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08.10.2026
21. Underdox:
- Letzte Filme
Mit dem Thema »Erinnern« taucht das 21. UNDERDOX in Geschichte und Filmgeschichte ein – und versteht dies auch als Statement zur Erinnerungskultur – von Dunja Bialas
- Drei Talks zu HOLOFICTION
Drei Festivals, drei Diskussionen, drei Perspektiven auf dieselben Bilder – von Michal Kosakowski
Festival:
- Wer bleibt, wenn alle gehen mussten?
Das Belarussische Kulturfestival Minsk x Minga widmet sich mit The Babushkas of Chernobyl der Frage, wie das Leben in der atomaren Sperrzone weitergeht, was der Mensch dort macht und was Heimat ist, wenn ihre Geborgenheit zur Gefahr geworden ist. – von Paula Ruppert
Neue Kritiken:
- Alte Liebe (D 2026)
Ach, Harry! Andreas Dresens Alte Liebe ist eine ebenso zärtliche wie gnadenlose Beziehungsinventur – getragen von Dagmar Manzel und Joachim Król, die nach vierzig gemeinsamen Jahren wissen, dass Liebe nicht unbedingt schöner wird, nur weil sie bleibt.– Kritik von Axel Timo Purr
- Hope (Hopeu) (Südkorea 2026)
Visuelles Delirium: Auf der Achterbahn tags um halb eins: Mit seinem großartigen Hope erfindet Na Hong-jin nicht nur das Genre, sondern das Kino selbst neu – Kritik von Rüdiger Suchsland
- The Social Reckoning (USA 2026)
Worte gegen Daten: Aaron Sorkins The Social Reckoning setzt The Social Network fort und macht aus Mark Zuckerbergs Coming-of-Age die Geschichte einer gesellschaftlichen
Ernüchterung. Zugleich reiht sich der Film in die große Tradition des amerikanischen Journalistenfilms ein – Kritik von Axel Timo Purr
- Verity – Dunkle Geheimnisse (USA 2026)
Der Teufel trägt Text: Michael Showalters Verity ist ein altmodischer Erotikthriller im modischen Gewand der Dark Romance. Das wäre kaum der Rede wert, wäre da nicht ein Publikum, das den Film gerade weltweit zum Erfolg macht – Kritik von Axel Timo Purr
Neue Videokritik:
- Alte Liebe (DEU 2026)
Alte Liebe rostet nicht: Andreas Dresen hat den Bestseller von Elke Heidenreich und Bernd Schroeder mit Dagmar Manzel und Joachim Król verfilmt. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr sind geteilter Meinung über Dresens Adaption.
Neuer Podcast:
- „»Holofiction« ist auch ein politisches Statement“
»Es hat eine Verschiebung der Diskurse stattgefunden« berichtet der Filmwissenschaftler Marcus Stiglegger im artechock-Podcast. Im Gespräch mit Rüdiger Suchsland stellt Stiglegger „Holofiction“ vor, das von ihm herausgegebene Buch zum gleichnamigen Film von Michal Kosakowski.
Seitenblick:
- Wer ist das Ungeheuer?
Elia Kazan machte Steinbecks „Jenseits von Eden“ 1955 zum Filmklassiker. Siebzig Jahre später fragt seine Enkelin Zoe Kazan in ihrer Netflix-Serie neu: Ist das Böse angeboren – oder hat auch das Ungeheuer eine Geschichte? – von Abil Hasanov
Cinema Moralia:
- Die offenen Wunden der Erfahrung
Erinnerungskultur, Filmerbe, die Gegenwart der Weimarer Republik und deutsche Filmpolitik – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 398. Folge – von Rüdiger Suchsland
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