Aktuelles zum Film — das letzte Jahr

23.12.2021

Cartoon & Spendenaktion:

Neue Kritiken:

  • The Tragedy of Macbeth (USA 2021)
    Kommt, Geister!
    Denzel Washington und Frances McDormand im Gruselschloss: Joel Coen hat Shakespeares Macbeth als ebenso stilvollen wie berechnenden Gespenster-Reigen inszeniert – Kritik von Janick Nolting
  • Drive My Car (Doraibu mai ka) (J 2021)
    Tschechow reloaded
    In Ryūsuke Hamaguchis eigenwilliger Murakami-Adaption Drive My Car verschmelzen russische Provinz der Jahrhundertwende und das moderne Japan zu einem spannungsvollen Wort-Bild-Kunstwerk – Kritik von Christoph Becker
  • Matrix Resurrections (The Matrix Resurrections) (USA 2021)
    Oper für Nerds
    Die vierte Ausgabe des Matrix-Franchises überzeugt nur in Ansätzen und langweilt auf fast ganzer Linie – Kritik von Axel Timo Purr

Cinema Moralia:

  • Meta meta meta
    Rasender Stillstand: Killt Hollywood seine eigenen Stoffe? Gehen den Studios die Plot-Ideen aus? – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 262. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Drive my Car
    Platz 4 auf der Liste der zehn besten Filme des Jahres der Cahiers du Cinéma und Platz 2 (gleich nach »Power of the Dog«) auf IndieWire für Ryusuke Hamaguchis drei Stunden langes Murakami-Tschechow-Amalgam. Axel Timo Purr und Sedat Aslan nähern sich diesem stillen Meisterwerk mit Zweifel und Euphorie.
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16.12.2021

Neue Kritiken:

  • Annette (F/B/D/USA 2021)
    Willkommen im Metaverse
    Leos Carax schlägt mit dem Musical die hohen Töne der Tragödie und die Niederungen der Operette an. Herausgekommen ist ein grandioses Filmexperiment, das nicht mehr von dieser Welt ist – von Dunja Bialas
    Die Liebe der Eltern
    Die Grusel-Rockoper von Kinoromantiker Leos Carax zeigt die Kunst der (Selbst-)Täuschung und Welterschütterung und ist einer der besten Filme des Jahres – von Rüdiger Suchsland
    Die singende Puppe
    Neun Jahre nach Holy Motors endlich ein neuer Film von Leos Carax. Die lange Wartezeit hat sich nur bedingt gelohnt – von Gregor Torinus
  • Monte Verità – Der Rausch der Freiheit (CH/D/Ö 2021)
    Hermann Hesse zieht blank
    Stefan Jägers Emanzipationsdrama in historisch-bergiger Kulisse plätschert, anstatt zu rauschen – von Christoph Becker
    Weibliche Selbstfindung im Licht-Luft-Bad
    Stefan Jäger inszeniert den utopischen Berg in seiner Ambivalenz aus Bescheidenheit und Exzentrik – von Katrin Hillgruber
  • Spider-Man: No Way Home (USA/EST 2021)
    Ich bin 3 oder die Sehnsucht nach der verlorenen Unschuld
    John Watts schafft mit seinem Multiverse-Spider-Man einen fast schon Arno-Schmidtschen-Zettelkasten der Verweise, ihm gelingt aber auch ein fast perfekter Familienfilm – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Schein trügt (Nebesa) (Serbien/Mazedonien/SLO 2021)
    Im Licht der Scheinheiligkeit
    Srdjan Dragojevic lässt in Der Schein trügt das Heilige in die Gegenwart einkehren. Eine unvorhersehbare und intelligente Tragikomödie, die mitunter überfrachtet wirkt, jedoch bleibenden Eindruck hinterlässt – Kritik von Matthias Pfeiffer

Cinema Moralia:

  • Das gute Gefühl, sich schlecht zu fühlen...
    Ablassbriefe, Konstruktionsfehler, absoluter Bierernst und lackiertes Pathos: Weihnachtliche Grundsatz-Betrachtungen zu Politik und Moral im Europäischen Kino, ausgehend von der 34. Verleihung des Europäischen Filmpreises – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 261. Folge – von Rüdiger Suchsland

Cartoon:

Neue Videokritik:

  • Annette
    Leos Carax' komplexe und anspielungsreiche Rock-Oper mit Adam Driver und Marion Cotillard hat es auf Platz 2 der jährlichen Top 10 der »Cahiers du Cinéma« geschafft. Stefan Rutz und Axel Timo Purr sprechen über den Film und die Musik der Sparks, die mit Carax auch das Drehbuch geschrieben haben
  • Spider-Man: No Way Home
    Jon Watts dritter Spider-Man-Film mit Tom Holland als Peter Parker verspricht Nerd- und Familienfilm in einem zu sein. Sedat Aslan und Axel Timo Purr überprüfen, ob der letzte, große Blockbuster des Jahres den hohen Erwartungen gerecht wird.
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Blitz-Spendenaktion:

Große Spendenaktion:

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09.12.2021

60 Jahre deutsch-türkisches Anwerbeabkommen:

  • Mein türkisches Leben
    Vor 60 Jahren einigte sich Deutschland offiziell mit der Türkei darauf, „Gastarbeiter“ anzuwerben. Diese Liaison hat beide Länder nachhaltig verändert. Für den Filmemacher Dirk Schäfer war die Begegnung mit der türkischen Kultur ein Wendepunkt in seinem Leben und ließ ihn schließlich den umgekehrten Weg gehen: er wanderte in die Türkei aus... – von Dirk Schäfer

Zukunft des Kinos:

Neue Kritiken:

  • Lauras Stern (D 2021)
    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt: Joya Thome hat den Kinderbuchbestseller von Klaus Baumgart als Realfilm neu aufgelegt – das ist weniger überraschend als erwartet und manchmal sogar richtig nervig – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Hand Gottes (È stata la mano di Dio) (I 2021)
    Maradona und der Menschenzoo: In Paolo Sorrentinos neuester Nummernrevue funktioniert alles wie auf Knopfdruck. – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Passion Simple (Simple Passion) (F 2020)
    Schlichte Passionen: Die Sehnsucht nach Exzess: Danielle Arbid hat Annie Ernauxs Novelle »Passion Simple« verfilmt – ein konzentrierter Film ohne Stars und große Namen, aber auch »Fifty Shades of French-Russian-Relationship« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • West Side Story (USA 2021)
    Antiquarische Fingerübung: 1961 2.0: Steven Spielbergs Remake der »West Side Story« ist sehr schön, sehr klassisch und komplett überflüssig – Kritik von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • West Side Story
    Genau 60 Jahre nach der Meilenstein-Verfilmung des legendären Musicals wagt Regisseur-Urgestein Steven Spielberg ein Facelifting des »Romeo & Julia in Amerika«-Stoffes. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr fragen sich, ob dieser Stoff tatsächlich ein altersloser Klassiker ist.
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Cinema Moralia:

  • Im Zeitenwechsel
    Was jetzt ansteht: Filmförderungsgesetz, Rundfunkstaatsvertrag, Neuwahlen der Verbände, eine neue Kulturstaatsministerin, und dies und das – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 260. Folge – von Rüdiger Suchsland

Tatort:

  • Samariter müssen sterben
    Burschikose Rotzigkeit: Oliver Hirschbiegel inszeniert Luise Wolfram und Jasna Fritzi Bauer im neuesten Bremer Tatort – Und immer gewinnt die Nacht, der noch seinen Weg – von Rüdiger Suchsland

02.12.2021

Spendenaktion:

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Neue Kritiken:

  • House of Gucci (USA/CDN 2021)
    Machtspiel für die ganze Familie: Ridley Scott versammelt für sein Porträt einer Familie einen namhaften Cast unter einem weltweit bekannten Logo. Was herauskommt, ist ein genauso blutleeres wie orientierungsloses Desaster. – von Matthias Pfeiffer
    Viel Lärm um alles: Toxische Weiblichkeit: Ridley Scotts Film ist eine oft boshafte, mitunter sogar albtraumhafte Satire auf kleine Leute mit großem Geld und auf das Ende der klassischen Mode im Übergang vom Modeschöpfer zum Chefdesigner – von Rüdiger Suchsland
  • Benedetta (F/NL/B 2021)
    Verbotene Liebe hinter Klostermauern: Genuß ohne Reue – Paul Verhoeven hält weiterhin die Versprechen der Siebziger Jahre – von Rüdiger Suchsland
    Von Brüsten und Wundern: Paul Verhoevens Nonnendrama ist kein großes Kino, ist aber dann stark, wenn der Film sich der Machtökonomie des Wunders widmet – von Sebastian Seidler

Neue Videokritiken:

  • Benedetta
    Altmeisterliche Geschichtsschreibung: Paul Verhoeven hat es mit seinem in Venedig uraufgeführten Nonnendrama unter die diesjährigen Top Ten der Cahiers du Cinéma geschafft. Matthias Pfeiffer und Stefan Rutz haben den Film gesehen.
  • Die Hand Gottes
    Behutsame Rückblende: Paolo Sorrentino lässt dieses Mal die großen, alten Männer hinter sich und begibt sich auf die Suche nach seiner eigenen, verlorenen Zeit. Ist Die Hand Gottes möglicherweise Sorrentinos Amarcord? Sedat Aslan und Axel Timo Purr folgen den Spuren.
  • House of Gucci
    Am Abgrund: Inspiriert von wahren Begebenheiten hat sich Ridley Scott des Sündenpfuhls der Guccis angenommen. Ob ihm das gelungen ist, ergründen Felicitas Hübner und Matthias Pfeiffer.
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Festivals:

  • Reden ist Silber, Schweigen ist Gold
    In einem an sich schon starken Jahrgang der kurdischen Sektion des 8. Duhok International Filmfestival in der Autonomen Region Kurdistan (Nordirak) ragt vor allem ein Film heraus, der so poetisch wie politisch ist – von Axel Timo Purr
  • Panikattacke
    Das 70. IFFMH klassifizierte sich kinematographisch als High-End und hat die Festivallandschaft neu kartographiert. Von nun an ist »Mannheim-Heidelberg« wieder ein Termin, den man sich vormerken sollte – was ziemlich stressig werden könnte – von Dunja Bialas
  • Carte Blanche für das Kino
    Das Internationale Filmfestival Mannheim Heidelberg (IFFMH) wartet unter neuer Leitung mit einer herausfordernden, ja enthusiasmierenden Programmierung auf – von Wolfgang Lasinger

Neuer Cartoon:

Cinema Moralia:

  • Die Macht der Bilder
    Regeln in der Wiederholungsschleife mit verlangsamter Geschwindigkeit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 259. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neuer Buchstabe:

  • Das Film-Alphabet: O_OBEN OFFEN
    Also, da ist etwas nach oben offen, da geht noch was und das ohne eine ökonomische Wachstumsformel, sondern als eigener, kreativer Akt in den Zuschauer*innen – von Nora Moschuering

25.11.2021

Thema Kino & Corona:

  • Bremsen, blocken, boostern
    Mit überaus harten Bestimmungen dürfen in Bayern die Kinos und Theater wieder einmal als Sündenbock für die Versäumnisse der Politik herhalten – von Dunja Bialas
  • Haus ohne Hüter
    Der Staat, die Pandemie und das Kino; und schöne Worte, wenig Substanz im Koalitionsvertrag – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 258. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • The Power of the Dog (USA/AUS/NZ 2021)
    Macht und Männlichkeit
    Jane Campion zeigt sich in The Power of the Dog als sensibel für das Leiden des »starken Geschlechts« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Das schwarze Quadrat (D 2021)
    Wenn die Wüste blüht
    Peter Meisters fulminantes Regiedebüt ist nicht nur eine Komödie, die sich vor Slapstick nicht scheut, sondern auch ein intelligentes Vexierspiel, das den Kunstbetrieb genauso hinterfragt wie Identitäten – Kritik von Axel Timo Purr
  • A Pure Place (D/GR 2019)
    Die Seifen-Sekte
    A Pure Place ist ein skurril-bedrückendes Drama um eine Sekte mit einem religiös motivierten Waschzwang – Kritik von Gregor Torinus
  • Bilder (m)einer Mutter (D 2021)
    Verlust eines Lebens
    Melanie Lischkers vielschichtige Reflexion über das Leben ihrer Mutter ist weit mehr als eine (auto-) biografische Erzählung zu einem verlorenen Leben und einer verlorenen Zeit, es ist Denkmal und Mahnmal zugleich – Kritik von Axel Timo Purr

Festivals:

  • Der wilde Schlag meines Herzens
    Die Französische Filmwoche zeigt, dass das Kino in Frankreich immer noch den Puls des Filmschaffens angibt, obwohl oder: weil es sich auf die eigene Tradition besinnt – von Dunja Bialas
  • Kino als soziale Praxis
    »Lafita«, die Lateinamerikanischen Filmtage München, wagen die Wiederbegnung mit dem Publikum – von Wolfgang Lasinger
  • Jenseits des Horrors
    Das 35. Fantasy Filmfest 2021 auf Identitätsfindung – von Thomas Willmann

Interview:

Neue Videokritiken:

  • Hannes
    Auf Leben und Tod – mit Axel Timo Purr und Stefan Rutz
  • Respect
    Tönende Traumata – mit Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Das schwarze Quadrat
    Am Arsch – mit Felicitas Hübner und Axel Timo Pur

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18.11.2021

Neue Kritiken:

  • Große Freiheit (Ö/D 2021)
    Liebe im Abseits
    Sebastians Meises Große Freiheit funktioniert als bedrückendes Zeitdokument, das gleichzeitig verdeutlicht, dass man auch in tiefster Finsternis noch Licht in einem anderen Menschen finden kann – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • JFK Revisited – Die Wahrheit über den Mord an John F. Kennedy (JFK Revisited: Through the Looking Glass) (USA 2021)
    Magische Kugeln und das Versagen der Medien
    Dilettantismus oder Verschwörung? Oliver Stone will in JFK Revisited Gegenöffentlichkeit für den Kennedy-Mord, und abweichenden Meinungen Gehör verschaffen – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Das Land meines Vaters (Au nom de la terre) (F/B 2019)
    Epilog auf einen verlorenen Traum
    Édouard Bergeons bewegender Schwanengesang Das Land meines Vaters auf den Beruf des unabhängigen Landwirts ist so persönlich wie universell – Kritik von Axel Timo Purr
  • Tagundnachtgleiche (D 2020)
    Gefangen zwischen Nacht und Tag
    In ihrem Langfilmdebüt Tagundnachtgleiche erzählt Lena Knauss eine zutiefst bewegende Liebesgeschichte – Kritik von Gregor Torinus
  • Mein Sohn (D 2019)
    Ich brauch’ dich, ich brauch’ dich nicht!
    Lena Stahls Roadmovie Mein Sohn nimmt einen mit auf eine der schwierigsten Reisen: der immer neuen Reise zum eigenen Kind – Kritik von Christoph Becker

Cartoon:

Festivals:

  • Spurensuche und Exkursionen
    Nach 20 Jahren »doxs! – dokumentarfilme für kinder und jugendliche« verabschiedet sich die langjährige Leiterin Gudrun Sommer mit einem ausgesuchten Jubiläumsprogramm – von Christel Strobel
  • Nail biting
    Das 35. Fantasy Filmfest gastierte mit internationalen Scary Movies acht Tage lang in sieben Städten – von Eckhard Haschen
  • Kinderkritiker*innen vor!
    Die traditionsreichen Nordischen Filmtage zeigen in Lübeck ein hervorragendes Kinderprogramm – und lassen sie auch von Kindern besprechen – von Christel Strobel

Neue Videokritiken:

  • The Power of the Dog
    Western ohne Schuss – mit Sedat Aslan und Axel Timo Purr
  • Mein Sohn
    Familienaufstellung als Roadmovie – mit Christoph Becker und Stefan Rutz

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11.11.2021

Neue Kritiken:

  • Lieber Thomas (D 2019/20)
    Von der Ästhetik des Widerstands – von Axel Timo Purr
    »Übertreibung ist der Treibstoff der Phantasie« – von Rüdiger Suchsland
  • Who’s afraid of Alice Miller? (Schweiz 2020)
    Im Bunker des ewigen Krieges
    Daniel Howalds und Martin Millers Suche nach der Wahrheit im Leben der Schweizer Psychologin Alice Miller ist ein so verstörender wie wichtiger und berührender Film über transgenerationale Traumabewältigung – von Axel Timo Purr
  • Last Night in Soho (GB 2021)
    Das blutige Gestern
    Edgar Wright verspricht mit seinem neuen Film Last Night in Soho viel – hält aber nicht alles davon. Trotz gelungenen Stils und interessanter Thematik bleibt er bei ein paar interessanten Gedankenansätzen – von Matthias Pfeiffer
    Psychotrip eines Provinzgirls
    Ein ästhetisch makelloser Film mit einem fantastischen Soundtrack: Edgar Wrights Last Night in Soho – von Rüdiger Suchsland
  • Speer Goes to Hollywood (Israel 2020)
    Selbst-Mythos des guten Nazis
    Albert Speers »Erinnerungen« waren mal ein Hollywood-Projekt. Vanessa Lapas Dokumentarfilm Speer Goes to Hollywood folgt recht ungefiltert Speers Ausführungen, in denen er sich selbst gut darstellt – von Gregor Torinus
    Die Rolle seines Lebens – von Rüdiger Suchsland

Festivals:

  • Bucklicht Männlein
    Das Rumänische Filmfestival zeigt in München neueste Werke, die kraftvoll von einer Art Landflucht des Kinos erzählen – von Dunja Bialas
  • Land, ich sehe dich
    Die 35. Griechische Filmwoche zeigt in München eine Schau aktueller Werke und blickt zurück auf ein Jahrhundert griechisches Kino – von Elke Eckert
  • Phantasma des Dokumentarischen
    Das 64. DOK Leipzig weiß, was es tut – und umkreist den Dokumentarfilm auch ganz grundsätzlich. Das tut der Sicht auf die Filme gut – von Dunja Bialas

Neue Videokritiken:

04.11.2021

Neue Kritiken:

  • Kabul Kinderheim (Parwareshghah) (DK/L/F/D/Q/AFG 2019)
    Leben so groß und so klein wie ein Land
    Die afghanische Regisseurin Shahrbanoo Sadat erzählt über die Mikroperspektive eines Kinderheims – Kritik von Axel Timo Purr
    Träume und Weltentdeckung
    »Kabul Kinderheim« bietet nicht nur Einblick in das Afghanistan der 80er Jahre, es ist vor allem eine nostalgische Liebeserklärung an das Kino – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • 1982 – Neunzehnhundertzweiundachtzig (1982) (Libanon/N/F/Q 2019)
    Der Morgen vor dem Sturm
    In der Hitze eines Sommertags: Regisseur Oualid Mouaness erzählt in 1982 vom letzten Tag des Friedens im Libanon – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Eternals (USA 2021)
    Per Anhalter durch die Marvel-Galaxis
    Oscarpreisträgerin und Nomadland-Regisseurin Chloé Zhao zelebriert eine wahrhaft kosmische Schlacht der Superlative – Kritik von Christoph Becker
  • Die Geschichte meiner Frau (A feleségem története) (H/D/F/I 2021)
    Zerstörerische Liebe
    Eine Analyse männlicher Machtlosigkeit, in großen Bildern. Ildikó Enyedi wagt sich mit Die Geschichte meiner Frau an eine toxische Love Story. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind ausgerechnet die Liebenden – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Kosmetik des Bösen (A Perfect Ennemy) (D/FR/ES 2020)
    Ekelorgie mit Katzenfutter
    Kosmetik des Bösen ist ein hanebüchener Psychothriller des katalanischen Regisseurs Kike Maíllo, der zunächst langweilt und später enttäuscht – Kritik von Gregor Torinus

Neue Videokritiken:

  • Bergman Island (Frankreich/D/S 2021)
    Mit ihrem stark autobiografrisch inspirierten Film wurde Mia Hansen-Løve 2021 erstmals nach Cannes eingeladen. Zurecht oder nicht, darüber sprechen Sedat Asland und Axel Timo Purr
  • Die Geschichte meiner Frau (Ungarn/D/F/I 2021)
    Nach ihrem Berlinale-Erfolg 2017 für Körper und Seele hat Ildikó Enyedi für ihren neuen Film erstmals kein Original-Drehbuch verfilmt, sondern einen Roman adaptiert. Ob sie die hohen Erwartungen erfüllt, versuchen Matthias Pfeiffer und Axel Timo Purr zu klären
  • Eternals (USA 2021)
    Oscarpreisträgerin und Nomadland-Regisseurin Chloé Zhao hat auch mit ihrem Film The Rider bislang das »kleine« Arthouse-Kino bedient. Ob sie auch Blockbuster kann, darüber sprechen Christoph Becker und Axel Timo Purr
  • Kabul Kinderheim (DK/L/F/D/Q/AFG 2019)
    Shahrbanoo Sadats zweiter Film spielt während der russischen Besatzungszeit Ende der 1980er Jahre in einem Kinderheim in Kabul – ein Mikrokosmos, der symbolisch für das ganze Land steht. Ob Sadats Film sowohl für den westlichen Blick als auch den afghanischen funktioniert, darüber debattieren Safiuallah Rahmani und Axel Timo Purr

Podcasts:

Festivals:

  • Keine geraden Linien
    Bimovie – Die Frauenfilmreihe. Das Münchner Festival mit seiner 27. Ausgabe – von Felicitas Hübner
  • Abgründig breiter
    Ein Film wie der Rhein, flüchtige Eindrücke und erste Bilanzen von DOK Leipzig – von Rüdiger Suchsland

Neuer Buchstabe:

  • N_NEBENBEI
    Aber nebenbei, also nebenbei schreiben kann ich überhaupt nicht. Bei Texten brauche ich immer die volle Konzentration, und da hat sich auch trotz Lockerungen nichts dran geändert – von Nora Moschuering

Neue Filmzeitschrift:

  • Zarte Macheten im Diskurs-Dickicht
    REVÜ, die neue Zeitschrift für Cinephilie, sucht neue Zugänge zu (meist) alten Filmen und zelebriert die Liebe zum Kino – von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

28.10.2021

Festivals:

  • Immer 30 Sekunden schneller als die Nazis
    Die Internationalen Hofer Filmtage sind das Festival der Neuentdeckungen. Und das zum 55. Mal! Zu den aktuellen Entdeckungen gehört 'Sargnagel – Der Film' – von Felicitas Hübner
  • Der besondere Blick
    Die 11. Afrikanischen Filmtage in München überzeugen ein weiteres Mal mit einem indigenen Blick aus und auf die Diversität „afrikanischer“ Realitäten – von Axel Timo Purr
  • Die Melodie des Kinderkinos
    Nach einer viel zu langen Zwangspause nimmt das Münchner Kinderkino mit den Herbstfilmtagen endlich wieder seinen Betrieb auf – von Axel Timo Purr

Neue Kritiken:

  • Antlers (USA 2021)
    Der Vater, der Sohn und der bestialische Geist: Scott Cooper begibt sich auf eine Reise, die Monsterhorror und Trauma-Verarbeitung verbinden will. Nach einigen vielversprechenden Schritten, verläuft er sich jedoch auf ausgetretenen Pfaden – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Borga (D/Ghana 2021)
    Moralisches Kauderwelsch: York-Fabian Raabes mit dem Max Ophüls 2021 ausgezeichnetes Migrations-Drama überzeugt nur in Ansätzen und reproduziert ein stereotypes Afrikabild – Kritik von Axel Timo Purr
  • Contra (D 2021)
    Die Macht ist mit dir: Sönke Wortmanns Debatten-Komödie bringt endlich wieder einmal Licht an den deutschen Komödienhimmel – auch weil sie mehr als „nur“ eine Komödie ist – Kritik von Axel Timo Purr
  • Ron läuft schief (Ron’s Gone Wrong) (USA 2021)
    Robots are a boys best friend: Das Filmdebüt des Londoner Filmstudios Locksmith Animation ist bunt, temporeich und zeigt die schöne neue Kinder-Medien-Zukunft. Aber was sagt es über Freundschaft und Anerkennung? – Kritik von Christoph Becker

Neue Videokritiken:

  • Borga (D/Ghana 2021)
    Afrika ist kein Land – mit Stefan Rutz und Axel Timo Purr
  • Contra (D 2021)
    Klugheit schützt vor Dummheit nicht – mit Stefan Rutz und Axel Timo Purr

Neue Podcasts:

  • Sönke Wortmanns »Contra«
    Ist Sönke Wortmanns neuer Film nur eine weitere deutsche Komödie, die man in die Mülltonne treten kann oder ist endlich auch einmal Intelligenz, Mut, Witz und Überraschung am Start? – Podcast-Debatte mit Axel Timo Purr und Stefan Rutz
  • Werner Herzog zum (fast) 80. Geburtstag
    Nächstes Jahr wird Herzog 80 Jahre alt. Schon in diesem Jahr hat Josef Schnelle ein Buch über ihn und sein Gesamtwerk geschrieben. Rüdiger Suchsland hat mit Schnelle über das Monströse in Herzogs-Filmen gesprochen, über sein Interesse am Illusionismus und an Selbstdarstellern

Zukunft des Kinos:

  • Außenseiter
    Retten moderne Klassiker das Kino? Mit der neuen Kino-Event-Programmierung »Best of Cinema« wird es versucht – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

21.10.2021

Neue Kritiken:

  • Genderation (D 2021)
    Transsexuelle unter Trump: Monika Treut zeigt, dass die Zeiten für Transsexuelle in San Francisco seit ihrer Dokumentation Gendernauts (1999) nicht einfacher geworden sind – Kritik von Gregor Torinus
  • The French Dispatch (USA/D/F 2021)
    Avantgarde, Bocuse, Fantomas: Subtile Aufklärung gegen Leitmedien und Cancel-Culture: Wes Andersons wunderschöne Episodensammlung ist ein einziger Genuss – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Walchensee Forever (D 2020)
    Geschichten, die wir erzählen: Janna Ji Wonders gelingt mit der generationsübergreifenden Geschichte der Frauen ihrer Familie auch ein faszinierendes, zärtliches Porträt der deutschen Gesellschaft im Wandel – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritiken:

