Aktuelles zum Film — das letzte Jahr

26.05.2022

Cannes-Special:

  • Die Aufrichtigen
    Annie Ernaux und Mia Hansen-Løve zeigen in einer starken »Quinzaine des Réalisateurs« die fiktionale Kraft autobiographischen Filmemachens – von Dunja Bialas
  • Das Kino im Schneewittchen-Sarg
    Auf der Leinwand will ich Genies bei der Arbeit zusehen, keinen Scheintoten: Lose Gedanken zum Zustand des Mediums Kino in Cannes – Cannes-Tagebuch, 5. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Welche Rolle spielt das Publikum?
    Wie beurteilt man einen Film, wer guckt zu, und für wen berichtet man eigentlich auf einem Festival? In unserem sechsten Podcast beantwortet Rüdiger Suchsland Fragen von Hörern, Lesern und Studenten zum Filmfestival in Cannes und seiner Berichterstattung.
  • Weitere Texte, Podcasts und Videos aus Cannes, täglich aktualisiert

Neue Kritiken:

  • Alles in bester Ordnung (D 2021)
    Zwei Etagen, zwei Eigenbrötler: In ihrem netten Langfilmdebüt gestaltet Natja Brunckhorst eine spannende Grundidee zweier unterschiedlicher Charaktere am Ende arg harmlos aus – Kritik von Christoph Becker
  • Heikos Welt (D 2021)
    Don’t beam me up, Scotty! Dominik Galizias Feldforschungskomödie in der Berliner Kneipen- und Hartz 4-Kultur ist ein Berliner Spreedampfer auf Kollisionskurs; und kein Film, sondern ein Erlebnis – Kritik von Axel Timo Purr
  • Maixabel – Eine Geschichte von Liebe, Zorn und Hoffnung (E 2021)
    Die Kraft der Utopie: Icíar Bollaín erzählt die reale und utopisch anmutende Geschichte einer Versöhnung zwischen Tätern des ETA-Terrors und Angehörigen der Opfer – Kritik von Wolfgang Lasinger
  • Die Täuschung (Operation Mincemeat) (USA/GB 2021)
    Krieg dem Kriege, light: John Maddens Literaturverfilmung ist klassisches, britisches II. Weltkriegs-Kino: spannend, lehrreich, und mit wohltuend klaren Verteilungen von Gut und Böse und einem Hoffnungsschimmer, der bis in unsere Gegenwart reicht – Kritik von Axel Timo Purr
  • Top Gun: Maverick (USA 2020)
    Die beste Art zu altern: Joseph Kosinskis Fortsetzung des alten US-Navy-Action-Klassikers ist zwar lupenreine Propaganda, aber dennoch einer der überraschendsten und besten Blockbuster der bisherigen Saison – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Top Gun: Maverick
    Alte Liebe rostet nicht: Na klar ist auch Top Gun: Maverick Propaganda zur rechten Zeit. Aber Joseph Kosinskis Fortsetzung, 36 Jahre nach dem ersten Teil, ist auch der beste Action-Blockbuster des bisherigen Kinojahres. Sedat Aslan und Axel Timo Purr erklären, warum das so ist.

19.05.2022

Cannes-Special:

  • »Ich gehe in ein anderes Blau«
    Ganz und gar im Kinoland: Zum Auftakt der Filmfestspiele von Cannes, Cannes-Tagebuch, 1. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Top Gun: Maverick
    Alte Liebe rostet nicht: Top Gun: Maverick hatte an Tag 2 in Cannes unter Anwesenheit von Tom Cruise seine Europa-Premiere – ein martialischeres Symbol für die Wiederauferstehung des Kinos nach Covid geht wohl kaum, aber die Fortsetzung des 36 Jahre alten Klassikers ist weit mehr als das – Videokritik von Sedat Aslan und Axel Timo Purr

Neue Kritik:

  • One of These Days (D/USA 2020)
    Von Autos und Menschen: Bastian Günther erzählt in One of These Days von einem skurril anmutenden texanischen Wettbewerb, ohne seine Figuren bloßzustellen – Kritik von Wolfgang Lasinger

Neue Videokritiken:

  • Leander Haußmanns Stasikomödie
    Lachen auf dem schmalen Grat zwischen Ostalgie und Nostalgie: Mit seiner »Stasikomödie« komplettiert Leander Haußmann nach Sonnenallee und NVA seine DDR-Trilogie. Ob diese »Ethnografie« auch für nicht in der DDR Sozialisierte funktioniert, darüber sprechen die in der DDR groß gewordene Felicitas Hübner und der Schweizer Stefan Rutz
  • X
    Slow Slasher: Ti West versucht durch langsames Tempo und ungewöhnlichen Humor die Erwartungen an einen Slasher-Film neu zu definieren. Sedat Aslan und Matthias Pfeiffer diskutieren, ob ihm das gelingt.
  • Alle Videokritiken als Podcasts

Küstendorf 15:

  • Küstendorf liegt in Serbien
    Die 15. Ausgabe von Emir Kusturicas legendärem Film- und Musikfestival »Küstendorf« hat Corona überwunden und überzeugt durch die alten Qualitäten: die ungewöhnliche Programmierung und die traumhafte Location – von Christoph Becker & Axel Timo Purr

Mittel Punkt Europa Filmfest:

DOK.fest-Special:

  • Kalle Kosmonaut (D 2022)
    10 Jahre sind ein halbes Leben: Die Langzeitdokumentation des Autoren-Duos über Pascal, genannt Kalle, einen Jungen aus einer Plattenbausiedlung, berührt nicht nur, sondern wirkt auch nach
    – Kritik von Christel Strobel
  • arteshorts zum 37. DOK.fest München
    Schnell, kurz und absolut unter Kontrolle: Kurzkritiken zum 37. DOK.fest München, diesmal in Zusammenarbeit mit der LMU München und dem Filmkritik-Nachwuchs – von Redaktion

Cartoon

12.05.2022

Neue Kritiken:

  • Blutsauger (D 2021)
    Untote Revolutionäre
    Julian Radlmaiers marxistische Vampirkomödie Blutsauger wirft einen grotesken Blick auf die Fallstricke des Klassenkampfes – von Janick Nolting
    Geschichte und Hipsterbewusstsein
    Julian Radlmaiers Blutsauger vereint funkensprühend den Klassenkampf mit dem Hipster-Lebensgefühl – von Rüdiger Suchsland
  • Das Licht, aus dem die Träume sind (Last Film Show) (Indien/F/USA 2021)
    Im Lauf der Zeit
    Pan Nalins Das Licht, aus dem die Träume sind ist eine zärtliche Liebeserklärung an das Kino, eine Liebe, die vor allem auch eine Übung im Abschiednehmen ist – Kritik von Axel Timo Purr
  • Doctor Strange in the Multiverse of Madness (USA 2022)
    Das Multiversum erzählen
    In seiner Verbindung aller möglichen Superheld:innen-Welten treibt Sam Raimi das filmische Erzählen über alle Grenzen hinaus. Das Geheimnis, das die Fiktion verbirgt, ist allerdings ganz von dieser Welt – Kritik von Vera Thomann
  • Willi und die Wunderkröte (D 2021)
    Schöne Utopie und kraftvolles Signal
    Markus Dietrich verknüpft in seinem Umweltschutzfilm für Kinder souverän Sachinformationen und den abenteuerlichen Kampf für eine bessere Welt – Kritik von Christel Strobel

DOK.fest-Special:

  • Nach der Arbeit (D 2021)
    Übergangsriten des Ruhestands
    In Nach der Arbeit spannt Alexander Riedel einen Reigen rüstiger Rentner auf, gibt dabei auch Einblick in die Schwere des Übergangs – Kritik von Dunja Bialas
  • Sedimentos (SP 2021)
    Schicht für Schicht
    Adrián Silvestres intimes Porträt Sedimentos begleitet sechs Transfrauen aus Barcelona bei einem Besuch aufs Land, wo sich in ihrer Auseinandersetzung die unterschiedlichen Persön-lichkeiten und Lebensgeschichten der Frauen offenbaren. Ein emotionaler und verständnis-voller sowie ehrlicher Film – Kritik von Louisa von Sohlern
  • arteshorts zum 37. DOK.fest München
    Schnell, kurz und absolut unter Kontrolle: Kurzkritiken zum 37. DOK.fest München, diesmal in Zusammenarbeit mit der LMU München und dem Filmkritik-Nachwuchs – von Redaktion

Neue Videokritik:

  • Nico
    Karate Girl goes Berlin
    Eline Gehrings, Francy Fabritz' und Sara Fazilats preisgekrönter Gemeinschaftsfilm erzählt mit emotionaler Wucht von der Selbstermächtigung einer jungen Deutsch-Iranerin, von Rassismus, Diversität und auch von Berlin. Sedat Aslan und Axel Timo Purr erörtern, ob der kurze Film dieser Vielfältigkeit gerecht werden kann

05.05.2022

DOK.fest München:

  • Die Dualität der Dinge
    So klar, wie sich die Berlinale zu Beginn des Jahres zum »Gemeinschaftserlebnis Kino« bekannte und dies als »Signal an die gesamte Filmbranche« verstanden wissen wollte, so deutlich begreift sich das Münchner DOK.fest von nun an als duales Festival – von Sedat Aslan

Neue Kritiken:

  • Memoria (Thailand/Kolumbien/GB/MEX 2021)
    Urknall des Kinos
    Memoria des Thailänders Apichatpong Weerasethakul ist in vieler Hinsicht ein nomadischer Film – und visionäres Kino der Zukunft – von Dunja Bialas
    Symptome des Ungefähren
    Naturalismus, Norm und Nebel: Der Thailänder Apichatpong Weerasethakul schickt in Memoria Tilda Switon in den Dschungel – von Rüdiger Suchsland
  • Nawalny (Navalny) (USA 2022)
    Wie hoch ist der Preis für Opposition?
    Daniel Rohers Dokumentarfilm zeigt Nawalny als Putins entspannten Endgegner – Kritik von Christoph Becker
  • Sun Children (Khorshid) (Iran 2020)
    Fack ju Bildung?
    Majid Majidi zeigt in Sun Children Straßenkinder, die sich gegen Armut und fehlende Bildungschancen wehren, und versucht sich dabei aber vor allem an einem Abenteuerfilm – Kritik von Christoph Becker
  • Sigmund Freud – Freud über Freud (Sigmund Freud, un juif sans Dieu) (F 2020)
    Der Mann mit dem Hund
    David Teboul erinnert in seiner Sigmund-Freud-Doku zwar daran, wie gegenwärtig Freud weiterhin ist, verliert sich aber in assoziativer Beliebigkeit und reproduziert alte Stereotypen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Als Susan Sontag im Publikum saß (D 2021)
    Genies, Publikum und die künstlerische Freiheit
    RP Kahls Als Susan Sontag im Publikum saß erzählt von libertären Linken und der Schönheit der Revolte – Kritik von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Misstrauen und Verheißung
    Das Kino, sein Publikum und die Sehnsucht. Außerdem die Diversität der Identität und die Woche der Meinungsfreiheit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 273. Folge – von Rüdiger Suchsland

Filmalphabet:

  • T_TEEBEUTEL_TAGLINES
    Begonnen habe ich diese äußerst deepen Gedanken auf einer schönen, langen Bahnfahrt von der Dokumentarfilmwoche Hamburg zurück nach München. Dabei trank ich Tee – von Nora Moschuering

Neue Videokritik:

28.04.2022

Festivals:

  • Diffus dokumentarisch
    Visions du Réel im Schweizerischen Nyon ist das wichtigste europäische Filmfestival für dokumentarische Formen, in denen gerade die Unbestimmtheitsstellen größte Kraft entfalten – von Dunja Bialas
  • Universalität aus der genauen Beobachtung
    Auch die 19. Dokumentarfilmwoche Hamburg zeichnet sich dadurch aus, nicht nur inhaltlich, sondern auch formal und ästhetisch etwas zu wagen – von Eckhard Haschen
  • Brutstätten des Bösen
    Natürlicher Horror kommt von Innen bei den Fantasy Filmfest Nights 2022 – von Thomas Willmann

Neue Kritiken:

  • Everything Everywhere All at Once (USA 2022)
    Alltag im Multimetaverse: Alltag kann schon im normalen Leben tödlich (langweilig) sein. Dan Kwan und Daniel Scheiner zeigen, dass das im Multiverse nicht viel anders ist – Kritik von Axel Timo Purr
  • Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush (D/F 2022)
    Beißen ohne zu bluten: Nach seinem DDR-Provinzmeisterwerk Gundermann entscheidet sich Andreas Dresen in seinem neuen Film für eine bizarre Mischung aus Provinzposse und Justizdrama – von Axel Timo Purr
    Mutter Beimer in Guantanamo: Andreas Dresens Film über den »Fall Kurnaz« vereint politische Absicht und unpolitisches Filmemachen – von Rüdiger Suchsland
  • Vortex (F/B 2021)
    Bald sind wir Gespenster: Körper, Geist, Familie, Liebe, Besitz – in Gaspar Noés neuem Geniestreich strebt alles der Auflösung entgegen – von Janick Nolting
    Der Tod ist Vereinzelung: Sterben lernen, Gaspar Noes großartiger Film Vortex – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritiken:

  • Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush
    Keine klare Linie: Nach seinem Meisterwerk über den DDR-Liedermacher Gundermann arbeitet Dresen auch in seinem neuen Film mit der Drehbuchautorin Laila Stieler zusammen, hat sich dieses Mal aber für ein deutsches Guantanamo-Thema entschieden. Christoph Becker und Sedat Aslan sprechen darüber, ob ihnen die Gratwanderung zwischen Komödie und Justizdrama gefallen hat
  • Everything Everywhere All at Once
    Im siebten Himmel: Die bereits in frühen Rick und Morty-Staffeln und im letzten Spiderman ausgeführte Idee des Metaverse lässt sich auch über ein ganz normales Leben deckeln. Ob Dan Kwans und Daniel Scheinerts Umsetzung tatsächlich »alltagstauglich« ist, darüber sprechen Stefan Rutz und Felicitas Hübner

Interview:

21.04.2022

Frankreich vor der Stichwahl:

Gleich zwei französische Filme thematisieren diese Woche passend zur französischen Stichwahl am kommenden Sonntag auf sehr unterschiedliche Art die Brüche der französischen Gesellschaft. Catherine Corsinis In den besten Händen sucht sich dafür ein Krankenhaus aus, Sylvie Ohayons Haute Couture pendelt zwischen einer Banlieue und den Schneider-Ateliers im Modehaus Dior:
  • Haute Couture (F 2021)
    Aschenputtel zu Besuch im Haus Dior: In Sylvie Ohayons modernem Aschenputtel-Märchen aus der französischen Modebranche wird nicht nur die tiefe soziale Zerrissenheit Frankreichs deutlich, sondern auch die verzweifelte Sehnsucht nach einer Lösung – Kritik von Axel Timo Purr
  • In den besten Händen (La fracture) (F 2021)
    Der Klassenkampf im Krankenstand: Catherine Corsinis Krankenhauskomödie ist ein höchst vergnügliches und hellsichtiges Kammerspiel über die französischen Zerwürfnisse – von Dunja Bialas
    Ein Krankenhaus als Bühne Frankreichs: Gesellschaft in der Druckkammer – politisches Kino, wie man es in Deutschland gar nicht kennt – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • The Lost City – Das Geheimnis der verlorenen Stadt (USA 2022)
    Dschungelcamp mit A-Promis: In dieser angeblich romantischen Action-Komödie gibt es nur eine Überraschung: die quälende Frage, warum hier so viel Geld und Lebenszeit vergeudet wurde – Kritik von Christoph Becker
  • The Northman (USA 2022)
    Nordischer Zorn: Mit seiner kompromisslosen Wikinger-Walze kommt Robert Eggers ins Kino zurück. Was man von diesem Film halten soll, ist schwierig zu sagen. Eine brutale Lektion in Sachen archaischen Kinos ist er aber sicher für jeden Zuschauer – von Matthias Pfeiffer
    Vater, Mutter, Mörder: Von Amleth zu Hamlet und wieder zurück: Robert Eggers' Northman hackt sich handlungsarm und primitiv über die Leinwand, liegt aber immerhin auch mit unserer homogenisierten Kinolandschaft in Fehde – von Rüdiger Suchsland
  • River (AUS 2021)
    Wassermassen-Mindmap: Große Bilder, große Musik und leider wenig dahinter. Der Film von Jennifer Peedom und Joseph Nizeti wäre gern eine künstlerische Zusammenfassung von allem, was die Flüsse dieses Planeten in sich tragen, wirkt dann jedoch eher wie eine Mindmap – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Die wundersame Welt des Louis Wain (The Electrical Life of Louis Wain) (GB 2021)
    Godfather of Katzenbücher: In Will Sharpes Biopic wird das Leben des exzentrischen britischen Katzenzeichners Louis Wain märchenhaft englisch bebildert und melodramatisch vertont – Kritik von Christoph Becker

Neue Videokritik:

  • In den besten Händen
    Gelb und Schwarz: Catherine Corsinis hochpolitischer Gelbwesten-Film und Hiobiade wagt immer wieder auch komödiantische Elemente zu intergrieren. Stefan Rutz und Christoph Becker diskutieren, ob dieses Experiment gelungen ist.

