außer Atem erzählerisch und formal einverleibt. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr sprechen jedoch nicht nur über diese Gratwanderung.

Interview:

  • Nicolette Krebitz & A E I O U
    Rüdiger Suchsland spricht auf unserem Video-Channel mit Regisseurin Nicolette Krebitz über ihren Berlinale- Wettbewerbsbeitrag.

Cinema Moralia:

  • Fremdgehen im Kino
    Frankreichs Tränen, Deutsche Solidarität, Berliner Meinungsfreiheit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 276. Folge – von Rüdiger Suchsland

09.06.2022

Interview:

  • »Und dann sagte er: 'Oh, lass uns drehen!'«
    Tim Roth beeindruckt in Sundown mit lethargischer Trauerarbeit. Die meiste Zeit sitzt er am Strand und macht – gar nichts. Ein Interview über die Freude am Drehen und das Entdecken von Projekten – von Anna Edelmann

Neue Kritiken:

  • Sundown – Geheimnisse in Acapulco (F/MEX/S 2021)
    Urlaub ohne Rücksicht
    Mysteriös, schwer zu fassen und lange nachwirkend – mit Sundown schenkt Michel Franco dem Publikum ein Highlight des jungen Kino-Sommers – von Matthias Pfeiffer
    Er will einfach nur hier sitzen
    Wie ein Stück Treibholz setzt Michel Franco seinen Protagonisten in Sundown einfach nur am Strand ab – und in eine Art Sitzstreik als Trauerbewältigung verfallen – von Anna Edelmann
  • France (F/D/I/B 2020)
    Die wunderbare Unausgegorenheit des Menschlichen
    Bruno Dumont transformiert in France Medienkritik zur metaphysischen Fragestellung, während Léa Seydoux in Tränen zerfließt – Kritik von Dunja Bialas
  • Belle (Ryû to sobakasu no hime) (J 2021)
    Die Notwendigkeit des Realen im Virtuellen
    Mamoru Hosodas Anime Belle ist nicht nur eine ungewöhnliche Hommage an Disney, sondern auch ein spektakulärer Multiverse-Entwurf – Kritik von Axel Timo Purr
  • Jurassic World: Ein neues Zeitalter (Jurassic World Dominion) (USA 2022)
    Angriff des Retrosaurus
    Mit Jurassic World: Ein neues Zeitalter wird die beliebte Saurier-Saga nun abgeschlossen. Dieses Finale ist besser als zunächst vermutet, auch wenn man über einige Schwächen nicht hinwegsehen kann – Kritik von Matthias Pfeiffer

Cinema Moralia:

  • Der Sommer, in dem das deutsche Kino starb
    Plötzlicher Filmtod: Vor 40 Jahren verlor das Kino der Bundesrepublik drei seiner zentralen Leitfiguren. Außerdem ein paar Beobachtungen zu Filmkritik und Medien in Deutschland und den USA – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 275. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • France
    Auf dem Floß der Medusa
    Der Fall einer Journalistin als moderne Hiob-Geschichte, in der außerdem der Status quo des gegenwärtigen Frankreichs verhandelt wird – Videokritik mit Axel Timo Purr und Christoph Becker
  • Sundown
    Unter dem Vulkan
    Bei Mexiko, Alkohol und Emanzipation eines männlichen, gebrochenen Helden denkt wohl jeder an Malcolm Lowrys Meisterwerk »Unter dem Vulkan« – Videokritik mit Christoph Becker und Matthias Pfeiffer
  • Alle Videokritiken als Podcasts

02.06.2022

Neue Kritiken:

  • The Outfit – Verbrechen nach Maß (USA 2022)
    An Englishman in Chicago oder Das tapfere Schneiderlein: Graham Moores sehenswertes Regiedebüt inszeniert einen Kammerspielthriller um einen Herrenmaßschneider mit Mafia-Tuchfühlung im Chicago der 1950er Jahre – Kritik von Christoph Becker
  • Der schlimmste Mensch der Welt (Verdens verste menneske) (N/F/S/DK 2021)
    Liebe, Leben, Lorelei: Joachim Triers Liebes- und Lebensfindungsfilm ist nicht nur eine verspielte Neuerfindung der romantischen Komödie, sondern auch einer der zärtlichsten und klügsten Filme der letzten Monate – von Axel Timo Purr
    Fräulein Julie: Widersprüchliche Existenz: Joachim Trier erzählt die Coming-of-Age-Geschichte einer jungen Frau – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Der schlimmste Mensch der Welt
    Wenn die Liebe still steht: Joachim Triers »Bildungsroman« ist einer der schönsten und klügsten Filme der letzten Monate. Matthias Pfeiffer und Axel Timo Purr überlegen aber auch, ob er als Ehrenrettung der in letzter Zeit im Mauerblümchenschlaf versunkenen »Romantischen Komödie« taugt.

Das Filmalphabet:

  • U_ÜBERHEBLICH
    Natürlich muss ich da auf Liam Gallagher kommen, schon alleine, weil ich mich in meinem Q-Text als ehemalige Atomic Café-Gängerin gezeigt habe, die immer freitags und oft mittwochs (und manchmal an jedem anderen Tag auch) hingegangen ist. – von Nora Moschuering

Cannes-Special:

Cinema Moralia:

26.05.2022

Cannes-Special:

  • Die Aufrichtigen
    Annie Ernaux und Mia Hansen-Løve zeigen in einer starken »Quinzaine des Réalisateurs« die fiktionale Kraft autobiographischen Filmemachens – von Dunja Bialas
  • Das Kino im Schneewittchen-Sarg
    Auf der Leinwand will ich Genies bei der Arbeit zusehen, keinen Scheintoten: Lose Gedanken zum Zustand des Mediums Kino in Cannes – Cannes-Tagebuch, 5. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Welche Rolle spielt das Publikum?
    Wie beurteilt man einen Film, wer guckt zu, und für wen berichtet man eigentlich auf einem Festival? In unserem sechsten Podcast beantwortet Rüdiger Suchsland Fragen von Hörern, Lesern und Studenten zum Filmfestival in Cannes und seiner Berichterstattung.
  • Weitere Texte, Podcasts und Videos aus Cannes, täglich aktualisiert

Neue Kritiken:

  • Alles in bester Ordnung (D 2021)
    Zwei Etagen, zwei Eigenbrötler: In ihrem netten Langfilmdebüt gestaltet Natja Brunckhorst eine spannende Grundidee zweier unterschiedlicher Charaktere am Ende arg harmlos aus – Kritik von Christoph Becker
  • Heikos Welt (D 2021)
    Don’t beam me up, Scotty! Dominik Galizias Feldforschungskomödie in der Berliner Kneipen- und Hartz 4-Kultur ist ein Berliner Spreedampfer auf Kollisionskurs; und kein Film, sondern ein Erlebnis – Kritik von Axel Timo Purr
  • Maixabel – Eine Geschichte von Liebe, Zorn und Hoffnung (E 2021)
    Die Kraft der Utopie: Icíar Bollaín erzählt die reale und utopisch anmutende Geschichte einer Versöhnung zwischen Tätern des ETA-Terrors und Angehörigen der Opfer – Kritik von Wolfgang Lasinger
  • Die Täuschung (Operation Mincemeat) (USA/GB 2021)
    Krieg dem Kriege, light: John Maddens Literaturverfilmung ist klassisches, britisches II. Weltkriegs-Kino: spannend, lehrreich, und mit wohltuend klaren Verteilungen von Gut und Böse und einem Hoffnungsschimmer, der bis in unsere Gegenwart reicht – Kritik von Axel Timo Purr
  • Top Gun: Maverick (USA 2020)
    Die beste Art zu altern: Joseph Kosinskis Fortsetzung des alten US-Navy-Action-Klassikers ist zwar lupenreine Propaganda, aber dennoch einer der überraschendsten und besten Blockbuster der bisherigen Saison – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Top Gun: Maverick
    Alte Liebe rostet nicht: Na klar ist auch Top Gun: Maverick Propaganda zur rechten Zeit. Aber Joseph Kosinskis Fortsetzung, 36 Jahre nach dem ersten Teil, ist auch der beste Action-Blockbuster des bisherigen Kinojahres. Sedat Aslan und Axel Timo Purr erklären, warum das so ist.

19.05.2022

Cannes-Special:

  • »Ich gehe in ein anderes Blau«
    Ganz und gar im Kinoland: Zum Auftakt der Filmfestspiele von Cannes, Cannes-Tagebuch, 1. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Top Gun: Maverick
    Alte Liebe rostet nicht: Top Gun: Maverick hatte an Tag 2 in Cannes unter Anwesenheit von Tom Cruise seine Europa-Premiere – ein martialischeres Symbol für die Wiederauferstehung des Kinos nach Covid geht wohl kaum, aber die Fortsetzung des 36 Jahre alten Klassikers ist weit mehr als das – Videokritik von Sedat Aslan und Axel Timo Purr

Neue Kritik:

  • One of These Days (D/USA 2020)
    Von Autos und Menschen: Bastian Günther erzählt in One of These Days von einem skurril anmutenden texanischen Wettbewerb, ohne seine Figuren bloßzustellen – Kritik von Wolfgang Lasinger

Neue Videokritiken:

  • Leander Haußmanns Stasikomödie
    Lachen auf dem schmalen Grat zwischen Ostalgie und Nostalgie: Mit seiner »Stasikomödie« komplettiert Leander Haußmann nach Sonnenallee und NVA seine DDR-Trilogie. Ob diese »Ethnografie« auch für nicht in der DDR Sozialisierte funktioniert, darüber sprechen die in der DDR groß gewordene Felicitas Hübner und der Schweizer Stefan Rutz
  • X
    Slow Slasher: Ti West versucht durch langsames Tempo und ungewöhnlichen Humor die Erwartungen an einen Slasher-Film neu zu definieren. Sedat Aslan und Matthias Pfeiffer diskutieren, ob ihm das gelingt.
  • Alle Videokritiken als Podcasts

Küstendorf 15:

  • Küstendorf liegt in Serbien
    Die 15. Ausgabe von Emir Kusturicas legendärem Film- und Musikfestival »Küstendorf« hat Corona überwunden und überzeugt durch die alten Qualitäten: die ungewöhnliche Programmierung und die traumhafte Location – von Christoph Becker & Axel Timo Purr

