Aktuelles zum Film

Vaterland

03.09.2026

Neue Kritik:

  • Vaterland (PL/D/I/F 2026)
    Zwischen den Zeilen: Mit Vaterland antwortet Paweł Pawlikowski auf Colm Tóibíns Thomas-Mann-Roman mit radikaler Reduktion. Aus der epischen Familienchronik wird ein Film der Blicke, Pausen und Leerstellen. Manchmal von überwältigender Schönheit, manchmal fast zu asketisch. – Kritik von Axel Timo Purr

arteshot-Videokritik:

  • Das gewisse Etwas (D 2026)
    Neurodiverse Achterbahn: Marc Rothemunds Remake des wilden französischen Originals über zwei Juwelendiebe und eine neurodiverse Urlaubsgruppe spaltet die Geister – oder zumindest die von Margret Köhler und Roderich Fabian

Podcasts:

  • »Thomas Mann ist ein Vorbild und eine Herausforderung« Hanns Zischler, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller, im Gespräch mit Rüdiger Suchsland über seine neueste Hauptrolle in »Vaterland« von Pawel Pawlikowski, über Thomas Mann als Redner, über den Umgang mit guter Literatur, die Leidenschaft für Worte und Sprache und warum manche deutsche Regisseure mit seiner Schauspielkunst nichts anzufangen wissen
  • Das Filmquartett: Terza Visione
    Besuch im Paradies des italienischen Genrefilms in Frankfurt. Wir fragen nach der Faszination des Festivals und gehen auf Perlen und Highlights ein. Im Filmquartett: Benedikt Guntentaler, Timur Özkan, Chris Schmuck und Thomas Willmann
  • Dust in the Wind: Für immer 16
    Über Brezel Görings auf Super-8 gedrehten Debütfilm »Für immer 16« sprechen die Filmkritiker:innen Dunja Bialas (artechock) und Lukas Förster (critic.de) mit Doris »Dolly« Kuhn (SZ, Werkstattkino) direkt nach der Vorführung im Werkstattkino München

83. Venedig Filmfestspiele:

20. Fünf Seen Festival:

Cinema Moralia:

  • Die Zeit der guten Filme
    Und die massive Krise der Constantin – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 395. Folge – von Rüdiger Suchsland
Für immer 16

27.08.2026

West-östliches Kino:

  • Die Kuh, der Koch und Odysseus
    Christopher Nolans The Odyssey ist auch in China ein Erfolg. Doch während einer Reise durch das Land zeigt sich, dass zwei chinesische Filme dem größten westlichen Kinoereignis des Sommers die Schau stehlen – und dabei ziemlich viel über das Kino und China im Jahr 2026 erzählen – von Axel Timo Purr

Neue Kritiken:

  • The Assistant (Czlowieka do wszystkiego) (PL/GB 2025)
    Kino der Kunst: Der polnische Maler Wilhelm Sasnal hat für »The Assistant« mit der Kamera gefilmt und mit dem Pinsel gemalt. Im Rahmen der LV-Ausstellung »Grey Eyes« kommt Wilhelm Sasnal zur Vorführung seiner Robert-Walser-Verfilmung nach München – Kritik von Dunja Bialas
  • Für immer 16 (D 2026)
    Super 8, super geil: Mit »Für immer 16« dreht Brezel Göring den vermutlich anarchischsten deutschen Film des Jahres: eine Punk-Komödie über das Altern und die Weigerung erwachsen zu werden – Kritik von Axel Timo Purr
  • One Night Only (USA 2026)
    Frei sein für eine Nacht: »One Night Only« bedient sich der »The Purge«-Prämisse und schafft damit eine kontroverse Sexualethik und gleichzeitig eine der besten Rom-Coms der letzten Jahre – Kritik von Kevin Gawlik
  • Staatsschutz (D 2026)
    Der Staat schützt sich selbst: Faraz Shariats Justizthriller führt eine Staatsanwältin gegen ein rechtes Netzwerk und die eigene Behörde ins Feld und überzeugt als eiskalter, wütender Film über institutionellen Rassismus und die Frage, wem der Rechtsstaat eigentlich dient – Kritik von Axel Timo Purr

Arteshot-Videokritik:

  • One Night Only
    Sex und unsere Gegenwart: Will Glucks zart dystopisch angehauchte romantische Komödie überzeugt durch gutes Timing, funkelnde Hauptdarsteller und einen immer wieder wilden Humor, spiegelt aber auch Trumps Amerika, finden Yannick Vollweiler und Axel Timo Purr
Berlinger

20.08.2026

Retrospektive:

  • Taugenichtse und Mädchenjahre
    Das Werk von Bernhard Sinkel, einem der unbekannteren Autoren des Neuen deutschen Films, kann in einer Retrospektive der Theatiner Filmkunst in München (wieder-)entdeckt werden – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • All My Sisters (D/Ö/F/IR 2025)
    Unter den Augen des Staates: 18 Jahre lang begleitet Massoud Bakhshi seine beiden Nichten beim Erwachsenwerden im Iran – und beobachtet in seiner Dokumentation, wie aus kindlicher Anpassung langsam Eigensinn, politisches Bewusstsein und Widerstand entstehen – Kritik von Reinhard Kleber
  • Marsupilami (F/B 2025)
    Mit Humor macht man das Unglück müde: Philippe Lacheaus »Marsupilami« entfernt sich weit von André Franquins Comic-Klassiker, trifft aber dennoch dessen anarchischen Geist überraschend gut – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Odyssee (The Odyssey) (USA/GB 2026)
    Das Erzählen des Erzählens: Der Film, den Christopher Nolan hätte machen können – Versuch, Christopher Nolans »Odyssee« zu verstehen; zweiter Teil – von Rüdiger Suchsland
  • Teenage Sex and Death at Camp Miasma (USA/CDN 2026)
    Die schöne Unordnung des Begehrens: Irritation, Verunsicherung, Besudelung. Jane Schoenbruns »Teenage Sex and Death at Camp Miasma« hält alles, was das Kino verspricht, und verspricht alles, was das Kino halten muss – Kritik von Rüdiger Suchsland

Arteshot:

  • A Sad and Beautiful World
    Bei diesem vielfach preisgekrönten, libanesischen Film haben sowohl Thomas Maiwald als auch Stefan Rutz Rezeptionsprobleme und können sich nicht auf einen (grünen oder roten) Shot einigen.

Podcast:

  • Ikonendämmerung: Heinz Rühmann, Wim Wenders und die Macht der Bilder
    Mit Alexander van Dülmen im Gespräch. Der Filmproduzent verfilmt das Leben der deutschen Schauspielikone Heinz Rühmann, der nicht nur ein riesengroßer Opportunist war, sondern NS-Sympathisant und die Verkörperung der Abgründe des »kleinen Mannes«.
    Im artechock-Gespräch sprechen Alexander van Dülmen und Rüdiger Suchsland über Rühmanns Karriere und seine tränenreiche Rührung über sich selbst, über den Faschismus im schrecklich beliebten Film »Die Feuerzangenbowle«, sowie über Parallelen und Unterschiede zur sogenannten Wim-Wenders-Debatte.
Sonnenfinsternis

13.08.2026

Was uns das Kino gibt:

  • Ohne Sonne
    Wenn die Welt grau wird: Überlegungen zum Motiv der Sonnenfinsternis im Kino — von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Funeral Casino Blues (D/Thailand 2025)
    Geister des modernen Lebens: Roderick Warichs Debüt ist ein melancholisch-betörender Neo-noir aus Bangkok – Kritik von Dunja Bialas
  • Im Spiegel meiner Mutter (D 2026)
    Schicht um Schicht: Der Film beendet Jutta Brückners lebenslange Mutter-Tochter-Trilogie und schließt einen einzigartigen Werkkomplex des Neuen Deutschen Films ab – Kritik von Axel Timo Purr

Podcasts:

  • Hangout-Vibes und Geisterglaube
    »Dust in the Wind – Der Kino-Podcast«, Folge 3: Funeral Casino Blues von Roderick Warich ist sphärischer Thai-Noir, der mit seinem Regisseur eigentlich aus Deutschland, genauer Köln, kommt. Das Gespräch mit Roderick Warich wurde von Dunja Bialas (artechock) und Lukas Förster (critic.de) direkt nach der Vorführung im Filmhaus Nürnberg geführt.
  • Träumen Menschen von romantischer KI?
    Spike Jonzes Film Her hat 2013 eine Liebesgeschichte zwischen einem Menschen und einem KI-System erzählt – als Science-Fiction. Was damals noch wie eine elegante philosophische Spekulation aussah, ist inzwischen in Teilen zum Alltag geworden. Finding Connection von Florian Karner betrachtet Menschen, die seit Jahren Beziehungen zu Chatbots und künstlicher Intelligenz pflegen – und verweigert sich der schlichten Warnung vor der »Entmenschlichung durch Maschinen«. Im neuen artechock-Podcast spricht Rüdiger Suchsland über den Film, über die Kulturgeschichte der Gefühle und der menschlichen Phantasie.