Cinema Moralia:

  • »Komm' Kino, Du willst es doch auch!«
    Nie gab es eine Epoche der Kinogeschichte, die humorloser war als die jetzige. Kinofilme nehmen sich heute allesamt viel zu ernst. Außerdem ein immer wieder aktuelles 'Lob der Verschwendung' – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers – von Rüdiger Suchsland

14.04.2022

Neue Kritiken:

  • Alles ist gutgegangen (Tout s'est bien passé) (F 2021)
    Der Tod und die Tochter: Gegen unsere Verweigerung: François Ozons Sterbehilfe-Drama führt auf die universale Frage nach dem Recht auf einen freien Tod – und zeigt eine glänzende Sophie Marceau – von Rüdiger Suchsland
    Jenseits des Melodrams: François Ozon schafft einen meisterhaft gestalteten Film über ein sehr ernstes Thema und ist dabei weder rührselig noch zu leichtfertig
    – von Wolfgang Lasinger
  • Eingeschlossene Gesellschaft (D 2021)
    The Hateful Six: Sönke Wortmanns Lehrerzimmer-Kammerspiel kann sich nicht entscheiden, was es sein will und erfreut wohl nur die, die alte Lehrerrechnungen offen haben – Kritik von Christoph Becker
  • Geschichten vom Franz (Ö/D 2022)
    Freundschaft für (n-)immer: Johannes Schmid verfilmt einen der großen Klassiker der deutschsprachigen Kinderbuchliteratur, vom Klassiker bleibt davon allerdings nicht viel übrig – Kritik von Axel Timo Purr
  • The Innocents (De uskyldige) (N/S/DK 2021)
    Die spielen nur: Eskil Vogt zeigt in seinem schwer verdaulichen Horrorfilm das Zerstörerische hinter unschuldig dreinblickenden Kinderaugen – Kritik von Janick Nolting
  • Red Rocket (USA 2021)
    Die Pornoisierung des Alltags: Sean Baker führt in seiner eindrucksvollen Reihe von Filmen über Sexarbeiter:innen in »Red Rocket« erstmals einen politischen Impuls und sogar Komik ein. Unheimlicher, deprimierender und – schöner geht es kaum – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritiken:

  • Eingeschlossene Gesellschaft
    Eine Frage der Moral: Nach seinem mauen Lehrerfilm Frau Müller muss weg versucht es Sönke Wortmann wie jeder braver Schüler einfach noch einmal. Und vielleicht ja mit dem kreativen Schub seiner erst vor ein paar Monaten sehr erfolgreich in den Kinos gestarteten Uni- und Culture/Cancel-Clash Komödie Contra? Christoph Becker und Axel Timo Purr unterhalten sich darüber.
  • Red Rocket
    Fremdschämen als große Kunst: Sean Baker hat mit seinem letzten Film The Florida Project zahlreiche Nominierungen und Preise gewonnen. Axel Timo Purr und Christoph Becker sprecher darüber, ob er mit seinem neuen Film über einen abgehalfterten Porno-Darsteller, der abgebrannt zurück in seine Heimatstadt in Texas geht, an diesen Erfolg anknüpfen kann.

Festival:

  • Sprung in die Zukunft
    Das 34. Filmfest Dresden zeigte sich vielfältig, bunt und woke – und als Amalgam aus Rückschau und Aufbruch – von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

  • Ist weniger mehr?
    Das Kartell des Bestehenden schottet sich ab. Wie steht es mit der Transparenz? Wie mit anderem Denken und der Freiheit der Andersdenkenden? Überlegungen, nicht nur zum deutschen Film, aber aus aktuellem Anlass – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers – von Rüdiger Suchsland

07.04.2022

Neue Kritiken:

Neue Videokritiken:

  • Wo in Paris die Sonne aufgeht
    Liebe lernen: Mit der Verfilmung dreier Graphic-Novel-Kurzgeschichten von Adrian Tomine und der Drehbuchmitarbeit von Céline Sciamma erfindet sich Jacques Audiard noch einmal neu. Axel Timo Purr und Sedat Aslan ordnen den Film im Werk Audiards ein und sagen, was ihnen gefallen hat. Und was nicht.
  • Death of a Ladies' Man
    Wir leben, wie wie träumen – allein: »Death of a Ladies' Man« hieß ein Album Leonard Cohens aus dem Jahr 1977, aber Matt Bissonnettes Film lässt sich nicht nur von diesem Album für seine Geschichte eines einsamen Mannes auf der Suche inspirieren. Felicitas Hübner und Matthias Pfeiffer haben den Film gesehen.

Festival:

Cinema Moralia:

  • Wenn der Zeitgeist den Krieg trifft – Cinema Moralia 270
    Solidarität, aber nicht mit der Message-Kunst: Gerade in sogenannten westlichen Kontexten scheint es uns immer schwerer zu fallen, Propaganda als solche zu benennen. Vor allem dann, wenn Aussagen politischer Common Sense sind und den Zeitgeist bedienen. Zur Eröffnung der Diagonale – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 270. Folge – von Rüdiger Suchsland

Filmalphabet:

  • Das Filmalphabet: S_SAMMELN
    Ich saß in einer Sofalandschaft um eine Smart-TV-Ecke im Hause der Familie W. Auf dem einen Set war es mir dann auch möglich auf beide Streaming-Dienste die bei den diesjährigen Oscars eine Rolle gespielt haben, zuzugreifen... – von Nora Moschuering

Tagung:

  • Diversität im deutschen Film – Part II: Was tun! oder: »Rise of the Cinephiles«
    Die Probleme mit der mangelnden Diversität im deutschen Film sind ausgesprochen, durch Zahlen belegt, doch wie behandelt man Ursachen und nicht nur Symptome? Eine weitergehende Betrachtung zur Tagung »Sehen und gesehen werden: Teilhabe im Film« des Filmfest München in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie Tutzing – von Sedat Aslan

31.03.2022

Neue Kritiken:

  • Das Ereignis (L’evenement) (F 2021)
    Selbstbestimmung in Zeiten der Repression
    Audrey Diwan erzählt in ihrer herausragenden Bestsellerverfilmung Das Ereignis von Puritanismus und Feigheit der Moralprediger – von Rüdiger Suchsland
    Mein Buch gehört mir
    Audrey Diwan hat mit L’événement zu einer sinnlichen Verfilmung eines schmerzhaften Ereignisses gefunden, das die Schriftstellerin Annie Ernaux erst hervorgebracht hat – von Dunja Bialas
  • A Hero – Die verlorene Ehre des Herrn Soltani (Ghahreman) (Iran/F 2021)
    Inflation der Moral
    Oscar-Preisträger Asghar Farhadi seziert in A Hero erneut die iranische Gesellschaft, verläuft sich aber zusehends in der eigenen Ambiguität – von Axel Timo Purr
    »Wir sind alle kleine Sünderlein«
    Von der Unmöglichkeit immer gut zu handeln und immerzu gerecht zu sein: Der Iraner Asghar Farhadi erzählt mit A Hero eine Fabel über die moralische Unvollkommenheit des Menschen – von Rüdiger Suchsland
  • Abteil Nr. 6 (Hytti nro 6) (FIN/RUS/EST/D 2021)
    Das Eis zum Schmelzen bringen
    Das Railmovie Abteil Nr. 6 führt in den hohen russischen Norden – und lässt eine feministische Finnin auf einen toxischen Russen treffen – von Dunja Bialas
    Spiel mit Mythen und Klischees
    Der Finne Juho Kuosmanen reist mit seinem Spielfilm Abteil Nr. 6 mit der Eisenbahn zwischen Zukunft und Vergangenheit des russischen Riesenraums – von Rüdiger Suchsland
  • Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann (The Reason I Jump) (USA/GB 2020)
    Kampf gegen die Sprachlosigkeit
    In Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann stellt der britische Dokumentarfilmer Jerry Rothwell fünf junge nonverbale Autisten vor – Kritik von Gregor Torinus

Tagung:

Festivals:

  • Kein Ausweg, nirgends
    Das internationale Filmfestival von Vilnius erzählt in seinem Sonderprogramm #StayWithUkraine vom umkämpften Rand von Europa – von Dunja Bialas
  • Das ist deine Zeit
    Wenn Jugend vierzig wird: Das älteste deutsche Jugendfestival flimmern&rauschen gönnt sich zum Vierzigsten ein wenig Nostalgie und zeigt sich jung wie eh und je – von Anna Edelmann

Kommentare:

Neue Videokritiken:

  • A Hero
    Nach seinem erfolglosen Ausflug ins spanische Psycho-Thriller-Genre kehrt Asghar Farhadi für seinen neuen Film wieder in den Iran zurück. Ob er damit an alte Oscar-Erfolge anknüpfen kann, darüber debattieren Sedat Aslan und Axel Timo Purr
  • Abteil Nr. 6
    Juho Kuosmanens Railmovie erhielt 2021 zusammen mit Asghar Farhadis »A Hero« den »Großen Preis der Jury« in Cannes und hätte wegen seinem russischen Hauptdarsteller fast nur einen »limitierten« Kinostart bekommen. Dabei ist Abteil Nr. 6 nicht nur wegen dieser Kontroverse der Film der Stunde, finden Christoph Becker und Axel Timo Purr

24.03.2022

Filmwelt in Zeiten des Kriegs:

  • Billiges Bauernopfer
    Zwischen Boykott und Ausschluss: Die Filmwelt weiß nicht mehr, was sie tut – von Dunja Bialas

Cartoon:

Neue Kritiken:

  • This Rain Will Never Stop (LV/D/Q/UA 2020)
    Zyklen des Krieges
    Alina Gorlovas This Rain Will Never Stop über die Vorkriegs-Krise im ukrainischen Donbass zeigt über den regionalen Konflikt kontemplativ und erschütternd zugleich die globale und historische Bedeutung dieser Krise – von Axel Timo Purr
    Kein Gelb, kein Blau
    Alina Gorlovas rätselhafter Film This Rain Will Never Stop unterläuft alle Erwartungen an Parteinahme – von Rüdiger Suchsland
  • Come on, Come on (C'mon C'mon) (USA 2021)
    Sprache als Spatenstich
    Der Meister des autofiktionalen US-Independent-Kinos überzeugt mit Come on, Come on erneut auf allen Ebenen – derartig kluges und zärtliches Kino gibt es viel zu selten – von Axel Timo Purr
    Chronik des Dazwischen
    Mike Mills' erstaunlicher, unvergleichlicher Film Come on, Come on – von Rüdiger Suchsland
  • Tove (Schweden/FIN 2020)
    Drang nach Freiheit
    In Tove zeigt Zaida Bergroth das Leben der Künstlerin Tove Jansson aus der Binnenperspektive – von Gregor Torinus

Portrait:

Festival:

  • Filme gegen die Stereotypenfalle
    Junges Kino, Schneeverwehungen und schelmische Blicke auf die Wirklichkeit: Die 33. Türkischen Filmtage in München und online räumen mit Sehgewohnheiten auf – von Sedat Aslan

Neue Videokritik:

  • Come On, Come On
    Nichts als die Wahrheit
    Nach Beginners und 20th Century Women führt Mike Mills sein beeindruckend autofiktionales Werk fort, fokussiert dieses Mal aber auf die Kinder und ihren Blick auf unsere Welt und Zukunft. Axel Timo Purr und Sedat Aslan erklären, warum ihnen Mills Film so gut gefällt

17.03.2022

Neue Kritiken:

  • Aheds Knie (Ha'berech) (F/IL/D 2021)
    Streit in der Wüste
    Der israelische Regisseur Nadav Lapid inszeniert in Aheds Knie eine nicht nur symbolhaft ausgetragene Israelkritik und beweist einmal mehr seine künstlerische Freiheit – von Dunja Bialas
    Konsequenzen der Inszenierung
    Nadav Lapid übt in Aheds Knie mit autofiktionalen Mitteln erbitterte Kritik an der israelischen (Kultur-) Politik, die bis in die privatesten Verhältnisse Verwerfungen erzeugt – von Axel Timo Purr
  • Drei Etagen (Tre piani) (I/F 2021)
    Drei Etagen, viele Schicksale
    Nanni Moretti zeigt in seiner sehr freien Romanverfilmung Drei Etagen eine Menge Unglück in einem Haus. Warum interessieren ihn dabei die Folgen mehr als die Ursachen und Hintergründe? – Kritik von Christoph Becker
  • Petite Maman – Als wir Kinder waren (Petite maman) (F 2021)
    Nelly im Wunderland
    Céline Sciamma inszeniert in Petite Maman Trauerarbeit als tief berührenden Zeitreisenfilm – von Dunja Bialas
    Selbstverständliche Gegenwelten
    Schön, ruhig und sehr wirkungsvoll: Céline Sciammas Petite Maman – von Rüdiger Suchsland
  • Parallele Mütter (Madres paralelas) (E 2021)
    Die Geschichte ist nicht stumm
    In Pedro Almodóvars Parallele Mütter verschieben sich die Gesteinsschichten von individueller Herkunft und spanischer Geschichte auf meisterliche Weise – von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

Ausstellung:

  • Methode Rainer Werner Fassbinder
    Die Bonner Bundeskunsthalle widmete Rainer Werner Fassbinder zu seinem 40. Todestag eine umfassende Retrospektive. Eine persönliche Ausstellungsbegehung – von Peter Kremski

Neue Videokritiken:

  • Petite Maman
    Zurück in die Zukunft
    Kehrt Céline Sciamma mit ihrem »Familienfilm« zu ihren ersten Filmen zurück oder sind diese 72 Minuten Poesie nur ein Zwischenwerk? Sedat Aslan und Axel Timo Purr im Gespräch
  • Aheds Knie
    All die Wut
    Nadav Lapids für die Goldene Palme 2021 nominierter (und dann mit dem Preis der Jury ausgezeichneter) Film sieht sich wie ein aktueller Kommentar zu Amnesty International’s gerade erschienenem Bericht über Israel. Doch Aheds Knie ist noch viel mehr als das, finden Axel Timo Purr und Sedat Aslan

