Aktuelles zum Film

El Fantasma

01.10.2026

74. Internationales Filmfestival San Sebastián:

  • Wenn die Sonne sehr tief liegt...
    »Adiós, adiós, me voy, me voy«: Schwanengesänge und junge Achtzigjährige an der Concha – San Sebastian-Notizen, 5. Folge – von Rüdiger Suchsland

Seitenblick:

Neue Kritiken:

  • Corpus Delicti (D 2026)
    Im Zweifel gegen die Ambivalenz: Lena Stahls Verfilmung von Juli Zehs „Corpus Delicti“ findet eindrucksvolle Bilder für die Gesundheitsdiktatur der „Methode“. Gerade dort aber, wo Zehs Gedankenexperiment von Widersprüchen lebt, fällt der Film zu eindeutige Urteile – Kritik von Axel Timo Purr
  • Naza (GB/USA 2026)
    Ein Film als Kampagnen-Werkzeug: Yuval Abraham und Rachel Szor wollen Israel delegitimieren. Unangenehme Tatsachen und Grauzonen blendet Naza deshalb aus. Ein Schauprozess. – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld (Shaun the Sheep: The Beast of Mossy Bottom) (GB/F 2026)
    Mäh mal langsamer! Auch im dritten Kinoabenteuer beweisen Shaun und seine Herde, wie wunderbar altmodisch modernes Animationskino sein kann. „Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld“ ist liebevoll, detailversessen und oft sehr komisch. Nur eines haben die Schafe offenbar verlernt: auch einmal stillzuhalten – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Digger (USA/MEX/UK 2026)
    Die Welt am Abgrund: Alejandro González Iñárritus schwarze Komödie mit Tom Cruise und Sandra Hüller in tragenden Rollen ist nicht nur wegen seiner grotesken Elemente ein Film, an dem man sich erinnern wird, finden Yannick Vollweiler und Roderich Fabian.

CINEMA! Italia!:

  • Wechselwirkungen
    Zum 29. Mal tourt das Filmfestival CINEMA! ITALIA! durch Deutschland, in München machen die italienischen Filmtage zwischen 1. und 14. Oktober im Theatiner Filmtheater Station. – von Elke Eckert
Das geträumte Abenteuer

24.09.2026

Interview:

Seitenblick:

Neue Kritiken:

  • Emil und die Detektive (D 2026)
    Kinder, die keine Kinder sein dürfen: David Dietl versetzt Erich Kästners Emil und die Detektive ins Berlin der Influencer und Smartphones. Die Idee ist richtig, doch steife Dialoge, erschreckend blasse Kinderdarsteller und eine mutlose Inszenierung nehmen Kästners Klassiker ausgerechnet das, was ihn bis heute modern macht – Kritik von Axel Timo Purr
  • Das geträumte Abenteuer (D/F/BG/Ö 2026)
    Archäologie der Erinnerung: Valeska Grisebach hat mit »Das geträumte Abenteuer« an der äußersten Grenze der EU ein träumerisches Roadmovie geschaffen, das zu den Erinnerungen der Menschen an die Nachwendezeit in Bulgarien führt – Kritik von Dunja Bialas
  • Kalter Hund (D 2026)
    Die große Verdrängung: Pauline Roennebergs »Kalter Hund« unternimmt eine Familienaufstellung der deutschen Komödie – von Dunja Bialas
  • Maspalomas (E 2025)
    Ein ganzes Leben: In »Maspalomas« reflektiert der 76-jährige Vicente über sein Leben als schwuler Mann. Trotz inszenatorischer Längen ist der Film ein wirkungsvolles Plädoyer für Neuanfänge – Kritik von Kevin Gawlik
  • Primetime (USA 2026)
    Das Böse zur besten Sendezeit: Eine Mediensatire als Horrorfilm – Kritik von Rüdiger Suchsland

Arteshot-Videokritik:

  • Primetime (USA 2026)
    Mediale Massaker
    In Venedig wurde Lance Oppenheims medienkritischer Pädophilie-Thriller mit Robert Pattinson in der Hauptrolle gespalten rezipiert. Auch Stefan Rutz und Harald Pauli sind sich uneins

San Sebastián:

  • San Sebastián Special – Übersicht
  • Wie weiterleben, trotz Schuld und Vergangenheit
    José Giovannis Männergeschichten in der Retrospektive – San Sebastian-Notizen, 3. Folge — von Rüdiger Suchsland
  • Podcast aus San Sebastián
    Tod und Gespenster aus Deutschland, Leben und Jugend aus Argentinien: In ersten artechock-podcast vom Filmfestival in San Sebastian berichtet Rüdiger Suchsland von einem argentinischen »Boyhood« und zwei Filmen aus Deutschland, die auf sehr unterschiedliche Weise von Todestrieb und Lebenssehnsucht erzählen. Sie gefallen, werfen aber auch Fragen auf, die grundsätzlich sind.