Mittel Punkt Europa Filmfest:

DOK.fest-Special:

  • Kalle Kosmonaut (D 2022)
    10 Jahre sind ein halbes Leben: Die Langzeitdokumentation des Autoren-Duos über Pascal, genannt Kalle, einen Jungen aus einer Plattenbausiedlung, berührt nicht nur, sondern wirkt auch nach
    – Kritik von Christel Strobel
  • arteshorts zum 37. DOK.fest München
    Schnell, kurz und absolut unter Kontrolle: Kurzkritiken zum 37. DOK.fest München, diesmal in Zusammenarbeit mit der LMU München und dem Filmkritik-Nachwuchs – von Redaktion

Cartoon

12.05.2022

Neue Kritiken:

  • Blutsauger (D 2021)
    Untote Revolutionäre
    Julian Radlmaiers marxistische Vampirkomödie Blutsauger wirft einen grotesken Blick auf die Fallstricke des Klassenkampfes – von Janick Nolting
    Geschichte und Hipsterbewusstsein
    Julian Radlmaiers Blutsauger vereint funkensprühend den Klassenkampf mit dem Hipster-Lebensgefühl – von Rüdiger Suchsland
  • Das Licht, aus dem die Träume sind (Last Film Show) (Indien/F/USA 2021)
    Im Lauf der Zeit
    Pan Nalins Das Licht, aus dem die Träume sind ist eine zärtliche Liebeserklärung an das Kino, eine Liebe, die vor allem auch eine Übung im Abschiednehmen ist – Kritik von Axel Timo Purr
  • Doctor Strange in the Multiverse of Madness (USA 2022)
    Das Multiversum erzählen
    In seiner Verbindung aller möglichen Superheld:innen-Welten treibt Sam Raimi das filmische Erzählen über alle Grenzen hinaus. Das Geheimnis, das die Fiktion verbirgt, ist allerdings ganz von dieser Welt – Kritik von Vera Thomann
  • Willi und die Wunderkröte (D 2021)
    Schöne Utopie und kraftvolles Signal
    Markus Dietrich verknüpft in seinem Umweltschutzfilm für Kinder souverän Sachinformationen und den abenteuerlichen Kampf für eine bessere Welt – Kritik von Christel Strobel

DOK.fest-Special:

  • Nach der Arbeit (D 2021)
    Übergangsriten des Ruhestands
    In Nach der Arbeit spannt Alexander Riedel einen Reigen rüstiger Rentner auf, gibt dabei auch Einblick in die Schwere des Übergangs – Kritik von Dunja Bialas
  • Sedimentos (SP 2021)
    Schicht für Schicht
    Adrián Silvestres intimes Porträt Sedimentos begleitet sechs Transfrauen aus Barcelona bei einem Besuch aufs Land, wo sich in ihrer Auseinandersetzung die unterschiedlichen Persön-lichkeiten und Lebensgeschichten der Frauen offenbaren. Ein emotionaler und verständnis-voller sowie ehrlicher Film – Kritik von Louisa von Sohlern
  • arteshorts zum 37. DOK.fest München
    Schnell, kurz und absolut unter Kontrolle: Kurzkritiken zum 37. DOK.fest München, diesmal in Zusammenarbeit mit der LMU München und dem Filmkritik-Nachwuchs – von Redaktion

Neue Videokritik:

  • Nico
    Karate Girl goes Berlin
    Eline Gehrings, Francy Fabritz' und Sara Fazilats preisgekrönter Gemeinschaftsfilm erzählt mit emotionaler Wucht von der Selbstermächtigung einer jungen Deutsch-Iranerin, von Rassismus, Diversität und auch von Berlin. Sedat Aslan und Axel Timo Purr erörtern, ob der kurze Film dieser Vielfältigkeit gerecht werden kann

05.05.2022

DOK.fest München:

  • Die Dualität der Dinge
    So klar, wie sich die Berlinale zu Beginn des Jahres zum »Gemeinschaftserlebnis Kino« bekannte und dies als »Signal an die gesamte Filmbranche« verstanden wissen wollte, so deutlich begreift sich das Münchner DOK.fest von nun an als duales Festival – von Sedat Aslan

Neue Kritiken:

  • Memoria (Thailand/Kolumbien/GB/MEX 2021)
    Urknall des Kinos
    Memoria des Thailänders Apichatpong Weerasethakul ist in vieler Hinsicht ein nomadischer Film – und visionäres Kino der Zukunft – von Dunja Bialas
    Symptome des Ungefähren
    Naturalismus, Norm und Nebel: Der Thailänder Apichatpong Weerasethakul schickt in Memoria Tilda Switon in den Dschungel – von Rüdiger Suchsland
  • Nawalny (Navalny) (USA 2022)
    Wie hoch ist der Preis für Opposition?
    Daniel Rohers Dokumentarfilm zeigt Nawalny als Putins entspannten Endgegner – Kritik von Christoph Becker
  • Sun Children (Khorshid) (Iran 2020)
    Fack ju Bildung?
    Majid Majidi zeigt in Sun Children Straßenkinder, die sich gegen Armut und fehlende Bildungschancen wehren, und versucht sich dabei aber vor allem an einem Abenteuerfilm – Kritik von Christoph Becker
  • Sigmund Freud – Freud über Freud (Sigmund Freud, un juif sans Dieu) (F 2020)
    Der Mann mit dem Hund
    David Teboul erinnert in seiner Sigmund-Freud-Doku zwar daran, wie gegenwärtig Freud weiterhin ist, verliert sich aber in assoziativer Beliebigkeit und reproduziert alte Stereotypen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Als Susan Sontag im Publikum saß (D 2021)
    Genies, Publikum und die künstlerische Freiheit
    RP Kahls Als Susan Sontag im Publikum saß erzählt von libertären Linken und der Schönheit der Revolte – Kritik von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Misstrauen und Verheißung
    Das Kino, sein Publikum und die Sehnsucht. Außerdem die Diversität der Identität und die Woche der Meinungsfreiheit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 273. Folge – von Rüdiger Suchsland

Filmalphabet:

  • T_TEEBEUTEL_TAGLINES
    Begonnen habe ich diese äußerst deepen Gedanken auf einer schönen, langen Bahnfahrt von der Dokumentarfilmwoche Hamburg zurück nach München. Dabei trank ich Tee – von Nora Moschuering

Neue Videokritik:

28.04.2022

Festivals:

  • Diffus dokumentarisch
    Visions du Réel im Schweizerischen Nyon ist das wichtigste europäische Filmfestival für dokumentarische Formen, in denen gerade die Unbestimmtheitsstellen größte Kraft entfalten – von Dunja Bialas
  • Universalität aus der genauen Beobachtung
    Auch die 19. Dokumentarfilmwoche Hamburg zeichnet sich dadurch aus, nicht nur inhaltlich, sondern auch formal und ästhetisch etwas zu wagen – von Eckhard Haschen
  • Brutstätten des Bösen
    Natürlicher Horror kommt von Innen bei den Fantasy Filmfest Nights 2022 – von Thomas Willmann

Neue Kritiken:

  • Everything Everywhere All at Once (USA 2022)
    Alltag im Multimetaverse: Alltag kann schon im normalen Leben tödlich (langweilig) sein. Dan Kwan und Daniel Scheiner zeigen, dass das im Multiverse nicht viel anders ist – Kritik von Axel Timo Purr
  • Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush (D/F 2022)
    Beißen ohne zu bluten: Nach seinem DDR-Provinzmeisterwerk Gundermann entscheidet sich Andreas Dresen in seinem neuen Film für eine bizarre Mischung aus Provinzposse und Justizdrama – von Axel Timo Purr
    Mutter Beimer in Guantanamo: Andreas Dresens Film über den »Fall Kurnaz« vereint politische Absicht und unpolitisches Filmemachen – von Rüdiger Suchsland
  • Vortex (F/B 2021)
    Bald sind wir Gespenster: Körper, Geist, Familie, Liebe, Besitz – in Gaspar Noés neuem Geniestreich strebt alles der Auflösung entgegen – von Janick Nolting
    Der Tod ist Vereinzelung: Sterben lernen, Gaspar Noes großartiger Film Vortex – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritiken:

  • Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush
    Keine klare Linie: Nach seinem Meisterwerk über den DDR-Liedermacher Gundermann arbeitet Dresen auch in seinem neuen Film mit der Drehbuchautorin Laila Stieler zusammen, hat sich dieses Mal aber für ein deutsches Guantanamo-Thema entschieden. Christoph Becker und Sedat Aslan sprechen darüber, ob ihnen die Gratwanderung zwischen Komödie und Justizdrama gefallen hat
  • Everything Everywhere All at Once
    Im siebten Himmel: Die bereits in frühen Rick und Morty-Staffeln und im letzten Spiderman ausgeführte Idee des Metaverse lässt sich auch über ein ganz normales Leben deckeln. Ob Dan Kwans und Daniel Scheinerts Umsetzung tatsächlich »alltagstauglich« ist, darüber sprechen Stefan Rutz und Felicitas Hübner

Interview:

21.04.2022

Frankreich vor der Stichwahl:

Gleich zwei französische Filme thematisieren diese Woche passend zur französischen Stichwahl am kommenden Sonntag auf sehr unterschiedliche Art die Brüche der französischen Gesellschaft. Catherine Corsinis In den besten Händen sucht sich dafür ein Krankenhaus aus, Sylvie Ohayons Haute Couture pendelt zwischen einer Banlieue und den Schneider-Ateliers im Modehaus Dior:
  • Haute Couture (F 2021)
    Aschenputtel zu Besuch im Haus Dior: In Sylvie Ohayons modernem Aschenputtel-Märchen aus der französischen Modebranche wird nicht nur die tiefe soziale Zerrissenheit Frankreichs deutlich, sondern auch die verzweifelte Sehnsucht nach einer Lösung – Kritik von Axel Timo Purr
  • In den besten Händen (La fracture) (F 2021)
    Der Klassenkampf im Krankenstand: Catherine Corsinis Krankenhauskomödie ist ein höchst vergnügliches und hellsichtiges Kammerspiel über die französischen Zerwürfnisse – von Dunja Bialas
    Ein Krankenhaus als Bühne Frankreichs: Gesellschaft in der Druckkammer – politisches Kino, wie man es in Deutschland gar nicht kennt – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • The Lost City – Das Geheimnis der verlorenen Stadt (USA 2022)
    Dschungelcamp mit A-Promis: In dieser angeblich romantischen Action-Komödie gibt es nur eine Überraschung: die quälende Frage, warum hier so viel Geld und Lebenszeit vergeudet wurde – Kritik von Christoph Becker
  • The Northman (USA 2022)
    Nordischer Zorn: Mit seiner kompromisslosen Wikinger-Walze kommt Robert Eggers ins Kino zurück. Was man von diesem Film halten soll, ist schwierig zu sagen. Eine brutale Lektion in Sachen archaischen Kinos ist er aber sicher für jeden Zuschauer – von Matthias Pfeiffer
    Vater, Mutter, Mörder: Von Amleth zu Hamlet und wieder zurück: Robert Eggers' Northman hackt sich handlungsarm und primitiv über die Leinwand, liegt aber immerhin auch mit unserer homogenisierten Kinolandschaft in Fehde – von Rüdiger Suchsland
  • River (AUS 2021)
    Wassermassen-Mindmap: Große Bilder, große Musik und leider wenig dahinter. Der Film von Jennifer Peedom und Joseph Nizeti wäre gern eine künstlerische Zusammenfassung von allem, was die Flüsse dieses Planeten in sich tragen, wirkt dann jedoch eher wie eine Mindmap – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Die wundersame Welt des Louis Wain (The Electrical Life of Louis Wain) (GB 2021)
    Godfather of Katzenbücher: In Will Sharpes Biopic wird das Leben des exzentrischen britischen Katzenzeichners Louis Wain märchenhaft englisch bebildert und melodramatisch vertont – Kritik von Christoph Becker

Neue Videokritik:

  • In den besten Händen
    Gelb und Schwarz: Catherine Corsinis hochpolitischer Gelbwesten-Film und Hiobiade wagt immer wieder auch komödiantische Elemente zu intergrieren. Stefan Rutz und Christoph Becker diskutieren, ob dieses Experiment gelungen ist.

Cinema Moralia:

  • »Komm' Kino, Du willst es doch auch!«
    Nie gab es eine Epoche der Kinogeschichte, die humorloser war als die jetzige. Kinofilme nehmen sich heute allesamt viel zu ernst. Außerdem ein immer wieder aktuelles 'Lob der Verschwendung' – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers – von Rüdiger Suchsland

14.04.2022

Neue Kritiken:

  • Alles ist gutgegangen (Tout s'est bien passé) (F 2021)
    Der Tod und die Tochter: Gegen unsere Verweigerung: François Ozons Sterbehilfe-Drama führt auf die universale Frage nach dem Recht auf einen freien Tod – und zeigt eine glänzende Sophie Marceau – von Rüdiger Suchsland
    Jenseits des Melodrams: François Ozon schafft einen meisterhaft gestalteten Film über ein sehr ernstes Thema und ist dabei weder rührselig noch zu leichtfertig
    – von Wolfgang Lasinger
  • Eingeschlossene Gesellschaft (D 2021)
    The Hateful Six: Sönke Wortmanns Lehrerzimmer-Kammerspiel kann sich nicht entscheiden, was es sein will und erfreut wohl nur die, die alte Lehrerrechnungen offen haben – Kritik von Christoph Becker
  • Geschichten vom Franz (Ö/D 2022)
    Freundschaft für (n-)immer: Johannes Schmid verfilmt einen der großen Klassiker der deutschsprachigen Kinderbuchliteratur, vom Klassiker bleibt davon allerdings nicht viel übrig – Kritik von Axel Timo Purr
  • The Innocents (De uskyldige) (N/S/DK 2021)
    Die spielen nur: Eskil Vogt zeigt in seinem schwer verdaulichen Horrorfilm das Zerstörerische hinter unschuldig dreinblickenden Kinderaugen – Kritik von Janick Nolting
  • Red Rocket (USA 2021)
    Die Pornoisierung des Alltags: Sean Baker führt in seiner eindrucksvollen Reihe von Filmen über Sexarbeiter:innen in »Red Rocket« erstmals einen politischen Impuls und sogar Komik ein. Unheimlicher, deprimierender und – schöner geht es kaum – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritiken:

  • Eingeschlossene Gesellschaft
    Eine Frage der Moral: Nach seinem mauen Lehrerfilm Frau Müller muss weg versucht es Sönke Wortmann wie jeder braver Schüler einfach noch einmal. Und vielleicht ja mit dem kreativen Schub seiner erst vor ein paar Monaten sehr erfolgreich in den Kinos gestarteten Uni- und Culture/Cancel-Clash Komödie Contra? Christoph Becker und Axel Timo Purr unterhalten sich darüber.
  • Red Rocket
    Fremdschämen als große Kunst: Sean Baker hat mit seinem letzten Film The Florida Project zahlreiche Nominierungen und Preise gewonnen. Axel Timo Purr und Christoph Becker sprecher darüber, ob er mit seinem neuen Film über einen abgehalfterten Porno-Darsteller, der abgebrannt zurück in seine Heimatstadt in Texas geht, an diesen Erfolg anknüpfen kann.

Festival:

  • Sprung in die Zukunft
    Das 34. Filmfest Dresden zeigte sich vielfältig, bunt und woke – und als Amalgam aus Rückschau und Aufbruch – von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

  • Ist weniger mehr?
    Das Kartell des Bestehenden schottet sich ab. Wie steht es mit der Transparenz? Wie mit anderem Denken und der Freiheit der Andersdenkenden? Überlegungen, nicht nur zum deutschen Film, aber aus aktuellem Anlass – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers – von Rüdiger Suchsland

07.04.2022

Neue Kritiken:

Neue Videokritiken:

  • Wo in Paris die Sonne aufgeht
    Liebe lernen: Mit der Verfilmung dreier Graphic-Novel-Kurzgeschichten von Adrian Tomine und der Drehbuchmitarbeit von Céline Sciamma erfindet sich Jacques Audiard noch einmal neu. Axel Timo Purr und Sedat Aslan ordnen den Film im Werk Audiards ein und sagen, was ihnen gefallen hat. Und was nicht.
  • Death of a Ladies' Man
    Wir leben, wie wie träumen – allein: »Death of a Ladies' Man« hieß ein Album Leonard Cohens aus dem Jahr 1977, aber Matt Bissonnettes Film lässt sich nicht nur von diesem Album für seine Geschichte eines einsamen Mannes auf der Suche inspirieren. Felicitas Hübner und Matthias Pfeiffer haben den Film gesehen.

Festival:

Cinema Moralia:

  • Wenn der Zeitgeist den Krieg trifft – Cinema Moralia 270
    Solidarität, aber nicht mit der Message-Kunst: Gerade in sogenannten westlichen Kontexten scheint es uns immer schwerer zu fallen, Propaganda als solche zu benennen. Vor allem dann, wenn Aussagen politischer Common Sense sind und den Zeitgeist bedienen. Zur Eröffnung der Diagonale – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 270. Folge – von Rüdiger Suchsland

Filmalphabet:

  • Das Filmalphabet: S_SAMMELN
    Ich saß in einer Sofalandschaft um eine Smart-TV-Ecke im Hause der Familie W. Auf dem einen Set war es mir dann auch möglich auf beide Streaming-Dienste die bei den diesjährigen Oscars eine Rolle gespielt haben, zuzugreifen... – von Nora Moschuering

Tagung:

  • Diversität im deutschen Film – Part II: Was tun! oder: »Rise of the Cinephiles«
    Die Probleme mit der mangelnden Diversität im deutschen Film sind ausgesprochen, durch Zahlen belegt, doch wie behandelt man Ursachen und nicht nur Symptome? Eine weitergehende Betrachtung zur Tagung »Sehen und gesehen werden: Teilhabe im Film« des Filmfest München in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Tutzing – von Sedat Aslan

31.03.2022

Neue Kritiken:

  • Das Ereignis (L’evenement) (F 2021)
    Selbstbestimmung in Zeiten der Repression
    Audrey Diwan erzählt in ihrer herausragenden Bestsellerverfilmung Das Ereignis von Puritanismus und Feigheit der Moralprediger – von Rüdiger Suchsland
    Mein Buch gehört mir
    Audrey Diwan hat mit L’événement zu einer sinnlichen Verfilmung eines schmerzhaften Ereignisses gefunden, das die Schriftstellerin Annie Ernaux erst hervorgebracht hat – von Dunja Bialas
  • A Hero – Die verlorene Ehre des Herrn Soltani (Ghahreman) (Iran/F 2021)
    Inflation der Moral
    Oscar-Preisträger Asghar Farhadi seziert in A Hero erneut die iranische Gesellschaft, verläuft sich aber zusehends in der eigenen Ambiguität – von Axel Timo Purr
    »Wir sind alle kleine Sünderlein«
    Von der Unmöglichkeit immer gut zu handeln und immerzu gerecht zu sein: Der Iraner Asghar Farhadi erzählt mit A Hero eine Fabel über die moralische Unvollkommenheit des Menschen – von Rüdiger Suchsland
  • Abteil Nr. 6 (Hytti nro 6) (FIN/RUS/EST/D 2021)
    Das Eis zum Schmelzen bringen
    Das Railmovie Abteil Nr. 6 führt in den hohen russischen Norden – und lässt eine feministische Finnin auf einen toxischen Russen treffen – von Dunja Bialas
    Spiel mit Mythen und Klischees
    Der Finne Juho Kuosmanen reist mit seinem Spielfilm Abteil Nr. 6 mit der Eisenbahn zwischen Zukunft und Vergangenheit des russischen Riesenraums – von Rüdiger Suchsland
  • Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann (The Reason I Jump) (USA/GB 2020)
    Kampf gegen die Sprachlosigkeit
    In Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann stellt der britische Dokumentarfilmer Jerry Rothwell fünf junge nonverbale Autisten vor – Kritik von Gregor Torinus

Tagung:

Festivals:

  • Kein Ausweg, nirgends
    Das internationale Filmfestival von Vilnius erzählt in seinem Sonderprogramm #StayWithUkraine vom umkämpften Rand von Europa – von Dunja Bialas
  • Das ist deine Zeit
    Wenn Jugend vierzig wird: Das älteste deutsche Jugendfestival flimmern&rauschen gönnt sich zum Vierzigsten ein wenig Nostalgie und zeigt sich jung wie eh und je – von Anna Edelmann

Kommentare:

Neue Videokritiken:

  • A Hero
    Nach seinem erfolglosen Ausflug ins spanische Psycho-Thriller-Genre kehrt Asghar Farhadi für seinen neuen Film wieder in den Iran zurück. Ob er damit an alte Oscar-Erfolge anknüpfen kann, darüber debattieren Sedat Aslan und Axel Timo Purr
  • Abteil Nr. 6
    Juho Kuosmanens Railmovie erhielt 2021 zusammen mit Asghar Farhadis »A Hero« den »Großen Preis der Jury« in Cannes und hätte wegen seinem russischen Hauptdarsteller fast nur einen »limitierten« Kinostart bekommen. Dabei ist Abteil Nr. 6 nicht nur wegen dieser Kontroverse der Film der Stunde, finden Christoph Becker und Axel Timo Purr

24.03.2022

Filmwelt in Zeiten des Kriegs:

  • Billiges Bauernopfer
    Zwischen Boykott und Ausschluss: Die Filmwelt weiß nicht mehr, was sie tut – von Dunja Bialas

Cartoon:

Neue Kritiken:

  • This Rain Will Never Stop (LV/D/Q/UA 2020)
    Zyklen des Krieges
    Alina Gorlovas This Rain Will Never Stop über die Vorkriegs-Krise im ukrainischen Donbass zeigt über den regionalen Konflikt kontemplativ und erschütternd zugleich die globale und historische Bedeutung dieser Krise – von Axel Timo Purr
    Kein Gelb, kein Blau
    Alina Gorlovas rätselhafter Film This Rain Will Never Stop unterläuft alle Erwartungen an Parteinahme – von Rüdiger Suchsland
  • Come on, Come on (C'mon C'mon) (USA 2021)
    Sprache als Spatenstich
    Der Meister des autofiktionalen US-Independent-Kinos überzeugt mit Come on, Come on erneut auf allen Ebenen – derartig kluges und zärtliches Kino gibt es viel zu selten – von Axel Timo Purr
    Chronik des Dazwischen
    Mike Mills' erstaunlicher, unvergleichlicher Film Come on, Come on – von Rüdiger Suchsland
  • Tove (Schweden/FIN 2020)
    Drang nach Freiheit
    In Tove zeigt Zaida Bergroth das Leben der Künstlerin Tove Jansson aus der Binnenperspektive – von Gregor Torinus

Portrait:

Festival:

  • Filme gegen die Stereotypenfalle
    Junges Kino, Schneeverwehungen und schelmische Blicke auf die Wirklichkeit: Die 33. Türkischen Filmtage in München und online räumen mit Sehgewohnheiten auf – von Sedat Aslan

Neue Videokritik:

  • Come On, Come On
    Nichts als die Wahrheit
    Nach Beginners und 20th Century Women führt Mike Mills sein beeindruckend autofiktionales Werk fort, fokussiert dieses Mal aber auf die Kinder und ihren Blick auf unsere Welt und Zukunft. Axel Timo Purr und Sedat Aslan erklären, warum ihnen Mills Film so gut gefällt

17.03.2022

Neue Kritiken:

  • Aheds Knie (Ha'berech) (F/IL/D 2021)
    Streit in der Wüste
    Der israelische Regisseur Nadav Lapid inszeniert in Aheds Knie eine nicht nur symbolhaft ausgetragene Israelkritik und beweist einmal mehr seine künstlerische Freiheit – von Dunja Bialas
    Konsequenzen der Inszenierung
    Nadav Lapid übt in Aheds Knie mit autofiktionalen Mitteln erbitterte Kritik an der israelischen (Kultur-) Politik, die bis in die privatesten Verhältnisse Verwerfungen erzeugt – von Axel Timo Purr
  • Drei Etagen (Tre piani) (I/F 2021)
    Drei Etagen, viele Schicksale
    Nanni Moretti zeigt in seiner sehr freien Romanverfilmung Drei Etagen eine Menge Unglück in einem Haus. Warum interessieren ihn dabei die Folgen mehr als die Ursachen und Hintergründe? – Kritik von Christoph Becker
  • Petite Maman – Als wir Kinder waren (Petite maman) (F 2021)
    Nelly im Wunderland
    Céline Sciamma inszeniert in Petite Maman Trauerarbeit als tief berührenden Zeitreisenfilm – von Dunja Bialas
    Selbstverständliche Gegenwelten
    Schön, ruhig und sehr wirkungsvoll: Céline Sciammas Petite Maman – von Rüdiger Suchsland
  • Parallele Mütter (Madres paralelas) (E 2021)
    Die Geschichte ist nicht stumm
    In Pedro Almodóvars Parallele Mütter verschieben sich die Gesteinsschichten von individueller Herkunft und spanischer Geschichte auf meisterliche Weise – von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

Ausstellung:

  • Methode Rainer Werner Fassbinder
    Die Bonner Bundeskunsthalle widmete Rainer Werner Fassbinder zu seinem 40. Todestag eine umfassende Retrospektive. Eine persönliche Ausstellungsbegehung – von Peter Kremski

Neue Videokritiken:

  • Petite Maman
    Zurück in die Zukunft
    Kehrt Céline Sciamma mit ihrem »Familienfilm« zu ihren ersten Filmen zurück oder sind diese 72 Minuten Poesie nur ein Zwischenwerk? Sedat Aslan und Axel Timo Purr im Gespräch
  • Aheds Knie
    All die Wut
    Nadav Lapids für die Goldene Palme 2021 nominierter (und dann mit dem Preis der Jury ausgezeichneter) Film sieht sich wie ein aktueller Kommentar zu Amnesty International’s gerade erschienenem Bericht über Israel. Doch Aheds Knie ist noch viel mehr als das, finden Axel Timo Purr und Sedat Aslan

10.03.2022

Interview:

  • »Was passiert, wenn der Staat sagt: Du bist nicht mehr da?«
    Regisseur Philip Scheffner und Drehbuchautorin Merle Kröger erzählen in ihrem neuen Film Europe vom Verschwinden einer Migrantin aus der Mitte von Europa. Ein Gespräch darüber, wie man von einer fiktiven Situation erzählen kann, die durch und durch real ist – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Europe (Place de L’Europe) (D/F 2021)
    Europa ist nur eine Haltestelle
    Philip Scheffner und Merle Kröger loten in ihrem Spielfilm Europe die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation neu aus – Kritik von Wolfgang Lasinger
  • Parallele Mütter (Madres paralelas) (E 2021)
    Parallelen, die sich schneiden
    Pedro Almodóvars modernes Melodram Parallele Mütter erzählt auf raffinierte und unerwartete Weise von den Nachwehen der Franco-Zeit – von Christoph Becker
    Nichts geht über Mutter
    In Pedro Almodóvars Parallele Mütter gehen Blutsbande, die Freundschaft zwischen drei Frauen und die Erinnerung an ein historisches Erbe Hand in Hand – von Rüdiger Suchsland
  • Vatersland (D/B 2020)
    Land der Väter, Land der Tochter
    Duft, Dunst und Denken einer versunkenen Epoche: Petra Seegers ausgezeichneter autobiographischer Spielfilm Vatersland – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Blue Bayou (USA/CDN 2021)
    Abgeschoben in ein unbekanntes Land
    Justin Chon zeigt in seinem stilisiert-komplexen Familiendrama Blue Bayou ein trauriges Kapitel der amerikanischen Einwanderungsbehörden – Kritik von Christoph Becker
  • Jackass Forever (USA 2021)
    Schwänze am Abkacken
    Das offiziell letzte Installment des Jackass-Franchises treibt die legendären Sado-Maso-Exorzismen zwar an neue Schmerzgrenzen, büßt aber angesichts der florierenden Tik-Tok-Kultur an Durchschlagskraft ein – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Schneeleopard (La panthère des neiges) (F 2021)
    Auf subtiler Jagd
    Vincent Munier und Sylvain Tesson suchen in Der Schneeleopard nicht nur nach einem Tier, sondern auch nach einem Stück Naturmagie. Herausgekommen ist ein berauschender Dokumentarfilm, der mehr zeigt als das, was vor die Kamera kommt – Kritik von Matthias Pfeiffer

Cinema Moralia:

Serie:

  • »Diener des Volkes«: Crash-Kurs in Demokratie
    Zumindest den medialen Krieg gegen Wladimir Putin hat Wolodymyr Selenskyj schon einmal gewonnen. Das liegt auch an seiner seit 2015 ausgestrahlten prophetischen Politsatire, deren erste Staffel auf Arte zu sehen ist – von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Parallele Mütter
    Private Politik
    In vielleicht keinem anderen seiner Filme hat Altmeister Pedro Almodóvar Politik und Privates mehr miteinander verwoben als in »Parallele Mütter«. Aber nicht nur das ist Almodóvar und einer umwerfenden Penélope Cruz überragend gelungen, finden Christoph Becker und Felicitas Hübner

03.03.2022

Neue Kritiken:

  • Trouble Every Day (F/D 2001)
    Die Liebeshungrigen
    Claire Denis' grausame Studie menschlicher Triebe läuft erstmals restauriert in den deutschen Kinos und hat auch nach über 20 Jahren nichts an Radikalität eingebüßt – Kritik von Janick Nolting
  • The Card Counter (USA/GB/China/S 2021)
    Der große Bluff
    Paul Schrader unterläuft in The Card Counter so ziemlich alle Erwartungshaltungen an einen Spieler- oder Kriegsfilm, denn der Weg ist hier das Ziel. Das ist so cool wie atemberaubend – Kritik von Axel Timo Purr
  • Dem Leben entgegen (S/Ö 2018)
    Verlorene Kindheit
    Nur wenige jüdische Kinder konnten im schwedischen Exil vor den Nazis in Sicherheit gebracht werden. Gülseren Şengezer hat ihnen in Dem Leben entgegen ein sensibles Denkmal gesetzt – Kritik von Dunja Bialas
  • The Batman (USA 2021)
    Der »Batman« der Zwanziger Jahre
    Die Katze und die Fledermaus: Matt Reeves hat die »Batman«-Figur mit Robert Pattinson in der Titelrolle so herausragend wie humorfrei und erstaunlich uncool verfilmt – Kritik von Rüdiger Suchsland