10.03.2022

Interview:

  • »Was passiert, wenn der Staat sagt: Du bist nicht mehr da?«
    Regisseur Philip Scheffner und Drehbuchautorin Merle Kröger erzählen in ihrem neuen Film Europe vom Verschwinden einer Migrantin aus der Mitte von Europa. Ein Gespräch darüber, wie man von einer fiktiven Situation erzählen kann, die durch und durch real ist – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Europe (Place de L’Europe) (D/F 2021)
    Europa ist nur eine Haltestelle
    Philip Scheffner und Merle Kröger loten in ihrem Spielfilm Europe die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation neu aus – Kritik von Wolfgang Lasinger
  • Parallele Mütter (Madres paralelas) (E 2021)
    Parallelen, die sich schneiden
    Pedro Almodóvars modernes Melodram Parallele Mütter erzählt auf raffinierte und unerwartete Weise von den Nachwehen der Franco-Zeit – von Christoph Becker
    Nichts geht über Mutter
    In Pedro Almodóvars Parallele Mütter gehen Blutsbande, die Freundschaft zwischen drei Frauen und die Erinnerung an ein historisches Erbe Hand in Hand – von Rüdiger Suchsland
  • Vatersland (D/B 2020)
    Land der Väter, Land der Tochter
    Duft, Dunst und Denken einer versunkenen Epoche: Petra Seegers ausgezeichneter autobiographischer Spielfilm Vatersland – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Blue Bayou (USA/CDN 2021)
    Abgeschoben in ein unbekanntes Land
    Justin Chon zeigt in seinem stilisiert-komplexen Familiendrama Blue Bayou ein trauriges Kapitel der amerikanischen Einwanderungsbehörden – Kritik von Christoph Becker
  • Jackass Forever (USA 2021)
    Schwänze am Abkacken
    Das offiziell letzte Installment des Jackass-Franchises treibt die legendären Sado-Maso-Exorzismen zwar an neue Schmerzgrenzen, büßt aber angesichts der florierenden Tik-Tok-Kultur an Durchschlagskraft ein – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Schneeleopard (La panthère des neiges) (F 2021)
    Auf subtiler Jagd
    Vincent Munier und Sylvain Tesson suchen in Der Schneeleopard nicht nur nach einem Tier, sondern auch nach einem Stück Naturmagie. Herausgekommen ist ein berauschender Dokumentarfilm, der mehr zeigt als das, was vor die Kamera kommt – Kritik von Matthias Pfeiffer

Cinema Moralia:

Serie:

  • »Diener des Volkes«: Crash-Kurs in Demokratie
    Zumindest den medialen Krieg gegen Wladimir Putin hat Wolodymyr Selenskyj schon einmal gewonnen. Das liegt auch an seiner seit 2015 ausgestrahlten prophetischen Politsatire, deren erste Staffel auf Arte zu sehen ist – von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Parallele Mütter
    Private Politik
    In vielleicht keinem anderen seiner Filme hat Altmeister Pedro Almodóvar Politik und Privates mehr miteinander verwoben als in »Parallele Mütter«. Aber nicht nur das ist Almodóvar und einer umwerfenden Penélope Cruz überragend gelungen, finden Christoph Becker und Felicitas Hübner

03.03.2022

Neue Kritiken:

  • Trouble Every Day (F/D 2001)
    Die Liebeshungrigen
    Claire Denis' grausame Studie menschlicher Triebe läuft erstmals restauriert in den deutschen Kinos und hat auch nach über 20 Jahren nichts an Radikalität eingebüßt – Kritik von Janick Nolting
  • The Card Counter (USA/GB/China/S 2021)
    Der große Bluff
    Paul Schrader unterläuft in The Card Counter so ziemlich alle Erwartungshaltungen an einen Spieler- oder Kriegsfilm, denn der Weg ist hier das Ziel. Das ist so cool wie atemberaubend – Kritik von Axel Timo Purr
  • Dem Leben entgegen (S/Ö 2018)
    Verlorene Kindheit
    Nur wenige jüdische Kinder konnten im schwedischen Exil vor den Nazis in Sicherheit gebracht werden. Gülseren Şengezer hat ihnen in Dem Leben entgegen ein sensibles Denkmal gesetzt – Kritik von Dunja Bialas
  • The Batman (USA 2021)
    Der »Batman« der Zwanziger Jahre
    Die Katze und die Fledermaus: Matt Reeves hat die »Batman«-Figur mit Robert Pattinson in der Titelrolle so herausragend wie humorfrei und erstaunlich uncool verfilmt – Kritik von Rüdiger Suchsland

Interview:

  • »Man muss in der Wahrheit bleiben«
    Der Schauspieler Michael Kranz über seinen Dokumentarfilm Was tun, in dem es um Frauenschicksale in Bangladesch geht, und über die Verantwortung, mit der Welt zu tun zu haben – Interview von Christoph Becker

Cinema Moralia:

  • Der Dokumentarfilm und die Wirklichkeit
    Zur Lage: Vergessen wir bitte die Russen nicht! Und wie Bilder unseren Verstand aus den Angeln heben – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 266. Folge – von Rüdiger Suchsland

Berlinale 2022:

  • Fiktionsentzug
    Bruchlinien zwischen narrativem und dokumentarischem Film: Die Filme des »Forum« führen auch bei der Berlinale 2022 in Grenzbereiche zwischen dem Dokumentarischen und Erzählerischen – von Wolfgang Lasinger

Filmalphabet:

  • R_RITUAL
    Allein der Kinogang wurde zu einem Ritual, indem ich davor die ersten drei Teile angesehen habe und ein bisschen aufgeregt war, wegen des Neuen – von Nora Moschuering

Neue Videokritik:

  • The Card Counter
    Altmeister Paul Schraders Film stellt erneut einen einsamen Wolf in den Mittelpunkt des Geschehens und verknüpft Poker- mit Kriegsfilm. Sedat Aslan und Matthias Pfeiffer diskutieren, ob Schrader mit diesem Film an seine früheren Erfolge anknüpfen kann
  • Regiegespräch mit Michale Kranz
    Michael Kranz' Dokumentation über Zwangsprostituierte in Bangladesch hat 2021 beim Deutschen Dokumentarfilmpreis den Förderpreis und den Publikumspreis gewonnen. Felicitas Hübner spricht mit Kranz über die Entstehung seines Films, die Dreharbeiten in Bangladesch und die Schwierigkeiten zu helfen ohne dem »White Savior Complex« zu unterliegen.

24.02.2022

Berlinale Special:

  • Dreimal ist Berliner Recht
    Die Berlinale 2022 ist schon wieder Geschichte. Zeit, eine kleine Bilanz zu ziehen – nicht nur der diesjährigen, sondern aller drei bisherigen Editionen des neuen Leitungsduos – von Sedat Aslan
  • »Ich habe eine weibliche Seite, das ist alles«
    Denis Côté über Un été comme ça, den männlichen Blick und die Wahrheit, kein Agent provocateur zu sein – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Belfast (GB 2021)
    Krieg als Madeleine
    Kenneth Branagh liefert mit seinen Kindheitserinnerungen ein bewegendes Beispiel für autofiktionales Filmemachen und ist dabei auch noch erschütternd nah am Puls der Zeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • El Fulgor (Argentinien 2021)
    Nachmittag eines schwulen Fauns
    Martín Farina fügt in seiner dokumentarischen Skizze El Fulgor eindrucksvolle Bilder von argentinischen Gauchos zu einer sinnlich-suggestiven Meditation zusammen – von Wolfgang Lasinger
    Tagtraum eines Fauns
    Das Filmen des Films: Martín Farinas El Fulgor ist reines Kino und dabei ganz konkret – von Rüdiger Suchsland
  • King Richard (USA 2021)
    Straight Outta Compton II
    Reinaldo Marcus Green setzt einen emotionalen neuen Meilenstein des Sportlerdrama-Genres in seinem Film über den Aufstieg der Williamsschwestern in den Tennisolymp – Kritik von Christoph Becker
  • Der Mann, der seine Haut verkaufte (The Man Who Sold His Skin) (Tunesien/B/D/F/S/TR 2020)
    Die Haut zu Kunstmarkte tragen
    Lebendes Kunstwerk: Kaouther Ben Hanias Der Mann, der seine Haut verkaufte – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Saf (TR/D/RO 2018)
    Pure Parabelhaftigkeit
    Inhaltlich nicht lupenrein, kann Ali Vatansevers zweiter Spielfilm Saf doch wie ein Schlüssel zum Verständnis der heutigen Türkei wirken – Kritik von Sedat Aslan

Neue Videokritiken:

  • Belfast
    Leben aus Kinderaugen
    Kenneth Branagh hat sowohl als Schauspieler als auch Regisseur eine lange Filmografie (zuletzt Tod auf dem Nil), aber die ersten wirklich großen Preisnominierungen erhält er gerade für seine autofiktionale Arbeit Belfast über seine Kindheit in Nordirland. Christoph Becker und Axel Timo Purr sprechen über den Film.
  • King Richard
    Schwarzer Pädagoge oder Meistertrainer?
    Reinaldo Marcus Greens Filmbiografie über Richard Williams und seine beiden Töchter Venus und Serena Williams rangiert nicht nur wegen Will Smith in der Hauptrolle auf vielen Bestenlisten für das vergangene Filmjahr weit vorne. Axel Timo Purr und Christoph Becker erklären, warum das so ist.

Interview:

  • »Ein Charakter ist im Traum des anderen«
    Der Regisseur Martín Farina und seine Produzentin Mercedes Arias im Gespräch über ihren Film El Fulgor, über Dreharbeiten ohne Geld, Regisseure ohne Script und betrunkene Schauspieler – von Rüdiger Suchsland

17.02.2022

Berlinale:

  • Berlinale-Nachlese, erst mal nur ganz kurz
    Ein Überblick über die Berlinale-Filme, die wir sehen konnten – mit Kurzkritiken der artechock-Redaktion
  • Wenn die Leinwand zum Megaphon wird
    Politische Filme und unpolitisches Filmemachen: Das Ringen von Kunst und Politik dominiert die Berlinale-Entscheidungen. In der Zwischenzeit würde ich gerne Hong Sangsoo lieben lernen – Berlinale-Tagebuch, Folge 07 – von Rüdger Suchsland
  • Weniger sind manchmal mehr
    Keine Bildzeitungsschlagzeile weit und breit: die Berlinale war tiefenentspannt und securitysicher, aber nicht inklusiv und irgendwie blöd zu bedienen. Ein Praxisbericht – von Dunja Bialas
  • Die beiden Seiten der Rasierklinge
    Ruth Beckermann, Denis Côtés und Claire Denis inszenieren in drei sehr unterschiedlichen Filmen weibliche Sexualität – als Fantasie, als Sucht, als Spiel – von Dunja Bialas
  • Unser umfangreiches Berlinale-Special

Neue Kritiken:

  • Noch einmal, June (June Again) (AUS 2021)
    Die Gnade der zweiten Chance
    JJ Winlove zeigt in ihrem überzeugenden Debütfilm, dass Demenz nicht nur Abschiednehmen bedeuten muss, sondern auch einen Neuanfang sein kann – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Pfad (D 2021)
    Nazi-Flucht im Weichspülgang
    Tobias Wiemanns Film Der Pfad übersetzt eine historisch-lebensbedrohliche Situation in eine Tim-und-Struppi-Welt – Kritik von Christoph Becker
  • Das Mädchen mit den goldenen Händen (D 2021)
    Drei Farben: Petrol
    Katharina Marie Schuberts Debütfilm Das Mädchen mit den goldenen Händen verwebt geschickt die gesellschaftlichen Verwerfungen der Wendezeit – Kritik von Katrin Hillgruber

Neue Videokritik:

10.02.2022

Vergangenheit des Kinos:

  • Manche mögen’s lesen
    Mediensynergieeffekt: Manchmal kann auch ein neues Buch zum Filme schauen anregen. Bei Jonathan Coes Roman „Mr. Wilder & ich“ hat das funktioniert und zu einer neuen Begegnung mit dem Filmschaffen von Billy Wilder geführt – von Christoph Becker

Neue Kritiken:

  • Marry Me – Verheiratet auf den ersten Blick (USA 2020)
    Gebetskranz der Liebe
    Kat Coir erfindet mit Jennifer Lopez die romantische Komödie nicht neu, bricht aber mit nervigen Geschlechterklischees und regt auch sonst zum Nachdenken nicht nur über dieses altehrwürdige Genre an – Kritik von Axel Timo Purr
  • Moonfall (USA/CDN/China 2021)
    Der Mond ist abgegangen
    Dann macht es Wumms: Roand Emmerichs Moonfall ist putziges Old-School-Kino – oder einfach eine großartige Selbstparodie – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Wunderschön (D 2021)
    Die Pein der ewigen Wiederkehr
    Karoline Herfurths feministische Episoden-Tragikomödie hinterfragt so überzeugend wie überraschend gesellschaftliche Mechanismen zwischen Mann und Frau und stellt den Körper in den Mittelpunkt ihres Lösungsansatzes – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritiken:

  • Tod auf dem Nil
    Agatha Christie Reloaded
    Wie kürzlich Steven Spielberg begibt sich auch Kenneth Branagh wieder auf die Spuren seiner Kindheit und verfilmt zum zweiten Mal Agatha Christie. Ob »Tod auf dem Nil« an den Klassiker aus dem Jahr 1978 mit Peter Ustinov, David Niven, Mia Farrow und Jane Birkin heranreicht und ob Whodunit heute noch salonfähig ist, klären Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Was geschah mit Bus 670?
    Im Herz der Finsternis
    Fernanda Valadez' Debütfilm erzählt über ein Familienschicksal die Misere an der mexikanischen Grenze zu den USA und die Folgen eines »failed states« für jeden Einzelnen. Sedat Aslan und Axel Timo Purr diskutieren, ob Valadez diese komplexe Bestandsaufnahme gelingt.
  • Videokritiken als Podcast

Neues vom Kino:

  • Die Kino-Offizierin
    Marlies Kirchner, Betreiberin der Theatiner Filmkunst in München, wurde mit dem zweithöchsten Orden des französischen Kultusministeriums geehrt. Sie ist jetzt »Officier des Arts et des Lettres« – von Dunja Bialas

Berlinale Special:

03.02.2022

Zukunft des Kinos:

  • »Wir sind nicht China!«
    Der Kinoverleiher Torsten Frehse über das Kino in der Pandemie, Angst und Widersprüche und über Forderungen nach einer Absage der Berlinale – von Rüdiger Suchsland

Filmalphabet:

  • Das Film-Alphabet: Q_QUAL
    Anhand einer Ausstellung kann ich einleitend erläutern, auf welchem Level sich gerade meine eigene kleine Gequältheit abspielt – von Nora Moschuering

Neue Kritiken:

  • Ballade von der weißen Kuh (Ghasideyeh gave sefid) (Iran/F 2020)
    Kein Film ist so hart wie die Wirklichkeit
    Der iranische Film Ballade von der weißen Kuh über einen Justizirrtum bringt das moralische Gerechtigkeitsempfinden in höchste Anspannung – Kritik von Dunja Bialas
  • München – Im Angesicht des Krieges (GB 2021)
    Staatskunst und Filmhandwerk
    Der Netflix-Politthriller München – Im Angesicht des Krieges von Christian Schwochow zeigt gutes Timing, alte Thesen und neue deutsche Arbeit am Hitler-Mythos – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • The Sadness (Ku bei) (Taiwan 2021)
    Der ganz normale Pandemie-Wahnsinn
    In Rob Jabbaz' Seuchen-Horrorfilm ersäuft politisches Krisenmanagement in Blut und Gedärm. Die Bestie Mensch kennt keine Grenzen mehr. – Kritik von Janick Nolting
  • Träume sind wie wilde Tiger (D 2021)
    So deutsch wie es geht und so indisch wie möglich
    Grimme-Preisträger Lars Montag gelingt mit seiner ungewöhnlichen Culture-Clash-Komödie ein so kluger wie durchgedrehter Familienfilm – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritiken:

  • Ballade von der weißen Kuh
    Schuld und Sühne in Teheran
    Behtash Sanaeehas und Maryam Moghaddams Film ist nicht nur ein berührender Film über die Folgen der Todesstrafe, sondern auch eine beklemmende Parabel über Schuld und Sühne im iranischen Alltag. Sedat Aslan und Axel Timo Purr erörtern, ob der Film auch universellen Charakter hat und so stark ist, wie die letzten Werke von Mohammad Rasulof und Ashgar Farhadi.
  • Wundscherschön
    Zwischen Body Shaming und Body Horror
    Karoline Herfurth erzählt tragikomisch und episodisch von fünf Frauen und ihr Ringen um Identität und Körperlichkeit. Axel Timo Purr und Christoph Becker diskutieren, ob auch Helke Sander diesen Film hätte machen können und ob Herfurth die Gratwanderung zwischen Komödie und Tragödie gelingt.
  • Videokritiken als Podcast

Cinema Moralia:

  • Wer nicht mag, geht nicht hin
    Kinofestivals in Zeiten der Liebe zur Pandemie. Oder: Wie nicht nur Medienpartner der Berlinale das Festival beschädigen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 265. Folge – von Rüdiger Suchsland

27.01.2022

Spoiler-Phobie:

Neue Kritiken:

  • Are You Lonesome Tonight? (Re dai wang shi) (China 2021)
    Schatten der Nacht
    Mit Are You Lonesome Tonight? gelingt Wen Shipei ein stimmungsvoller Neo noir, der auch schmerzhaft an Wong Kar-wai zu erinnern vermag – Kritik von Dunja Bialas
  • Licorice Pizza (USA 2021)
    Filmische Formel zum großen Glück
    Paul Thomas Andersons semi-biografische, sommerliche Liebesgeschichte aus dem Jahr 1973 ist großes Kino und einer der schönsten Filme des Jahres – von Axel Timo Purr
    Die Zeit der Wasserbetten
    Liebe, Lakritz und Musik: In Licorice Pizza wirft Paul Thomas Anderson einen nostalgischen Blick auf die frühen 70er Jahre – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Licorice Pizza
    Ein Sommer wie ein Leben
    Der beste Film des Jahres? Ist Paul Thomas Anderson flirrende Liebesgeschichte über einen Sommer im Jahr 1973. Axel Timo Purr und Sedat Aslan erklären, warum Andersons Film auf allen Ebenen ein so großer Glücksfall ist.
  • Videokritiken als Podcast

Festival:

  • Die Gefühle der »Generation Z«
    Ein paar Eindrücke und Zwischengedanken zum Filmfestival Max-Ophüls-Preis und einem Festival im Pandemie-Winterschlaf – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Junkerland in Bauernhand!
    Kann man Filme kostenlos in Netz stellen, und damit Geld verdienen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 264. Folge – von Rüdiger Suchsland

20.01.2022

Anstelle eines Nachrufs:

Neue Kritiken:

Filmreihe:

  • Nicht locker lassen
    Die Film-mit-Diskussionsreihe »FilmWeltWirtschaft« im Filmmuseum München widmet sich zu Jahresbeginn den drängenden Problemen unserer Zeit – von Dunja Bialas

Neue Videokritiken:

  • Niemand ist bei den Kälbern
    Im leeren wilden Osten
    In ihrem zweiten Film portätiert Sabrina Sarabi die von Saskia Rosendahl verkörperte junge Bäuerin Christin, die versucht, sich aus der emotionalen und geografischen Einöde Mecklenburg-Vorpommerns zu befreien – mit Felicitas Hübner und Axel Timo Purr
  • Nightmare Alley
    Zirkusfilm oder moderner Film noir?
    Guillermo del Toros Verfilmung des Romans von William Lindsay Gresham ist kein klassischer Psychothriller und emanzipiert sich deutlich von der ersten Noir-Verfilmung aus dem Jahr 1947 – mit Felicitas Hübner und Stefan Rutz
  • Alle Videokritiken als Podcasts

13.01.2022

Neue Kritiken:

  • Spencer (GB/D/Chile 2021)
    Bis zum Erbrechen
    Pablo Larraíns »Biopic« über Lady Di ist ein zwar nicht leichter, aber in vielerlei Hinsicht einfacher Film – von Sedat Aslan
    Perlen vor die Royals
    Weder Biopic noch Doku-Fiktion: Pablo Larraíns Spencer bringt die imaginären Welten einer eingesperrten Ikone auf eine bebende Leinwand – von Dunja Bialas
    In Geisterhäusern
    Why should we care? Kristin Stewart als Lady Di – von Rüdiger Suchsland
  • Égalité (D 2021)
    Attila Kohlhaas
    Kida Khodr Ramadan gelingt in seinem zweiten Film Égalité ein so kompaktes wie differenziertes Rache- und Sozial-Drama – Kritik von Axel Timo Purr
  • Gloria Mundi – Rückkehr nach Marseille (F 2019)
    Der Proletarier-Clan
    Ungewohnt kalt zeigt sich Marseille in Robert Guédiguians Gloria Mundi über eine Großfamilie, die gegen den sozialen Abstieg kämpft – Kritik von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

  • Wo bleibt der Kino-Booster?
    In der kollektiven Unaufmerksamkeit: Noch – nur noch!!! – bis zum 14. Januar: der Medienstaatsvertrag. Und auch die Berlinale muss dringend geboostert werden – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 263. Folge

Interview:

  • Peter Thomas, Filmkomponist
    Das Werkstattkino in München widmet dem kürzlich verstorbenen Filmkomponisten und Sounddesigner eine Werkschau. Ein Interview mit Philip Thomas, seinem Sohn – von Ulrich Mannes

Neue Videokritiken:

  • Spencer
    Pablo Larrains Biopic über Lady Di wartet mit einer ungewöhnlichen Mischung auf: ein Score von Jonny Greenwood, das Production Design von Guy Hendrix Dyas und Kristen Stewart als Diana an einem Weihnachtswochenende im Jahr 1991 zu Besuch bei den Royals. Axel Timo Purr und Sedat Aslan diskutieren ausführlich, ob Larrain damit erfolgreich ist
  • Scream 5
    Das erste »Scream«-Installment ohne Wes Cravens Regie ist Relaunch und Sequel zugleich und wartet auch sonst mit ein paar Überraschungen auf. Matthias Pfeiffer und Stefan Rutz haben sich die »Requel« angesehen
  • Alle Videokritiken als Podcasts

06.01.2022

Film-Alphabet:

  • P_PODCAST (UND FILME)
    Die Podcasts sind entspannter, können sich mehr Zeit lassen, was dazu führt, dass man besser aus- und einsteigen kann, man kann stoppen und nachdenken, Pausen einlegen, selber recherchieren oder parallel was anderes tun – von Nora Moschuering

Neue Kritiken:

  • Bad Tales – Es war einmal ein Traum (Favolacce) (I 2020)
    Leere, zum Fürchten schön
    Der Gewinner des letztjährigen Silbernen Bären für das Beste Drehbuch zeigt in so ernüchternden wie poetischen Bildern die Abgehängten in einer Vorstadt Roms. Eine Gegenwart, die Angst macht – Kritik von Axel Timo Purr
  • Lamb (IS/S/PL 2021)
    Wolliger Sagenstoff
    Valdimar Jóhannsson zaubert mit Lamb umwerfende isländische Mythenessenz auf die Leinwand – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Wanda, mein Wunder (CH 2020)
    Polen liegt am Zürichsee
    Bettina Oberlis Tragikomödie amalgamiert Culture Clash und Kapitalismuskritik so subtil wie wirkungsvoll – Kritik von Axel Timo Purr

Festivals:

  • Die 1002. Nacht
    Das von Geflüchteten kuratierte Münchner Filmfestival KINO ASYL geht zum zweiten Mal online. Im Fokus stehen diesmal u.a. Werke aus Afghanistan, die man sich unbedingt auf die große Leinwand gewünscht hätte – von Dunja Bialas
  • Regia: Donna
    Frauen führen Regie und schreiben das Drehbuch in der neuen Filmreihe des italienischen Kulturvereins Circolo Cento Fiori in München – von Elke Eckert

Neue Videokritiken:

  • Lamb
    Alte Sagenwelten oder neuer Horror?
    Über Valdimar Jóhannsson so verstörendes wie überraschendes Horror-Mystery-Drama und Islands Beitrag für die Oscarverleihung 2022 diskutieren Matthias Pfeiffer und Stefan Rutz
  • The King’s Man
    Der bessere Bond?
    Das Prequel zu den beiden bisherigen Kingsman-Filmen schlägt eine rauere Gangart an und überrascht auch sonst. Ob »The Beginnning« vielleicht sogar der bessere James Bond ist, darüber sprechen Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Alle Videokritiken als Podcasts

30.12.2021

Jahreswechsel:

  • Cinephiles for Future
    Gerade läuft einer der erfolgreichsten Filme aller Zeiten in den Kinos. Wie kann das sein? Und welche Ideen gibt es noch für die Zukunft des Kinos? Ein kurzes Innehalten auf der Schwelle zum neuen Jahr – von Dunja Bialas
  • Kino und Zukunft
    Warum als junger Mensch noch ins Kino gehen? Verteidigung eines Ortes – von Paula Ruppert
  • Running Movies 2021
    Die Filme rauschen nur so an einem vorbei. Wir halten in einem Satz fest, was wir gesehen haben – ein rasanter Durchgang durchs viel zu kurze Kinojahr – von Felicitas Hübner

Neue Kritiken:

  • Don’t Look Up (USA 2021)
    So what?!
    Trotz politisch hochmotiviertem und wichtigem Inhalt ist Adam McKays schwarze Komödie über die Dummheit der Menschheit dröges Oscar-Kürlaufen für Stars – Kritik von Axel Timo Purr
  • Moleküle der Erinnerung – Venedig, wie es niemand kennt (Molecole) (I 2020)
    Das Geheimnis einer Stadt
    In seinem Dokumentarfilm Moleküle der Erinnerung erforscht Andrea Segre seine Beziehung zu Venedig und dem verstorbenen Vater. Das Ergebnis ist nicht durchgehend perfekt, jedoch eine interessante Auseinandersetzung – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Encanto (USA 2021)
    Der Fluch der besonderen Gabe
    Als ob Hollywood nichts Neues mehr einfällt – mit seiner süß-sauren familienpsychologischen Bestandsaufsaufname Encanto bedient Disney dieses Mal nicht nur Familien, sondern auch deren Therapeuten – Kritik von Axel Timo Purr

23.12.2021

Cartoon & Spendenaktion:

Neue Kritiken:

  • The Tragedy of Macbeth (USA 2021)
    Kommt, Geister!
    Denzel Washington und Frances McDormand im Gruselschloss: Joel Coen hat Shakespeares Macbeth als ebenso stilvollen wie berechnenden Gespenster-Reigen inszeniert – Kritik von Janick Nolting
  • Drive My Car (Doraibu mai ka) (J 2021)
    Tschechow reloaded
    In Ryūsuke Hamaguchis eigenwilliger Murakami-Adaption Drive My Car verschmelzen russische Provinz der Jahrhundertwende und das moderne Japan zu einem spannungsvollen Wort-Bild-Kunstwerk – Kritik von Christoph Becker
  • Matrix Resurrections (The Matrix Resurrections) (USA 2021)
    Oper für Nerds
    Die vierte Ausgabe des Matrix-Franchises überzeugt nur in Ansätzen und langweilt auf fast ganzer Linie – Kritik von Axel Timo Purr

Cinema Moralia:

  • Meta meta meta
    Rasender Stillstand: Killt Hollywood seine eigenen Stoffe? Gehen den Studios die Plot-Ideen aus? – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 262. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Drive my Car
    Platz 4 auf der Liste der zehn besten Filme des Jahres der Cahiers du Cinéma und Platz 2 (gleich nach »Power of the Dog«) auf IndieWire für Ryusuke Hamaguchis drei Stunden langes Murakami-Tschechow-Amalgam. Axel Timo Purr und Sedat Aslan nähern sich diesem stillen Meisterwerk mit Zweifel und Euphorie.

16.12.2021

Neue Kritiken:

  • Annette (F/B/D/USA 2021)
    Willkommen im Metaverse
    Leos Carax schlägt mit dem Musical die hohen Töne der Tragödie und die Niederungen der Operette an. Herausgekommen ist ein grandioses Filmexperiment, das nicht mehr von dieser Welt ist – von Dunja Bialas
    Die Liebe der Eltern
    Die Grusel-Rockoper von Kinoromantiker Leos Carax zeigt die Kunst der (Selbst-)Täuschung und Welterschütterung und ist einer der besten Filme des Jahres – von Rüdiger Suchsland
    Die singende Puppe
    Neun Jahre nach Holy Motors endlich ein neuer Film von Leos Carax. Die lange Wartezeit hat sich nur bedingt gelohnt – von Gregor Torinus
  • Monte Verità – Der Rausch der Freiheit (CH/D/Ö 2021)
    Hermann Hesse zieht blank
    Stefan Jägers Emanzipationsdrama in historisch-bergiger Kulisse plätschert, anstatt zu rauschen – von Christoph Becker
    Weibliche Selbstfindung im Licht-Luft-Bad
    Stefan Jäger inszeniert den utopischen Berg in seiner Ambivalenz aus Bescheidenheit und Exzentrik – von Katrin Hillgruber
  • Spider-Man: No Way Home (USA/EST 2021)
    Ich bin 3 oder die Sehnsucht nach der verlorenen Unschuld
    John Watts schafft mit seinem Multiverse-Spider-Man einen fast schon Arno-Schmidtschen-Zettelkasten der Verweise, ihm gelingt aber auch ein fast perfekter Familienfilm – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Schein trügt (Nebesa) (Serbien/Mazedonien/SLO 2021)
    Im Licht der Scheinheiligkeit
    Srdjan Dragojevic lässt in Der Schein trügt das Heilige in die Gegenwart einkehren. Eine unvorhersehbare und intelligente Tragikomödie, die mitunter überfrachtet wirkt, jedoch bleibenden Eindruck hinterlässt – Kritik von Matthias Pfeiffer

Cinema Moralia:

  • Das gute Gefühl, sich schlecht zu fühlen...
    Ablassbriefe, Konstruktionsfehler, absoluter Bierernst und lackiertes Pathos: Weihnachtliche Grundsatz-Betrachtungen zu Politik und Moral im Europäischen Kino, ausgehend von der 34. Verleihung des Europäischen Filmpreises – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 261. Folge – von Rüdiger Suchsland

Cartoon:

Neue Videokritik:

  • Annette
    Leos Carax' komplexe und anspielungsreiche Rock-Oper mit Adam Driver und Marion Cotillard hat es auf Platz 2 der jährlichen Top 10 der »Cahiers du Cinéma« geschafft. Stefan Rutz und Axel Timo Purr sprechen über den Film und die Musik der Sparks, die mit Carax auch das Drehbuch geschrieben haben
  • Spider-Man: No Way Home
    Jon Watts dritter Spider-Man-Film mit Tom Holland als Peter Parker verspricht Nerd- und Familienfilm in einem zu sein. Sedat Aslan und Axel Timo Purr überprüfen, ob der letzte, große Blockbuster des Jahres den hohen Erwartungen gerecht wird.