Arteshot:

  • Sunny Dancer
    Im Wendekreis des Krebses: Dem Briten George Jaques ist ein ungewöhnlicher Hybrid aus Krebs- und Coming-of-Age-Film gelungen, den man unbedingt anschauen sollte, finden Margret Köhler und Stefan Rutz.

Locarno:

  • Als in Hollywood die Angst einzog
    In der Zeiten der »Red Scare«: Die diesjährige Retrospektive in Locarno erzählt die Geschichte der »Schwarzen Liste« im US-Kino
»Everytime« von Sandra Wollner

06.08.2026

Interview:

Neue Kritiken:

  • Everytime (Ö/D 2026)
    Die unmögliche Zeit: Sandra Wollner bringt die Zeit zum Kollabieren – von Dunja Bialas
    Aus der Welt hinausfallen: Sandra Wollner setzt die Trauer als Lebensgefühl frei – von Amelie Hochhäusler
    Die Zeit ist aus den Fugen: Was man nicht sieht, das muss man zeigen: Sandra Wollners sehr besonderer Cannes-Gewinnerfilm ist womöglich der beste Film des Jahres – von Rüdiger Suchsland
  • Der Klang der Stradivari (Les musiciens) (F 2025)
    Damit ein Quartett funktioniert, muss jeder ein bisschen falsch spielen: Grégory Magne verwandelt ein Streichquartett in ein kluges Modell unserer Gegenwart und erinnert daran, dass Harmonie nicht aus Einigkeit, sondern aus produktiver Reibung entsteht – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Nightborn
    Grenzland Geburt: Hanna Bergholms Bodyhorror erhielt eine Einladung in den Wettbewerb um den Goldenen Bären und ist ein Film, den man nicht nur wegen seiner eindrücklichen Bilder nicht so schnell wieder vergisst, finden Felicitas Hübner und Roderich Fabian.

Cinema Moralia:

  • Die Nerven der Filmkritik
    Falsche Bewegungen: Weimarer Verhältnisse, Veroneser Wein, Nacktheit und der Engel der Geschichte – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 395. Folge – von Rüdiger Suchsland
WHY SHOULD I BUY A BED

30.07.2026

74. Filmkunstwochen:

  • Living in the Present
    Die 74. Filmkunstwochen München gehen in die 2. Woche – ausgewählte Highlights... – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Bitteres Fest (Amarga Navidad) (E 2026)
    Wenn das Leben der anderen zur Beute wird: Pedro Almodóvar erprobt in Bitteres Fest die Macht und Ohnmacht von Fiktion – Kritik von Katrin Hillgruber
    Im Spiegelkabinett: Nach seinem filmischen Ausflug nach Amerika (The Room Next Door) kehrt Pedro Almodóvar zum spanischen Kino zurück. – von Benedikt Guntentaler
  • Spider-Man: Brand New Day (USA 2016)
    Die Kunst, unvollkommen zu bleiben: Destin Daniel Crettons Spider-Man: Brand New Day ist nicht nur einer der stärksten Spider-Man-Filme seit Sam Raimi, sondern auch der vielleicht erfrischendste Gegenentwurf zu Christopher Nolans Odyssee – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Bitteres Fest
    Introspektives Patchwork: Pedro Almodóvars neuer Film war in Cannes eingeladen, hat jedoch wegen seiner komplexen, introspektiven Patchworkstruktur nicht ganz den gewohnten Zuspruch erhalten. Roderich Fabian und Stefan Rutz sind dennoch zufrieden.

Die Ausgaben der letzten Monate

Ältere Artikel finden Sie im Archiv

Besprechungen aktueller Filme von A-Z