  • The French Dispatch
    Arthur oder ein Puppenheim – mit Sedat Aslan und Axel Timo Purr
  • Walchensee Forever
    So klein wie ein See und so groß wie die Welt – mit Stefan Rutz und Axel Timo Purr

Nachruf:

Schlingensief-DVD-Edition

  • 100 Jahre Schlingensief
    Eine DVD-Edition, eine Geburtstags-Filmvorführung und ein Text von Christoph Schlingensief – von Rüdiger Suchsland
  • Die verbrecherische Lust einen Film zu machen
    Christoph Schlingensief über Anfänge in München, den deutschen Film, Förderungsinstanzen, und den Anspruch, das perfekte Verbrechen zumindest im Film auf die Beine zu stellen – von Christoph Schlingensief

14.10.2021

Neue Kritiken:

  • The Last Duel (USA/GB 2021)
    Schlacht der Geschlechter: Ridley Scotts nüchtern-brutale Bilanz zum Rittertum während des Hundertjährigen Krieges ist nicht nur durch die überraschenden #MeToo-Bezüge aufregend gegenwärtig, sondern überzeugt auch als Ritterfilm – Kritik von Axel Timo Purr
  • Es ist nur eine Phase, Hase (D 2021)
    Verlogenheit als Prinzip: Florian Gallenbergers Trostfilm für Männer in der Menopause ist nicht mehr und nicht weniger als spießiger und sentimentaler Klischee-Kitsch – Kritik von Axel Timo Purr
  • Zimmer 212 – In einer magischen Nacht (Chambre 212) (F/B/L 2019)
    Risiko und Geheimnis: Kino als Amüsement: Christophe Honorés moderner Liebesfilm Chambre 212 – Kritik von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritiken:

  • Titane
    Wider das monosexuelle Paradigma – mit Sedat Aslan und Axel Timo Purr
  • The Last Duel
    Ritter für immer – mit Sedat Aslan und Axel Timo Purr

Neue Serie:

  • Squid Game: Parasitenkiller
    Hwang Dong-hyuks weltweiter Serienerfolg Squid Game ist kein Meisterwerk, aber weit mehr als nur ein Algorithmen-gesteuertes Massenphänomen – und eine so kluge wie brutale Versuchsanordnung über den Zustand unserer Welt – von Axel Timo Purr

Neuer Kinderfilm:

  • Die Schule der magischen Tiere (D 2020)
    Wie die Schlagsahne auf frischen Erdbeeren: Gregor Schnitzler adaptiert Margit Auers Kinderbuchbestseller als hippieske Groteske, die tatsächlich Spaß macht – Kritik von Axel Timo Purr

Neuer Podcast:

  • 50 Jahre Schnitt
    Ein Gespräch mit Ingrid Koller, eine der führenden österreichischen Editorinnen aus Anlass das Ehrenpreises bei der Edimotion am 15.10.2021 – mit Ingrid Koller und Rüdiger Suchsland

Porträt:

  • Franz Böhm & Dear Future Children: Kino als politische Inspiration
    Straßenkämpfe in Santiago de Chile und Hongkong, Extremwetter-Katastrophen in Uganda: In seinem Dokumentarfilm porträtiert Franz Böhm drei Aktivistinnen, die für Lösungen der Klimakrise, soziale Gerechtigkeit und Demokratie kämpfen. Ein Gespräch über die Krisen unserer Zeit, ein politisches Kino und das Filmen an der Frontline – von Jens Balkenborg

Festival:

Cinema Moralia:

  • Wird die FFA abgeschafft?
    Unwahrscheinliche Wahrhaftigkeiten über die neueste Koalition – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 255. Folge – von Rüdiger Suchsland

07.10.2021

Zukunft Kino:

Neue Kritiken:

  • Titane (F/B 2021)
    Das zornige Mädchen: Abgefahren – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Hinterland (Ö/L/D/B 2021)
    Neuer Caligarismus: In Stefan Ruzowitzkys Hinterland erscheint das Wien der 1920er Jahre in finsterer Schräglage. Der Expressionismus ist zurück im Kino – Kritik von Janick Nolting

Festival:

  • Diese zarte Zerbrechlichkeit der Welt
    Das Münchener Filmfestival UNDERDOX erhebt im zweiten Jahr von Corona die Fragilität ins Zentrum – dafür gibt es viele gute Gründe – von Dunja Bialas

Filmalpabet:

  • M_MISCHE
    Verherrlicht der Film Alkohol, verdammt er ihn oder schafft er eben eine gute Mische? Wie weit darf man gehen? Was kann man darstellen und warum trinken wir überhaupt? – von Nora Moschüring

Deutscher Filmpreis:

  • Wann kommt seinesgleichen?
    »Kurz prägnant und gerne emotional«: Wann, wenn nicht jetzt? Fernsehfilm gewinnt Kinopreis – ungnädiges Nachwort zur Schwarmdoofheit des deutschen Filmpreises – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Man kann einen Club nur als Mitglied reformieren
    Gelingende Kommunikation denkt an den Empfänger: Will der deutsche Film mit der Ampel einen Aufbruch wagen? – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogängers, 254. Folge – von Rüdiger Suchsland

30.09.2021

Neue Kritiken:

  • Keine Zeit zu sterben (No Time to Die) (GB/USA 2020)
    Diese Welt ist nicht genug: Abschied vom 9/11-Bond: Der 25. James-Bond ist der letzte mit Daniel Craig
    – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Walter Kaufmann – Welch ein Leben! (D 2021)
    Im Fluss der Zeit: Karin Kaper und Dirk Szuszies haben über den Schriftsteller und Jahrhundertzeugen Walter Kaufmann einen soghaften Film gemacht, der Zeugnis ablegt bis zum Letzten
    – Kritik von Dunja Bialas
  • Le Prince (D 2021)
    Eine deutsch-kongolesische Liebesgeschichte: In dem sehr einfühlsamen Drama LE PRINCE schildert Lisa Bierwirth eine Liebesgeschichte, die aufgrund großer kultureller Unterschiede zu scheitern droht – Kritik von Gregor Torinus
  • Träum weiter! Sehnsucht nach Veränderung (D 2020)
    Träumen Zuschauer von kleinen Häusern und einem Flug zum Mars? Die interessante Doku von Valentin Thurn gibt kleine Einblicke in das Leben von fünf Menschen, die ihren Traum leben und leistet gleichzeitig einen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. Vielleicht wäre aber weniger mehr gewesen
    – Kritik von Christoph Becker
  • Die Pfefferkörner und der Schatz der Tiefsee (D 2020)
    Es grünt so grün: Auch der zweite Pfefferkörner-Film ist ein engagierter Umwelt-Thriller, der sich um die Weltrettung bemüht und mit Gender-Stereotypen bricht
    – Kritik von Axel Timo Purr

Stadtbesuch:

  • Ein Regisseur wird zum Adjektiv
    Mit einem phantastischen Museum an drei Standorten ehrt Rimini seinen großen Sohn Federico Fellini – von Katrin Hillgruber

Festival:

  • Fast and Furious
    Das 18. Internationale Filmfestival Oldenburg zeigt amerikanisches Independent-Kino – von Eckhard Haschen

23.09.2021

Neue Kritiken:

  • Helden der Wahrscheinlichkeit (Retfærdighedens ryttere) (DK 2020)
    Rache als Gruppentherapie: Anders Thomas Jensens außergewöhnliche Tragikomödie ist nicht nur eine grandiose Gratwanderung zwischen Humor und Erkenntnisgewinn, sondern auch eine mitreißende Ensembleleistung – Kritik von Axel Timo Purr
  • Schachnovelle (D/Ö 2021)
    Zug um Zug in Richtung Erlösung: Philipp Stölzl wagt sich an einen der großen deutschsprachigen Klassiker: Stefan Zweigs „Schachnovelle“. Herausgekommen ist drastisches und intensives Kino, das jedoch wenig Raum für Zwischentöne lässt – von Matthias Pfeiffer
    Zwischen Wahn und Wirklichkeit: Dann schon lieber Netflix – Philip Stölzl enttäuscht mit einer blutleeren, zerfahrenen und symbolisch überfrachteten Adaption von Stefan Zweigs Klassiker – von Axel Timo Purr
  • Toubab (D 2021)
    Vier Hochzeitsanträge und ein Abschiebefall: Florian Dietrich gelingt bei seinem Kinofilmdebüt zum sehr aktuellen Thema der Abschiebung eine souverän inszenierte Komödie mit Widerhaken – Kritik von Christoph Becker
  • Why Are We (Not) Creative? (D 2020)
    (Un-)Kreatives Chaos: Hermann Vaskes neue Dokumentation trägt ihre Unausgegorenheit bereits im Titel – Kritik von Gregor Torinus

69. Festival Internacional de Cine de San Sebastián:

16.09.2021

Neue Kritiken:

  • Herr Bachmann und seine Klasse (D 2021)
    Ein Wunder? Nein, Realität! Maria Speth vollbringt mit ihrem epischen Dokumentarfilm ein Wunder: sie hinterfragt über die kleine Welt einer Schulklasse nicht nur das große Deutschland und seine Bildungsmisere, sondern hat auch einen so spannenden wie unkonventionellen „Familienfilm“ realisiert – Kritik von Axel Timo Purr
  • Je suis Karl (D 2020)
    Kompass ohne Nadel: Christian Schwochow bringt die Gefahr gegenwärtiger radikaler Populismuspolitik auf den Punkt und zeigt, wie gefährlich, unangreifbar und sexy die Neue Rechte sein kann – ein Film zur »rechten« Zeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • Madison – ungebremste Girlpower (D 2020)
    Take it easy: Kim Strobl hinterfragt in ihrem „besonderen Kinderfilm“ nicht nur Leistungsdruck im Profisport, sondern überzeugt auch mit einem gelungenen Sportfilm über zwei Extrembereiche des Radsports – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Kurzkritik:

  • Ivie wie Ivie (D 2021)
    Irrungen und Wirrungen: Sarah Blaßkiewitz ist ein so kluger wie beschwingter Film über die zunehmend komplexere Identitätssuche junger Menschen in Deutschland gelungen – Kurzkritik von Axel Timo Purr

Dune Special:

  • Von den 1960ern bis in die Gegenwart
    Podcast über den Ursprung des Dune-Kosmos und Frank Herberts Buch und die Verfilmungen von David Lynch und Denis Villeneuve – mit Josef Schnelle und Rüdiger Suchsland
  • Dune (USA 2021)
    Fremen for Future! Denis Villeneuve verfilmt Frank Herberts »Dune«, zumindest den ersten Teil. Dabei gelingt ihm Blockbusterkino als Aufklärungskino – Kritik von Rüdiger Suchsland

78. Filmfestspiele Venedig 2021:

  • Menschen, die auf Plastik starren
    Zustände in Standbildern: Bei den Filmfestspielen von Venedig liefen mit »The Night« und »Plastic Semiotic« zwei meisterhafte neue Kurzfilme von Tsai Ming-liang und Radu Jude – von Janick Nolting
  • Das Doku-Triell: Fokus Cinema italiano
    Traditionell beleuchtet die Mostra die Geschichte des italienischen Films – diesmal stehen drei seiner Protagonisten im Fokus neuer abendfüllender Dokumentationen – von Sedat Aslan

09.09.2021

78. Filmfestspiele Venedig 2021:

  • Spring Breakers in Venedig
    Das echte Leben der Menschen der Lagune: Der großartige Film »Atlantide« – Notizen aus Venedig, Folge 3 – von Rüdiger Suchsland
  • In Geisterhäusern
    Kristen Stewart als Lady Di, spanische Eröffnung und Nachtreisen ins amerikanische Unbewusste – Notizen aus Venedig, Folge 2 – von Rüdiger Suchsland
  • Kurzkritiken
    Fortlaufend aktualisierte Kurzkritiken diesjähriger Venedig-Filme aus allen Sektionen – von Sedat Aslan und Rüdiger Suchsland
  • Ausgeatmet & besseres und schlechteres Autorenkino
    Podcast zum Tod von Jean-Paul Belmondo, zu den Sichtungsbedingungen in Venedig und über »Dune«, »Competicion Oficial« und die Annie Ernaux-Verfilmung »L’Evenement« – von Rüdiger Suchsland
  • Weitere Texte & Podcasts aus Venedig

Neue Kritiken:

  • Beckenrand Sheriff (D 2021)
    Ein Becken voller Trottel: Marcus H. Rosenmüllers Bademeister-Komödie ist eine etwas zerfahrene Trottelparade in bekannten Fahrwassern, bemüht sich aber um brisante Themen – Kritik von Axel Timo Purr
  • The Painted Bird (CZ/Ukraine/SK 2019)
    Schauergeschichten vom Krieg: Die Verfilmung des Romans von Jerzy Kosinski ist eine Zumutung: wegen ihrer unerträglichen Gewaltexzesse und deren überwältigender Schönheit – Kritik von Janick Nolting
  • Waren einmal Revoluzzer (Ö 2019)
    Wolkiger Widerstand: Johanna Moder legt mit ihrer Tragikomödie nicht nur überzeugend die Doppelmoral politischen Handelns und Widerstands bloß, sondern demaskiert auch versteckte Beziehungshierarchien – Kritik von Axel Timo Purr

Reihe:

  • Das Film-Alphabet: L_LUFT
    Luft. Das ist eines dieser Wörter, die klingen wie das, was sie bezeichnen, deren Intonation dazu beitragen kann, ein Bild davon zu erzeugen, was man vor seinem inneren Auge sieht... – von Nora Moschuering

02.09.2021

78. Filmfestspiele Venedig 2021

  • »Corriger la Fortune!«
    Auf dem lässigsten Festival der Welt: Am Mittwochabend eröffneten die Filmfestspiele von Venedig – der Festivalbetrieb kehrt zur Normalität zurück – von Rüdiger Suchsland
  • Kurzkritiken
    Fortlaufend aktualisierte Kurzkritiken diesjähriger Venedig-Filme aus allen Sektionen – von Rüdiger Suchsland
  • Flucht aus Ohnmacht
    Podcast über Pedro Almodovars, Isabelle Hupperts und Jane Campions neue Filme – von Rüdiger Suchsland
  • Weitere Podcasts und aktuelle Venedig-Texte...

