Aktuelles zum Film

Die Odyssee

16.07.2026

Neue Kritiken:

  • Die Odyssee (The Odyssey) (USA/GB 2026)
    Drei Stunden bis Ithaka: Christopher Nolan verwandelt Homers fluide, vieldeutige „Odyssee“ in ein starres Monument aus Männlichkeitspathos, Stichwortdramaturgie und akustischer Überwältigung – von Axel Timo Purr
    Sage mir, Muse, die Taten des vielgewanderten Mannes: Christopher Nolan wagt sich in seinem neuen Film an einen der ältesten Stoffe der Literaturgeschichte – gelingt ihm das? – von Christian Schmuck
    „Siehe, ich selber war einst ein glücklicher Mann“: Der Sommer ist in vollem Gange – was gibt es da Besseres als einen klimatisierten Kinosaal und fast drei Stunden lang viel kaltes Wasser? Christopher Nolans heiß erwartete Adaption von Homers »Odyssee« bietet aber mehr als nur Abkühlung – von Paula Ruppert
  • So klingt das Leben (Rondallas) (E 2025)
    Wer geht, stirbt nicht: Daniel Sánchez Arévalo erzählt in seiner Tragikomödie von Trauer, Musik und einem Dorf, das erst wieder tanzen lernen muss, um weiterleben zu können. – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Was haben wir gelacht
    Zeitreise in die Abgründe der Offen­sicht­lich­keit: Die Doku „Was haben wir gelacht“ von Eva Müller und Isabel Schneider zeigt, wie offen sexistisch das deutsche Fernsehen der 1990er-Jahre war – und wie viel sich seitdem verändert hat. Eine ebenso komische wie erschreckende Zeitreise, die auch Fragen uns unsere Gegenwart stellt, finden Margret Köhler und Axel Timo Purr.

Cinema Moralia:

  • Deutscher Film und deutscher Fußball
    Überall ist Paraguay: Sind die Verhältnisse im deutschen Kino grundsätzlich anders? Sind sie besser? – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 394. Folge – von Rüdiger Suchsland
Deux pianos

09.07.2026

Filmfest München – Special:

  • Ein Klavier, (noch ein) Klavier! oder: Mit Bach im Fluss
    Das 43. Filmfest München greift in die Tasten – ein Rückblick auf nicht nur auf die großen Wellen, die das Filmfest geworfen hat – von Thomas Willmann
  • Das Filmquartett auf dem Filmfest München, Folge 3: Rückschau auf das 43. Filmfest München. Wir beginnen mit Low Expectations von Eivind Landsvik, feiern Ruyusuke Hamaguchis All of a Sudden, loben Alice Winocour, die sich mit Couture und Angelina Jolie leider vertan hat, heben Lucrecia Martels Nuestra tierra in den Himmel und sind uns bei Su-jings A Girl Unknown nicht ganz einig. Die Filmquartett-Top 3: 1. Rose of Nevada, 2. All of a Sudden, 3. ex aequo Die miserable Mutter, La libertad doble, Das geträumte Abenteuer, La muerte no tiene dueno. Im Filmquartett: Dunja Bialas, Benedikt Guntentaler, Amelie Hochhäusler, Wolfgang Lasinger, Nicolas Meußling, Tanja Moll, Noah Mrosczok, Chris Schmuck und Thomas Willmann
  • Spots on!
    Kurzkritiken zu Filmen aus allen Sektionen des Filmfest München
  • Zwischen Mausgrau und Sonnengelb
    Das Neue Deutsche Kino beim 43. Filmfest München war eine durchwachsene Angelegenheit und bestätigt alte Vorurteile. Zwar werden einige auch erfrischend widerlegt, doch eine bedeutende Lücke bleibt bestehen – von Axel Timo Purr
  • »Die Liebe zur Musik ist jetzt in meinen Filmen aufgehoben«
    Susanne Heinrich über ihr Musical Die miserable Mutter, das auf dem 43. Filmfest München den Förderpreis Neues Deutsches Kino für das beste Drehbuch erhielt — von Dunja Bialas
  • Der runde Blick aufs Eckige
    90 Minuten, internationaler Wettbewerb und das Spannende passiert in einem Viereck – ist das nun Kino oder Fußball? Wir sehen ein paar Parallelen zwischen dem 43. Filmfest München und der Fußballweltmeisterschaft — von Anna Edelmann, Paula Ruppert und Chris Schmuck

Neue Kritiken:

  • Etwas ganz Besonderes (D 2026)
    Leidenschaften und Beziehungen: Eva Trobischs wunderbarer Reigen durch das nicht nur östliche Deutschland der Gegenwart – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Mit leiser Stimme (À voix basse) (F 2026)
    Ermittlungen im Reich des Schweigens: Leyla Bouzid erzählt von Schweigeräumen und Subkulturen in Tunesien – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Plitsch Platsch Forever! (CH 2026)
    Plitsch, platsch, Widerstand: Ein Freibad soll verschwinden, eine Freundschaft gerät ins Wanken: Natascha Bellers Kinderfilm entdeckt im Sommerverlust eine kleine Schule der Demokratie – Kritik von Axel Timo Purr