Interview:

  • »Man muss in der Wahrheit bleiben«
    Der Schauspieler Michael Kranz über seinen Dokumentarfilm Was tun, in dem es um Frauenschicksale in Bangladesch geht, und über die Verantwortung, mit der Welt zu tun zu haben – Interview von Christoph Becker

Cinema Moralia:

  • Der Dokumentarfilm und die Wirklichkeit
    Zur Lage: Vergessen wir bitte die Russen nicht! Und wie Bilder unseren Verstand aus den Angeln heben – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 266. Folge – von Rüdiger Suchsland

Berlinale 2022:

  • Fiktionsentzug
    Bruchlinien zwischen narrativem und dokumentarischem Film: Die Filme des »Forum« führen auch bei der Berlinale 2022 in Grenzbereiche zwischen dem Dokumentarischen und Erzählerischen – von Wolfgang Lasinger

Filmalphabet:

  • R_RITUAL
    Allein der Kinogang wurde zu einem Ritual, indem ich davor die ersten drei Teile angesehen habe und ein bisschen aufgeregt war, wegen des Neuen – von Nora Moschuering

Neue Videokritik:

  • The Card Counter
    Altmeister Paul Schraders Film stellt erneut einen einsamen Wolf in den Mittelpunkt des Geschehens und verknüpft Poker- mit Kriegsfilm. Sedat Aslan und Matthias Pfeiffer diskutieren, ob Schrader mit diesem Film an seine früheren Erfolge anknüpfen kann
  • Regiegespräch mit Michale Kranz
    Michael Kranz' Dokumentation über Zwangsprostituierte in Bangladesch hat 2021 beim Deutschen Dokumentarfilmpreis den Förderpreis und den Publikumspreis gewonnen. Felicitas Hübner spricht mit Kranz über die Entstehung seines Films, die Dreharbeiten in Bangladesch und die Schwierigkeiten zu helfen ohne dem »White Savior Complex« zu unterliegen.

24.02.2022

Berlinale Special:

  • Dreimal ist Berliner Recht
    Die Berlinale 2022 ist schon wieder Geschichte. Zeit, eine kleine Bilanz zu ziehen – nicht nur der diesjährigen, sondern aller drei bisherigen Editionen des neuen Leitungsduos – von Sedat Aslan
  • »Ich habe eine weibliche Seite, das ist alles«
    Denis Côté über Un été comme ça, den männlichen Blick und die Wahrheit, kein Agent provocateur zu sein – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Belfast (GB 2021)
    Krieg als Madeleine
    Kenneth Branagh liefert mit seinen Kindheitserinnerungen ein bewegendes Beispiel für autofiktionales Filmemachen und ist dabei auch noch erschütternd nah am Puls der Zeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • El Fulgor (Argentinien 2021)
    Nachmittag eines schwulen Fauns
    Martín Farina fügt in seiner dokumentarischen Skizze El Fulgor eindrucksvolle Bilder von argentinischen Gauchos zu einer sinnlich-suggestiven Meditation zusammen – von Wolfgang Lasinger
    Tagtraum eines Fauns
    Das Filmen des Films: Martín Farinas El Fulgor ist reines Kino und dabei ganz konkret – von Rüdiger Suchsland
  • King Richard (USA 2021)
    Straight Outta Compton II
    Reinaldo Marcus Green setzt einen emotionalen neuen Meilenstein des Sportlerdrama-Genres in seinem Film über den Aufstieg der Williamsschwestern in den Tennisolymp – Kritik von Christoph Becker
  • Der Mann, der seine Haut verkaufte (The Man Who Sold His Skin) (Tunesien/B/D/F/S/TR 2020)
    Die Haut zu Kunstmarkte tragen
    Lebendes Kunstwerk: Kaouther Ben Hanias Der Mann, der seine Haut verkaufte – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Saf (TR/D/RO 2018)
    Pure Parabelhaftigkeit
    Inhaltlich nicht lupenrein, kann Ali Vatansevers zweiter Spielfilm Saf doch wie ein Schlüssel zum Verständnis der heutigen Türkei wirken – Kritik von Sedat Aslan

Neue Videokritiken:

  • Belfast
    Leben aus Kinderaugen
    Kenneth Branagh hat sowohl als Schauspieler als auch Regisseur eine lange Filmografie (zuletzt Tod auf dem Nil), aber die ersten wirklich großen Preisnominierungen erhält er gerade für seine autofiktionale Arbeit Belfast über seine Kindheit in Nordirland. Christoph Becker und Axel Timo Purr sprechen über den Film.
  • King Richard
    Schwarzer Pädagoge oder Meistertrainer?
    Reinaldo Marcus Greens Filmbiografie über Richard Williams und seine beiden Töchter Venus und Serena Williams rangiert nicht nur wegen Will Smith in der Hauptrolle auf vielen Bestenlisten für das vergangene Filmjahr weit vorne. Axel Timo Purr und Christoph Becker erklären, warum das so ist.

Interview:

  • »Ein Charakter ist im Traum des anderen«
    Der Regisseur Martín Farina und seine Produzentin Mercedes Arias im Gespräch über ihren Film El Fulgor, über Dreharbeiten ohne Geld, Regisseure ohne Script und betrunkene Schauspieler – von Rüdiger Suchsland

17.02.2022

Berlinale:

  • Berlinale-Nachlese, erst mal nur ganz kurz
    Ein Überblick über die Berlinale-Filme, die wir sehen konnten – mit Kurzkritiken der artechock-Redaktion
  • Wenn die Leinwand zum Megaphon wird
    Politische Filme und unpolitisches Filmemachen: Das Ringen von Kunst und Politik dominiert die Berlinale-Entscheidungen. In der Zwischenzeit würde ich gerne Hong Sangsoo lieben lernen – Berlinale-Tagebuch, Folge 07 – von Rüdger Suchsland
  • Weniger sind manchmal mehr
    Keine Bildzeitungsschlagzeile weit und breit: die Berlinale war tiefenentspannt und securitysicher, aber nicht inklusiv und irgendwie blöd zu bedienen. Ein Praxisbericht – von Dunja Bialas
  • Die beiden Seiten der Rasierklinge
    Ruth Beckermann, Denis Côtés und Claire Denis inszenieren in drei sehr unterschiedlichen Filmen weibliche Sexualität – als Fantasie, als Sucht, als Spiel – von Dunja Bialas
  • Unser umfangreiches Berlinale-Special

Neue Kritiken:

  • Noch einmal, June (June Again) (AUS 2021)
    Die Gnade der zweiten Chance
    JJ Winlove zeigt in ihrem überzeugenden Debütfilm, dass Demenz nicht nur Abschiednehmen bedeuten muss, sondern auch einen Neuanfang sein kann – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Pfad (D 2021)
    Nazi-Flucht im Weichspülgang
    Tobias Wiemanns Film Der Pfad übersetzt eine historisch-lebensbedrohliche Situation in eine Tim-und-Struppi-Welt – Kritik von Christoph Becker
  • Das Mädchen mit den goldenen Händen (D 2021)
    Drei Farben: Petrol
    Katharina Marie Schuberts Debütfilm Das Mädchen mit den goldenen Händen verwebt geschickt die gesellschaftlichen Verwerfungen der Wendezeit – Kritik von Katrin Hillgruber

Neue Videokritik:

10.02.2022

Vergangenheit des Kinos:

  • Manche mögen’s lesen
    Mediensynergieeffekt: Manchmal kann auch ein neues Buch zum Filme schauen anregen. Bei Jonathan Coes Roman „Mr. Wilder & ich“ hat das funktioniert und zu einer neuen Begegnung mit dem Filmschaffen von Billy Wilder geführt – von Christoph Becker

Neue Kritiken:

  • Marry Me – Verheiratet auf den ersten Blick (USA 2020)
    Gebetskranz der Liebe
    Kat Coir erfindet mit Jennifer Lopez die romantische Komödie nicht neu, bricht aber mit nervigen Geschlechterklischees und regt auch sonst zum Nachdenken nicht nur über dieses altehrwürdige Genre an – Kritik von Axel Timo Purr
  • Moonfall (USA/CDN/China 2021)
    Der Mond ist abgegangen
    Dann macht es Wumms: Roand Emmerichs Moonfall ist putziges Old-School-Kino – oder einfach eine großartige Selbstparodie – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Wunderschön (D 2021)
    Die Pein der ewigen Wiederkehr
    Karoline Herfurths feministische Episoden-Tragikomödie hinterfragt so überzeugend wie überraschend gesellschaftliche Mechanismen zwischen Mann und Frau und stellt den Körper in den Mittelpunkt ihres Lösungsansatzes – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritiken:

  • Tod auf dem Nil
    Agatha Christie Reloaded
    Wie kürzlich Steven Spielberg begibt sich auch Kenneth Branagh wieder auf die Spuren seiner Kindheit und verfilmt zum zweiten Mal Agatha Christie. Ob »Tod auf dem Nil« an den Klassiker aus dem Jahr 1978 mit Peter Ustinov, David Niven, Mia Farrow und Jane Birkin heranreicht und ob Whodunit heute noch salonfähig ist, klären Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Was geschah mit Bus 670?
    Im Herz der Finsternis
    Fernanda Valadez' Debütfilm erzählt über ein Familienschicksal die Misere an der mexikanischen Grenze zu den USA und die Folgen eines »failed states« für jeden Einzelnen. Sedat Aslan und Axel Timo Purr diskutieren, ob Valadez diese komplexe Bestandsaufnahme gelingt.
  • Videokritiken als Podcast

Neues vom Kino:

  • Die Kino-Offizierin
    Marlies Kirchner, Betreiberin der Theatiner Filmkunst in München, wurde mit dem zweithöchsten Orden des französischen Kultusministeriums geehrt. Sie ist jetzt »Officier des Arts et des Lettres« – von Dunja Bialas