Neue Kritiken:

  • Aware – Reise in das Bewusstsein (Aware: Glimpses of Consciousness) (D 2021)
    Der Rüssel des Elefanten: Frauke Sandigs und Eric Blacks Dokumentation zeigt sechs verschiedene, jedoch sehr ähnliche Blickwinkel auf das Phänomen Bewusstsein – Kritik von Gregor Torinus
  • Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (D 2021)
    Felix im Land der Tieferschatten*: Detlef Bucks Thomas-Mann-Adaption gelingt es bei allem Glanz und mittelmäßiger Unterhaltung weder die Vergangenheit überzeugend zu reanimieren noch einen Aktualitätsbezug herzustellen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Coup (D 2019)
    Als Heimweh noch weh tat: Das gibt es selten – mit den Helden von Sven O. Hills Coup möchte man nach dem Film sofort ein Bier trinken, um sich die ganze Geschichte noch einmal anzuhören – Kritik von Doris Kuhn

26.08.2021

  • Das Fieber des Lebens: Martin Eden (D/CH 2020)
    Pietro Marcello entreißt Jack Londons Meisterwerk seiner Zeit und schafft ein aufregendes, formal starkes und universelles Drama über Politik, Kunst und Liebe im 20. Jahrhundert – Axel Timo Purr
  • Tides (D/CH 2020)
    Hoffnung am Ende der Zeit: Mit Tides hat Tim Fehlbaum einen stimmungsvollen und atmosphärischen Science-Fiction-Film geschaffen, der jedoch in seiner Thematik mehr Tiefe vertragen hätte – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Bigfoot Junior – Ein tierisch verrückter Familientrip (Bigfoot Family) (F/B 2020)
    Aufruf zum Widerstand: Bigfoot ist ein so spannender wie politischer Öko-Thriller, dem es gelingt, die hohen Erwartungen an einen Familienfilm zu erfüllen – Kritik von Axel Timo Purr

Europa Cinemas:

  • Mit voller Pracht voraus
    Das Budapester »Uránia«: Der Kinobesuch ergab kulturelle und soziale Brennpunkte – Europa Cinemas, Teil 1 – von Dunja Bialas

19.08.2021

  • Der Masseur (Sniegu juz nigdy nie bedzie) (PL/D 2020)
    »Ich will nicht die Welt retten, sondern Seelenzustände ändern«: Małgorzata Szumowskas neuer Film Der Masseur betört als Sittenbild über polnische Neureiche und deren ungestillte Sehnsüchte – Kritik von Katrin Hillgruber
  • Doch das Böse gibt es nicht (Sheytan vojud nadarad) (Iran/D/CZ 2020)
    Exekutive der Ohnmächtigen: Mohammad Rasoulofs Berlinale-Gewinner findet den ästhetischen Ausweg aus der Zensur, während er das Vexierbild einer Gesellschaft in der moralischen Falle zeichnet – Kritik von Dunja Bialas
  • Gunda (N/GB/USA 2020)
    Das Leben hinter dem Zaun: Ein Hausschwein erzählt in Gunda vom Existenzialismus – ganz ohne Worte. In den Nebenrollen: Hühner und Kühe – Kritik von Janick Nolting
  • Promising Young Woman (USA 2020)
    Die Rache einer Frau: Promising Young Woman ist nicht zuckersüß, sondern eine subersive Bosheit und schwarze, erwachsene Version einer »Romantic Comedy« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Proxima – Die Astronautin (F/D 2019)
    Ein Marsflug ist mehr als eine Geschäftsreise: Eine Heldin im ganz klassischen Sinn: Proxima von Alice Winocour – Kritik von Rüdiger Suchsland

Filmreihe:

  • In memoriam Hans Schifferle
    Das Werkstattkino zeigt in München Filme, die den passionierte Kinogänger und Filmkritiker umgetrieben haben – von Ulrich Mannes

Cinema Moralia:

  • Könige für tausend Nächte
    Das Desaster in Afghanistan und das Kino: Reiche zerfallen, Invasoren kommen und gehen – was bleibt, sind Luxus, Stil, Drogen und die Liebe – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogängers, 253. Folge – von Rüdiger Suchsland

12.08.2021

Neue Kritiken:

  • New Order – Die neue Weltordnung (Nuevo orden) (MEX/F 2020)
    Die Braut trägt Rot, die Revolte Grün: Nuevo orden des Mexikaners Michel Franco oszilliert zwischen Zynismus und Subversion – von Wolfgang Lasinger
    Coole Destruktion: Die Neue Ordnung ist schlimmer als die alte: Michel Francos Paranoia-Thriller New Order – von Rüdiger Suchsland
  • Kunst kommt aus dem Schnabel wie er gewachsen ist (D 2020)
    Der Baum-Dino und die Hahn-Mona Lisa: Sabine Herpichs einfühlsamer Dokumentarfilm zeigt, dass auch Künstler mit einer Behinderung echte Künstler sind – Kritik von Gregor Torinus
  • Die Welt wird eine andere sein (D/F 2021)
    In guten wie in schlechten Zeiten: Nichts Neues über Privates und Politisches, Schuld und Loyalität, Radikalismus und Wahn – Kritik von Matthias Pfeiffer

Festivals:

05.08.2021

  • Fabian oder Der Gang vor die Hunde (D 2021)
    Virtuos oder beliebig?
    Dominik Graf will mit seiner Erich Kästner Verfilmung Fabian oder der Gang vor die Hunde ein »Kaleidoskop« jener Zeit schaffen, doch wie es mit Kaleidoskopen so ist: man sieht durch sie zwar viel, aber streng genommen auch wieder nichts – Kritik von Sedat Aslan
    Was bleibt, ist die Sehnsucht: Lust am Hinschauen, Lust an den Objekten: Dominik Grafs bezaubernde Verfilmung von Kästners »Fabian« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Be Natural – Sei du selbst (Be Natural: The Untold Story of Alice Guy-Blaché) (USA 2019)
    Feministische Subversion: Ist es ein Zufall, dass die Filmpionierin Alice Guy-Blaché in Vergessenheit geraten ist? Ein Dokumentarfilm macht sich auf die Spurensuche, die Antwort fällt ziemlich eindeutig aus – Kritik von Dunja Bialas
  • Die perfekte Ehefrau (La bonne épouse) (F 2020)
    Beste Absichten: Nicht einmal Juliette Binoche kann Martin Provosts Klamauk um Frauenermächtigung und Emanzipation in den späten 1960er Jahren retten – Kritik von Axel Timo Purr
  • Quo vadis, Aida? (BIH/Ö/RO/D/NL/F/PL/N/Türkei 2020)
    Jasmila Žbanićs Srebrenica-Film: Eine Oscar-Nominierung und die Frage Quo vadis, Bosnia?
    Die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanić hat sich an eine Verfilmung des Genozids in Srebrenica gewagt und für Quo vadis, Aida? eine Oscar-Nominierung erhalten. Der Film richtet sich gegen das Vergessen und für die Versöhnung – und er vermittelt politisch wirkungsvoll zwischen Hollywoodpublikum und post-jugoslawischer Realität. – Kritik von Miranda Jakiša
  • Kaiserschmarrndrama (D 2021)
    Das Zeug zu einem besseren Menschen
    Die inzwischen siebte Eberhoferkrimiverfilmung ist ein seltener Zwitter aus bayerischem Wirtshaustheater und amerikanischer Stand-Up-Comedy – Kritik von Axel Timo Purr

Festival:

  • Still Loving the Alien
    SİNEMA TRANSTOPIA zeigt in Berlin ein dokolonialisierend wirkendes Filmprogramm: »Decolonizing the Screen« – von Dunja Bialas

Locarno:

  • Heimspiele, Regie-Berserker und Spektakel
    Das 74. Filmfestival von Locarno macht unter neuer Leitung Hoffnung auf Rückkehr zu seinen Ursprüngen und auf einen Neustart des Kinos – Notizen aus Locarno, 1. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Regen wie aus Feuerwehrschläuchen
    Schön, reich, künstlerisch: Über das Rentnerparadies
    am Lago Maggiore, dem Ort alternativer Lebenskonzepte oder: Leoparden erkennt man schon von weitem. Locarno-Grundlagen – Podcast aus Locarno 1 – von Rüdiger Suchsland

Reihen:

29.07.2021

69. Filmkunstwochen:

  • Mit vollem Programm voraus
    Vom 28. Juli bis 25. August laden in München die FILMKUNSTWOCHEN zum 69. Mal zu einem Fest in 11 Münchner Arthouse-Kinos ein. – von Dunja Bialas

Kinoprogrammpreise:

  • Subventionswürdig
    Die Kinoprogrammpreise der Stadt München wurden dieses Jahr durch einen Kinokultursonderpreis ergänzt. Insgesamt wurde ein Preisgeld von über 100.000 Euro freigemacht – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Alles ist eins. Außer der 0. (D 2020)
    Die letzten Mohikaner der Bürgerrechte: Medienkritik? Ja bitte! Ein Bericht aus der Steinzeit der Kommunikationsguerilla und jenen Zeiten als vernünftige Menschen bei Gegenöffentlichkeit nicht an »Neue Rechte« dachten – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Cash Truck (Wrath of Man) (GB/USA 2021)
    Ritter der Rache, Retter des Reibachs: Guy Ritchie setzt dem Publikum einen durch und durch ernsthaften, pessimistischen, brutalen, aber auch einen unterhaltsamen Rache-Thriller vor – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Die Dohnal (Die Dohnal – Frauenministerin / Feministin / Visionärin) (Ö 2019)
    »Wir bleiben weiter lästig«: Der Dokumentarfilm über die österreichische Frauenpolitikerin unternimmt einen aufschlussreichen Blick auf die Trägheit des Patriachats – Kritik von Dunja Bialas
  • The Green Knight (IRL/CDN/USA/GB 2021)
    Von Sternenstaub, Riesen und grünen Rittern: David Lowery interpretiert einen Seitenarm der alten Artus-Sage neu für unsere Gegenwart – so meditativ wie texttreu und anspielungsreich. – Kritik von Axel Timo Purr
  • Matthias & Maxime (Matthias et Maxime) (Kanada 2019)
    Ein Kuss, sonst nichts?: Ein Kuss mit Folgen. Dieser Film ist seine Geschichte. – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Martin Eden (I/F/D 2019)
    Das Fieber des Lebens: Pietro Marcello entreißt Jack Londons Meisterwerk seiner Zeit und schafft ein aufregendes, formal starkes und universelles Drama über Politik, Kunst und Liebe im 20. Jahrhundert – Kritik von Axel Timo Purr

22.07.2021

74. Internationale Filmfestspiele von Cannes:

Neue Kritiken:

  • Gaza mon amour (Palästina/F/D/P 2020)
    So erlösend wie ein Lachen: Die Tragikomödie der Nasser-Brüder entzieht sich so klug wie überraschend allen Nahost-Stereotypen, ist aber dennoch gesellschaftspolitisch relevant und auch noch an Liebe interessiert – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Olchis – Willkommen in Schmuddelfing (D/B 2021)
    Kontrolliert die Sau rauslassen: Die Verfilmung eines der erfolgreichsten Kinderbücher macht das Beste aus der literarischen Vorlage, aber ein wenig mehr anarchisches Chaos hätte schon sein dürfen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Rausch (Druk) (DK 2020)
    Der optimale Pegel oder Club der trunkenen Lehrer: Durch Thomas Vinterbergs rauschhaften und preisgekrönten Film weht auch ein Hauch von Dogma-Geist – Kritiken von Gregor Torinus und Rüdiger Suchsland

Neue Serie:

  • Baustelle Leben
    Die arte-Miniserie Hamishim – Fünfzig über eine 49-jährige von Wechseljahren, Kindern, Job und Libido geplagte Drehbuchautorin ist ein Glücksfall: fast ohne Männer erzählt sie doch über Beziehungen und völlig im israelischen Alltagsleben verhaftet, ist sie dennoch politisch – von Axel Timo Purr

15.07.2021

74. Internationale Filmfestspiele von Cannes:

Neue Kritiken:

  • Fast & Furious 9 (USA 2021)
    Oper für Opas: Eigentlich überrascht nichts an diesem neunten Entwurf eines der ältesten Actions-Franchises, aber das ist gerade seine Stärke. Vor allem sollte man die „Musik“ nicht unterschätzen, die hier gegeben wird – Kritik von Axel Timo Purr
  • Minari – Wo wir Wurzeln schlagen (USA 2020)
    Heimat nicht nur als Versprechen: Lee Isaac Chungs preisgekrönter, semi-autobiografischer Migrationsfilm ist eine so zärtliche wie ernüchternde Familienchronik aus einer Zeit, als Amerika noch nicht Nomadland war – Kritik von Axel Timo Purr

38. Filmfest München:

  • Knick in der Pupille
    Den Förderpreis Neues Deutsches Kino für Regie des 38. Filmfest München erhält überraschend ein schmockiger »Theaterfilm« – aber in einem starken deutschen Jahrgang gab es auch würdige Preisträger – von Axel Timo Purr
  • Mit Bravour bestanden
    In diesem Jahr war so manches anders beim Kinderfilmfest: Vor allem trat mit Tobias Krell ein neuer Leiter an, der vor allem durch seine Wissenssendungen als „Checker Tobi“ bekannt ist – von Christel Strobel
  • A bisserl was geht immer
    Edelmann und Willmann verleihen die artechock Awards zum Filmfest München 2021 – von Anna Edelmann & Thomas Willmann

08.07.2021

74. Internationale Filmfestspiele von Cannes:

  • Die besten Filme der Welt
    Sehnsucht nach Chaos: Am Dienstag eröffneten die Filmfestspiele von Cannes – das Mekka des Kinos soll auch Lust auf den alltäglichen Kinobetrieb machen; Cannes-Tagebuch, 1. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Wenn Krähen über Palmen kreisen...
    Cannes im Jahre Null: Der Pandemie entgeht man nicht. Sie folgt einem auf Schritt und Tritt – Cannes-Tagebuch, 2. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Der Alte muss sterben
    Der Tod und die Töchter: Morbidität in strahlendem Sonnenschein. Cannes beginnt an den ersten Tagen mit Familiengeschichten, Töchterfiguren und schwierigen Vätern – Cannes-Tagebuch, 03. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Cannes auf Speed
    Ausgewählte Filme der 74. Internationalen Filmfestspiele von Cannes in der arteshorts-Kurzkritik – von Rüdiger Suchsland
  • Weitere Texte, Videos und Podcasts auf unser Cannes-Special-Seite

Neue Kritiken:

Nachruf:

  • Big Best Buddies Daddy
    Richard Donner hat nicht nur dem Buddy-Cop-Genre neue Flügel verliehen, sondern auch im Superhelden- und Horror-Film neue Maßstäbe gesetzt. Am 5. Juli ist Donner im Alter von 91 Jahren in Los Angeles gestorben. – von Axel Timo Purr

STARTER-Filmpreise 2021:

  • Zukunftsweisend
    Die Verleihung der STARTER-Filmpreise 2021 fand auf der Schotterebene einer neu anbrechenden Münchner Kultur statt – von Dunja Bialas

38. Münchner Filmfest:

  • Kurz & bündig
    Ausgewählte Filme des 38. Filmfest München in der arteshorts-Kurzkritik – von Dunja Bialas, Katrin Hillgruber, Matthias Pfeiffer, Axel Timo Purr und Thomas Willmann

01.07.2021

Filmfest-Special:

  • »Das Leckere bei einem Sandwich ist immer in der Mitte«
    Das Filmfest München schiebt sich dieses Jahr zwischen Berlinale und Cannes, setzt auf Local Heroes und lädt ein zur »Beergarden Convention« – von Dunja Bialas
  • Kaiserschmarrndrama (D 2021)
    Das Zeug zu einem besseren Menschen
    Die inzwischen siebte Eberhoferkrimiverfilmung ist nicht nur Eröffnungsfilm des 38. Münchner Filmfests, sondern auch ein seltener Zwitter aus bayerischem Wirtshaustheater und amerikanischer Stand-up-Comedy – Kritik von Axel Timo Purr
  • Shiva Baby (USA 2020)
    Im Griff von Gift und Gegengift
    Emma Seligman überzeugt in ihrem Debütfilm mit messerscharfem Humor und einer so stürmischen wie analytischen Suche nach sexueller und gesellschaftlicher Identität – Kritik von Axel Timo Purr
  • Kurz & bündig
    Die Filme des 38. Filmfest München in der arteshorts-Kurzkritik– von der »artechock«-Redaktion

Neue Kritiken:

  • The Trouble with Being Born (Ö/D 2020)
    Komplexes Kleinod
    Sandra Wollners The Trouble with Being Born geht der Frage nach, was Erinnerungen sind und wie wichtig sie für uns sind, wie sehr sie uns als Menschen definieren – von Sedat Aslan
    Der Mensch im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Sandra Wollners großartiger zweiter Spielfilm inszeniert Mitleid und Schrecken beim Aufstieg der Maschinen – von Rüdiger Suchsland
  • Possessor (USA 2020)
    Das Ich, die Marionette
    In seinem zweiten Langfilm setzt Brandon Cronenberg die Arbeiten seines berühmten Vaters fort: Possessor ist vielschichtiges und verstörendes Genrekino über Realitäts- und Identitätsverlust – Kritik von Janick Nolting
  • Ich bin dein Mensch (D 2021)
    Zu makellos, der Tom
    Maria Schraders Ich bin dein Mensch ist ein sehr gutes TV-Movie und auch eine gute Kinokomödie, ja – von Sedat Aslan
    Vorschein auf den Menschen 2.0
    Die Dialektik der Robotik: Maria Schraders Ich bin dein Mensch – von Rüdiger Suchsland
  • Nobody (USA 2020)
    Lieber sterben als nicht leben
    Ilya Naishuller fügt dem Vigilante-Thriller-Genre mit Breaking Bad- und Better Call Saul-Star Bob Odenkirk nicht nur einen neuen, vertrackten Helden hinzu, sondern auch apokalyptisch-schwarzen Humor – Kritik von Axel Timo Purr
  • Godzilla vs. Kong (USA 2021)
    Monster lieben – länger leben
    Einer der bislang erfolgreichsten Filme der Pandemiezeit kommt nun auch in Deutschland in die Kinos – Monsterware, die man vielleicht schnell wieder vergisst, die aber immerhin das letzte Krisenjahr vergessen lässt – Kritik von Axel Timo Purr

Portrait:

  • Kino als Reibungsfläche
    Regisseurin Sandra Wollner stellt mit formalem Eigensinn unsere Wahrnehmung und klassische Erzählmodi auf den Kopf. Ihr zweiter Film, The Trouble with Being Born, wurde in der Berlinale Sektion Encounters mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Ein Portrait – von Jens Balkenborg

Mittel Punkt Europa Festival:

  • Es wird nie wieder Schnee geben
    Das MITTEL PUNKT EUROPA FILMFEST zeigt neueste Filme aus Mittel- und Ost-Europa und präsentiert als diesjährigen Schwerpunkt Belarus. Außerdem im Programm ist Der Masseur der polnischen Starregisseurin Małgorzata Szumowska – von Tatiana Moll
  • Courage (D 2021)
    Meditation über den Mut
    Der Dokumentarfilm Courage ist mehr als ein Portrait der Protestbewegung in Belarus – Kritik von Rüdiger Suchsland

Film-Alphabet:

  • J_JALOUSIE
    Nur bei Jalousie, da floss wirklich gar nichts. Mich hat sozusagen die totale Inspirationslosigkeit inspiriert – von Nora Moschuering

Cinema Moralia:

  • »Branchen-Finanzierung durch eine oder mehrere Zensurbehörde/n«
    Gegen die Grenzhüter der Regelungsbetriebe: Persönliche Kriterien, undurchsichtige Abläufe, staatliche Gremienkultur – Dominik Graf und Lisa Gotto über Zensur West und Ost, heute und gestern. Und Maria Schrader über Sozialkompatibilität und ihre Arbeit – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 251. Folge – von Rüdiger Suchsland

24.06.2021

Kinowiedereröffnung, jetzt aber richtig:

  • »Diese Synergien sind der Schlüssel zum Erfolg«
    Kinopoly: Die Betreiber der Kinos Monopol und Arena in München, Christian Pfeil und Markus Eisele, haben nun auch den Rio Filmpalast übernommen. Ein Gespräch über Kino-Standorte, die Programmierung und das Kinomachen an und für sich – von Dunja Bialas

Im Kino:

  • They Want Me Dead (USA 2021)
    Denn was ein Mensch sät, wird er auch ernten
    Zum Ende der Pandemie wurde der neueste Film von Sicario-Autor und Wind River-Regisseur Taylor Sheridan erst auf der mangelhaftesten Streaming-Plattform aller Zeiten versenkt, ist aber jetzt auch im Kino zu sehen. Ein Glücksfall.
    – Kritik von Axel Timo Purr

Auf DVD:

  • Eine Unterkunft oder der nächste Schuss
    Mad Love in New York: Im dritten Spielfilm der Safdie-Brüder streift eine junge wohnungslose Frau durch ein New York, in dem jede Begegnung eine neue Eskalation bedeutet – von Tim Abele

17.06.2021

Kinoneustart:

  • Einladung zur Zeitreise
    In der langen Kinopause wurde das Arena im Münchner Glockenbachviertel noch einmal neu gedacht und taucht jetzt mit vielen Details atmosphärisch in die Ära des Art Déco ein – eine Ortsbegehung – von Dunja Bialas

Im Kino:

  • Zustand und Gelände (D 2019)
    DDR-Geschichtsklittierung
    Ute Adamczewski hat mit ihrem Debüt einen erhellend-aufklärenden Film über die blinden Stellen der »anti-faschistischen« DDR geschaffen, der viel über die Vergangenheit aber mehr noch über die Gegenwart erzählt – Kritik von Dunja Bialas
  • Chaos Walking (USA 2021)
    Ohne Lüge leben
    Doug Limans Bestsellerverfilmung mit Mads Mikkelsen, Tom Holland und Daisy Ridley lohnt sich vor allem für die ungewöhnlich dystopische Auslegung unserer hypermedialen, alles überflutenden Gegenwart und einer mutigen Prämisse– Kritik von Axel Timo Purr

Im Streamingkanal:

  • Shiva Baby (USA 2020)
    Im Griff von Gift und Gegengift
    Emma Seligman überzeugt in ihrem Debütfilm mit messerscharfem Humor und einer so stürmischen wie analytischen Suche nach sexueller und gesellschaftlicher Identität – Kritik von Axel Timo Purr

Festivals:

  • Reise zum Goldenen Spatz
    Das deutsche Kinder Medien Festival Goldener Spatz 2021 ging in die hybride Version und war vom 6. – 12. Juni in Gera, Erfurt und online zu sehen – von Christel Strobel

Cinema Moralia:

  • Sie wollen uns erzählen...
    Hauptsache Kulisse: Wer dem Kino helfen will, kauft Kino-, nicht Berlinale-Karten. Bevor wir in der Delta-Welle landen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 250. Folge – von Rüdiger Suchsland

10.06.2021

Berlinale Sommer-Special:

  • Unser Berlinale-Special. Reloaded, was sonst?
    Die Berlinale wiederholt sich: Alle Filme der Online-Edition sind jetzt im Open-Air-Sommer-Special der Berlinale zu sehen. Wir verschaffen den Überblick über die Filme, für alle, die sie sehen können
  • Sommer-Berlinale 2021: Kurzkritiken-ABC
    Alphabetisch sortierte Kurzkritiken diesjähriger Berlinale-Filme aus allen Sektionen in Tweet-Länge – von Sedat Aslan, Anna Edelmann, Axel Timo Purr und Christel Strobel

Festivals:

  • Period Pictures und Post-Punk
    Das Rumänische Filmfestival München arbeitet dunkle Momente der rumänischen Geschichte auf und blickt einmal mehr in die Dynamik einer Familie. Unbedingt ergänzt werden sollte die hybride Ausgabe durch ein statisches Kammerspiel von Cristi Puiu – von Dunja Bialas
  • Allein mit sich selbst
    Die diesjährige Filmreihe des italienischen Circolo Cento Fiori zeigt an einem konzentrierten Wochenende in München Filme über die Einsamkeit – von Elke Eckert
  • Film als subversive Kunst
    Das 18. Crossing Europe in Linz beweist in der Reihe »Local Artists«, dass man sich Österreich als glückliches Land vorstellen muss – zumindest für die einheimische Filmproduktion – von Dunja Bialas

Im Streamingkanal:

Kinderjury gesucht!

