Aktuelles zum Film

Sonnenfinsternis

13.08.2026

Was uns das Kino gibt:

  • Ohne Sonne
    Wenn die Welt grau wird: Überlegungen zum Motiv der Sonnenfinsternis im Kino — von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Funeral Casino Blues (D/Thailand 2025)
    Geister des modernen Lebens: Roderick Warichs Debüt ist ein melancholisch-betörender Neo-noir aus Bangkok – Kritik von Dunja Bialas
  • Im Spiegel meiner Mutter (D 2026)
    Schicht um Schicht: Der Film beendet Jutta Brückners lebenslange Mutter-Tochter-Trilogie und schließt einen einzigartigen Werkkomplex des Neuen Deutschen Films ab – Kritik von Axel Timo Purr

Podcasts:

  • Hangout-Vibes und Geisterglaube
    »Dust in the Wind – Der Kino-Podcast«, Folge 3: Funeral Casino Blues von Roderick Warich ist sphärischer Thai-Noir, der mit seinem Regisseur eigentlich aus Deutschland, genauer Köln, kommt. Das Gespräch mit Roderick Warich wurde von Dunja Bialas (artechock) und Lukas Förster (critic.de) direkt nach der Vorführung im Filmhaus Nürnberg geführt.
  • Träumen Menschen von romantischer KI?
    Spike Jonzes Film Her hat 2013 eine Liebesgeschichte zwischen einem Menschen und einem KI-System erzählt – als Science-Fiction. Was damals noch wie eine elegante philosophische Spekulation aussah, ist inzwischen in Teilen zum Alltag geworden. Finding Connection von Florian Karner betrachtet Menschen, die seit Jahren Beziehungen zu Chatbots und künstlicher Intelligenz pflegen – und verweigert sich der schlichten Warnung vor der »Entmenschlichung durch Maschinen«. Im neuen artechock-Podcast spricht Rüdiger Suchsland über den Film, über die Kulturgeschichte der Gefühle und der menschlichen Phantasie.

Arteshot:

  • Sunny Dancer
    Im Wendekreis des Krebses: Dem Briten George Jaques ist ein ungewöhnlicher Hybrid aus Krebs- und Coming-of-Age-Film gelungen, den man unbedingt anschauen sollte, finden Margret Köhler und Stefan Rutz.

Locarno:

  • Als in Hollywood die Angst einzog
    In der Zeiten der »Red Scare«: Die diesjährige Retrospektive in Locarno erzählt die Geschichte der »Schwarzen Liste« im US-Kino
»Everytime« von Sandra Wollner

06.08.2026

Interview:

Neue Kritiken:

  • Everytime (Ö/D 2026)
    Die unmögliche Zeit: Sandra Wollner bringt die Zeit zum Kollabieren – von Dunja Bialas
    Aus der Welt hinausfallen: Sandra Wollner setzt die Trauer als Lebensgefühl frei – von Amelie Hochhäusler
    Die Zeit ist aus den Fugen: Was man nicht sieht, das muss man zeigen: Sandra Wollners sehr besonderer Cannes-Gewinnerfilm ist womöglich der beste Film des Jahres – von Rüdiger Suchsland
  • Der Klang der Stradivari (Les musiciens) (F 2025)
    Damit ein Quartett funktioniert, muss jeder ein bisschen falsch spielen: Grégory Magne verwandelt ein Streichquartett in ein kluges Modell unserer Gegenwart und erinnert daran, dass Harmonie nicht aus Einigkeit, sondern aus produktiver Reibung entsteht – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Nightborn
    Grenzland Geburt: Hanna Bergholms Bodyhorror erhielt eine Einladung in den Wettbewerb um den Goldenen Bären und ist ein Film, den man nicht nur wegen seiner eindrücklichen Bilder nicht so schnell wieder vergisst, finden Felicitas Hübner und Roderich Fabian.

Cinema Moralia:

  • Die Nerven der Filmkritik
    Falsche Bewegungen: Weimarer Verhältnisse, Veroneser Wein, Nacktheit und der Engel der Geschichte – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 395. Folge – von Rüdiger Suchsland
WHY SHOULD I BUY A BED