Blitz-Spendenaktion:

09.12.2021

60 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen:

  • Mein türkisches Leben
    Vor 60 Jahren einigte sich Deutschland offiziell mit der Türkei darauf, „Gastarbeiter“ anzuwerben. Diese Liaison hat beide Länder nachhaltig verändert. Für den Filmemacher Dirk Schäfer war die Begegnung mit der türkischen Kultur ein Wendepunkt in seinem Leben und ließ ihn schließlich den umgekehrten Weg gehen: er wanderte in die Türkei aus... – von Dirk Schäfer

Zukunft des Kinos:

Neue Kritiken:

  • Lauras Stern (D 2021)
    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Joya Thome hat den Kinderbuchbestseller von Klaus Baumgart als Realfilm neu aufgelegt – das ist weniger überraschend als erwartet und manchmal sogar richtig nervig – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Hand Gottes (È stata la mano di Dio) (I 2021)
    Maradona und der Menschenzoo: In Paolo Sorrentinos neuester Nummernrevue funktioniert alles wie auf Knopfdruck. – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Passion Simple (Simple Passion) (F 2020)
    Schlichte Passionen: Die Sehnsucht nach Exzess: Danielle Arbid hat Annie Ernauxs Novelle »Passion Simple« verfilmt – ein konzentrierter Film ohne Stars und große Namen, aber auch »Fifty Shades of French-Russian-Relationship« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • West Side Story (USA 2021)
    Antiquarische Fingerübung: 1961 2.0: Steven Spielbergs Remake der »West Side Story« ist sehr schön, sehr klassisch und komplett überflüssig – Kritik von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • West Side Story
    Genau 60 Jahre nach der Meilenstein-Verfilmung des legendären Musicals wagt Regisseur-Urgestein Steven Spielberg ein Facelifting des »Romeo & Julia in Amerika«-Stoffes. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr fragen sich, ob dieser Stoff tatsächlich ein altersloser Klassiker ist.

Cinema Moralia:

  • Im Zeitenwechsel
    Was jetzt ansteht: Filmförderungsgesetz, Rundfunkstaatsvertrag, Neuwahlen der Verbände, eine neue Kulturstaatsministerin, und dies und das – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 260. Folge – von Rüdiger Suchsland

Tatort:

  • Samariter müssen sterben
    Burschikose Rotzigkeit: Oliver Hirschbiegel inszeniert Luise Wolfram und Jasna Fritzi Bauer im neuesten Bremer Tatort – Und immer gewinnt die Nacht, der noch seinen Weg – von Rüdiger Suchsland

02.12.2021

Neue Kritiken:

  • House of Gucci (USA/CDN 2021)
    Machtspiel für die ganze Familie: Ridley Scott versammelt für sein Porträt einer Familie einen namhaften Cast unter einem weltweit bekannten Logo. Was herauskommt, ist ein genauso blutleeres wie orientierungsloses Desaster. – von Matthias Pfeiffer
    Viel Lärm um alles: Toxische Weiblichkeit: Ridley Scotts Film ist eine oft boshafte, mitunter sogar albtraumhafte Satire auf kleine Leute mit großem Geld und auf das Ende der klassischen Mode im Übergang vom Modeschöpfer zum Chefdesigner – von Rüdiger Suchsland
  • Benedetta (F/NL/B 2021)
    Verbotene Liebe hinter Klostermauern: Genuß ohne Reue – Paul Verhoeven hält weiterhin die Versprechen der Siebziger Jahre – von Rüdiger Suchsland
    Von Brüsten und Wundern: Paul Verhoevens Nonnendrama ist kein großes Kino, ist aber dann stark, wenn der Film sich der Machtökonomie des Wunders widmet – von Sebastian Seidler

Neue Videokritiken:

  • Benedetta
    Altmeisterliche Geschichtsschreibung: Paul Verhoeven hat es mit seinem in Venedig uraufgeführten Nonnendrama unter die diesjährigen Top Ten der Cahiers du Cinéma geschafft. Matthias Pfeiffer und Stefan Rutz haben den Film gesehen.
  • Die Hand Gottes
    Behutsame Rückblende: Paolo Sorrentino lässt dieses Mal die großen, alten Männer hinter sich und begibt sich auf die Suche nach seiner eigenen, verlorenen Zeit. Ist Die Hand Gottes möglicherweise Sorrentinos Amarcord? Sedat Aslan und Axel Timo Purr folgen den Spuren.
  • House of Gucci
    Am Abgrund: Inspiriert von wahren Begebenheiten hat sich Ridley Scott des Sündenpfuhls der Guccis angenommen. Ob ihm das gelungen ist, ergründen Felicitas Hübner und Matthias Pfeiffer.

Festivals:

  • Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
    In einem an sich schon starken Jahrgang der kurdischen Sektion des 8. Duhok International Filmfestival in der Autonomen Region Kurdistan (Nordirak) ragt vor allem ein Film heraus, der so poetisch wie politisch ist – von Axel Timo Purr
  • Panikattacke
    Das 70. IFFMH klassifizierte sich kinematographisch als High-End und hat die Festivallandschaft neu kartographiert. Von nun an ist »Mannheim-Heidelberg« wieder ein Termin, den man sich vormerken sollte – was ziemlich stressig werden könnte – von Dunja Bialas
  • Carte Blanche für das Kino
    Das Internationale Filmfestival Mannheim Heidelberg (IFFMH) wartet unter neuer Leitung mit einer herausfordernden, ja enthusiasmierenden Programmierung auf – von Wolfgang Lasinger

Neuer Cartoon:

Cinema Moralia:

  • Die Macht der Bilder
    Regeln in der Wiederholungsschleife mit verlangsamter Geschwindigkeit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 259. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neuer Buchstabe:

  • Das Film-Alphabet: O_OBEN OFFEN
    Also, da ist etwas nach oben offen, da geht noch was und das ohne eine ökonomische Wachstumsformel, sondern als eigener, kreativer Akt in den Zuschauer*innen – von Nora Moschuering

25.11.2021

Thema Kino & Corona:

  • Bremsen, blocken, boostern
    Mit überaus harten Bestimmungen dürfen in Bayern die Kinos und Theater wieder einmal als Sündenbock für die Versäumnisse der Politik herhalten – von Dunja Bialas
  • Haus ohne Hüter
    Der Staat, die Pandemie und das Kino; und schöne Worte, wenig Substanz im Koalitionsvertrag – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 258. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • The Power of the Dog (USA/AUS/NZ 2021)
    Macht und Männlichkeit
    Jane Campion zeigt sich in The Power of the Dog als sensibel für das Leiden des »starken Geschlechts« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Das schwarze Quadrat (D 2021)
    Wenn die Wüste blüht
    Peter Meisters fulminantes Regiedebüt ist nicht nur eine Komödie, die sich vor Slapstick nicht scheut, sondern auch ein intelligentes Vexierspiel, das den Kunstbetrieb genauso hinterfragt wie Identitäten – Kritik von Axel Timo Purr
  • A Pure Place (D/GR 2019)
    Die Seifen-Sekte
    A Pure Place ist ein skurril-bedrückendes Drama um eine Sekte mit einem religiös motivierten Waschzwang – Kritik von Gregor Torinus
  • Bilder (m)einer Mutter (D 2021)
    Verlust eines Lebens
    Melanie Lischkers vielschichtige Reflexion über das Leben ihrer Mutter ist weit mehr als eine (auto-) biografische Erzählung zu einem verlorenen Leben und einer verlorenen Zeit, es ist Denkmal und Mahnmal zugleich – Kritik von Axel Timo Purr

Festivals:

  • Der wilde Schlag meines Herzens
    Die Französische Filmwoche zeigt, dass das Kino in Frankreich immer noch den Puls des Filmschaffens angibt, obwohl oder: weil es sich auf die eigene Tradition besinnt – von Dunja Bialas
  • Kino als soziale Praxis
    »Lafita«, die Lateinamerikanischen Filmtage München, wagen die Wiederbegnung mit dem Publikum – von Wolfgang Lasinger
  • Jenseits des Horrors
    Das 35. Fantasy Filmfest 2021 auf Identitätsfindung – von Thomas Willmann

Interview:

Neue Videokritiken:

  • Hannes
    Auf Leben und Tod – mit Axel Timo Purr und Stefan Rutz
  • Respect
    Tönende Traumata – mit Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Das schwarze Quadrat
    Am Arsch – mit Felicitas Hübner und Axel Timo Pur

18.11.2021

Neue Kritiken:

  • Große Freiheit (Ö/D 2021)
    Liebe im Abseits
    Sebastians Meises Große Freiheit funktioniert als bedrückendes Zeitdokument, das gleichzeitig verdeutlicht, dass man auch in tiefster Finsternis noch Licht in einem anderen Menschen finden kann – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • JFK Revisited – Die Wahrheit über den Mord an John F. Kennedy (JFK Revisited: Through the Looking Glass) (USA 2021)
    Magische Kugeln und das Versagen der Medien
    Dilettantismus oder Verschwörung? Oliver Stone will in JFK Revisited Gegenöffentlichkeit für den Kennedy-Mord, und abweichenden Meinungen Gehör verschaffen – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Das Land meines Vaters (Au nom de la terre) (F/B 2019)
    Epilog auf einen verlorenen Traum
    Édouard Bergeons bewegender Schwanengesang Das Land meines Vaters auf den Beruf des unabhängigen Landwirts ist so persönlich wie universell – Kritik von Axel Timo Purr
  • Tagundnachtgleiche (D 2020)
    Gefangen zwischen Nacht und Tag
    In ihrem Langfilmdebüt Tagundnachtgleiche erzählt Lena Knauss eine zutiefst bewegende Liebesgeschichte – Kritik von Gregor Torinus
  • Mein Sohn (D 2019)
    Ich brauch’ dich, ich brauch’ dich nicht!
    Lena Stahls Roadmovie Mein Sohn nimmt einen mit auf eine der schwierigsten Reisen: der immer neuen Reise zum eigenen Kind – Kritik von Christoph Becker

Cartoon:

Festivals:

  • Spurensuche und Exkursionen
    Nach 20 Jahren »doxs! – dokumentarfilme für kinder und jugendliche« verabschiedet sich die langjährige Leiterin Gudrun Sommer mit einem ausgesuchten Jubiläumsprogramm – von Christel Strobel
  • Nail biting
    Das 35. Fantasy Filmfest gastierte mit internationalen Scary Movies acht Tage lang in sieben Städten – von Eckhard Haschen
  • Kinderkritiker*innen vor!
    Die traditionsreichen Nordischen Filmtage zeigen in Lübeck ein hervorragendes Kinderprogramm – und lassen sie auch von Kindern besprechen – von Christel Strobel

Neue Videokritiken:

  • The Power of the Dog
    Western ohne Schuss – mit Sedat Aslan und Axel Timo Purr
  • Mein Sohn
    Familienaufstellung als Roadmovie – mit Christoph Becker und Stefan Rutz

11.11.2021

Neue Kritiken:

  • Lieber Thomas (D 2019/20)
    Von der Ästhetik des Widerstands – von Axel Timo Purr
    »Übertreibung ist der Treibstoff der Phantasie« – von Rüdiger Suchsland
  • Who’s afraid of Alice Miller? (Schweiz 2020)
    Im Bunker des ewigen Krieges
    Daniel Howalds und Martin Millers Suche nach der Wahrheit im Leben der Schweizer Psychologin Alice Miller ist ein so verstörender wie wichtiger und berührender Film über transgenerationale Traumabewältigung – von Axel Timo Purr
  • Last Night in Soho (GB 2021)
    Das blutige Gestern
    Edgar Wright verspricht mit seinem neuen Film Last Night in Soho viel – hält aber nicht alles davon. Trotz gelungenen Stils und interessanter Thematik bleibt er bei ein paar interessanten Gedankenansätzen – von Matthias Pfeiffer
    Psychotrip eines Provinzgirls
    Ein ästhetisch makelloser Film mit einem fantastischen Soundtrack: Edgar Wrights Last Night in Soho – von Rüdiger Suchsland
  • Speer Goes to Hollywood (Israel 2020)
    Selbst-Mythos des guten Nazis
    Albert Speers »Erinnerungen« waren mal ein Hollywood-Projekt. Vanessa Lapas Dokumentarfilm Speer Goes to Hollywood folgt recht ungefiltert Speers Ausführungen, in denen er sich selbst gut darstellt – von Gregor Torinus
    Die Rolle seines Lebens – von Rüdiger Suchsland

Festivals:

  • Bucklicht Männlein
    Das Rumänische Filmfestival zeigt in München neueste Werke, die kraftvoll von einer Art Landflucht des Kinos erzählen – von Dunja Bialas
  • Land, ich sehe dich
    Die 35. Griechische Filmwoche zeigt in München eine Schau aktueller Werke und blickt zurück auf ein Jahrhundert griechisches Kino – von Elke Eckert
  • Phantasma des Dokumentarischen
    Das 64. DOK Leipzig weiß, was es tut – und umkreist den Dokumentarfilm auch ganz grundsätzlich. Das tut der Sicht auf die Filme gut – von Dunja Bialas

Neue Videokritiken:

  • Lieber Thomas
    Auf der Suche nach der verlorenen Zeit – mit Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Last night in Soho
    Genre auf Abwegen – mit Sedat Aslan und Matthias Pfeiffer

04.11.2021

Neue Kritiken:

  • Kabul Kinderheim (Parwareshghah) (DK/L/F/D/Q/AFG 2019)
    Leben so groß und so klein wie ein Land
    Die afghanische Regisseurin Shahrbanoo Sadat erzählt über die Mikroperspektive eines Kinderheims – Kritik von Axel Timo Purr
    Träume und Weltentdeckung
    »Kabul Kinderheim« bietet nicht nur Einblick in das Afghanistan der 80er Jahre, es ist vor allem eine nostalgische Liebeserklärung an das Kino – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • 1982 – Neunzehnhundertzweiundachtzig (1982) (Libanon/N/F/Q 2019)
    Der Morgen vor dem Sturm
    In der Hitze eines Sommertags: Regisseur Oualid Mouaness erzählt in 1982 vom letzten Tag des Friedens im Libanon – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Eternals (USA 2021)
    Per Anhalter durch die Marvel-Galaxis
    Oscarpreisträgerin und Nomadland-Regisseurin Chloé Zhao zelebriert eine wahrhaft kosmische Schlacht der Superlative – Kritik von Christoph Becker
  • Die Geschichte meiner Frau (A feleségem története) (H/D/F/I 2021)
    Zerstörerische Liebe
    Eine Analyse männlicher Machtlosigkeit, in großen Bildern. Ildikó Enyedi wagt sich mit Die Geschichte meiner Frau an eine toxische Love Story. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind ausgerechnet die Liebenden – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Kosmetik des Bösen (A Perfect Ennemy) (D/FR/ES 2020)
    Ekelorgie mit Katzenfutter
    Kosmetik des Bösen ist ein hanebüchener Psychothriller des katalanischen Regisseurs Kike Maíllo, der zunächst langweilt und später enttäuscht – Kritik von Gregor Torinus

Neue Videokritiken:

  • Bergman Island (Frankreich/D/S 2021)
    Mit ihrem stark autobiografrisch inspirierten Film wurde Mia Hansen-Løve 2021 erstmals nach Cannes eingeladen. Zurecht oder nicht, darüber sprechen Sedat Asland und Axel Timo Purr
  • Die Geschichte meiner Frau (Ungarn/D/F/I 2021)
    Nach ihrem Berlinale-Erfolg 2017 für Körper und Seele hat Ildikó Enyedi für ihren neuen Film erstmals kein Original-Drehbuch verfilmt, sondern einen Roman adaptiert. Ob sie die hohen Erwartungen erfüllt, versuchen Matthias Pfeiffer und Axel Timo Purr zu klären
  • Eternals (USA 2021)
    Oscarpreisträgerin und Nomadland-Regisseurin Chloé Zhao hat auch mit ihrem Film The Rider bislang das »kleine« Arthouse-Kino bedient. Ob sie auch Blockbuster kann, darüber sprechen Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Kabul Kinderheim (DK/L/F/D/Q/AFG 2019)
    Shahrbanoo Sadats zweiter Film spielt während der russischen Besatzungszeit Ende der 1980er Jahre in einem Kinderheim in Kabul – ein Mikrokosmos, der symbolisch für das ganze Land steht. Ob Sadats Film sowohl für den westlichen Blick als auch den afghanischen funktioniert, darüber debattieren Safiuallah Rahmani und Axel Timo Purr

Podcasts:

Festivals:

  • Keine geraden Linien
    Bimovie – Die Frauenfilmreihe. Das Münchner Festival mit seiner 27. Ausgabe – von Felicitas Hübner
  • Abgründig breiter
    Ein Film wie der Rhein, flüchtige Eindrücke und erste Bilanzen von DOK Leipzig – von Rüdiger Suchsland

Neuer Buchstabe:

  • N_NEBENBEI
    Aber nebenbei, also nebenbei schreiben kann ich überhaupt nicht. Bei Texten brauche ich immer die volle Konzentration, und da hat sich auch trotz Lockerungen nichts dran geändert – von Nora Moschuering

Neue Filmzeitschrift:

  • Zarte Macheten im Diskurs-Dickicht
    REVÜ, die neue Zeitschrift für Cinephilie, sucht neue Zugänge zu (meist) alten Filmen und zelebriert die Liebe zum Kino – von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

28.10.2021

Festivals:

  • Immer 30 Sekunden schneller als die Nazis
    Die Internationalen Hofer Filmtage sind das Festival der Neuentdeckungen. Und das zum 55. Mal! Zu den aktuellen Entdeckungen gehört 'Sargnagel – Der Film' – von Felicitas Hübner
  • Der besondere Blick
    Die 11. Afrikanischen Filmtage in München überzeugen ein weiteres Mal mit einem indigenen Blick aus und auf die Diversität „afrikanischer“ Realitäten – von Axel Timo Purr
  • Die Melodie des Kinderkinos
    Nach einer viel zu langen Zwangspause nimmt das Münchner Kinderkino mit den Herbstfilmtagen endlich wieder seinen Betrieb auf – von Axel Timo Purr

Neue Kritiken:

  • Antlers (USA 2021)
    Der Vater, der Sohn und der bestialische Geist: Scott Cooper begibt sich auf eine Reise, die Monsterhorror und Trauma-Verarbeitung verbinden will. Nach einigen vielversprechenden Schritten, verläuft er sich jedoch auf ausgetretenen Pfaden – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Borga (D/Ghana 2021)
    Moralisches Kauderwelsch: York-Fabian Raabes mit dem Max Ophüls 2021 ausgezeichnetes Migrations-Drama überzeugt nur in Ansätzen und reproduziert ein stereotypes Afrikabild – Kritik von Axel Timo Purr
  • Contra (D 2021)
    Die Macht ist mit dir: Sönke Wortmanns Debatten-Komödie bringt endlich wieder einmal Licht an den deutschen Komödienhimmel – auch weil sie mehr als „nur“ eine Komödie ist – Kritik von Axel Timo Purr
  • Ron läuft schief (Ron’s Gone Wrong) (USA 2021)
    Robots are a boys best friend: Das Filmdebüt des Londoner Filmstudios Locksmith Animation ist bunt, temporeich und zeigt die schöne neue Kinder-Medien-Zukunft. Aber was sagt es über Freundschaft und Anerkennung? – Kritik von Christoph Becker

Neue Videokritiken:

  • Borga (D/Ghana 2021)
    Afrika ist kein Land – mit Stefan Rutz und Axel Timo Purr
  • Contra (D 2021)
    Klugheit schützt vor Dummheit nicht – mit Stefan Rutz und Axel Timo Purr

Neue Podcasts:

  • Sönke Wortmanns »Contra«
    Ist Sönke Wortmanns neuer Film nur eine weitere deutsche Komödie, die man in die Mülltonne treten kann oder ist endlich auch einmal Intelligenz, Mut, Witz und Überraschung am Start? – Podcast-Debatte mit Axel Timo Purr und Stefan Rutz
  • Werner Herzog zum (fast) 80. Geburtstag
    Nächstes Jahr wird Herzog 80 Jahre alt. Schon in diesem Jahr hat Josef Schnelle ein Buch über ihn und sein Gesamtwerk geschrieben. Rüdiger Suchsland hat mit Schnelle über das Monströse in Herzogs-Filmen gesprochen, über sein Interesse am Illusionismus und an Selbstdarstellern

Zukunft des Kinos:

  • Außenseiter
    Retten moderne Klassiker das Kino? Mit der neuen Kino-Event-Programmierung »Best of Cinema« wird es versucht – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

21.10.2021

Neue Kritiken:

  • Genderation (D 2021)
    Transsexuelle unter Trump: Monika Treut zeigt, dass die Zeiten für Transsexuelle in San Francisco seit ihrer Dokumentation Gendernauts (1999) nicht einfacher geworden sind – Kritik von Gregor Torinus
  • The French Dispatch (USA/D/F 2021)
    Avantgarde, Bocuse, Fantomas: Subtile Aufklärung gegen Leitmedien und Cancel-Culture: Wes Andersons wunderschöne Episodensammlung ist ein einziger Genuss – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Walchensee Forever (D 2020)
    Geschichten, die wir erzählen: Janna Ji Wonders gelingt mit der generationsübergreifenden Geschichte der Frauen ihrer Familie auch ein faszinierendes, zärtliches Porträt der deutschen Gesellschaft im Wandel – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritiken:

  • The French Dispatch
    Arthur oder ein Puppenheim – mit Sedat Aslan und Axel Timo Purr
  • Walchensee Forever
    So klein wie ein See und so groß wie die Welt – mit Stefan Rutz und Axel Timo Purr

Nachruf:

Schlingensief-DVD-Edition

  • 100 Jahre Schlingensief
    Eine DVD-Edition, eine Geburtstags-Filmvorführung und ein Text von Christoph Schlingensief – von Rüdiger Suchsland
  • Die verbrecherische Lust einen Film zu machen
    Christoph Schlingensief über Anfänge in München, den deutschen Film, Förderungsinstanzen, und den Anspruch, das perfekte Verbrechen zumindest im Film auf die Beine zu stellen – von Christoph Schlingensief

14.10.2021

Neue Kritiken:

  • The Last Duel (USA/GB 2021)
    Schlacht der Geschlechter: Ridley Scotts nüchtern-brutale Bilanz zum Rittertum während des Hundertjährigen Krieges ist nicht nur durch die überraschenden #MeToo-Bezüge aufregend gegenwärtig, sondern überzeugt auch als Ritterfilm – Kritik von Axel Timo Purr
  • Es ist nur eine Phase, Hase (D 2021)
    Verlogenheit als Prinzip: Florian Gallenbergers Trostfilm für Männer in der Menopause ist nicht mehr und nicht weniger als spießiger und sentimentaler Klischee-Kitsch – Kritik von Axel Timo Purr
  • Zimmer 212 – In einer magischen Nacht (Chambre 212) (F/B/L 2019)
    Risiko und Geheimnis: Kino als Amüsement: Christophe Honorés moderner Liebesfilm Chambre 212 – Kritik von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritiken:

  • Titane
    Wider das monosexuelle Paradigma – mit Sedat Aslan und Axel Timo Purr
  • The Last Duel
    Ritter für immer – mit Sedat Aslan und Axel Timo Purr

Neue Serie:

  • Squid Game: Parasitenkiller
    Hwang Dong-hyuks weltweiter Serienerfolg Squid Game ist kein Meisterwerk, aber weit mehr als nur ein Algorithmen-gesteuertes Massenphänomen – und eine so kluge wie brutale Versuchsanordnung über den Zustand unserer Welt – von Axel Timo Purr

Neuer Kinderfilm:

  • Die Schule der magischen Tiere (D 2020)
    Wie die Schlagsahne auf frischen Erdbeeren: Gregor Schnitzler adaptiert Margit Auers Kinderbuchbestseller als hippieske Groteske, die tatsächlich Spaß macht – Kritik von Axel Timo Purr

Neuer Podcast:

  • 50 Jahre Schnitt
    Ein Gespräch mit Ingrid Koller, eine der führenden österreichischen Editorinnen aus Anlass das Ehrenpreises bei der Edimotion am 15.10.2021 – mit Ingrid Koller und Rüdiger Suchsland

Porträt:

  • Franz Böhm & Dear Future Children: Kino als politische Inspiration
    Straßenkämpfe in Santiago de Chile und Hongkong, Extremwetter-Katastrophen in Uganda: In seinem Dokumentarfilm porträtiert Franz Böhm drei Aktivistinnen, die für Lösungen der Klimakrise, soziale Gerechtigkeit und Demokratie kämpfen. Ein Gespräch über die Krisen unserer Zeit, ein politisches Kino und das Filmen an der Frontline – von Jens Balkenborg

Festival:

Cinema Moralia:

  • Wird die FFA abgeschafft?
    Unwahrscheinliche Wahrhaftigkeiten über die neueste Koalition – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 255. Folge – von Rüdiger Suchsland

07.10.2021

Zukunft Kino:

Neue Kritiken:

  • Titane (F/B 2021)
    Das zornige Mädchen: Abgefahren – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Hinterland (Ö/L/D/B 2021)
    Neuer Caligarismus: In Stefan Ruzowitzkys Hinterland erscheint das Wien der 1920er Jahre in finsterer Schräglage. Der Expressionismus ist zurück im Kino – Kritik von Janick Nolting

Festival:

  • Diese zarte Zerbrechlichkeit der Welt
    Das Münchener Filmfestival UNDERDOX erhebt im zweiten Jahr von Corona die Fragilität ins Zentrum – dafür gibt es viele gute Gründe – von Dunja Bialas

Filmalpabet:

  • M_MISCHE
    Verherrlicht der Film Alkohol, verdammt er ihn oder schafft er eben eine gute Mische? Wie weit darf man gehen? Was kann man darstellen und warum trinken wir überhaupt? – von Nora Moschüring

Deutscher Filmpreis:

  • Wann kommt seinesgleichen?
    »Kurz prägnant und gerne emotional«: Wann, wenn nicht jetzt? Fernsehfilm gewinnt Kinopreis – ungnädiges Nachwort zur Schwarmdoofheit des deutschen Filmpreises – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Man kann einen Club nur als Mitglied reformieren
    Gelingende Kommunikation denkt an den Empfänger: Will der deutsche Film mit der Ampel einen Aufbruch wagen? – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogängers, 254. Folge – von Rüdiger Suchsland

30.09.2021

Neue Kritiken:

  • Keine Zeit zu sterben (No Time to Die) (GB/USA 2020)
    Diese Welt ist nicht genug: Abschied vom 9/11-Bond: Der 25. James-Bond ist der letzte mit Daniel Craig
    – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Walter Kaufmann – Welch ein Leben! (D 2021)
    Im Fluss der Zeit: Karin Kaper und Dirk Szuszies haben über den Schriftsteller und Jahrhundertzeugen Walter Kaufmann einen soghaften Film gemacht, der Zeugnis ablegt bis zum Letzten
    – Kritik von Dunja Bialas
  • Le Prince (D 2021)
    Eine deutsch-kongolesische Liebesgeschichte: In dem sehr einfühlsamen Drama LE PRINCE schildert Lisa Bierwirth eine Liebesgeschichte, die aufgrund großer kultureller Unterschiede zu scheitern droht – Kritik von Gregor Torinus
  • Träum weiter! Sehnsucht nach Veränderung (D 2020)
    Träumen Zuschauer von kleinen Häusern und einem Flug zum Mars? Die interessante Doku von Valentin Thurn gibt kleine Einblicke in das Leben von fünf Menschen, die ihren Traum leben und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. Vielleicht wäre aber weniger mehr gewesen
    – Kritik von Christoph Becker
  • Die Pfefferkörner und der Schatz der Tiefsee (D 2020)
    Es grünt so grün: Auch der zweite Pfefferkörner-Film ist ein engagierter Umwelt-Thriller, der sich um die Weltrettung bemüht und mit Gender-Stereotypen bricht
    – Kritik von Axel Timo Purr

Stadtbesuch:

  • Ein Regisseur wird zum Adjektiv
    Mit einem phantastischen Museum an drei Standorten ehrt Rimini seinen großen Sohn Federico Fellini – von Katrin Hillgruber

Festival:

  • Fast and Furious
    Das 18. Internationale Filmfestival Oldenburg zeigt amerikanisches Independent-Kino – von Eckhard Haschen

23.09.2021

Neue Kritiken:

  • Helden der Wahrscheinlichkeit (Retfærdighedens ryttere) (DK 2020)
    Rache als Gruppentherapie: Anders Thomas Jensens außergewöhnliche Tragikomödie ist nicht nur eine grandiose Gratwanderung zwischen Humor und Erkenntnisgewinn, sondern auch eine mitreißende Ensembleleistung – Kritik von Axel Timo Purr
  • Schachnovelle (D/Ö 2021)
    Zug um Zug in Richtung Erlösung: Philipp Stölzl wagt sich an einen der großen deutschsprachigen Klassiker: Stefan Zweigs „Schachnovelle“. Herausgekommen ist drastisches und intensives Kino, das jedoch wenig Raum für Zwischentöne lässt – von Matthias Pfeiffer
    Zwischen Wahn und Wirklichkeit: Dann schon lieber Netflix – Philip Stölzl enttäuscht mit einer blutleeren, zerfahrenen und symbolisch überfrachteten Adaption von Stefan Zweigs Klassiker – von Axel Timo Purr
  • Toubab (D 2021)
    Vier Hochzeitsanträge und ein Abschiebefall: Florian Dietrich gelingt bei seinem Kinofilmdebüt zum sehr aktuellen Thema der Abschiebung eine souverän inszenierte Komödie mit Widerhaken – Kritik von Christoph Becker
  • Why Are We (Not) Creative? (D 2020)
    (Un-)Kreatives Chaos: Hermann Vaskes neue Dokumentation trägt ihre Unausgegorenheit bereits im Titel – Kritik von Gregor Torinus

69. Festival Internacional de Cine de San Sebastián:

16.09.2021

Neue Kritiken:

  • Herr Bachmann und seine Klasse (D 2021)
    Ein Wunder? Nein, Realität! Maria Speth vollbringt mit ihrem epischen Dokumentarfilm ein Wunder: sie hinterfragt über die kleine Welt einer Schulklasse nicht nur das große Deutschland und seine Bildungsmisere, sondern hat auch einen so spannenden wie unkonventionellen „Familienfilm“ realisiert – Kritik von Axel Timo Purr
  • Je suis Karl (D 2020)
    Kompass ohne Nadel: Christian Schwochow bringt die Gefahr gegenwärtiger radikaler Populismuspolitik auf den Punkt und zeigt, wie gefährlich, unangreifbar und sexy die Neue Rechte sein kann – ein Film zur »rechten« Zeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • Madison – ungebremste Girlpower (D 2020)
    Take it easy: Kim Strobl hinterfragt in ihrem „besonderen Kinderfilm“ nicht nur Leistungsdruck im Profisport, sondern überzeugt auch mit einem gelungenen Sportfilm über zwei Extrembereiche des Radsports – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Kurzkritik:

  • Ivie wie Ivie (D 2021)
    Irrungen und Wirrungen: Sarah Blaßkiewitz ist ein so kluger wie beschwingter Film über die zunehmend komplexere Identitätssuche junger Menschen in Deutschland gelungen – Kurzkritik von Axel Timo Purr

Dune Special:

  • Von den 1960ern bis in die Gegenwart
    Podcast über den Ursprung des Dune-Kosmos und Frank Herberts Buch und die Verfilmungen von David Lynch und Denis Villeneuve – mit Josef Schnelle und Rüdiger Suchsland
  • Dune (USA 2021)
    Fremen for Future! Denis Villeneuve verfilmt Frank Herberts »Dune«, zumindest den ersten Teil. Dabei gelingt ihm Blockbusterkino als Aufklärungskino – Kritik von Rüdiger Suchsland

78. Filmfestspiele Venedig 2021:

  • Menschen, die auf Plastik starren
    Zustände in Standbildern: Bei den Filmfestspielen von Venedig liefen mit »The Night« und »Plastic Semiotic« zwei meisterhafte neue Kurzfilme von Tsai Ming-liang und Radu Jude – von Janick Nolting
  • Das Doku-Triell: Fokus Cinema italiano
    Traditionell beleuchtet die Mostra die Geschichte des italienischen Films – diesmal stehen drei seiner Protagonisten im Fokus neuer abendfüllender Dokumentationen – von Sedat Aslan

09.09.2021

78. Filmfestspiele Venedig 2021:

  • Spring Breakers in Venedig
    Das echte Leben der Menschen der Lagune: Der großartige Film »Atlantide« – Notizen aus Venedig, Folge 3 – von Rüdiger Suchsland
  • In Geisterhäusern
    Kristen Stewart als Lady Di, spanische Eröffnung und Nachtreisen ins amerikanische Unbewusste – Notizen aus Venedig, Folge 2 – von Rüdiger Suchsland
  • Kurzkritiken
    Fortlaufend aktualisierte Kurzkritiken diesjähriger Venedig-Filme aus allen Sektionen – von Sedat Aslan und Rüdiger Suchsland
  • Ausgeatmet & besseres und schlechteres Autorenkino
    Podcast zum Tod von Jean-Paul Belmondo, zu den Sichtungsbedingungen in Venedig und über »Dune«, »Competicion Oficial« und die Annie Ernaux-Verfilmung »L’Evenement« – von Rüdiger Suchsland
  • Weitere Texte & Podcasts aus Venedig

Neue Kritiken:

  • Beckenrand Sheriff (D 2021)
    Ein Becken voller Trottel: Marcus H. Rosenmüllers Bademeister-Komödie ist eine etwas zerfahrene Trottelparade in bekannten Fahrwassern, bemüht sich aber um brisante Themen – Kritik von Axel Timo Purr
  • The Painted Bird (CZ/Ukraine/SK 2019)
    Schauergeschichten vom Krieg: Die Verfilmung des Romans von Jerzy Kosinski ist eine Zumutung: wegen ihrer unerträglichen Gewaltexzesse und deren überwältigender Schönheit – Kritik von Janick Nolting
  • Waren einmal Revoluzzer (Ö 2019)
    Wolkiger Widerstand: Johanna Moder legt mit ihrer Tragikomödie nicht nur überzeugend die Doppelmoral politischen Handelns und Widerstands bloß, sondern demaskiert auch versteckte Beziehungshierarchien – Kritik von Axel Timo Purr

Reihe:

  • Das Film-Alphabet: L_LUFT
    Luft. Das ist eines dieser Wörter, die klingen wie das, was sie bezeichnen, deren Intonation dazu beitragen kann, ein Bild davon zu erzeugen, was man vor seinem inneren Auge sieht... – von Nora Moschuering

02.09.2021

78. Filmfestspiele Venedig 2021

  • »Corriger la Fortune!«
    Auf dem lässigsten Festival der Welt: Am Mittwochabend eröffneten die Filmfestspiele von Venedig – der Festivalbetrieb kehrt zur Normalität zurück – von Rüdiger Suchsland
  • Kurzkritiken
    Fortlaufend aktualisierte Kurzkritiken diesjähriger Venedig-Filme aus allen Sektionen – von Rüdiger Suchsland
  • Flucht aus Ohnmacht
    Podcast über Pedro Almodovars, Isabelle Hupperts und Jane Campions neue Filme – von Rüdiger Suchsland
  • Weitere Podcasts und aktuelle Venedig-Texte...

Neue Kritiken:

  • Aware – Reise in das Bewusstsein (Aware: Glimpses of Consciousness) (D 2021)
    Der Rüssel des Elefanten: Frauke Sandigs und Eric Blacks Dokumentation zeigt sechs verschiedene, jedoch sehr ähnliche Blickwinkel auf das Phänomen Bewusstsein – Kritik von Gregor Torinus
  • Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (D 2021)
    Felix im Land der Tieferschatten*: Detlef Bucks Thomas-Mann-Adaption gelingt es bei allem Glanz und mittelmäßiger Unterhaltung weder die Vergangenheit überzeugend zu reanimieren noch einen Aktualitätsbezug herzustellen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Coup (D 2019)
    Als Heimweh noch weh tat: Das gibt es selten – mit den Helden von Sven O. Hills Coup möchte man nach dem Film sofort ein Bier trinken, um sich die ganze Geschichte noch einmal anzuhören – Kritik von Doris Kuhn

26.08.2021

  • Das Fieber des Lebens: Martin Eden (D/CH 2020)
    Pietro Marcello entreißt Jack Londons Meisterwerk seiner Zeit und schafft ein aufregendes, formal starkes und universelles Drama über Politik, Kunst und Liebe im 20. Jahrhundert – Axel Timo Purr
  • Tides (D/CH 2020)
    Hoffnung am Ende der Zeit: Mit Tides hat Tim Fehlbaum einen stimmungsvollen und atmosphärischen Science-Fiction-Film geschaffen, der jedoch in seiner Thematik mehr Tiefe vertragen hätte – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Bigfoot Junior – Ein tierisch verrückter Familientrip (Bigfoot Family) (F/B 2020)
    Aufruf zum Widerstand: Bigfoot ist ein so spannender wie politischer Öko-Thriller, dem es gelingt, die hohen Erwartungen an einen Familienfilm zu erfüllen – Kritik von Axel Timo Purr

Europa Cinemas:

  • Mit voller Pracht voraus
    Das Budapester »Uránia«: Der Kinobesuch ergab kulturelle und soziale Brennpunkte – Europa Cinemas, Teil 1 – von Dunja Bialas

19.08.2021

  • Der Masseur (Sniegu juz nigdy nie bedzie) (PL/D 2020)
    »Ich will nicht die Welt retten, sondern Seelenzustände ändern«: Małgorzata Szumowskas neuer Film Der Masseur betört als Sittenbild über polnische Neureiche und deren ungestillte Sehnsüchte – Kritik von Katrin Hillgruber
  • Doch das Böse gibt es nicht (Sheytan vojud nadarad) (Iran/D/CZ 2020)
    Exekutive der Ohnmächtigen: Mohammad Rasoulofs Berlinale-Gewinner findet den ästhetischen Ausweg aus der Zensur, während er das Vexierbild einer Gesellschaft in der moralischen Falle zeichnet – Kritik von Dunja Bialas
  • Gunda (N/GB/USA 2020)
    Das Leben hinter dem Zaun: Ein Hausschwein erzählt in Gunda vom Existenzialismus – ganz ohne Worte. In den Nebenrollen: Hühner und Kühe – Kritik von Janick Nolting
  • Promising Young Woman (USA 2020)
    Die Rache einer Frau: Promising Young Woman ist nicht zuckersüß, sondern eine subersive Bosheit und schwarze, erwachsene Version einer »Romantic Comedy« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Proxima – Die Astronautin (F/D 2019)
    Ein Marsflug ist mehr als eine Geschäftsreise: Eine Heldin im ganz klassischen Sinn: Proxima von Alice Winocour – Kritik von Rüdiger Suchsland

Filmreihe:

  • In memoriam Hans Schifferle
    Das Werkstattkino zeigt in München Filme, die den passionierte Kinogänger und Filmkritiker umgetrieben haben – von Ulrich Mannes

Cinema Moralia:

  • Könige für tausend Nächte
    Das Desaster in Afghanistan und das Kino: Reiche zerfallen, Invasoren kommen und gehen – was bleibt, sind Luxus, Stil, Drogen und die Liebe – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogängers, 253. Folge – von Rüdiger Suchsland

12.08.2021

Neue Kritiken:

  • New Order – Die neue Weltordnung (Nuevo orden) (MEX/F 2020)
    Die Braut trägt Rot, die Revolte Grün: Nuevo orden des Mexikaners Michel Franco oszilliert zwischen Zynismus und Subversion – von Wolfgang Lasinger
    Coole Destruktion: Die Neue Ordnung ist schlimmer als die alte: Michel Francos Paranoia-Thriller New Order – von Rüdiger Suchsland
  • Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist (D 2020)
    Der Baum-Dino und die Hahn-Mona Lisa: Sabine Herpichs einfühlsamer Dokumentarfilm zeigt, dass auch Künstler mit einer Behinderung echte Künstler sind – Kritik von Gregor Torinus
  • Die Welt wird eine andere sein (D/F 2021)
    In guten wie in schlechten Zeiten: Nichts Neues über Privates und Politisches, Schuld und Loyalität, Radikalismus und Wahn – Kritik von Matthias Pfeiffer

Festivals:

05.08.2021

  • Fabian oder Der Gang vor die Hunde (D 2021)
    Virtuos oder beliebig?
    Dominik Graf will mit seiner Erich Kästner Verfilmung Fabian oder der Gang vor die Hunde ein »Kaleidoskop« jener Zeit schaffen, doch wie es mit Kaleidoskopen so ist: man sieht durch sie zwar viel, aber streng genommen auch wieder nichts – Kritik von Sedat Aslan
    Was bleibt, ist die Sehnsucht: Lust am Hinschauen, Lust an den Objekten: Dominik Grafs bezaubernde Verfilmung von Kästners »Fabian« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Be Natural – Sei du selbst (Be Natural: The Untold Story of Alice Guy-Blaché) (USA 2019)
    Feministische Subversion: Ist es ein Zufall, dass die Filmpionierin Alice Guy-Blaché in Vergessenheit geraten ist? Ein Dokumentarfilm macht sich auf die Spurensuche, die Antwort fällt ziemlich eindeutig aus – Kritik von Dunja Bialas
  • Die perfekte Ehefrau (La bonne épouse) (F 2020)
    Beste Absichten: Nicht einmal Juliette Binoche kann Martin Provosts Klamauk um Frauenermächtigung und Emanzipation in den späten 1960er Jahren retten – Kritik von Axel Timo Purr
  • Quo vadis, Aida? (BIH/Ö/RO/D/NL/F/PL/N/Türkei 2020)
    Jasmila Žbanićs Srebrenica-Film: Eine Oscar-Nominierung und die Frage Quo vadis, Bosnia?
    Die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić hat sich an eine Verfilmung des Genozids in Srebrenica gewagt und für Quo vadis, Aida? eine Oscar-Nominierung erhalten. Der Film richtet sich gegen das Vergessen und für die Versöhnung – und er vermittelt politisch wirkungsvoll zwischen Hollywoodpublikum und post-jugoslawischer Realität. – Kritik von Miranda Jakiša
  • Kaiserschmarrndrama (D 2021)
    Das Zeug zu einem besseren Menschen
    Die inzwischen siebte Eberhoferkrimiverfilmung ist ein seltener Zwitter aus bayerischem Wirtshaustheater und amerikanischer Stand-Up-Comedy – Kritik von Axel Timo Purr

Festival:

  • Still Loving the Alien
    SİNEMA TRANSTOPIA zeigt in Berlin ein dokolonialisierend wirkendes Filmprogramm: »Decolonizing the Screen« – von Dunja Bialas

Locarno:

  • Heimspiele, Regie-Berserker und Spektakel
    Das 74. Filmfestival von Locarno macht unter neuer Leitung Hoffnung auf Rückkehr zu seinen Ursprüngen und auf einen Neustart des Kinos – Notizen aus Locarno, 1. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Regen wie aus Feuerwehrschläuchen
    Schön, reich, künstlerisch: Über das Rentnerparadies
    am Lago Maggiore, dem Ort alternativer Lebenskonzepte oder: Leoparden erkennt man schon von weitem. Locarno-Grundlagen – Podcast aus Locarno 1 – von Rüdiger Suchsland

Reihen:

29.07.2021

69. Filmkunstwochen:

  • Mit vollem Programm voraus
    Vom 28. Juli bis 25. August laden in München die FILMKUNSTWOCHEN zum 69. Mal zu einem Fest in 11 Münchner Arthouse-Kinos ein. – von Dunja Bialas

Kinoprogrammpreise:

  • Subventionswürdig
    Die Kinoprogrammpreise der Stadt München wurden dieses Jahr durch einen Kinokultursonderpreis ergänzt. Insgesamt wurde ein Preisgeld von über 100.000 Euro freigemacht – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Alles ist eins. Außer der 0. (D 2020)
    Die letzten Mohikaner der Bürgerrechte: Medienkritik? Ja bitte! Ein Bericht aus der Steinzeit der Kommunikationsguerilla und jenen Zeiten als vernünftige Menschen bei Gegenöffentlichkeit nicht an »Neue Rechte« dachten – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Cash Truck (Wrath of Man) (GB/USA 2021)
    Ritter der Rache, Retter des Reibachs: Guy Ritchie setzt dem Publikum einen durch und durch ernsthaften, pessimistischen, brutalen, aber auch einen unterhaltsamen Rache-Thriller vor – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Die Dohnal (Die Dohnal – Frauenministerin / Feministin / Visionärin) (Ö 2019)
    »Wir bleiben weiter lästig«: Der Dokumentarfilm über die österreichische Frauenpolitikerin unternimmt einen aufschlussreichen Blick auf die Trägheit des Patriachats – Kritik von Dunja Bialas
  • The Green Knight (IRL/CDN/USA/GB 2021)
    Von Sternenstaub, Riesen und grünen Rittern: David Lowery interpretiert einen Seitenarm der alten Artus-Sage neu für unsere Gegenwart – so meditativ wie texttreu und anspielungsreich. – Kritik von Axel Timo Purr
  • Matthias & Maxime (Matthias et Maxime) (Kanada 2019)
    Ein Kuss, sonst nichts?: Ein Kuss mit Folgen. Dieser Film ist seine Geschichte. – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Martin Eden (I/F/D 2019)
    Das Fieber des Lebens: Pietro Marcello entreißt Jack Londons Meisterwerk seiner Zeit und schafft ein aufregendes, formal starkes und universelles Drama über Politik, Kunst und Liebe im 20. Jahrhundert – Kritik von Axel Timo Purr

22.07.2021

74. Internationale Filmfestspiele von Cannes:

Neue Kritiken:

  • Gaza mon amour (Palästina/F/D/P 2020)
    So erlösend wie ein Lachen: Die Tragikomödie der Nasser-Brüder entzieht sich so klug wie überraschend allen Nahost-Stereotypen, ist aber dennoch gesellschaftspolitisch relevant und auch noch an Liebe interessiert – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing (D/B 2021)
    Kontrolliert die Sau rauslassen: Die Verfilmung eines der erfolgreichsten Kinderbücher macht das Beste aus der literarischen Vorlage, aber ein wenig mehr anarchisches Chaos hätte schon sein dürfen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Rausch (Druk) (DK 2020)
    Der optimale Pegel oder Club der trunkenen Lehrer: Durch Thomas Vinterbergs rauschhaften und preisgekrönten Film weht auch ein Hauch von Dogma-Geist – Kritiken von Gregor Torinus und Rüdiger Suchsland

Neue Serie:

  • Baustelle Leben
    Die arte-Miniserie Hamishim – Fünfzig über eine 49-jährige von Wechseljahren, Kindern, Job und Libido geplagte Drehbuchautorin ist ein Glücksfall: fast ohne Männer erzählt sie doch über Beziehungen und völlig im israelischen Alltagsleben verhaftet, ist sie dennoch politisch – von Axel Timo Purr

15.07.2021

74. Internationale Filmfestspiele von Cannes:

Neue Kritiken:

  • Fast & Furious 9 (USA 2021)
    Oper für Opas: Eigentlich überrascht nichts an diesem neunten Entwurf eines der ältesten Actions-Franchises, aber das ist gerade seine Stärke. Vor allem sollte man die „Musik“ nicht unterschätzen, die hier gegeben wird – Kritik von Axel Timo Purr
  • Minari – Wo wir Wurzeln schlagen (USA 2020)
    Heimat nicht nur als Versprechen: Lee Isaac Chungs preisgekrönter, semi-autobiografischer Migrationsfilm ist eine so zärtliche wie ernüchternde Familienchronik aus einer Zeit, als Amerika noch nicht Nomadland war – Kritik von Axel Timo Purr

38. Filmfest München:

  • Knick in der Pupille
    Den Förderpreis Neues Deutsches Kino für Regie des 38. Filmfest München erhält überraschend ein schmockiger »Theaterfilm« – aber in einem starken deutschen Jahrgang gab es auch würdige Preisträger – von Axel Timo Purr
  • Mit Bravour bestanden
    In diesem Jahr war so manches anders beim Kinderfilmfest: Vor allem trat mit Tobias Krell ein neuer Leiter an, der vor allem durch seine Wissenssendungen als „Checker Tobi“ bekannt ist – von Christel Strobel
  • A bisserl was geht immer
    Edelmann und Willmann verleihen die artechock Awards zum Filmfest München 2021 – von Anna Edelmann & Thomas Willmann

08.07.2021

74. Internationale Filmfestspiele von Cannes:

  • Die besten Filme der Welt
    Sehnsucht nach Chaos: Am Dienstag eröffneten die Filmfestspiele von Cannes – das Mekka des Kinos soll auch Lust auf den alltäglichen Kinobetrieb machen; Cannes-Tagebuch, 1. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Wenn Krähen über Palmen kreisen...
    Cannes im Jahre Null: Der Pandemie entgeht man nicht. Sie folgt einem auf Schritt und Tritt – Cannes-Tagebuch, 2. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Der Alte muss sterben
    Der Tod und die Töchter: Morbidität in strahlendem Sonnenschein. Cannes beginnt an den ersten Tagen mit Familiengeschichten, Töchterfiguren und schwierigen Vätern – Cannes-Tagebuch, 03. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Cannes auf Speed
    Ausgewählte Filme der 74. Internationalen Filmfestspiele von Cannes in der arteshorts-Kurzkritik – von Rüdiger Suchsland
  • Weitere Texte, Videos und Podcasts auf unser Cannes-Special-Seite

Neue Kritiken:

Nachruf:

  • Big Best Buddies Daddy
    Richard Donner hat nicht nur dem Buddy-Cop-Genre neue Flügel verliehen, sondern auch im Superhelden- und Horror-Film neue Maßstäbe gesetzt. Am 5. Juli ist Donner im Alter von 91 Jahren in Los Angeles gestorben. – von Axel Timo Purr

STARTER-Filmpreise 2021:

  • Zukunftsweisend
    Die Verleihung der STARTER-Filmpreise 2021 fand auf der Schotterebene einer neu anbrechenden Münchner Kultur statt – von Dunja Bialas

38. Münchner Filmfest:

  • Kurz & bündig
    Ausgewählte Filme des 38. Filmfest München in der arteshorts-Kurzkritik – von Dunja Bialas, Katrin Hillgruber, Matthias Pfeiffer, Axel Timo Purr und Thomas Willmann

01.07.2021

Filmfest-Special:

  • »Das Leckere bei einem Sandwich ist immer in der Mitte«
    Das Filmfest München schiebt sich dieses Jahr zwischen Berlinale und Cannes, setzt auf Local Heroes und lädt ein zur »Beergarden Convention« – von Dunja Bialas
  • Kaiserschmarrndrama (D 2021)
    Das Zeug zu einem besseren Menschen
    Die inzwischen siebte Eberhoferkrimiverfilmung ist nicht nur Eröffnungsfilm des 38. Münchner Filmfests, sondern auch ein seltener Zwitter aus bayerischem Wirtshaustheater und amerikanischer Stand-up-Comedy – Kritik von Axel Timo Purr
  • Shiva Baby (USA 2020)
    Im Griff von Gift und Gegengift
    Emma Seligman überzeugt in ihrem Debütfilm mit messerscharfem Humor und einer so stürmischen wie analytischen Suche nach sexueller und gesellschaftlicher Identität – Kritik von Axel Timo Purr
  • Kurz & bündig
    Die Filme des 38. Filmfest München in der arteshorts-Kurzkritik– von der »artechock«-Redaktion

Neue Kritiken:

  • The Trouble with Being Born (Ö/D 2020)
    Komplexes Kleinod
    Sandra Wollners The Trouble with Being Born geht der Frage nach, was Erinnerungen sind und wie wichtig sie für uns sind, wie sehr sie uns als Menschen definieren – von Sedat Aslan
    Der Mensch im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Sandra Wollners großartiger zweiter Spielfilm inszeniert Mitleid und Schrecken beim Aufstieg der Maschinen – von Rüdiger Suchsland
  • Possessor (USA 2020)
    Das Ich, die Marionette
    In seinem zweiten Langfilm setzt Brandon Cronenberg die Arbeiten seines berühmten Vaters fort: Possessor ist vielschichtiges und verstörendes Genrekino über Realitäts- und Identitätsverlust – Kritik von Janick Nolting
  • Ich bin dein Mensch (D 2021)
    Zu makellos, der Tom
    Maria Schraders Ich bin dein Mensch ist ein sehr gutes TV-Movie und auch eine gute Kinokomödie, ja – von Sedat Aslan
    Vorschein auf den Menschen 2.0
    Die Dialektik der Robotik: Maria Schraders Ich bin dein Mensch – von Rüdiger Suchsland
  • Nobody (USA 2020)
    Lieber sterben als nicht leben
    Ilya Naishuller fügt dem Vigilante-Thriller-Genre mit Breaking Bad- und Better Call Saul-Star Bob Odenkirk nicht nur einen neuen, vertrackten Helden hinzu, sondern auch apokalyptisch-schwarzen Humor – Kritik von Axel Timo Purr
  • Godzilla vs. Kong (USA 2021)
    Monster lieben – länger leben
    Einer der bislang erfolgreichsten Filme der Pandemiezeit kommt nun auch in Deutschland in die Kinos – Monsterware, die man vielleicht schnell wieder vergisst, die aber immerhin das letzte Krisenjahr vergessen lässt – Kritik von Axel Timo Purr

Portrait:

  • Kino als Reibungsfläche
    Regisseurin Sandra Wollner stellt mit formalem Eigensinn unsere Wahrnehmung und klassische Erzählmodi auf den Kopf. Ihr zweiter Film, The Trouble with Being Born, wurde in der Berlinale Sektion Encounters mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Ein Portrait – von Jens Balkenborg

Mittel Punkt Europa Festival:

  • Es wird nie wieder Schnee geben
    Das MITTEL PUNKT EUROPA FILMFEST zeigt neueste Filme aus Mittel- und Ost-Europa und präsentiert als diesjährigen Schwerpunkt Belarus. Außerdem im Programm ist Der Masseur der polnischen Starregisseurin Małgorzata Szumowska – von Tatiana Moll
  • Courage (D 2021)
    Meditation über den Mut
    Der Dokumentarfilm Courage ist mehr als ein Portrait der Protestbewegung in Belarus – Kritik von Rüdiger Suchsland

Film-Alphabet:

  • J_JALOUSIE
    Nur bei Jalousie, da floss wirklich gar nichts. Mich hat sozusagen die totale Inspirationslosigkeit inspiriert – von Nora Moschuering

Cinema Moralia:

  • »Branchen-Finanzierung durch eine oder mehrere Zensurbehörde/n«
    Gegen die Grenzhüter der Regelungsbetriebe: Persönliche Kriterien, undurchsichtige Abläufe, staatliche Gremienkultur – Dominik Graf und Lisa Gotto über Zensur West und Ost, heute und gestern. Und Maria Schrader über Sozialkompatibilität und ihre Arbeit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 251. Folge – von Rüdiger Suchsland

24.06.2021

Kinowiedereröffnung, jetzt aber richtig:

  • »Diese Synergien sind der Schlüssel zum Erfolg«
    Kinopoly: Die Betreiber der Kinos Monopol und Arena in München, Christian Pfeil und Markus Eisele, haben nun auch den Rio Filmpalast übernommen. Ein Gespräch über Kino-Standorte, die Programmierung und das Kinomachen an und für sich – von Dunja Bialas

Im Kino:

  • They Want Me Dead (USA 2021)
    Denn was ein Mensch sät, wird er auch ernten
    Zum Ende der Pandemie wurde der neueste Film von Sicario-Autor und Wind River-Regisseur Taylor Sheridan erst auf der mangelhaftesten Streaming-Plattform aller Zeiten versenkt, ist aber jetzt auch im Kino zu sehen. Ein Glücksfall.
    – Kritik von Axel Timo Purr

Auf DVD:

  • Eine Unterkunft oder der nächste Schuss
    Mad Love in New York: Im dritten Spielfilm der Safdie-Brüder streift eine junge wohnungslose Frau durch ein New York, in dem jede Begegnung eine neue Eskalation bedeutet – von Tim Abele

17.06.2021

Kinoneustart:

  • Einladung zur Zeitreise
    In der langen Kinopause wurde das Arena im Münchner Glockenbachviertel noch einmal neu gedacht und taucht jetzt mit vielen Details atmosphärisch in die Ära des Art Déco ein – eine Ortsbegehung – von Dunja Bialas

Im Kino:

  • Zustand und Gelände (D 2019)
    DDR-Geschichtsklittierung
    Ute Adamczewski hat mit ihrem Debüt einen erhellend-aufklärenden Film über die blinden Stellen der »anti-faschistischen« DDR geschaffen, der viel über die Vergangenheit aber mehr noch über die Gegenwart erzählt – Kritik von Dunja Bialas
  • Chaos Walking (USA 2021)
    Ohne Lüge leben
    Doug Limans Bestsellerverfilmung mit Mads Mikkelsen, Tom Holland und Daisy Ridley lohnt sich vor allem für die ungewöhnlich dystopische Auslegung unserer hypermedialen, alles überflutenden Gegenwart und einer mutigen Prämisse– Kritik von Axel Timo Purr

Im Streamingkanal:

  • Shiva Baby (USA 2020)
    Im Griff von Gift und Gegengift
    Emma Seligman überzeugt in ihrem Debütfilm mit messerscharfem Humor und einer so stürmischen wie analytischen Suche nach sexueller und gesellschaftlicher Identität – Kritik von Axel Timo Purr

Festivals:

  • Reise zum Goldenen Spatz
    Das deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz 2021 ging in die hybride Version und war vom 6. – 12. Juni in Gera, Erfurt und online zu sehen – von Christel Strobel

Cinema Moralia:

  • Sie wollen uns erzählen...
    Hauptsache Kulisse: Wer dem Kino helfen will, kauft Kino-, nicht Berlinale-Karten. Bevor wir in der Delta-Welle landen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 250. Folge – von Rüdiger Suchsland

10.06.2021

Berlinale Sommer-Special:

  • Unser Berlinale-Special. Reloaded, was sonst?
    Die Berlinale wiederholt sich: Alle Filme der Online-Edition sind jetzt im Open-Air-Sommer-Special der Berlinale zu sehen. Wir verschaffen den Überblick über die Filme, für alle, die sie sehen können
  • Sommer-Berlinale 2021: Kurzkritiken-ABC
    Alphabetisch sortierte Kurzkritiken diesjähriger Berlinale-Filme aus allen Sektionen in Tweet-Länge – von Sedat Aslan, Anna Edelmann, Axel Timo Purr und Christel Strobel

Festivals:

  • Period Pictures und Post-Punk
    Das Rumänische Filmfestival München arbeitet dunkle Momente der rumänischen Geschichte auf und blickt einmal mehr in die Dynamik einer Familie. Unbedingt ergänzt werden sollte die hybride Ausgabe durch ein statisches Kammerspiel von Cristi Puiu – von Dunja Bialas
  • Allein mit sich selbst
    Die diesjährige Filmreihe des italienischen Circolo Cento Fiori zeigt an einem konzentrierten Wochenende in München Filme über die Einsamkeit – von Elke Eckert
  • Film als subversive Kunst
    Das 18. Crossing Europe in Linz beweist in der Reihe »Local Artists«, dass man sich Österreich als glückliches Land vorstellen muss – zumindest für die einheimische Filmproduktion – von Dunja Bialas

Im Streamingkanal:

Kinderjury gesucht!

  • Wer, wenn nicht ihr?
    Für den Aufbau einer neuen FBW-Jugend Filmjury im Monopol Kino in München werden 10 neue Jurymitglieder gesucht – von Katrin Hoffmann

03.06.2021

Kinozukunft:

  • Vor dem Massaker
    Cruel Summer: Schluss mit dem Kino-Kitsch! Das Kino, wie wir es kannten, wird auf die Dauer so nicht überleben – von Rüdiger Suchsland

Im Streamingkanal:

  • Blue Miracle (USA 2021)
    Der alte Mann und die Waisen: Julio Quintanas Blue Miracle reaktiviert den Traum vom gemeinsamen Kampf gegen alte Gespenster und versucht auch noch ein guter Action-Film zu sein – Kritik von Axel Timo Purr

21. Nippon Connection

  • Leuchten in knalligem Pink
    Ab dem 1. Juni leuchtet Frankfurt filmisch wieder sechs Tage in knalligem Pink: Mit Nippon Connection geht die 21. Ausgabe des größten japanischen Filmfestivals weltweit in der Mainmetropole an den Start – von Jens Balkenborg

Abstand/Zoom

  • Das Film-Alphabet: I_IRREN
    Eine ganze Zeit war ich der Meinung, dass sich Filme nicht irren können, weil sie einfach so sind wie sie sind. Quasi richtig gewachsen. Als gäbe es da ein Naturgesetz und sie würden so wachsen wie sie müssten – von Nora Moschuering

Cinema Moralia

  • Lösch mir die Augen aus
    Wie man Kritik zum Schweigen bringt... Über die Schönheit und Notwendigkeit des Schimpfens – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 249. Folge – von Rüdiger Suchsland

Corona & Kultur