Aktuelles zum Film

29.09.2022

Das deutsche Pferd im Oscar-Rennen

  • Im Westen nichts Neues (D 2022)
    Edward Bergers Neuverfilmung des Antikriegsklassikers 'Im Westen nichts Neues' ist noch vor Kino- und Netflixstart als deutscher Beitrag für das Oscar-Rennen ausgewählt worden. Der Aktualitätsbezug zum Ukraine-Krieg ist verblüffend, doch hält der Film, was die Vorschusslorbeeren versprechen? – Kritik von Axel Timo Purr

In eigener Sache:

Nachruf:

Neue Kritik:

  • Tausend Zeilen (D 2022)
    Signifikantes Systemversagen: Michael »Bully« Herbigs Mediensatire über den Fall »Relotius« überzeugt vor allem im zweiten Teil mit bissiger Kritik an bestehenden Verhältnissen
    – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Liebe, D-Mark und Tod – Ask, Mark ve Ölüm (D 2022)
    Eine neue Geschichte: Cem Kayas Dokumentation über die 60-jährige Musikkultur der türkischen Migranten in Deutschland ist ein atemberaubender, berührender Film, der auf subtile Weise auch die Geschichte der BRD erzählt. Sedat Aslan und Axel Timo Purr erklären, warum ihnen der bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Film so gut gefällt.

Neue Kurzkritiken:

  • Da kommt noch was (D/CH 2021)
    Banale Spießigkeiten – von Katrin Hillgruber und Axel Timo Purr
  • Mutter (D 2022)
    Verfremdung als Prinzip – von Christoph Becker, Dunja Bialas und Axel Timo Purr
  • Rex Gildo – Der letzte Tanz (D 2022)
    Im Lauf der Zeit – von Axel Timo Purr

Neue Buchkritik:

Festival:

  • Im Land des weißen Pferdes
    »Kino ist nichts für Schwächlinge«: Jungs mit Macheten, traurige Komponisten, altes Europa: Spiel, Spaß und Spannung in San Sebastián, der Siegerfilm und eine Bilanz des Filmfestivals – Notizen aus San Sebastián, Folge 3 – von Rüdiger Suchsland

Cinephilie:

  • Cinephilie eines Autors: Brief
    »Zu schmachten ist bis heute meine Lieblingsbeschäftigung vor bewegten Bildern« – Andreas Heckmann über seine Filmleidenschaft

Podcasts:

22.09.2022

70. San Sebastian Film Festival

Interview:

  • »Ich fokussiere nicht auf die nationale Filmförderung«
    Die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi über die künstlerische Freiheit einst und heute, über Sprache im Film und gefilmten Sex. Anlass ist eine Retrospektive im Filmmuseum München – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Don’t Worry Darling (USA 2022)
    Alice oder ein Puppenheim: Olivia Wildes feministischer Thriller wird den Skandalen um Hauptdarsteller und Teile des Plots zwar nicht gerecht, liefert aber mit einem Feuerwerk an Verweisen mehr als solide Kost – Kritik von Axel Timo Purr
  • Peter von Kant (F 2022)
    Fassbinder-Fantasie: Mit Peter von Kant setzt François Ozon Fassbinder an die Stelle seines Werks. Das ist nicht gefahrenlos, aber gerecht – Kritik von Dunja Bialas

Neue Videokritik:

  • Don’t Worry Darling (USA 2022)
    Flucht in die Vergangenheit: In einem Pro- und Contra-Gespräch beschäftigen sich Axel Timo Purr und Felicitas Hübner mit Olivia Wildes von Jordan Peters heftig attackiertem feministischem Thriller, der sich nicht davor scheut die 'Truman Show', 'Blue Velvet' und 'Matrix' zu remixen.

Festivals:

  • Der Indie Spirit lebt!
    Das 29. Internationale Filmfest Oldenburg behauptet seine Nische – von Eckhard Haschen

Nachruf:

  • Jean-Luc Godard
    Weitere Nachrufe von Sophie Maintigneux, Eckhart Schmidt, Katja Dringenberg u.a.

Podcasts:

15.09.2022

Zum Tod von Jean-Luc Godard (1930-2022):

  • Außer Atem
    Jean-Luc Godard ist tot. Der große Revolutionär des Kinos, die zentrale Gestalt der Nouvelle Vague, hat mit 91 Jahren den assistierten Suizid gewählt, um zu sterben. Wir verabschieden Godard mit gleich mehreren Texten und einem Podcast...