  • Wer, wenn nicht ihr?
    Für den Aufbau einer neuen FBW-Jugend Filmjury im Monopol Kino in München werden 10 neue Jurymitglieder gesucht – von Katrin Hoffmann

03.06.2021

Kinozukunft:

  • Vor dem Massaker
    Cruel Summer: Schluss mit dem Kino-Kitsch! Das Kino, wie wir es kannten, wird auf die Dauer so nicht überleben – von Rüdiger Suchsland

Im Streamingkanal:

  • Blue Miracle (USA 2021)
    Der alte Mann und die Waisen: Julio Quintanas Blue Miracle reaktiviert den Traum vom gemeinsamen Kampf gegen alte Gespenster und versucht auch noch ein guter Action-Film zu sein – Kritik von Axel Timo Purr

21. Nippon Connection

  • Leuchten in knalligem Pink
    Ab dem 1. Juni leuchtet Frankfurt filmisch wieder sechs Tage in knalligem Pink: Mit Nippon Connection geht die 21. Ausgabe des größten japanischen Filmfestivals weltweit in der Mainmetropole an den Start – von Jens Balkenborg

Abstand/Zoom

  • Das Film-Alphabet: I_IRREN
    Eine ganze Zeit war ich der Meinung, dass sich Filme nicht irren können, weil sie einfach so sind wie sie sind. Quasi richtig gewachsen. Als gäbe es da ein Naturgesetz und sie würden so wachsen wie sie müssten – von Nora Moschuering

Cinema Moralia

  • Lösch mir die Augen aus
    Wie man Kritik zum Schweigen bringt... Über die Schönheit und Notwendigkeit des Schimpfens – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 249. Folge – von Rüdiger Suchsland

Corona & Kultur

27.05.2021

Im Streamingkanal:

  • Milestone (Meel Patthar) (Indien 2020)
    Ist es das wert? Ivan Ayrs subtiles, untergründiges und universelles Sozialdrama um einen LKW-Fahrer vor dem Abgrund seines Lebens und der Gesellschaft ist erzählerisch starkes und formal beeindruckendes Kino – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Aktualität der Schauprozesse
    Drei Kapitel aus dem Roman der Sowjetunion: Dokumentarfilme von Sergeij Loznitsa auf Mubi – von Rüdiger Suchsland

27. Kurzfilmwoche Regensburg:

  • Weitschweifender Blick aus dem Regionalfenster
    Die 27. Kurzfilmwoche Regensburg zeigt engagierte Filme in allen Sparten: Fiktion, Animation, Dokumentar- und Experimentalfilm sind gleichermaßen auf hohem Niveau – von Dunja Bialas

Interview:

20.05.2021

Kinozukunft:

  • Möglichkeiten starker ästhetischer Störungen
    Das Werkstattkino und das Theatiner machen in München den Auftakt mit den Kino-Öffnungen. Jetzt wagt auch das DOK.fest den Schritt in den Präsenzmodus und zeigt den Gewinner des Online-Publikumspreises im City, Rio und Maxim – von Dunja Bialas
  • Zukunftsmusik?
    Der Kinokongress »Kino digital« widmete sich künftigen Modellen des Kinos. Während die Branche, Segment Big Player, unter sich diskutierte, kam eine ernstzunehmende neue Sichtweise ausgerechnet aus der Politik – von Dunja Bialas
  • »Ein Erlebnisort mit erotischer Komponente«
    Der Initiator von »Montag Kinotag« darüber, wie aus einer Idee eine Initiative für die Münchner Kinos wurde – von Matti Bauer

36. DOK.fest@home:

  • In den Fesseln des Unbewältigten
    Filme auf dem DOK.fest 2021 zwischen Kontrollsehnsucht und Lockerlassen – von Thomas Willmann
  • Hunter from Elsewhere – a journey with Helen Britton (D 2021)
    Die Alchemistinnen: Helen Britton ist eine der eminenten zeitgenössischen Künstlerinnen, die Profanes in Presziosen zu verwandeln weiß. Elena Alvarez Lutz hat ihre Philosophie jetzt in einen Film verwandelt – Kritik von Dunja Bialas
  • Kímmapiiyipitssini –The Meaning of Empathy (Kanada 2021)
    „All it takes, is one person to care“: Elle-Máijá Tailfeathers intimes Porträt vom Leben und Überleben des Kainai-Stammes in Alberta ist Zeuge von tiefgreifenden Veränderungen innerhalb der Gemeinschaft und eine emotionale Aufforderung zu Empathie – Kritik von Louisa von Sohlern
  • The Rossellinis (I/LV 2020)
    Der Schatten des Meisters: In seinem Dokumentarfilm widmet sich Alessandro Rossellini seiner Familie, wirklich ein Clan von mal mehr mal weniger erfolgreichen Künstlern und Künstlerinnen. Er selbst sieht sein Projekt als Therapie – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Soldaten (D 2021)
    Alles archaisch, aber leider unumgänglich: Wer geht denn heute überhaupt noch freiwillig zur Bundeswehr? Das ist eine Kernfrage, die Christian von Brockhausens und Willem Konrads Soldaten stellt – Kritik von Jens Balkenborg
  • Die Welt jenseits der Stille (D 2021)
    Die Einzelnen in Stillstand: Manuel Fenns Dokumentarfilm schafft einen Zugang zum leidigen Thema Covid 19, den die rein journalistische Herangehensweise nicht bieten kann – Kritik von Matthias Pfeiffer
  • Who’s afraid of Alice Miller? (CH 2020)
    Im Bunker des ewigen Krieges: Daniel Howalds Film über die Suche nach der Wahrheit in Alice Millers Leben ist ein so verstörender wie wichtiger und berührender Film über transgenerationale Traumabewältigung – Kritik von Axel Timo Purr
  • Wood – der geraubte Wald (D/Ö/RO 2020)
    Auf dem Holzweg: Der engagierte Dokumentarfilm macht die Dringlichkeit klar, mit der zu handeln ist, wenn wir unsere Umwelt retten wollen – Kritik von Louisa von Sohlern

Im Streamingkanal:

  • The Underground Railroad (USA 2021)
    Hell’s Gate: Moonlight-Regisseur Barry Jenkins hat Colson Whiteheads Bestseller beeindruckend und anspielungsreich als Mini-Serie adaptiert und gleichzeitig eine XXL-Version seines eigenen Werkes geschaffen – von Axel Timo Purr
  • A Black Jesus (D 2020)
    Schwarzes Holz und schwarze Haut: Druckaufbau bei Luca Luccesi – Kritik von Rüdiger Suchsland

13.05.2021

Thema Kinoöffnung:

  • Der Boandlkramer und die Auswertungskaskade
    Der Amazon-Start des Vilsmaier-Vermächtnisses Der Boandlkramer bringt die bayerischen Kinos in Bedrängnis und wirft einmal mehr die Frage nach dem Sinn der »Kinofenster« auf – von Dunja Bialas
  • Wolkig bis heiter
    Die Kinos in München und Bayern dürfen seit dem heutigen Donnerstag wieder öffnen. Warum die meisten nicht aufmachen und welche Pläne trotzdem geschmiedet werden – von Dunja Bialas

36. DOK.fest@home:

  • artesho(r)ts Kurzkritiken
    Fortlaufend aktualisierte Kurzkritiken diesjähriger Dokfest@home-Filme aus allen Sektionen in Tweet-Länge – von artechock-Redaktion
  • »Abreißen ist leichter als aufbauen!«
    Anlässlich der DEFA-Gründung vor 75 Jahren präsentiert das DOK.fest eine kleine, aber sehr feine und unbedingt sehenswerte Retrospektive mit acht DEFA-Dokumentarfilmproduktionen aus 39 Jahren – von Axel Timo Purr
  • Heimatkunde (D 2021)
    Schule als Madeleine: Christian Bäuckers Suche nach einer verlorenen Zeit und Heimat ist eine erzählerisch und formal überzeugende Annäherung an das Bildungssystem der DDR, aber auch ein emotionaler therapeutischer Prozess – Kritik von Axel Timo Purr
  • Zinder (D/F/NIG 2021)
    Die Hoffnung stirbt zuletzt: Aicha Mackys Porträt einer Gang in Zinder im Niger ist auch ein überzeugendes Porträt einer Gesellschaft, die sich kreativ immer wieder neu erfinden muss – Kritik von Axel Timo Purr

Im Streamingkanal:

  • Der Schüler (The Disciple) (Indien 2020)
    Götterdämmerung: Chaitanya Tamhanes Venedig-Drehbuchpreis- und FIPRESCI- Gewinner ist formal starkes, kluges und zärtliches Kino und ein großer Film über Musik und Hierarchien und die wichtigste Entscheidung im Leben – Kritik von Axel Timo Purr
  • Lux Æterna (F 2019)
    Sadistische Blicke: In dem im Stream und jetzt als DVD erschienenen Lux Æterna rechnet Skandalregisseur Gaspar Noé mit der Filmindustrie ab. Am Ende brennen die Hexen – und die Augen der Zuschauer – Kritik von Janick Nolting
  • »Wir sind nicht nur in der Politik Internationalisten.«
    Utopia in Babelsberg – Science Fiction aus der DDR: Ein Film zur vergessenen Geschichte des Science-Fiction-Kinos in der DDR – von Rüdiger Suchsland

67. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen:

06.05.2021

36. DOK.fest@home

  • Quo vadis, DOK.fest?
    Wieder DOK.fest, immer noch Corona und wir erinnern uns: spätestens am 16. März 2020, dem Tag der Verkündung des Katastrophenfalles in Bayern, musste dem Team des DOK.fest München unter der Leitung von Daniel Sponsel klar sein, dass die anstehende 35. Auflage nicht wie geplant über die Bühne gehen würde … – von Sedat Aslan
  • 36. Münchner Dokfest@home 2021 – Kurzkritiken
    Fortlaufend aktualisierte Kurzkritiken diesjähriger Dokfest@home-Filme aus allen Sektionen in Tweet-Länge – von artechock-Redaktion
  • Bilder (m)einer Mutter (D 2021)
    Verlust eines Lebens: Melanie Lischkers vielschichtige, biografische Reflexion über das Leben ihrer Mutter ist weit mehr als eine (auto-) biografische Erzählung zu einem verlorenen Leben und einer verlorenen Zeit, es ist Denkmal und Mahnmal zugleich – Kritik von Axel Timo Purr
  • The Last Hillbilly (USA/Katar 2020)
    Verloren im Land der Zukunft: Rednecks, White Trash, Hinterwäldler … Diane Sara Bouzgarrou und Thomas Jenkoe grandioser Film nähert sich einer fast ausgestorbenen Minderheit, mit der man sich erst nicht allzu gern beschäftigen will – Kritik von Matthias Pfeiffer

67. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen:

  • Solidarität als Störung
    Die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen warten in ihrer zweiten Online-Ausgabe mit neuen Wettbewerben, großen Profilen und einem Thema auf, das dem Zeitgeist auf die Sprünge hilft – von Dunja Bialas
  • Begegnungen mit dem Unerwarteten
    Diesseits und jenseits des Krieges: Filme aus dem Libanon bei den 67. Kurzfilmtagen Oberhausen – von Rüdiger Suchsland

Im Streamingkanal

  • Cunst vs. Comedy
    Die Apple TV+ Serie Dickinson von Alena Smith ragt unter einigen sehr mittelmäßigen Produktionen dieses Kanals monolithisch heraus und macht über das Leben und Schreiben der amerikanischen Dichterin Emily Dickinson sogar aufregende und differenzierte Werbung für das Schriftstellerdasein, in Deutschland leider undenkbar – Kritik von Thomas Lang
  • Labyrinth of Cinema (Umibe no eigakan – Kinema no tamatebako) (J 2019)
    Goldfische fliegen vorbei: Lob des Unreinen. Labyrinth of Cinema beschwört sein Medium in der Stunde seines Untergangs – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Die Mitchells gegen die Maschinen (The Mitchells vs. The Machines) (USA 2021)
    Krieg als Familientherapie: Beste Vorgaben machen noch keinen besten Film, aber immerhin ragen die Mitchells zumindest über die Animation und in ihrer Ehrenrettung einer dysfunktionalen Familie aus dem Zeichentrickeinheitsbrei positiv heraus – Kritik von Axel Timo Purr

Filmalphabet

  • H_HUMANOIDE
    Der einzige humanoide Roboter, den ich kenne, der von einer Frau geschaffen wurde, schon dafür einen Daumen nach oben! Und sonst? – von Nora Moschuering

#allesdichtmachen

  • Performativer Widerspruch
    Warum zu einer »Streitkultur als Utopie« auch die Widerrede gehört – eine Antwort auf Rüdiger Suchsland – von Dunja Bialas

Cinema Moralia

  • #alleskaltmachen
    Wir sollten unempfindlicher werden: Schauspieler gegen Erderwärmung und Böhmermann gegen den deutschen Film – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 248. Folge – von Rüdiger Suchsland

29.04.2021

Dokumentarfilmfestival Nyon

  • Wovon träumt die Wirklichkeit?
    Das 52. Dokumentarfilmfestival von Nyon »Visions du Réel« macht seinem Namen alle Ehre und zeigt Visionen der Wirklichkeit – von Dunja Bialas

Cinema Moralia

  • Streitkultur als Utopie
    Plädoyer für polemologische Kompetenz: Über Kampagnen, Journalismus und über Kampagnenjournalismus – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 247. Folge – von Rüdiger Suchsland

Oscars 2021

  • Oscar so woke
    Alles so schön bunt hier: Doch am Ende setzt auch bei den Oscars das US-Kino aufs Altbekannte und scheut die Veränderung – von Rüdiger Suchsland