Berlinale Special:

03.02.2022

Zukunft des Kinos:

  • »Wir sind nicht China!«
    Der Kinoverleiher Torsten Frehse über das Kino in der Pandemie, Angst und Widersprüche und über Forderungen nach einer Absage der Berlinale – von Rüdiger Suchsland

Filmalphabet:

  • Das Film-Alphabet: Q_QUAL
    Anhand einer Ausstellung kann ich einleitend erläutern, auf welchem Level sich gerade meine eigene kleine Gequältheit abspielt – von Nora Moschuering

Neue Kritiken:

  • Ballade von der weißen Kuh (Ghasideyeh gave sefid) (Iran/F 2020)
    Kein Film ist so hart wie die Wirklichkeit
    Der iranische Film Ballade von der weißen Kuh über einen Justizirrtum bringt das moralische Gerechtigkeitsempfinden in höchste Anspannung – Kritik von Dunja Bialas
  • München – Im Angesicht des Krieges (GB 2021)
    Staatskunst und Filmhandwerk
    Der Netflix-Politthriller München – Im Angesicht des Krieges von Christian Schwochow zeigt gutes Timing, alte Thesen und neue deutsche Arbeit am Hitler-Mythos – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • The Sadness (Ku bei) (Taiwan 2021)
    Der ganz normale Pandemie-Wahnsinn
    In Rob Jabbaz' Seuchen-Horrorfilm ersäuft politisches Krisenmanagement in Blut und Gedärm. Die Bestie Mensch kennt keine Grenzen mehr. – Kritik von Janick Nolting
  • Träume sind wie wilde Tiger (D 2021)
    So deutsch wie es geht und so indisch wie möglich
    Grimme-Preisträger Lars Montag gelingt mit seiner ungewöhnlichen Culture-Clash-Komödie ein so kluger wie durchgedrehter Familienfilm – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritiken:

  • Ballade von der weißen Kuh
    Schuld und Sühne in Teheran
    Behtash Sanaeehas und Maryam Moghaddams Film ist nicht nur ein berührender Film über die Folgen der Todesstrafe, sondern auch eine beklemmende Parabel über Schuld und Sühne im iranischen Alltag. Sedat Aslan und Axel Timo Purr erörtern, ob der Film auch universellen Charakter hat und so stark ist, wie die letzten Werke von Mohammad Rasulof und Ashgar Farhadi.
  • Wundscherschön
    Zwischen Body Shaming und Body Horror
    Karoline Herfurth erzählt tragikomisch und episodisch von fünf Frauen und ihr Ringen um Identität und Körperlichkeit. Axel Timo Purr und Christoph Becker diskutieren, ob auch Helke Sander diesen Film hätte machen können und ob Herfurth die Gratwanderung zwischen Komödie und Tragödie gelingt.
  • Videokritiken als Podcast

Cinema Moralia:

  • Wer nicht mag, geht nicht hin
    Kinofestivals in Zeiten der Liebe zur Pandemie. Oder: Wie nicht nur Medienpartner der Berlinale das Festival beschädigen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 265. Folge – von Rüdiger Suchsland

27.01.2022

Spoiler-Phobie:

Neue Kritiken:

  • Are You Lonesome Tonight? (Re dai wang shi) (China 2021)
    Schatten der Nacht
    Mit Are You Lonesome Tonight? gelingt Wen Shipei ein stimmungsvoller Neo noir, der auch schmerzhaft an Wong Kar-wai zu erinnern vermag – Kritik von Dunja Bialas
  • Licorice Pizza (USA 2021)
    Filmische Formel zum großen Glück
    Paul Thomas Andersons semi-biografische, sommerliche Liebesgeschichte aus dem Jahr 1973 ist großes Kino und einer der schönsten Filme des Jahres – von Axel Timo Purr
    Die Zeit der Wasserbetten
    Liebe, Lakritz und Musik: In Licorice Pizza wirft Paul Thomas Anderson einen nostalgischen Blick auf die frühen 70er Jahre – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Licorice Pizza
    Ein Sommer wie ein Leben
    Der beste Film des Jahres? Ist Paul Thomas Anderson flirrende Liebesgeschichte über einen Sommer im Jahr 1973. Axel Timo Purr und Sedat Aslan erklären, warum Andersons Film auf allen Ebenen ein so großer Glücksfall ist.
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Festival:

  • Die Gefühle der »Generation Z«
    Ein paar Eindrücke und Zwischengedanken zum Filmfestival Max-Ophüls-Preis und einem Festival im Pandemie-Winterschlaf – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Junkerland in Bauernhand!
    Kann man Filme kostenlos in Netz stellen, und damit Geld verdienen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 264. Folge – von Rüdiger Suchsland

20.01.2022

Anstelle eines Nachrufs:

Neue Kritiken:

Filmreihe:

  • Nicht locker lassen
    Die Film-mit-Diskussionsreihe »FilmWeltWirtschaft« im Filmmuseum München widmet sich zu Jahresbeginn den drängenden Problemen unserer Zeit – von Dunja Bialas

Neue Videokritiken:

  • Niemand ist bei den Kälbern
    Im leeren wilden Osten
    In ihrem zweiten Film portätiert Sabrina Sarabi die von Saskia Rosendahl verkörperte junge Bäuerin Christin, die versucht, sich aus der emotionalen und geografischen Einöde Mecklenburg-Vorpommerns zu befreien – mit Felicitas Hübner und Axel Timo Purr
  • Nightmare Alley
    Zirkusfilm oder moderner Film noir?
    Guillermo del Toros Verfilmung des Romans von William Lindsay Gresham ist kein klassischer Psychothriller und emanzipiert sich deutlich von der ersten Noir-Verfilmung aus dem Jahr 1947 – mit Felicitas Hübner und Stefan Rutz
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13.01.2022

Neue Kritiken:

  • Spencer (GB/D/Chile 2021)
    Bis zum Erbrechen
    Pablo Larraíns »Biopic« über Lady Di ist ein zwar nicht leichter, aber in vielerlei Hinsicht einfacher Film – von Sedat Aslan
    Perlen vor die Royals
    Weder Biopic noch Doku-Fiktion: Pablo Larraíns Spencer bringt die imaginären Welten einer eingesperrten Ikone auf eine bebende Leinwand – von Dunja Bialas
    In Geisterhäusern
    Why should we care? Kristin Stewart als Lady Di – von Rüdiger Suchsland
  • Égalité (D 2021)
    Attila Kohlhaas
    Kida Khodr Ramadan gelingt in seinem zweiten Film Égalité ein so kompaktes wie differenziertes Rache- und Sozial-Drama – Kritik von Axel Timo Purr
  • Gloria Mundi – Rückkehr nach Marseille (F 2019)
    Der Proletarier-Clan
    Ungewohnt kalt zeigt sich Marseille in Robert Guédiguians Gloria Mundi über eine Großfamilie, die gegen den sozialen Abstieg kämpft – Kritik von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

  • Wo bleibt der Kino-Booster?
    In der kollektiven Unaufmerksamkeit: Noch – nur noch!!! – bis zum 14. Januar: der Medienstaatsvertrag. Und auch die Berlinale muss dringend geboostert werden – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 263. Folge

Interview:

  • Peter Thomas, Filmkomponist
    Das Werkstattkino in München widmet dem kürzlich verstorbenen Filmkomponisten und Sounddesigner eine Werkschau. Ein Interview mit Philip Thomas, seinem Sohn – von Ulrich Mannes

Neue Videokritiken:

  • Spencer
    Pablo Larrains Biopic über Lady Di wartet mit einer ungewöhnlichen Mischung auf: ein Score von Jonny Greenwood, das Production Design von Guy Hendrix Dyas und Kristen Stewart als Diana an einem Weihnachtswochenende im Jahr 1991 zu Besuch bei den Royals. Axel Timo Purr und Sedat Aslan diskutieren ausführlich, ob Larrain damit erfolgreich ist
  • Scream 5
    Das erste »Scream«-Installment ohne Wes Cravens Regie ist Relaunch und Sequel zugleich und wartet auch sonst mit ein paar Überraschungen auf. Matthias Pfeiffer und Stefan Rutz haben sich die »Requel« angesehen
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06.01.2022

Film-Alphabet:

  • P_PODCAST (UND FILME)
    Die Podcasts sind entspannter, können sich mehr Zeit lassen, was dazu führt, dass man besser aus- und einsteigen kann, man kann stoppen und nachdenken, Pausen einlegen, selber recherchieren oder parallel was anderes tun – von Nora Moschuering

Neue Kritiken:

  • Bad Tales – Es war einmal ein Traum (Favolacce) (I 2020)
    Leere, zum Fürchten schön
    Der Gewinner des letztjährigen Silbernen Bären für das Beste Drehbuch zeigt in so ernüchternden wie poetischen Bildern die Abgehängten in einer Vorstadt Roms. Eine Gegenwart, die Angst macht – Kritik von Axel Timo Purr
  • Lamb (IS/S/PL 2021)
    Wolliger Sagenstoff
    Valdimar Jóhannsson zaubert mit Lamb umwerfende isländische Mythenessenz auf die Leinwand – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Wanda, mein Wunder (CH 2020)
    Polen liegt am Zürichsee
    Bettina Oberlis Tragikomödie amalgamiert Culture Clash und Kapitalismuskritik so subtil wie wirkungsvoll – Kritik von Axel Timo Purr

Festivals:

  • Die 1002. Nacht
    Das von Geflüchteten kuratierte Münchner Filmfestival KINO ASYL geht zum zweiten Mal online. Im Fokus stehen diesmal u.a. Werke aus Afghanistan, die man sich unbedingt auf die große Leinwand gewünscht hätte – von Dunja Bialas
  • Regia: Donna
    Frauen führen Regie und schreiben das Drehbuch in der neuen Filmreihe des italienischen Kulturvereins Circolo Cento Fiori in München – von Elke Eckert

Neue Videokritiken:

  • Lamb
    Alte Sagenwelten oder neuer Horror?
    Über Valdimar Jóhannsson so verstörendes wie überraschendes Horror-Mystery-Drama und Islands Beitrag für die Oscarverleihung 2022 diskutieren Matthias Pfeiffer und Stefan Rutz
  • The King’s Man
    Der bessere Bond?
    Das Prequel zu den beiden bisherigen Kingsman-Filmen schlägt eine rauere Gangart an und überrascht auch sonst. Ob »The Beginnning« vielleicht sogar der bessere James Bond ist, darüber sprechen Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Alle Videokritiken als Podcasts

30.12.2021

Jahreswechsel:

  • Cinephiles for Future
    Gerade läuft einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten in den Kinos. Wie kann das sein? Und welche Ideen gibt es noch für die Zukunft des Kinos? Ein kurzes Innehalten auf der Schwelle zum neuen Jahr – von Dunja Bialas
  • Kino und Zukunft
    Warum als junger Mensch noch ins Kino gehen? Verteidigung eines Ortes – von Paula Ruppert
  • Running Movies 2021
    Die Filme rauschen nur so an einem vorbei. Wir halten in einem Satz fest, was wir gesehen haben – ein rasanter Durchgang durchs viel zu kurze Kinojahr – von Felicitas Hübner

Neue Kritiken:

  • Don’t Look Up (USA 2021)
    So what?!
    Trotz politisch hochmotiviertem und wichtigem Inhalt ist Adam McKays schwarze Komödie über die Dummheit der Menschheit dröges Oscar-Kürlaufen für Stars – Kritik von Axel Timo Purr
  • Moleküle der Erinnerung – Venedig, wie es niemand kennt (Molecole) (I 2020)
    Das Geheimnis einer Stadt
    In seinem Dokumentarfilm Moleküle der Erinnerung erforscht Andrea Segre seine Beziehung zu Venedig und dem verstorbenen Vater. Das Ergebnis ist nicht durchgehend perfekt, jedoch eine interessante Auseinandersetzung – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Encanto (USA 2021)
    Der Fluch der besonderen Gabe
    Als ob Hollywood nichts Neues mehr einfällt – mit seiner süß-sauren familienpsychologischen Bestandsaufsaufname Encanto bedient Disney dieses Mal nicht nur Familien, sondern auch deren Therapeuten – Kritik von Axel Timo Purr

23.12.2021

Cartoon & Spendenaktion:

Neue Kritiken:

  • The Tragedy of Macbeth (USA 2021)
    Kommt, Geister!
    Denzel Washington und Frances McDormand im Gruselschloss: Joel Coen hat Shakespeares Macbeth als ebenso stilvollen wie berechnenden Gespenster-Reigen inszeniert – Kritik von Janick Nolting
  • Drive My Car (Doraibu mai ka) (J 2021)
    Tschechow reloaded
    In Ryūsuke Hamaguchis eigenwilliger Murakami-Adaption Drive My Car verschmelzen russische Provinz der Jahrhundertwende und das moderne Japan zu einem spannungsvollen Wort-Bild-Kunstwerk – Kritik von Christoph Becker
  • Matrix Resurrections (The Matrix Resurrections) (USA 2021)
    Oper für Nerds
    Die vierte Ausgabe des Matrix-Franchises überzeugt nur in Ansätzen und langweilt auf fast ganzer Linie – Kritik von Axel Timo Purr

Cinema Moralia:

  • Meta meta meta
    Rasender Stillstand: Killt Hollywood seine eigenen Stoffe? Gehen den Studios die Plot-Ideen aus? – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 262. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Drive my Car
    Platz 4 auf der Liste der zehn besten Filme des Jahres der Cahiers du Cinéma und Platz 2 (gleich nach »Power of the Dog«) auf IndieWire für Ryusuke Hamaguchis drei Stunden langes Murakami-Tschechow-Amalgam. Axel Timo Purr und Sedat Aslan nähern sich diesem stillen Meisterwerk mit Zweifel und Euphorie.

16.12.2021

Neue Kritiken:

  • Annette (F/B/D/USA 2021)
    Willkommen im Metaverse
    Leos Carax schlägt mit dem Musical die hohen Töne der Tragödie und die Niederungen der Operette an. Herausgekommen ist ein grandioses Filmexperiment, das nicht mehr von dieser Welt ist – von Dunja Bialas
    Die Liebe der Eltern
    Die Grusel-Rockoper von Kinoromantiker Leos Carax zeigt die Kunst der (Selbst-)Täuschung und Welterschütterung und ist einer der besten Filme des Jahres – von Rüdiger Suchsland
    Die singende Puppe
    Neun Jahre nach Holy Motors endlich ein neuer Film von Leos Carax. Die lange Wartezeit hat sich nur bedingt gelohnt – von Gregor Torinus
  • Monte Verità – Der Rausch der Freiheit (CH/D/Ö 2021)
    Hermann Hesse zieht blank
    Stefan Jägers Emanzipationsdrama in historisch-bergiger Kulisse plätschert, anstatt zu rauschen – von Christoph Becker
    Weibliche Selbstfindung im Licht-Luft-Bad
    Stefan Jäger inszeniert den utopischen Berg in seiner Ambivalenz aus Bescheidenheit und Exzentrik – von Katrin Hillgruber
  • Spider-Man: No Way Home (USA/EST 2021)
    Ich bin 3 oder die Sehnsucht nach der verlorenen Unschuld
    John Watts schafft mit seinem Multiverse-Spider-Man einen fast schon Arno-Schmidtschen-Zettelkasten der Verweise, ihm gelingt aber auch ein fast perfekter Familienfilm – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Schein trügt (Nebesa) (Serbien/Mazedonien/SLO 2021)
    Im Licht der Scheinheiligkeit
    Srdjan Dragojevic lässt in Der Schein trügt das Heilige in die Gegenwart einkehren. Eine unvorhersehbare und intelligente Tragikomödie, die mitunter überfrachtet wirkt, jedoch bleibenden Eindruck hinterlässt – Kritik von Matthias Pfeiffer

Cinema Moralia:

  • Das gute Gefühl, sich schlecht zu fühlen...
    Ablassbriefe, Konstruktionsfehler, absoluter Bierernst und lackiertes Pathos: Weihnachtliche Grundsatz-Betrachtungen zu Politik und Moral im Europäischen Kino, ausgehend von der 34. Verleihung des Europäischen Filmpreises – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 261. Folge – von Rüdiger Suchsland

Cartoon:

Neue Videokritik:

  • Annette
    Leos Carax' komplexe und anspielungsreiche Rock-Oper mit Adam Driver und Marion Cotillard hat es auf Platz 2 der jährlichen Top 10 der »Cahiers du Cinéma« geschafft. Stefan Rutz und Axel Timo Purr sprechen über den Film und die Musik der Sparks, die mit Carax auch das Drehbuch geschrieben haben
  • Spider-Man: No Way Home
    Jon Watts dritter Spider-Man-Film mit Tom Holland als Peter Parker verspricht Nerd- und Familienfilm in einem zu sein. Sedat Aslan und Axel Timo Purr überprüfen, ob der letzte, große Blockbuster des Jahres den hohen Erwartungen gerecht wird.

Blitz-Spendenaktion:

09.12.2021

60 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen:

  • Mein türkisches Leben
    Vor 60 Jahren einigte sich Deutschland offiziell mit der Türkei darauf, „Gastarbeiter“ anzuwerben. Diese Liaison hat beide Länder nachhaltig verändert. Für den Filmemacher Dirk Schäfer war die Begegnung mit der türkischen Kultur ein Wendepunkt in seinem Leben und ließ ihn schließlich den umgekehrten Weg gehen: er wanderte in die Türkei aus... – von Dirk Schäfer

Zukunft des Kinos:

Neue Kritiken:

  • Lauras Stern (D 2021)
    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Joya Thome hat den Kinderbuchbestseller von Klaus Baumgart als Realfilm neu aufgelegt – das ist weniger überraschend als erwartet und manchmal sogar richtig nervig – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Hand Gottes (È stata la mano di Dio) (I 2021)
    Maradona und der Menschenzoo: In Paolo Sorrentinos neuester Nummernrevue funktioniert alles wie auf Knopfdruck. – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Passion Simple (Simple Passion) (F 2020)
    Schlichte Passionen: Die Sehnsucht nach Exzess: Danielle Arbid hat Annie Ernauxs Novelle »Passion Simple« verfilmt – ein konzentrierter Film ohne Stars und große Namen, aber auch »Fifty Shades of French-Russian-Relationship« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • West Side Story (USA 2021)
    Antiquarische Fingerübung: 1961 2.0: Steven Spielbergs Remake der »West Side Story« ist sehr schön, sehr klassisch und komplett überflüssig – Kritik von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • West Side Story
    Genau 60 Jahre nach der Meilenstein-Verfilmung des legendären Musicals wagt Regisseur-Urgestein Steven Spielberg ein Facelifting des »Romeo & Julia in Amerika«-Stoffes. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr fragen sich, ob dieser Stoff tatsächlich ein altersloser Klassiker ist.