Cinema Moralia:

  • Wer stirbt zuerst?
    Blind ermittelt in Wien und klare Thesen statt Gesülze: Gefahren und Chancen für Filmkritik, Filme und Festivals – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 282. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Alle reden übers Wetter (D 2022)
    Stadt – Land – Stuss: So abgründig wie warmherzig: Annika Pinskes gelungenes Spielfilmdebüt als Regisseurin – von Rüdiger Suchsland
    Leere, warme Worte: Annika Pinske hat in ihrem Debüt Alle reden übers Wetter der Heimat auf das Maul geschaut – und das eigentümliche Fremdsein im Vertrauten gefunden – von Dunja Bialas
  • Die Küchenbrigade (La brigade) (F 2022)
    Gleichheit geht durch den Magen: Louis-Julien Petits Flüchtlingskomödie überzeugt mit einer überraschenden und konsequenten gesellschaftskritischen Leichtigkeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • Lieber Kurt (D 2022)
    Fontane auf Koks: Til Schweiger hat Sarah Kuttners Bestseller „Kurt“ verfilmt. Einen Gefallen tut er dem Roman damit nicht, das Kernthema Kindestod und Trauer bleibt jedoch relevant – Kritik von Axel Timo Purr
  • Moonage Daydream (USA 2022)
    Der Rock 'n' Roll-Raumfahrer: Mit seiner Rockumentary erweckt Brett Morgan den großen David Bowie wieder zum Leben und erzählt experimentell vom Erfüllungspotenzial der Pop-Musik. – Kritik von Matthias Pfeiffer

Nachrufe:

  • Alain, der im Jahr 2022 93 Jahre alt geworden wäre
    Der große Schweizer Filmemacher und Cannes-Preisträger Alain Tanner, der mit seinen real-utopischen, hypersensiblen und nach Identität suchenden Filmen weit über die Schweiz hinaus Erfolge feierte, ist mit 92 Jahren gestorben – von Axel Timo Purr
  • Stummfilmstar in der TikTok-Welt
    Die Königin des Kinos: Die Queen als Figur in Spielfilmen – von Rüdiger Suchsland

Festivals:

  • Zwei Seiten einer Medaille
    Zum 25. Mal tourt das Filmfestival CINEMA! ITALIA! bereits durch Deutschland. Im Jubiläumsjahr wird in 40 Kinos und 36 Städten neben fünf aktuellen Produktionen auch ein Filmklassiker gezeigt. In München machen die italienischen Filmtage vom 15. bis 28. September Station – von Elke Eckert
  • Rosskur des Inkorrekten
    Das 9. Randfilmfest in Kassel widmet sich dieses Jahr den »Blumen für die Sünder«. Einblicke ins Programm – von Dunja Bialas
  • Wuchernde Haut, verschlungene Orte
    Lav Diaz hat mit When the Waves Are Gone einen erstaunlich zugänglichen, meisterhaft komponierten Neo Noir über das erbitterte Duell zweier Schuldbeladener gedreht. – von Janick Nolting

08.09.2022

Zukunft des Kinos:

  • »Wir haben einen Paradigmenwechsel«
    Der Münchner Kinobetreiber Thomas Kuchenreuther zum dringend gebotenen Wandel in der Kinobranche, der von vielen Faktoren verhindert wird

Neue Kritiken:

  • Alle für Ella (D 2022)
    Am rosaroten Strand der Isar: Teresa Hoerl remixed in ihrem Sozialmärchen gelungen Aschenputtelmotive mit Splittern gegenwärtiger Jugend- und Musikkultur und streift dabei immer wieder auch bitterböse Realitäten – Kritik von Axel Timo Purr
  • Atlantide (I/F/USA/Q/MEX 2021)
    Schillernde Unsicherheit, aufregendes Kino: Das echte Leben der Menschen der Lagune – Yuri Ancaranis großartiger Film ist ein seltsam-einmaliger Hybrid der das Mythische in der Gegenwart findet – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Das Leben ein Tanz (En corps) (F 2022)
    Wenn das Leben Kopf steht: Cédric Klapischs Feel-Good Film über eine Balletttänzerin, deren Weg sich plötzlich ändert, sagt ja zum Leben und besticht durch seine Charaktere. Klapischs Liebeserklärung an den Tanz – Kritik von Maria Feckl