Festival:

Der Tod wird kommen

17.09.2026

Kulturpolitik:

  • Die Zukunft ist offen
    Kino als Versuchslabor: Weimar, Weimer und Hochhäusler – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 397. Folge – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Adams Acht (D 2026)
    Im selben Boot: Hannu Salonen erzählt vom legendären Rudertrainer Karl Adam und einem sportlichen deutschen Nachkriegswunder. Doch wo sich ein großer Film über Schuld, Teilung und die utopische Kraft des Sports abzeichnet, begnügt sich Salonen allerdings zu oft mit den Konventionen gediegener TV-Ästhetik – Kritik von Axel Timo Purr
  • Bagger Drama (CH 2024)
    Die unerbittliche Lyrik des Lebens: Bagger tanzen, Menschen verstummen: Piet Baumgartners wunderbarer Debütfilm erzählt von einer Schweizer Familie, die nach dem Tod der Tochter auseinanderbricht – spröde, zärtlich und von einer Lebensklugheit, die lange nachwirkt – Kritik von Axel Timo Purr
  • Kalter Hund (D 2026)
    Im Haifischbecken der Familie: »Kalter Hund« will ein Appell für mehr Mut im deutschen Kino sein, scheitert aber an den eigenen Vorsätzen – Kritik von Kevin Gawlik

arteshot-Videokritik:

  • 83. Filmfestspiele Venedig & Pressure
    Die Bösen sind immer böse: In unserem Doppelshot berichtet Margret Köhler von den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig und spricht danach mit Axel Timo Purr (ab Minute 11.30) begeistert über Anthony Maras' D-Day-Film »Pressure«.

Podcast:

  • Was sind denn heute noch Utopien?
    Letzter artechock-Venedig-podcast: Der deutsche Regisseur, Künstler und Lido-Bewohner Christopher Roth im Gespräch mit Rüdiger Suchsland über Venedig als geistige Lebensform, die Frage ob die Stimmung bei den Filmfestspielen von Venedig immer unhöflicher wird und über einige Filme der diesjährigen Ausgabe. Mit einem Exkurs zur Lahe des deutschen Films.
Rainer Stefan vor dem P1

10.09.2026

Fantasy Filmfest im Interview:

Neue Kritiken:

  • Bad Apples (GB 2025)
    Falsch, aber gut: Jonatan Etzlers schwarze Schulkomödie stellt mit einer großartigen Saoirse Ronan die unangenehme Frage, was von pädagogischer Moral bleibt, wenn das moralisch Falsche plötzlich die richtigen Ergebnisse produziert – Kritik von Axel Timo Purr

Arteshot-Videokritik:

  • Hirten (GB 2025)
    Ein anderes Leben: Sophie Deraspe gelingt es mit ihrem Porträt eines kanadischen Aussteigers und seinen französischen Schafen einem populären Genre durchaus etwas Neues hinzuzufügen, finden Stefan Rutz und Axel Timo Purr

Filmfestspiele Venedig:

Vaterland

03.09.2026

Neue Kritik:

  • Vaterland (PL/D/I/F 2026)
    Zwischen den Zeilen: Mit Vaterland antwortet Paweł Pawlikowski auf Colm Tóibíns Thomas-Mann-Roman mit radikaler Reduktion. Aus der epischen Familienchronik wird ein Film der Blicke, Pausen und Leerstellen. Manchmal von überwältigender Schönheit, manchmal fast zu asketisch. – Kritik von Axel Timo Purr

arteshot-Videokritik:

  • Das gewisse Etwas (D 2026)
    Neurodiverse Achterbahn: Marc Rothemunds Remake des wilden französischen Originals über zwei Juwelendiebe und eine neurodiverse Urlaubsgruppe spaltet die Geister – oder zumindest die von Margret Köhler und Roderich Fabian

Podcasts:

  • »Thomas Mann ist ein Vorbild und eine Herausforderung« Hanns Zischler, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller, im Gespräch mit Rüdiger Suchsland über seine neueste Hauptrolle in »Vaterland« von Pawel Pawlikowski, über Thomas Mann als Redner, über den Umgang mit guter Literatur, die Leidenschaft für Worte und Sprache und warum manche deutsche Regisseure mit seiner Schauspielkunst nichts anzufangen wissen
  • Das Filmquartett: Terza Visione
    Besuch im Paradies des italienischen Genrefilms in Frankfurt. Wir fragen nach der Faszination des Festivals und gehen auf Perlen und Highlights ein. Im Filmquartett: Benedikt Guntentaler, Timur Özkan, Chris Schmuck und Thomas Willmann
  • Dust in the Wind: Für immer 16
    Über Brezel Görings auf Super-8 gedrehten Debütfilm »Für immer 16« sprechen die Filmkritiker:innen Dunja Bialas (artechock) und Lukas Förster (critic.de) mit Doris »Dolly« Kuhn (SZ, Werkstattkino) direkt nach der Vorführung im Werkstattkino München

83. Venedig Filmfestspiele:

  • Auf dem Kindergeburtstag des Autorenfilms
    Die alten Meister und das neue Kino – Notizen aus Venedig, 1. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Schöne Männer tanzen schlecht
    Schnelle Schnitte, platte Witze: George Clooney und Medienkritik an den ersten Lido-Tagen – Notizen aus Venedig, 2. Folge – von Rüdiger Suchsland
  • Podcast: Blicke zurück: die ersten Tage von Venedig
    Im ersten diesjährigen artechock-Podcast von den Filmfestspielen von Venedig berichtet Rüdiger Suchsland von den Filmen des Wochenendes: »Look Back«, von hirokazo kore-eda, »possible love« von Lee Changdong, dem Film »Les Indes« über Kolonialismus gestern wie heute sowie den allerersten Film in Venedig aus Bangladesch: »The difficult bride«

20. Fünf Seen Festival:

Cinema Moralia:

  • Die Zeit der guten Filme
    Und die massive Krise der Constantin – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 395. Folge – von Rüdiger Suchsland
Für immer 16

27.08.2026

West-östliches Kino:

  • Die Kuh, der Koch und Odysseus
    Christopher Nolans The Odyssey ist auch in China ein Erfolg. Doch während einer Reise durch das Land zeigt sich, dass zwei chinesische Filme dem größten westlichen Kinoereignis des Sommers die Schau stehlen – und dabei ziemlich viel über das Kino und China im Jahr 2026 erzählen – von Axel Timo Purr

Neue Kritiken:

  • The Assistant (Czlowieka do wszystkiego) (PL/GB 2025)
    Kino der Kunst: Der polnische Maler Wilhelm Sasnal hat für »The Assistant« mit der Kamera gefilmt und mit dem Pinsel gemalt. Im Rahmen der LV-Ausstellung »Grey Eyes« kommt Wilhelm Sasnal zur Vorführung seiner Robert-Walser-Verfilmung nach München – Kritik von Dunja Bialas
  • Für immer 16 (D 2026)
    Super 8, super geil: Mit »Für immer 16« dreht Brezel Göring den vermutlich anarchischsten deutschen Film des Jahres: eine Punk-Komödie über das Altern und die Weigerung erwachsen zu werden – Kritik von Axel Timo Purr
  • One Night Only (USA 2026)
    Frei sein für eine Nacht: »One Night Only« bedient sich der »The Purge«-Prämisse und schafft damit eine kontroverse Sexualethik und gleichzeitig eine der besten Rom-Coms der letzten Jahre – Kritik von Kevin Gawlik
  • Staatsschutz (D 2026)
    Der Staat schützt sich selbst: Faraz Shariats Justizthriller führt eine Staatsanwältin gegen ein rechtes Netzwerk und die eigene Behörde ins Feld und überzeugt als eiskalter, wütender Film über institutionellen Rassismus und die Frage, wem der Rechtsstaat eigentlich dient – Kritik von Axel Timo Purr

Arteshot-Videokritik:

  • One Night Only
    Sex und unsere Gegenwart: Will Glucks zart dystopisch angehauchte romantische Komödie überzeugt durch gutes Timing, funkelnde Hauptdarsteller und einen immer wieder wilden Humor, spiegelt aber auch Trumps Amerika, finden Yannick Vollweiler und Axel Timo Purr

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