Aktuelles zum Film

Take my Breath

15.10.2026

16. Afrikanischen Filmtage:

  • Wider die einzige Geschichte
    Von Nigerias Tanzszene über die Wunden des ruandischen Genozids bis zu den musikalischen Verbindungen zwischen Westafrika und New Orleans: Die 16. Afrikanischen Filmtage München erzählen von Identität, Erinnerung und Selbstbestimmung und von einem Kontinent, der sich nicht auf eine einzige Geschichte reduzieren lässt – von Axel Timo Purr

Neue Kritik:

  • Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte (D 2026)
    Ein Tag wie ein Leben: Mit Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte gelingt Volker Schlöndorff eine kongeniale Verfilmung von Jenny Erpenbecks Roman. Ein Film über deutsche Geschichte, Erinnerung und die Flüchtigkeit menschlicher Existenz, die sich die Freiheit nimmt, Literatur in eine eigene, überwältigende Bildsprache zu übersetzen – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Heimsuchung (DEU 2026)
    Gespensterreigen: Volker Schlöndorff hat Jenny Erpenbecks gleichnamigen Roman mit einem prominent besetzten Ensemble adaptiert. Die Verfilmung des inzwischen im schulischen Lektürekanon etablierten Werks dürfte nicht zuletzt für Schüler ein Segen sein. Aber auch Margret Köhler und Axel Timo Purr wissen Schlöndorffs filmischer Interpretation einiges abzugewinnen.

Seitenblicke:

Cinema Moralia:

Last Movies

08.10.2026

21. Underdox:

  • Letzte Filme
    Mit dem Thema »Erinnern« taucht das 21. UNDERDOX in Geschichte und Filmgeschichte ein – und versteht dies auch als Statement zur Erinnerungskultur – von Dunja Bialas
  • Drei Talks zu HOLOFICTION
    Drei Festivals, drei Diskussionen, drei Perspektiven auf dieselben Bilder – von Michal Kosakowski

Festival:

  • Wer bleibt, wenn alle gehen mussten?
    Das Belarussische Kulturfestival Minsk x Minga widmet sich mit The Babushkas of Chernobyl der Frage, wie das Leben in der atomaren Sperrzone weitergeht, was der Mensch dort macht und was Heimat ist, wenn ihre Geborgenheit zur Gefahr geworden ist. – von Paula Ruppert

Neue Kritiken:

  • Alte Liebe (D 2026)
    Ach, Harry! Andreas Dresens Alte Liebe ist eine ebenso zärtliche wie gnadenlose Beziehungsinventur – getragen von Dagmar Manzel und Joachim Król, die nach vierzig gemeinsamen Jahren wissen, dass Liebe nicht unbedingt schöner wird, nur weil sie bleibt.– Kritik von Axel Timo Purr
  • Hope (Hopeu) (Südkorea 2026)
    Visuelles Delirium: Auf der Achterbahn tags um halb eins: Mit seinem großartigen Hope erfindet Na Hong-jin nicht nur das Genre, sondern das Kino selbst neu – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • The Social Reckoning (USA 2026)
    Worte gegen Daten: Aaron Sorkins The Social Reckoning setzt The Social Network fort und macht aus Mark Zuckerbergs Coming-of-Age die Geschichte einer gesellschaftlichen Ernüchterung. Zugleich reiht sich der Film in die große Tradition des amerikanischen Journalistenfilms ein – Kritik von Axel Timo Purr
  • Verity – Dunkle Geheimnisse (USA 2026)
    Der Teufel trägt Text: Michael Showalters Verity ist ein altmodischer Erotikthriller im modischen Gewand der Dark Romance. Das wäre kaum der Rede wert, wäre da nicht ein Publikum, das den Film gerade weltweit zum Erfolg macht – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Alte Liebe (DEU 2026)
    Alte Liebe rostet nicht: Andreas Dresen hat den Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder mit Dagmar Manzel und Joachim Król verfilmt. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr sind geteilter Meinung über Dresens Adaption.

Neuer Podcast:

  • „»Holofiction« ist auch ein politisches Statement“
    »Es hat eine Verschiebung der Diskurse stattgefunden« berichtet der Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger im artechock-Podcast. Im Gespräch mit Rüdiger Suchsland stellt Stiglegger „Holofiction“ vor, das von ihm herausgegebene Buch zum gleichnamigen Film von Michal Kosakowski.