30.07.2026

74. Filmkunstwochen:

  • Living in the Present
    Die 74. Filmkunstwochen München gehen in die 2. Woche – ausgewählte Highlights... – von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Bitteres Fest (Amarga Navidad) (E 2026)
    Wenn das Leben der anderen zur Beute wird: Pedro Almodóvar erprobt in Bitteres Fest die Macht und Ohnmacht von Fiktion – Kritik von Katrin Hillgruber
    Im Spiegelkabinett: Nach seinem filmischen Ausflug nach Amerika (The Room Next Door) kehrt Pedro Almodóvar zum spanischen Kino zurück. – von Benedikt Guntentaler
  • Spider-Man: Brand New Day (USA 2016)
    Die Kunst, unvollkommen zu bleiben: Destin Daniel Crettons Spider-Man: Brand New Day ist nicht nur einer der stärksten Spider-Man-Filme seit Sam Raimi, sondern auch der vielleicht erfrischendste Gegenentwurf zu Christopher Nolans Odyssee – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Bitteres Fest
    Introspektives Patchwork: Pedro Almodóvars neuer Film war in Cannes eingeladen, hat jedoch wegen seiner komplexen, introspektiven Patchworkstruktur nicht ganz den gewohnten Zuspruch erhalten. Roderich Fabian und Stefan Rutz sind dennoch zufrieden.
1+1=3

23.07.2026

74. Filmkunstwochen:

  • Feuerwerk der Kino-Vielfalt
    Die 74. Filmkunstwochen zeigen in drei Wochen über 130 Filme. 12 der wichtigen Münchner Arthouse-Kinos machen beim bundesweit einzigartigen Sommer-Festival mit. Ein Blick auf erste Highlights — von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • Die Odyssee (The Odyssey) (USA/GB 2026)
    Irrfahrt der Boomer: Ein Versuch, Christopher Nolans Die Odyssee zu verstehen; erster Teil – von Rüdiger Suchsland
  • Toy Story 5 (USA 2026)
    Empathie aus Plastik: Ausgerechnet die fünfte Toy Story beweist, dass Fortsetzungen wenigstens dann ihre Berechtigung haben, wenn sie vom Älterwerden erzählen: der Figuren, ihres Publikums und einer Kindheit, die zunehmend auf Bildschirmen stattfindet – Kritik von Axel Timo Purr
  • Verstoßene – Kein Zuhause bei Maman (Marmaille) (F 2024)
    Kein Zuhause. Nirgends: Grégory Lucillys kraftvolles Jugenddrama führt auf das selten im Kino gezeigte La Réunion und erzählt von Geschwistern, die zwischen
    zwei Familien, Behörden und einer ungewissen Zukunft um Halt kämpfen – Kritik von Reinhard Kleber

Neue Videokritik:

  • H wie Habicht
    Tier wie Therapie: Helen Macdonalds großer »New Nature Writing«-Erfolg ist von Philippa Lowthorpe mit Claire Foy und Brendan Gleeson in den Hauptrollen verfilmt worden. Axel Timo Purr und Stefan Rutz sind geteilter Meinung und führen in den Räumen der Münchner HFF ein sommerliches Streitgespräch.

Nachruf:

Die Odyssee

16.07.2026

Neue Kritiken:

  • Die Odyssee (The Odyssey) (USA/GB 2026)
    Drei Stunden bis Ithaka: Christopher Nolan verwandelt Homers fluide, vieldeutige „Odyssee“ in ein starres Monument aus Männlichkeitspathos, Stichwortdramaturgie und akustischer Überwältigung – von Axel Timo Purr
    Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes: Christopher Nolan wagt sich in seinem neuen Film an einen der ältesten Stoffe der Literaturgeschichte – gelingt ihm das? – von Christian Schmuck
    „Siehe, ich selber war einst ein glücklicher Mann“: Der Sommer ist in vollem Gange – was gibt es da Besseres als einen klimatisierten Kinosaal und fast drei Stunden lang viel kaltes Wasser? Christopher Nolans heiß erwartete Adaption von Homers »Odyssee« bietet aber mehr als nur Abkühlung – von Paula Ruppert
  • So klingt das Leben (Rondallas) (E 2025)
    Wer geht, stirbt nicht: Daniel Sánchez Arévalo erzählt in seiner Tragikomödie von Trauer, Musik und einem Dorf, das erst wieder tanzen lernen muss, um weiterleben zu können. – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Was haben wir gelacht
    Zeitreise in die Abgründe der Offen­sicht­lich­keit: Die Doku „Was haben wir gelacht“ von Eva Müller und Isabel Schneider zeigt, wie offen sexistisch das deutsche Fernsehen der 1990er-Jahre war – und wie viel sich seitdem verändert hat. Eine ebenso komische wie erschreckende Zeitreise, die auch Fragen uns unsere Gegenwart stellt, finden Margret Köhler und Axel Timo Purr.