Im Streamingkanal

  • Stupid fucking Hippies! (& Günter Netzer)
    „Die Schlange“ ist weit mehr als nur eine eskapistische Mini-Serie, die Covid-Ersatzurlaub in Südostasien und einen doppelbödigen Serienkiller-Plot bietet. Sie stellt auch wichtige Fragen zu Rassismus und Identität – von Axel Timo Purr

22.04.2021

Thema: Kinoöffnung

  • #ausgebremst
    Pünktlich zum Corona-Notbremsen-Gesetz ist jetzt unter der Hand ein Stufenplan in Umlauf gekommen. Falls das Eckpunktepapier umgesetzt wird, ist der Kultursommer bedroht – von Dunja Bialas

Cinema Moralia

Montag ist Kinotag

  • Anstehen für das Filmtheater Sendlinger Tor
    Die Zukunft des ältesten Kinos in München ist ungewiss. Am kommenden Montag macht die Initiative »Wir lieben Kino« wieder auf die prekäre Kinosituation in München aufmerksam – und stellt sich am Filmtheater Sendlinger Tor an – von Dunja Bialas

Im Streamingkanal

  • »...dann kannst du alle töten«
    Bryan Fogels Dokumentarfilm The Dissident enthüllt die Machenschaften des brutalen saudischen Herrscherhauses – von Rüdiger Suchsland
  • Love and Monsters (USA 2020)
    Kuscheltherapie für geschundene Pandemiker. In Love and Monsters ist so ziemlich alles drin. Die Big-Bug-Movies der 1950er, Post-New-Hollywood, heutige Serien und ein paar provokante Stammtischrezepte für unsere Pandemiegegenwart – Kritik von Axel Timo Purr

15.04.2021

Im Streamingkanal:
  • Jasmila Žbanics Srebrenica-Film: Eine Oscar-Nominierung und die Frage Quo vadis, Bosnia?
    Die bosnische Regisseurin Jasmila Žbanic hat sich an eine Verfilmung des Genozids in Srebrenica gewagt und für Quo vadis, Aida? eine Oscar-Nominierung erhalten. Der Film richtet sich gegen das Vergessen und für die Versöhnung – und er vermittelt politisch wirkungsvoll zwischen Hollywoodpublikum und post-jugoslawischer Realität... – von Miranda Jakiša
  • Träume sind Totgeburten
    Alankrita Shrivastavas Serie Bombay Begums ist ein wildes, wütendes und radikales feministisches Manifest, das es trotz mancher Schwächen verdient hat, umarmt zu werden. Nicht nur in Indien. – von Axel Timo Purr
  • Two Distant Strangers (USA 2020)
    Jesus von New York: Travon Frees und Martin Desmond Roes AAFCA-ausgezeichneter und Oscar-nominierter Kurzfilm ist ein tragikomisches Destillat, das nicht nur Black Lives Matter auf den Punkt bringt. – Kritik von Axel Timo Purr
  • Time Will Tell
    In seiner ersten Serie We Are Who We Are erzählt Luca Guadagnino in einem amerikanischen Militärstützpunkt in Italien von jugendlicher Gender-Fluidität. Eine Serie voller Leben mit einem ganz eigenen Beat. – von Jens Balkenborg
Festival:
  • Ein gelungener Husarenritt
    Das moderne türkische Kunstkino kennt vor allem zwei Pole: das Politische und das Private. Beides findet sich in den diesjährigen, 32. Türkischen Filmtagen wieder, die Bandbreite der Filme ist vielfältig, sie fordern den Zuschauer immer wieder heraus, ohne ihn vor den Kopf zu stoßen oder hoffnungslos zurückzulassen. – von Sedat Aslan
  • Das Leben in Argentinien
    Eine kleine Filmreise in ein anderes, fernes Land, per Online-Links – ausgelagerte Perlen des »Invasion. Das Argentinische Filmfestival«. – von Rüdiger Suchsland
Debatte »Lovemobil«:

08.04.2021

Debatte: Lovemobil

  • »Die Debatte in der Debatte«
    Die Lovemobil-Debatte geht weiter: Zu unserem Special zu Lovemobil und als Reaktion auf das Interview mit der Regisseurin Elke Lehrenkrauss haben uns Zuschriften erreicht, die wir hier öffentlich machen wollen – auch, weil wir uns redaktionsintern ebenfalls die Köpfe heiß diskutiert haben – von der »artechock«-Redaktion
  • Lovemobil | NDR
    Anja Reschke und das reine Gewissen Oder: Warum der Fall »Lovemobil« ein Fall »NDR« ist – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia

Im Streamingkanal

  • Die Chaostheorie des politischen Bewusstseins
    Der einmalige britische Filmemacher Adam Curtis und seine neue, geniale Film-Serie »Can’t Get You Out of My Head« über das »individualistische Zeitalter« und die »Emotionsgeschichte der Moderne« – von Rüdiger Suchsland
  • Madame Claude (F 2021)
    »Ich übernehme die Macht und ficke sie von innen«: Ohne Voyeurismus, dafür umso gesellschaftskritischer, zeichnet Sylvie Verheyde das Leben der wohl berühmtesten französischen Bordellbesitzerin des 20. Jahrhunderts nach
    – Kritik von Axel Timo Purr

01.04.2021

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Debatte: Lovemobil

  • »Mir wurde gesagt: Das verstehen unsere Zuschauer nicht«
    Elke Lehrenkrauss über die Widerständigkeit der Wirklichkeit, die mangelnde Betreuung von Redaktionen, die Geldknappheit und die Offenlegung ihres vom Ansatz her künstlerischen Projekts: Lovemobil – von Ludwig Sporrer

Filmalphabet

  • G_GESCHICHTEN
    Stories We Tell. Auch DokumentarfilmerInnen wollen Geschichten erzählen und ich frage mich: Was soll denn das heißen: Ihr wollt Geschichten erzählen? Laufen die da draußen so rum, die Dreiakter? – von Nora Moschuering

Filmkritiken

  • Tribhanga (Indien 2021)
    Trauma in Traum transformieren – Kritik von Axel Timo Purr
  • Bad Trip (USA 2020)
    Humor auf Drogen, Fluxus und Porno – Kritik von Axel Timo Purr

25.03.2021

Thema: Kinoöffnung

  • Costa Kino an der Costa Blanca
    Es geht auch anders: An Spaniens Costa Blanca und in Valencia hatten die Kinos coronabedingt nur kurz geschlossen. Seit zwei Wochen haben nun auch die großen IMF-Kinos in Valencia wieder geöffnet – die Inzidenzwerte sinken trotzdem weiter. Ein Besuch. – von Axel Timo Purr
  • Offener Brief für offene Türen
    Kunst, Kultur und Tourismus fordern die Politik auf, Öffnungsstrategien jenseits von Inzidenzwerten für München vorzulegen – von Dunja Bialas

Debatte: Lovemobil

  • All documentaries are lies?
    Lovemobil ist ein inszenierter Dokumentarfilm, ohne dass dies jemand wusste. Jetzt gibt die Regisseurin Lehrenkrauss ihren Dokumentarfilmpreis zurück. Inszenierung, Fake und »Lüge« aber haben eine gute Dokumentarfilmtradition – man muss das nur offenlegen – von Dunja Bialas
  • Wider die puritanische Phantasie
    Verteidigung des Unauthentischen aus möglicherweise falschem Anlass: Wenn man über den Fall Lovemobil sprechen möchte, dann kann man von den Produktionsbedingungen des deutschen Kinos nicht schweigen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 244. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Im Grenzbereich
    Diesen Text schreibe ich, weil ich mich ärgere, über die Chuzpe der Filmemacherin Elke Margarete Lehrenkrauss, über die begleitenden Umstände und auch ein bisschen über einen Teil der dadurch ausgelösten Debatte. – von Sedat Aslan
  • Lovemobil : Wo im Dunkeln konstruiert wird
    Elke Lehrenkrauss steckt fest. Sie wollte über Straßenprostitution aufklären und hat nun eine Debatte entfacht: über Wahrheit, Täuschung und die Redaktionen – von Nora Moschuering
  • Zum Fall Lovemobil – Dietmar Post
    Zum Fall Lovemobil: Über die Verantwortlichkeit der Dokumentarfilmemacher gegenüber den Menschen in ihren Filmen – von Dietmar Post

Im Streamingkanal: Serie

  • Der ewige Krieg
    Die Schweizer ARTE-Mini-Serie Frieden seziert mit dem Brennglas der Vergangenheit klug unsere Gegenwart, ist aber auch ein packendes und emotionales Nachkriegs-Drama – von Axel Timo Purr

18.03.2021

  • Montag ist Kinotag
    Eine spontane Münchner Initiative steht von nun an wöchentlich für den Erhalt der Kinos an – von Dunja Bialas
  • Bombay Rose (Indien 2019)
    Liebe auf den zweiten Blick: Gitanjali Raos kritische Liebeserklärung an das alte Bombay und das neue Mumbai ist nicht nur große Animationskunst, sondern auch eine so wilde wie zärtliche, anspielungsreiche wie bewegende Erzählung – Kritik von Axel Timo Purr
  • Bleib zu Hause und geh ins Kino!
    Das 38. flimmern&rauschen Jugendfilmfestival findet von 18.- 28. März auf der Webseite des Festivals statt. In diesen 10 Tagen werden über 60 Kurzfilme gezeigt, und das komplett kostenlos und rund um die Uhr. Gedreht wurden alle Beiträge von Kindern und Jugendlichen – bis 27 – von Anna Edelmann
  • Macht kaputt, was Euch kaputt macht
    Viele sind high, Luise ist Heyer: Der ARD-Polizeiruf »Sabine« war nicht nur wegen seiner Hauptdarstellerin ein ungewöhnlicher Lichtblick in der deutschen Krimi-Ödnis – von Rüdiger Suchsland
  • Filmtipp: BR-Kurzfilmnacht
    Zehnmal im Jahr zeigt das BR Fernsehen eine Kurzfilmnacht immer zu einem bestimmten Thema – von Rüdiger Suchsland
  • 71. Berlinale Special:
  • Edelmann & Willmann - Teil 2 | Berlinale
    Edelmann und Willmann auf der Berlinale und der Woche der Kritik 2021 – Teil 2 – von Anna Edelmann & Thomas Willmann
  • Der Lockdown, der ein Knockdown ist
    Massiv, unbürokratisch, lebensnahe: Das Kino-Impf-Chaos. Das Lobbyverzeichnis für den Film. Und die Angst – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 243. Folge – von Rüdiger Suchsland

11.03.2021

  • Provokation und Umarmung
    Radu Jude, Maria Speth, Alexandre Koberidze, Ramon und Silvan Zürcher: Die preisgekrönten Filme der Berlinale brechen mit den Konventionen und zeigen die neue Handschrift von Carlo Chatrian – von Dunja Bialas
  • In der Welt der erwachsenen Kinder
    Die Kinder- und Jugendsektion der Berlinale »Generation« zeigt vor allem altersgruppen- und damit auch sektionen-übergreifende Filme, die andeuten, dass es mit den »kindlichen« Kindheiten wohl nun endgültig vorbei ist, im Film wie auch in der Realität – von Christel Strobel und Axel Timo Purr
  • Ceci n'est pas un festival?
    Edelmann und Willmann auf der Berlinale und der Woche der Kritik 2021 – von Anna Edelmann & Thomas Willmann
  • F_FERNSEHEN (März 2021)
    »Eigentlich solle dies ein wehmütiger Text über das Filmgucken im Fernsehen werden. Bis mir Thomas Gottschalk dazwischen kam.« – von Nora Moschuering

04.03.2021

  • Moxie. Zeit, zurückzuschlagen (Moxie) (USA 2021)
    Das bessere Bridgerton: Amy Poehlers perfekte Anleitung für jugendlichen Widerstand in Zeiten von MeToo, Rassismus und Populismus – Kritik von Axel Timo Purr

71. Berlinale Special:

  • Jury’s Werk und Teufels Beitrag
    Schrödingers Berlinale findet ihren angemessenen Abschluss mit aberwitzigen Preisentscheidungen – von Rüdiger Suchsland
  • Virtuos oder beliebig?
    Dominik Graf will mit seiner Erich Kästner Verfilmung Fabian oder Der Gang vor die Hunde ein Kaleidoskop jener Zeit schaffen, doch wie es mit Kaleidoskopen so ist: man sieht durch sie zwar viel, aber streng genommen auch wieder – von Sedat Aslan
  • Lebensprägende, aber sich verfehlende Begegnungen
    Filme von Celine Sciamma und Xavier Beauvois und aus Ungarn, Berlinale-Tagebuch, Folge 02 – von Rüdiger Suchsland
  • Kompass ohne Nadel
    Christian Schwochows Berlinale Special-Beitrag Je suis Karl bringt die Gefahr gegenwärtiger radikaler Populismuspolitik auf den Punkt und zeigt wie gefährlich, unangreifbar und sexy die junge Rechte sein kann; ein Film zur »rechten« Zeit – von Axel Timo Purr
  • Träumen wie 1990
    Boy meets Girl, die älteste Geschichte der Welt, und dann ist der Auslöser auch noch ein fallen gelassenes Buch, als die beiden im Vorbeigehen zusammenstoßen. So beginnt Alexandre Koberitzes Was sehen wir, wenn wir zum Himmel schauen? – von Sedat Aslan
  • Ausnahmezustand
    Zwischen Neugier und Erschöpfung finden Tour und Tortur der Berlinale diesmal vom Sofa aus statt. Zu entdecken sind Filme eines neuen, jungen, wilden Anti-Arthousekinos – von Dunja Bialas
  • Zwei Trauer-Klöße für ein Halleluja – 71. Berlinale
    Die Streamliale oder: Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit, Berlinale-Tagebuch, Folge 01 – von Rüdiger Suchsland
  • artesho(r)ts Kurzkritiken
    Fortlaufend aktualisierte Kurzkritiken diesjähriger Berlinale-Filme aus allen Sektionen in Tweet-Länge – von Sedat Aslan, Dunja Bialas, Axel Timo Purr, Anna Edelmann, Christel Strobel und Rüdiger Suchsland