Seitenblick:

  • Wer ist das Ungeheuer?
    Elia Kazan machte Steinbecks „Jenseits von Eden“ 1955 zum Filmklassiker. Siebzig Jahre später fragt seine Enkelin Zoe Kazan in ihrer Netflix-Serie neu: Ist das Böse angeboren – oder hat auch das Ungeheuer eine Geschichte? – von Abil Hasanov

Cinema Moralia:

  • Die offenen Wunden der Erfahrung
    Erinnerungskultur, Filmerbe, die Gegenwart der Weimarer Republik und deutsche Filmpolitik – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 398. Folge – von Rüdiger Suchsland
El Fantasma

01.10.2026

74. Internationales Filmfestival San Sebastián:

  • Wenn die Sonne sehr tief liegt...
    »Adiós, adiós, me voy, me voy«: Schwanengesänge und junge Achtzigjährige an der Concha – San Sebastian-Notizen, 5. Folge – von Rüdiger Suchsland

Seitenblick:

Neue Kritiken:

  • Corpus Delicti (D 2026)
    Im Zweifel gegen die Ambivalenz: Lena Stahls Verfilmung von Juli Zehs „Corpus Delicti“ findet eindrucksvolle Bilder für die Gesundheitsdiktatur der „Methode“. Gerade dort aber, wo Zehs Gedankenexperiment von Widersprüchen lebt, fällt der Film zu eindeutige Urteile – Kritik von Axel Timo Purr
  • Naza (GB/USA 2026)
    Ein Film als Kampagnen-Werkzeug: Yuval Abraham und Rachel Szor wollen Israel delegitimieren. Unangenehme Tatsachen und Grauzonen blendet Naza deshalb aus. Ein Schauprozess. – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld (Shaun the Sheep: The Beast of Mossy Bottom) (GB/F 2026)
    Mäh mal langsamer! Auch im dritten Kinoabenteuer beweisen Shaun und seine Herde, wie wunderbar altmodisch modernes Animationskino sein kann. „Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld“ ist liebevoll, detailversessen und oft sehr komisch. Nur eines haben die Schafe offenbar verlernt: auch einmal stillzuhalten – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Digger (USA/MEX/UK 2026)
    Die Welt am Abgrund: Alejandro González Iñárritus schwarze Komödie mit Tom Cruise und Sandra Hüller in tragenden Rollen ist nicht nur wegen seiner grotesken Elemente ein Film, an dem man sich erinnern wird, finden Yannick Vollweiler und Roderich Fabian.

CINEMA! Italia!:

  • Wechselwirkungen
    Zum 29. Mal tourt das Filmfestival CINEMA! ITALIA! durch Deutschland, in München machen die italienischen Filmtage zwischen 1. und 14. Oktober im Theatiner Filmtheater Station. – von Elke Eckert
Das geträumte Abenteuer

24.09.2026

Interview:

Seitenblick:

Neue Kritiken:

  • Emil und die Detektive (D 2026)
    Kinder, die keine Kinder sein dürfen: David Dietl versetzt Erich Kästners Emil und die Detektive ins Berlin der Influencer und Smartphones. Die Idee ist richtig, doch steife Dialoge, erschreckend blasse Kinderdarsteller und eine mutlose Inszenierung nehmen Kästners Klassiker ausgerechnet das, was ihn bis heute modern macht – Kritik von Axel Timo Purr
  • Das geträumte Abenteuer (D/F/BG/Ö 2026)
    Archäologie der Erinnerung: Valeska Grisebach hat mit »Das geträumte Abenteuer« an der äußersten Grenze der EU ein träumerisches Roadmovie geschaffen, das zu den Erinnerungen der Menschen an die Nachwendezeit in Bulgarien führt – Kritik von Dunja Bialas
  • Kalter Hund (D 2026)
    Die große Verdrängung: Pauline Roennebergs »Kalter Hund« unternimmt eine Familienaufstellung der deutschen Komödie – von Dunja Bialas
  • Maspalomas (E 2025)
    Ein ganzes Leben: In »Maspalomas« reflektiert der 76-jährige Vicente über sein Leben als schwuler Mann. Trotz inszenatorischer Längen ist der Film ein wirkungsvolles Plädoyer für Neuanfänge – Kritik von Kevin Gawlik
  • Primetime (USA 2026)
    Das Böse zur besten Sendezeit: Eine Mediensatire als Horrorfilm – Kritik von Rüdiger Suchsland