79. Filmfestspiele Venedig:

  • Väter, Mütter, Kinder
    Im zweiten artechock-Podcast aus Venedig spricht Rüdiger Suchsland mit Christoph Petersen, Chefredakteur von filmstarts.de über die Entwicklung der Filmkritik und über Filme beim Festival in Venedig, insbesondere die neuen Filme von Rebecca Zlotowski und Darren Aronofsky im Wettbewerb um den Goldenen Löwen
  • Fressen und fressen lassen
    Luca Guadagninos Kannibalen-Romanze Bones and All zeugt bei den 79. Filmfestspielen von Venedig von erschütternder Größe in ihren Zwischenmenschlichkeiten – von Janick Nolting
  • Julius Caesar gegen Nero
    All die Schönheit und das Blutvergießen: Helden der politischen Wirklichkeit – Notizen aus Venedig, Folge 04 – von Rüdiger Suchsland

01.09.2022

Werner Herzog zum Achtzigsten:

  • Ein Bayer im Dschungel
    Zu Werner Herzogs 80. Geburtstag erscheinen seine persönlichen Erinnerungen und ein Portraitfilm. Eine Annäherung an den Ausnahmeregisseur – von Dunja Bialas
  • Werner Herzog wird 80 Jahre alt
    Rüdiger Suchsland und Filmkritiker Josef Schnelle sprechen über das Besondere des Regisseurs; über die Frage, ob er eigentlich dem Neuen Deutschen Film zuzurechnen ist; ob er ein Mystiker ist; und über die verschiedenen Phasen in seinem Werk

Neue Kritiken:

  • Three Thousand Years of Longing (USA/AUS 2022)
    Märchenstunde im Bademantel
    George Miller entfesselt in Three Thousand Years of Longing einen prachtvoll abgefahrenen Bildersturm über die Kraft des Geschichtenerzählens – Kritik von Janick Nolting
  • Freibad (USA/AUS 2022)
    Schule der Demokratie
    Doris Dörries scharfzüngige Komödie ist bestes politisches Kabarett und überrascht mit so konsequenten wie klugen Botschaften – Kritik von Axel Timo Purr
  • Indemnity (Südafrika 2021)
    Unter Feuer
    Travis Tautes Genre-Arbeit über einen traumatisierten Feuerwehrmann in Kapstadt überzeugt durch ungewöhnliche Tempoverschiebungen und überraschende Sub-Plots – Kritik von Axel Timo Purr

Venedig:

Filmalphabet:

  • X_VARIABLE/ UNBEKANNTE
    Ich lege ein neues Kühlpad unter meinen Laptop und trenne, so gut es geht, Autorin und Buch, Wirklichkeit und Fiktion und schaue mir den Trailer an – von Nora Moschuering

Neue Videokritik:

  • Die Zeit, die wir teilen
    Laurent Larivières Film mit Isabelle Huppert und Lars Eidinger fokussiert auf die fragile Kunst des Erinnerns. Felicitas Hübner und Stefan Rutz sind geteiler Meinung, ob der Film damit überzeugt

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25.08.2022

Fünf Seen Filmfestival:

  • Der Dampfer ist wieder los
    Zum 16. Fünf Seen Filmfestival kommen Sandra Hüller, Iris Berben und 78 weitere Gäste. Ein Panorama-Blick aufs Programm – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • The Survivor (Kanada 2021)
    »Man hat immer eine Wahl«
    Barry Levinsons The Survivor ist eine fesselnde, herausragend inszenierte Studie über die Kunst des Überlebens und deren Preis – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Märzengrund (Östereich/D 2021)
    Verlorene und wiedergefundene Heimat – Kurzkritik von Axel Timo Purr

Locarno:

Nachruf:

  • Der Revisionist
    Überlegungen bei der Erinnerung an Wolfgang Petersen – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Mit 20 wirst du sterben
    Politische Poesie
    Der seit Jahrzehnten erste Film aus dem Sudan hat es in sich: Poetisch und politisch zugleich hat er 2019 in Venedig den Preis für das beste Debüt gewonnen. Stefan Rutz und Axel Timo Purr erklären, warum

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