25.02.2021

  • Namaste Wahala (Nigeria 2020)
    Nolly und Bolly lieben sich: Hamisha Daryani Ahujas auf Netflix veröffentlichte romantische Culture Clash-Komödie paart Nollywood mit Bollywood. Ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es eher ein Stolpern ist – Kritik von Axel Timo Purr
  • Wonder Woman 1984 (USA 2020)
    Girls don’t wanna have fun anymore: Viel Lärm und nichts: Ist das nun Popfeminismus? Eher nicht – Wonder Woman 1984 fesselt das lustvolle Prinzip der Wunscherfüllung allzu zeitgeisthörig korrekt mit dem »Lasso der Wahrheit« und des Mythos – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Netflix-Serie »Tribes of Europa«: Angriff der Angst
    Philip Kochs Dystopie eines tribalistisch fragmentierten Europas ist ein spannender und furioser politischer Kommentar, enttäuscht aber erzählerisch – Kritik von Axel Timo Purr
  • Wolfram Paulus – eine Revision
    Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Mozarteum Salzburg wagten in Zusammenarbeit mit dem Filmarchiv Austria einen interdisziplinären Blick auf Paulus' Schaffen – von Ulrich Mannes

71. Berlinale Special:

  • artesho(r)ts Kurzkritiken
    Fortlaufend aktualisierte Kurzkritiken diesjähriger Berlinale-Filme aus allen Sektionen in Tweet-Länge – von Sedat Aslan, Dunja Bialas, Axel Timo Purr, Anna Edelmann, Christel Strobel und Rüdiger Suchsland
  • Schrödingers Berlinale
    Berlin zeigt uns, wie virtuell wirklich geht und präsentiert eine Woche voller Filme, die man nicht sehen kann – von Dunja Bialas
  • Was wäre, wenn
    Maria Schraders im Wettbewerb der 71. Berlinale gezeigter Ich bin dein Mensch ist ein sehr gutes TV-Movie und auch eine gute Kinokomödie, wäre aber überall anders als im Wettbewerb der Berlinale besser aufgehoben – von Sedat Aslan

18.02.2021

  • »Es ist Zeit, in die Offensive zu gehen«
    Der Nürnberger Kinomacher und Verleiher Mikosch Horn über die Versöhnung des Kinos mit dem Streamen. Mit »Cinemalovers« hat er dazu ein gangbares Modell entwickelt – Interview von Dunja Bialas
  • Der nackte König (CH 2019)
    Die Schönheit des Unbestimmten: Die Revolte ist ein Abenteuer des Herzens: Ein Filmessay über Solidarność in Polen, die iranische Revolution und das Epochenjahr 1979 – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • I’m No Longer Here (Ya no estoy aquí) (MEX/USA 2019)
    Musik hilft auch nicht immer: Fernando Frías de la Parras‘ dichtes und düsteres Drama über einen Jugendlichen zwischen Monterrey und New York ist nicht nur sehenswert, weil es gerade auf die Oscar-Shortlist gesetzt wurde – Kritik von Axel Timo Purr
  • »Bridgerton«: Ballsaison in Barbieland
    Das erfolgreichste Netflix-Serien-Debüt aller Zeiten zeigt vor allem, wie schlecht es der Menschheit in Corona-Zeiten gehen muss. Denn belangloser und langweiliger war Eskapismus selten – Kritik von Axel Timo Purr

11.02.2021

  • Tanz mit dem Tiger
    Das 50. IFFR richtet unter widrigen Umständen und neuer Leitung einen spannenden Tiger-Wettbewerb mit internationalen Nachwuchsfilmen aus. Für uns die besten: I comete und Mayday – von Dunja Bialas
  • »Die Künstler sind diejenigen, die Filme und Serien erschaffen!«
    Mal nicht Corona: Düpierte Kunst, mieser Ton, Dekonstruktion, aber kein Change an der DFFB und ein verräterisches Fallbeispiel für neue Tendenzen im deutschen Kino – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 242. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • A Sun (Taiwan 2019)
    Nutze den Tag, wähle deinen Weg: Chung Mong-hong taiwanesischer Oscar-Beitrag A Sun verblüfft mit einer universellen, so erschütternd wie zärtlichen Geschichte und ist einer der besten Filme des letzten Jahres
    – Kritik von Axel Timo Purr
  • Neues aus der Welt (News of the World) (USA 2020)
    Schatten der Vergangenheit – von Axel Timo Purr
    Systemsprenger im Wilden Westen – von Rüdiger Suchsland
  • Reden hilft immer
    Berkun Oyas türkische Netflix-Miniserie »Acht Menschen in Istanbul« zeichnet ein komplexes und aufregendes Bild der türkischen Gesellschaft und überrascht mit fulminanter, formstarker Filmästhetik – von Axel Timo Purr
  • Tiger on the Loose
    Vom Formenzwang des Dokumentarischen losgelöst: Tim Leyendekkers Feast und Marta Popivodas Landscapes of Resistance in der Tiger Competition – von Dunja Bialas
  • Hurra, hurra, die Berlinale fällt aus!
    Bedeutungsverlust: Morgen Kinder, wirds nix geben, das wichtigste deutsche Filmfestival wird zur »Hybrid«-Ausgabe, denn im Gegensatz zur Konkurrenz kann sie es sich nicht leisten, komplett auszufallen – von Rüdiger Suchsland

04.02.2021

  • Widerstandslandschaften und Vexierbilder
    Die Mittel des Kinos: Ein erster Blick auf das Filmfestival von Rotterdam – von Rüdiger Suchsland
  • Malcolm & Marie (USA 2021)
    Orgiastischer Paartanz: Sam Levinson hat einen waschechten Corona-Film gedreht, in dem ein Regisseur und seine Freundin sich streiten und lieben – Kritik von Jens Balkenborg
  • Die Ausgrabung (The Dig) (USA/GB 2021)
    Die Funken der Lebendigkeit: Simon Stone und sein auf konventionelle Art gelungener Film – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Die Welt auf der Couch
    Auf arte ist die französische Adaption eines der meist exportiertesten Serienformate überhaupt angelaufen – In Therapie erzählt aber nicht nur französische Traumata – von Axel Timo Purr
  • E_ECHT (Februar 2021)
    In 26 Schritten durch das filmische Alphabet. Eine völlig subjektive monatliche Serie über Begriffe und ihre Anwendung auf aktuelle Filme – von Nora Moschuering
  • »Die Künstler sind diejenigen, die Filme und Serien erschaffen!«
    Hier kann kein Funke überspringen, weil es keinen Funken gibt: Netflix, Diskurs-Wächter und totale Ungewissheit bei der Berlinale; Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 241. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Neues aus der Welt (News of the World) (USA 2020)
    Schatten der Vergangenheit – von Axel Timo Purr
    Systemsprenger im Wilden Westen – von Rüdiger Suchsland

28.01.2021

  • Vom Theater lernen
    Das 42. Filmfestival Max Ophüls Preis ging online. Ein erster, zugegeben orientierungsloser Besuch bringt gemischte Gefühle – von Dunja Bialas
  • The White Tiger (USA 2021)
    Das Ende der Welt wie wir sie kennen: Ramin Bahranis differenzierte, wuchtige Netflix-Verfilmung des Booker-Preisträgers »The White Tiger« zeigt gnadenlos und zynisch den Preis der Freiheit und ist eine düstere Antipode zum Hollywood-Märchen Slumdog Millionärs – Kritik von Axel Timo Purr
  • Kollektiv – Korruption tötet (Colectiv) (RO/L 2019)
    Die unerträgliche Leichtigkeit des Geldes: Die preisgekrönte Dokumentation ist zum einen investigativer Krimi, zum anderen verzweifelte Suche nach einer besseren Gesellschaft, aber vor allem: ein Film unserer Zeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • Kleines Festival-Special: 42. Filmfestival Max Ophüls Preis
    Unsere Artikel auf einen Blick
  • 42. Filmfestival Max Ophüls Preis 2021 | Rüdiger Suchsland
    Notizen aus der Provinz: Stiere und Frauen, Handwerk und Handschrift, Mannheim und Accra – das diesjährige Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken – von Rüdiger Suchsland

21.01.2021

  • Der Sinn des Lebens im Kino
    Das Filmfestival Max Ophüls Preis geht wie so viele andere auch online – erste Eindrücke beim Blättern des Katalogs – von Rüdiger Suchsland
  • One Night in Miami (USA 2020)
    Die Wahl der Waffen: Regina Kings Film über die Nacht nach Cassius Clay erster Weltmeisterschaft stellt grundsätzliche Fragen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Sörensen hat Angst (D 2020)
    Fast alles kaputt: Bjarne Mädel ist ins Regiefach gewechselt und hat einen kaurismäkischen Dorfkrimi von Welt gedreht – Kritik von Axel Timo Purr
  • Es war einmal in Amerika
    Wie konnte es nur so weit kommen? Ein erster Rückblick auf Donald Trump, die Medien und das Kino – von Rüdiger Suchsland

14.01.2021

  • Die Ordnung in der Welt und das Chaos in der Ordnung
    Schöne Genies: Wissenschaftler im Film – ein Streifzug ohne Virologen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 240. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Nicht im Kino: Pieces of a Woman
    Die narzisstische Generation: Nach Frankenstein, God und Jupiter erzählt Kornel Mundruczó nun von der Macht des Zufalls – von Rüdiger Suchsland
  • Making History
    Die beste Serie des Jahres 2020? Ist Steve McQueens Serien-Anthologie »Small Axe«. Sie schreibt nicht nur doppelbödig »Geschichte«, sondern ist auch zum Heulen schön und traurig, irritiert und überrascht, macht erst wütend und hilflos und am Ende restlos glücklich – von Axel Timo Purr
  • Ein Fall aus Dunkel-Deutschland
    Fast ein deutsches »Twin Peaks«: Regisseurin Marie Wilke rekonstruiert in der ZDF-Doku-Serie »Höllental« den Mordfall »Peggy« – von Rüdiger Suchsland

07.01.2021

  • Ein Jahr in der Hölle
    Das Kinojahr 2020, die besten Filme und mehr – von Rüdiger Suchsland
  • Running Movies 2020
    Die Filme rauschen nur so an einem vorbei. Wir halten in einem Satz fest, was wir gesehen haben – ein rasanter Durchgang durchs viel zu kurze Kinojahr. Motto: Auch ohne Bond und Eberhofer gab es einiges zu sehen! – von Felicitas Hübner
  • Subversive Schinkenstulle
    In seinem schwer zugänglichen und auf den ersten Blick nervigen Debüt Ham on Rye zerlegt Tyler Taormina die Ideologie des Erwachsenwerdens im amerikanischen Kleinstadtkosmos – von Jens Balkenborg
  • Ein Hoch auf den längsten Penis der Welt
    Der dänische Kinderfilm reizt mal wieder die Grenzen aus: Seit letzten Samstag gibt es mit John Dillermand einen Helden, der vor allem mit Hilfe eines Superpenis kleine Alltagsabenteuer besteht – von Axel Timo Purr
  • D_DRAUSSEN (Januar 2021)
    In 26 Schritten durch das filmische Alphabet. Eine völlig subjektive monatliche Serie über Begriffe und ihre Anwendung auf aktuelle Filme – von Nora Moschuering
  • The Year of Living Dangerously
    Illusions fantasmagoriques: Nur wer etwas riskiert, der wird auch etwas erleben – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 239. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Im TV: Feinde | Ferdinand von Schirach
    Das Fernsehgericht tagt. Wie würden Sie entscheiden? Foltern – ja bitte! Der ARD-Ferdinand-von-Schirach-Film »Feinde« versucht sich an der Antwort auf eine rechtsphilosophischen Grundsatzfrage – von Rüdiger Suchsland

31.12.2020

  • 125 Jahre Kino – und was kommt jetzt?
    Wir halten auf der Schwelle zu einem neuen Jahrzehnt kurz inne und machen Inventur – von Dunja Bialas
  • Wolfwalkers (L/IRL/USA 2020)
    Poesie der Geschichte – Kritik von Axel Timo Purr
  • Löffeln und füßeln
    In seinem Kurzfilm »Nimic« erzählt Yorgos Lanthimos von einem Musiker, dem die Identität geklaut wird. Eine absurde Komödie im Psychothriller-Modus, die unsere Rollenvorstellungen hinterfragt – von Jens Balkenborg