Arteshot-Videokritik:

  • Primetime (USA 2026)
    Mediale Massaker
    In Venedig wurde Lance Oppenheims medienkritischer Pädophilie-Thriller mit Robert Pattinson in der Hauptrolle gespalten rezipiert. Auch Stefan Rutz und Harald Pauli sind sich uneins

San Sebastián:

  • San Sebastián Special – Übersicht
  • Wie weiterleben, trotz Schuld und Vergangenheit
    José Giovannis Männergeschichten in der Retrospektive – San Sebastian-Notizen, 3. Folge — von Rüdiger Suchsland
  • Podcast aus San Sebastián
    Tod und Gespenster aus Deutschland, Leben und Jugend aus Argentinien: In ersten artechock-podcast vom Filmfestival in San Sebastian berichtet Rüdiger Suchsland von einem argentinischen »Boyhood« und zwei Filmen aus Deutschland, die auf sehr unterschiedliche Weise von Todestrieb und Lebenssehnsucht erzählen. Sie gefallen, werfen aber auch Fragen auf, die grundsätzlich sind.

Festival:

Der Tod wird kommen

17.09.2026

Kulturpolitik:

  • Die Zukunft ist offen
    Kino als Versuchslabor: Weimar, Weimer und Hochhäusler – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 397. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Adams Acht (D 2026)
    Im selben Boot: Hannu Salonen erzählt vom legendären Rudertrainer Karl Adam und einem sportlichen deutschen Nachkriegswunder. Doch wo sich ein großer Film über Schuld, Teilung und die utopische Kraft des Sports abzeichnet, begnügt sich Salonen allerdings zu oft mit den Konventionen gediegener TV-Ästhetik – Kritik von Axel Timo Purr
  • Bagger Drama (CH 2024)
    Die unerbittliche Lyrik des Lebens: Bagger tanzen, Menschen verstummen: Piet Baumgartners wunderbarer Debütfilm erzählt von einer Schweizer Familie, die nach dem Tod der Tochter auseinanderbricht – spröde, zärtlich und von einer Lebensklugheit, die lange nachwirkt – Kritik von Axel Timo Purr
  • Kalter Hund (D 2026)
    Im Haifischbecken der Familie: »Kalter Hund« will ein Appell für mehr Mut im deutschen Kino sein, scheitert aber an den eigenen Vorsätzen – Kritik von Kevin Gawlik

arteshot-Videokritik:

  • 83. Filmfestspiele Venedig & Pressure
    Die Bösen sind immer böse: In unserem Doppelshot berichtet Margret Köhler von den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig und spricht danach mit Axel Timo Purr (ab Minute 11.30) begeistert über Anthony Maras' D-Day-Film »Pressure«.

Podcast:

  • Was sind denn heute noch Utopien?
    Letzter artechock-Venedig-podcast: Der deutsche Regisseur, Künstler und Lido-Bewohner Christopher Roth im Gespräch mit Rüdiger Suchsland über Venedig als geistige Lebensform, die Frage ob die Stimmung bei den Filmfestspielen von Venedig immer unhöflicher wird und über einige Filme der diesjährigen Ausgabe. Mit einem Exkurs zur Lahe des deutschen Films.
Rainer Stefan vor dem P1

10.09.2026

Fantasy Filmfest im Interview:

Neue Kritiken:

  • Bad Apples (GB 2025)
    Falsch, aber gut: Jonatan Etzlers schwarze Schulkomödie stellt mit einer großartigen Saoirse Ronan die unangenehme Frage, was von pädagogischer Moral bleibt, wenn das moralisch Falsche plötzlich die richtigen Ergebnisse produziert – Kritik von Axel Timo Purr

Arteshot-Videokritik:

  • Hirten (GB 2025)
    Ein anderes Leben: Sophie Deraspe gelingt es mit ihrem Porträt eines kanadischen Aussteigers und seinen französischen Schafen einem populären Genre durchaus etwas Neues hinzuzufügen, finden Stefan Rutz und Axel Timo Purr

Filmfestspiele Venedig:

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