Cinema Moralia:

  • Deutscher Film und deutscher Fußball
    Überall ist Paraguay: Sind die Verhältnisse im deutschen Kino grundsätzlich anders? Sind sie besser? – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 394. Folge – von Rüdiger Suchsland
Deux pianos

09.07.2026

Filmfest München – Special:

  • Ein Klavier, (noch ein) Klavier! oder: Mit Bach im Fluss
    Das 43. Filmfest München greift in die Tasten – ein Rückblick auf nicht nur auf die großen Wellen, die das Filmfest geworfen hat – von Thomas Willmann
  • Das Filmquartett auf dem Filmfest München, Folge 3: Rückschau auf das 43. Filmfest München. Wir beginnen mit Low Expectations von Eivind Landsvik, feiern Ruyusuke Hamaguchis All of a Sudden, loben Alice Winocour, die sich mit Couture und Angelina Jolie leider vertan hat, heben Lucrecia Martels Nuestra tierra in den Himmel und sind uns bei Su-jings A Girl Unknown nicht ganz einig. Die Filmquartett-Top 3: 1. Rose of Nevada, 2. All of a Sudden, 3. ex aequo Die miserable Mutter, La libertad doble, Das geträumte Abenteuer, La muerte no tiene dueno. Im Filmquartett: Dunja Bialas, Benedikt Guntentaler, Amelie Hochhäusler, Wolfgang Lasinger, Nicolas Meußling, Tanja Moll, Noah Mrosczok, Chris Schmuck und Thomas Willmann
  • Spots on!
    Kurzkritiken zu Filmen aus allen Sektionen des Filmfest München
  • Zwischen Mausgrau und Sonnengelb
    Das Neue Deutsche Kino beim 43. Filmfest München war eine durchwachsene Angelegenheit und bestätigt alte Vorurteile. Zwar werden einige auch erfrischend widerlegt, doch eine bedeutende Lücke bleibt bestehen – von Axel Timo Purr
  • »Die Liebe zur Musik ist jetzt in meinen Filmen aufgehoben«
    Susanne Heinrich über ihr Musical Die miserable Mutter, das auf dem 43. Filmfest München den Förderpreis Neues Deutsches Kino für das beste Drehbuch erhielt — von Dunja Bialas
  • Der runde Blick aufs Eckige
    90 Minuten, internationaler Wettbewerb und das Spannende passiert in einem Viereck – ist das nun Kino oder Fußball? Wir sehen ein paar Parallelen zwischen dem 43. Filmfest München und der Fußballweltmeisterschaft — von Anna Edelmann, Paula Ruppert und Chris Schmuck

Neue Kritiken:

  • Etwas ganz Besonderes (D 2026)
    Leidenschaften und Beziehungen: Eva Trobischs wunderbarer Reigen durch das nicht nur östliche Deutschland der Gegenwart – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Mit leiser Stimme (À voix basse) (F 2026)
    Ermittlungen im Reich des Schweigens: Leyla Bouzid erzählt von Schweigeräumen und Subkulturen in Tunesien – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Plitsch Platsch Forever! (CH 2026)
    Plitsch, platsch, Widerstand: Ein Freibad soll verschwinden, eine Freundschaft gerät ins Wanken: Natascha Bellers Kinderfilm entdeckt im Sommerverlust eine kleine Schule der Demokratie – Kritik von Axel Timo Purr

Podcast:

  • Etwas ganz Besonderes
    »Protagonisten und Antagonisten finde ich langweilig«: Die Regisseurin Eva Trobisch wurde in Berlin geboren und studiert an der HFF München Filmregie. Beim Münchner Filmfest gewann sie 2018 den Hauptpreis im deutschen Wettbewerb für ihren Abschlussfilm Alles ist gut, der danach eine große Karriere auf internationalen Festivals wie dem von Locarno machte. Im artechock-podcast sprechen Eva Trobisch und Rüdiger Suchsland über Trobischs neuen Film Etwas ganz Besonderes, über das deutsche Kino, Blicke auf Ost und West, den großen Charme der Stadt Greiz, sowie die Frage »Wer bist du und was macht dich aus?«

Videokritik:

  • Virginia Woolf’s Night & Day
    Schadet nicht! Tina Gharavis Adaption von Viriginia Woolfes eher konventionellem Frühwerk ist kein filmischer Meilenstein, aber dennoch einen Kinobesuch wert, finden Felicitas Hübner und Margret Köhler

Nachruf:

  • Der Mann, der die Festivals liebte
    Kein anderer hat die Berlinale länger geleitet. Der Weltbürger und Festivaldirektor Moritz de Hadeln ist jetzt gestorben — von Rüdiger Suchsland

KI-Interview:

Die Ausgaben der letzten Monate

Ältere Artikel finden Sie im Archiv

Besprechungen aktueller Filme von A-Z