Cinema Moralia:

  • Im Zeitenwechsel
    Was jetzt ansteht: Filmförderungsgesetz, Rundfunkstaatsvertrag, Neuwahlen der Verbände, eine neue Kulturstaatsministerin, und dies und das – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 260. Folge – von Rüdiger Suchsland

Tatort:

  • Samariter müssen sterben
    Burschikose Rotzigkeit: Oliver Hirschbiegel inszeniert Luise Wolfram und Jasna Fritzi Bauer im neuesten Bremer Tatort – Und immer gewinnt die Nacht, der noch seinen Weg – von Rüdiger Suchsland

02.12.2021

Neue Kritiken:

  • House of Gucci (USA/CDN 2021)
    Machtspiel für die ganze Familie: Ridley Scott versammelt für sein Porträt einer Familie einen namhaften Cast unter einem weltweit bekannten Logo. Was herauskommt, ist ein genauso blutleeres wie orientierungsloses Desaster. – von Matthias Pfeiffer
    Viel Lärm um alles: Toxische Weiblichkeit: Ridley Scotts Film ist eine oft boshafte, mitunter sogar albtraumhafte Satire auf kleine Leute mit großem Geld und auf das Ende der klassischen Mode im Übergang vom Modeschöpfer zum Chefdesigner – von Rüdiger Suchsland
  • Benedetta (F/NL/B 2021)
    Verbotene Liebe hinter Klostermauern: Genuß ohne Reue – Paul Verhoeven hält weiterhin die Versprechen der Siebziger Jahre – von Rüdiger Suchsland
    Von Brüsten und Wundern: Paul Verhoevens Nonnendrama ist kein großes Kino, ist aber dann stark, wenn der Film sich der Machtökonomie des Wunders widmet – von Sebastian Seidler

Neue Videokritiken:

  • Benedetta
    Altmeisterliche Geschichtsschreibung: Paul Verhoeven hat es mit seinem in Venedig uraufgeführten Nonnendrama unter die diesjährigen Top Ten der Cahiers du Cinéma geschafft. Matthias Pfeiffer und Stefan Rutz haben den Film gesehen.
  • Die Hand Gottes
    Behutsame Rückblende: Paolo Sorrentino lässt dieses Mal die großen, alten Männer hinter sich und begibt sich auf die Suche nach seiner eigenen, verlorenen Zeit. Ist Die Hand Gottes möglicherweise Sorrentinos Amarcord? Sedat Aslan und Axel Timo Purr folgen den Spuren.
  • House of Gucci
    Am Abgrund: Inspiriert von wahren Begebenheiten hat sich Ridley Scott des Sündenpfuhls der Guccis angenommen. Ob ihm das gelungen ist, ergründen Felicitas Hübner und Matthias Pfeiffer.

Festivals:

  • Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
    In einem an sich schon starken Jahrgang der kurdischen Sektion des 8. Duhok International Filmfestival in der Autonomen Region Kurdistan (Nordirak) ragt vor allem ein Film heraus, der so poetisch wie politisch ist – von Axel Timo Purr
  • Panikattacke
    Das 70. IFFMH klassifizierte sich kinematographisch als High-End und hat die Festivallandschaft neu kartographiert. Von nun an ist »Mannheim-Heidelberg« wieder ein Termin, den man sich vormerken sollte – was ziemlich stressig werden könnte – von Dunja Bialas
  • Carte Blanche für das Kino
    Das Internationale Filmfestival Mannheim Heidelberg (IFFMH) wartet unter neuer Leitung mit einer herausfordernden, ja enthusiasmierenden Programmierung auf – von Wolfgang Lasinger

Neuer Cartoon:

Cinema Moralia:

  • Die Macht der Bilder
    Regeln in der Wiederholungsschleife mit verlangsamter Geschwindigkeit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 259. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neuer Buchstabe:

  • Das Film-Alphabet: O_OBEN OFFEN
    Also, da ist etwas nach oben offen, da geht noch was und das ohne eine ökonomische Wachstumsformel, sondern als eigener, kreativer Akt in den Zuschauer*innen – von Nora Moschuering

25.11.2021

Thema Kino & Corona:

  • Bremsen, blocken, boostern
    Mit überaus harten Bestimmungen dürfen in Bayern die Kinos und Theater wieder einmal als Sündenbock für die Versäumnisse der Politik herhalten – von Dunja Bialas
  • Haus ohne Hüter
    Der Staat, die Pandemie und das Kino; und schöne Worte, wenig Substanz im Koalitionsvertrag – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 258. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • The Power of the Dog (USA/AUS/NZ 2021)
    Macht und Männlichkeit
    Jane Campion zeigt sich in The Power of the Dog als sensibel für das Leiden des »starken Geschlechts« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Das schwarze Quadrat (D 2021)
    Wenn die Wüste blüht
    Peter Meisters fulminantes Regiedebüt ist nicht nur eine Komödie, die sich vor Slapstick nicht scheut, sondern auch ein intelligentes Vexierspiel, das den Kunstbetrieb genauso hinterfragt wie Identitäten – Kritik von Axel Timo Purr
  • A Pure Place (D/GR 2019)
    Die Seifen-Sekte
    A Pure Place ist ein skurril-bedrückendes Drama um eine Sekte mit einem religiös motivierten Waschzwang – Kritik von Gregor Torinus
  • Bilder (m)einer Mutter (D 2021)
    Verlust eines Lebens
    Melanie Lischkers vielschichtige Reflexion über das Leben ihrer Mutter ist weit mehr als eine (auto-) biografische Erzählung zu einem verlorenen Leben und einer verlorenen Zeit, es ist Denkmal und Mahnmal zugleich – Kritik von Axel Timo Purr

Festivals:

  • Der wilde Schlag meines Herzens
    Die Französische Filmwoche zeigt, dass das Kino in Frankreich immer noch den Puls des Filmschaffens angibt, obwohl oder: weil es sich auf die eigene Tradition besinnt – von Dunja Bialas
  • Kino als soziale Praxis
    »Lafita«, die Lateinamerikanischen Filmtage München, wagen die Wiederbegnung mit dem Publikum – von Wolfgang Lasinger
  • Jenseits des Horrors
    Das 35. Fantasy Filmfest 2021 auf Identitätsfindung – von Thomas Willmann

Interview:

Neue Videokritiken:

  • Hannes
    Auf Leben und Tod – mit Axel Timo Purr und Stefan Rutz
  • Respect
    Tönende Traumata – mit Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Das schwarze Quadrat
    Am Arsch – mit Felicitas Hübner und Axel Timo Pur

18.11.2021

Neue Kritiken:

  • Große Freiheit (Ö/D 2021)
    Liebe im Abseits
    Sebastians Meises Große Freiheit funktioniert als bedrückendes Zeitdokument, das gleichzeitig verdeutlicht, dass man auch in tiefster Finsternis noch Licht in einem anderen Menschen finden kann – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • JFK Revisited – Die Wahrheit über den Mord an John F. Kennedy (JFK Revisited: Through the Looking Glass) (USA 2021)
    Magische Kugeln und das Versagen der Medien
    Dilettantismus oder Verschwörung? Oliver Stone will in JFK Revisited Gegenöffentlichkeit für den Kennedy-Mord, und abweichenden Meinungen Gehör verschaffen – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Das Land meines Vaters (Au nom de la terre) (F/B 2019)
    Epilog auf einen verlorenen Traum
    Édouard Bergeons bewegender Schwanengesang Das Land meines Vaters auf den Beruf des unabhängigen Landwirts ist so persönlich wie universell – Kritik von Axel Timo Purr
  • Tagundnachtgleiche (D 2020)
    Gefangen zwischen Nacht und Tag
    In ihrem Langfilmdebüt Tagundnachtgleiche erzählt Lena Knauss eine zutiefst bewegende Liebesgeschichte – Kritik von Gregor Torinus
  • Mein Sohn (D 2019)
    Ich brauch’ dich, ich brauch’ dich nicht!
    Lena Stahls Roadmovie Mein Sohn nimmt einen mit auf eine der schwierigsten Reisen: der immer neuen Reise zum eigenen Kind – Kritik von Christoph Becker

Cartoon:

Festivals:

  • Spurensuche und Exkursionen
    Nach 20 Jahren »doxs! – dokumentarfilme für kinder und jugendliche« verabschiedet sich die langjährige Leiterin Gudrun Sommer mit einem ausgesuchten Jubiläumsprogramm – von Christel Strobel
  • Nail biting
    Das 35. Fantasy Filmfest gastierte mit internationalen Scary Movies acht Tage lang in sieben Städten – von Eckhard Haschen
  • Kinderkritiker*innen vor!
    Die traditionsreichen Nordischen Filmtage zeigen in Lübeck ein hervorragendes Kinderprogramm – und lassen sie auch von Kindern besprechen – von Christel Strobel

Neue Videokritiken:

  • The Power of the Dog
    Western ohne Schuss – mit Sedat Aslan und Axel Timo Purr
  • Mein Sohn
    Familienaufstellung als Roadmovie – mit Christoph Becker und Stefan Rutz

11.11.2021

Neue Kritiken:

  • Lieber Thomas (D 2019/20)
    Von der Ästhetik des Widerstands – von Axel Timo Purr
    »Übertreibung ist der Treibstoff der Phantasie« – von Rüdiger Suchsland
  • Who’s afraid of Alice Miller? (Schweiz 2020)
    Im Bunker des ewigen Krieges
    Daniel Howalds und Martin Millers Suche nach der Wahrheit im Leben der Schweizer Psychologin Alice Miller ist ein so verstörender wie wichtiger und berührender Film über transgenerationale Traumabewältigung – von Axel Timo Purr
  • Last Night in Soho (GB 2021)
    Das blutige Gestern
    Edgar Wright verspricht mit seinem neuen Film Last Night in Soho viel – hält aber nicht alles davon. Trotz gelungenen Stils und interessanter Thematik bleibt er bei ein paar interessanten Gedankenansätzen – von Matthias Pfeiffer
    Psychotrip eines Provinzgirls
    Ein ästhetisch makelloser Film mit einem fantastischen Soundtrack: Edgar Wrights Last Night in Soho – von Rüdiger Suchsland
  • Speer Goes to Hollywood (Israel 2020)
    Selbst-Mythos des guten Nazis
    Albert Speers »Erinnerungen« waren mal ein Hollywood-Projekt. Vanessa Lapas Dokumentarfilm Speer Goes to Hollywood folgt recht ungefiltert Speers Ausführungen, in denen er sich selbst gut darstellt – von Gregor Torinus
    Die Rolle seines Lebens – von Rüdiger Suchsland

Festivals:

  • Bucklicht Männlein
    Das Rumänische Filmfestival zeigt in München neueste Werke, die kraftvoll von einer Art Landflucht des Kinos erzählen – von Dunja Bialas
  • Land, ich sehe dich
    Die 35. Griechische Filmwoche zeigt in München eine Schau aktueller Werke und blickt zurück auf ein Jahrhundert griechisches Kino – von Elke Eckert
  • Phantasma des Dokumentarischen
    Das 64. DOK Leipzig weiß, was es tut – und umkreist den Dokumentarfilm auch ganz grundsätzlich. Das tut der Sicht auf die Filme gut – von Dunja Bialas

Neue Videokritiken:

  • Lieber Thomas
    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – mit Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Last night in Soho
    Genre auf Abwegen – mit Sedat Aslan und Matthias Pfeiffer