Podcast:

  • Etwas ganz Besonderes
    »Protagonisten und Antagonisten finde ich langweilig«: Die Regisseurin Eva Trobisch wurde in Berlin geboren und studiert an der HFF München Filmregie. Beim Münchner Filmfest gewann sie 2018 den Hauptpreis im deutschen Wettbewerb für ihren Abschlussfilm Alles ist gut, der danach eine große Karriere auf internationalen Festivals wie dem von Locarno machte. Im artechock-podcast sprechen Eva Trobisch und Rüdiger Suchsland über Trobischs neuen Film Etwas ganz Besonderes, über das deutsche Kino, Blicke auf Ost und West, den großen Charme der Stadt Greiz, sowie die Frage »Wer bist du und was macht dich aus?«

Videokritik:

  • Virginia Woolf’s Night & Day
    Schadet nicht! Tina Gharavis Adaption von Viriginia Woolfes eher konventionellem Frühwerk ist kein filmischer Meilenstein, aber dennoch einen Kinobesuch wert, finden Felicitas Hübner und Margret Köhler

Nachruf:

  • Der Mann, der die Festivals liebte
    Kein anderer hat die Berlinale länger geleitet. Der Weltbürger und Festivaldirektor Moritz de Hadeln ist jetzt gestorben — von Rüdiger Suchsland

KI-Interview:

Die miserable Mutter

02.07.2026

Filmfest-Special:

  • Spots on!
    Kurzkritiken-Marathon zu den Filmen aus allen Sektionen des Filmfest München, von der artechock-Redaktion und den Young Film Critics
  • Die miserable Mutter (D 2026)
    Zuckende Mutter-Maschine: Susanne Heinrich hat mit Die miserable Mutter ein furioses Musical in französischer Tradition geschaffen, bei dem man am liebsten mitsingen möchte – Kritik von Dunja Bialas
  • Das Filmquartett – Podcast
    Das Filmquartett meldet sich mit einem neuen Podcast vom 43. Filmfest München. Zum Auftakt sprechen wir über die allgemeine Stimmung, tauchen ein in den Filmfest-Klassiker „American Independents“, blicken kurz nach Cannes und in die Reihe Neues deutsches Kino. Besprochene Filme: Downbeat (Danny Madden), Erupcja (Pete Ohs), Everytime (Sandra Wollner), Das geträumte Abenteuer (Valeska Grisebach), Strange River (Jaume Claret Muxart), La libertad doble (Lisandro Alonso), Die miserable Mutter (Susanne Heinrich). Im Filmquartett sind: Dunja Bialas, Benedikt Guntentaler, Amelie Hochhäusler, Wolfgang Lasinger, Chris Schmuck, Thomas Willmann.
  • Vive l’Allemagne! – Podcast
    Favoriten überall: Axel Timo Purr und Rüdiger Suchsland melden sich live vom Filmfest München – mit einer Liebeserklärung an Michael Mann, ihren Favoriten im deutschen Filmprogramm und einer Prognose zur Fußball-WM.

Neue Kritiken:

  • Minions & Monster (USA 2026)
    Die gelbe Krankheit Hollywoods: In Minions & Monster stolpern die Minions durch das Hollywood der Stummfilmzeit. Ein zunächst überzeugender Kinozauber, der sich jedoch bald in Zitaten, Tempo und Franchise-Routine erschöpft – Kritik von Axel Timo Purr
  • The Piano Tuner
    Kurzkritik von Axel Timo Purr (Filmfest München)
  • Resurrection
    Fragmente einer Universalpoesie des Kinos: Bi Gans Traumreise in das Kino-Imaginäre – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Transit Times
    Kurzkritik von Dunja Bialas (Filmfest München)

arteshot-Videokritik:

  • The Piano Tuner
    Man muss Ordnung schaffen wo Chaos ist: »Nawalny«-Regisseur Daniel Roher wechselt zum Spielfilm. Mit Leo Woodall und Dustin Hoffman in den Hauptrollen gelingt ihm ein so überraschender wie überzeugender Heist Movie der etwas anderen Art, finden Roderich Fabian und Axel Timo Purr.
Summer Truth-Cocktailbar

25.06.2026

Filmfest München:

Neue Kritiken:

  • Gorgonà (GR/FR 2025)
    Mythen, Mädchen, Männer: Der König stirbt, es lebe die Königin: Die Wirklichkeit erhebt ihr Medusenhaupt in »Gorgonà« – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war (D 2026)
    Nur schreibend existieren: Regine Schilling nähert sich der Schriftstellerin Ingeborg Bachmann. Räume, die sich durch die Worte ihres Schreibens öffnen, schließen sich wieder – durch die bebildernde Inszenierung von Sandra Hüller – Kritik von Amelie Hochhäusler
  • Obsession – Du sollst mich lieben (USA 2025)
    Wishful Thinking: Curry Barkers erste Kinoproduktion ist ein schmerzhafter Horrorfilm über psychische Abhängigkeiten und gefährliche Wünsche – Kritik von Benedikt Guntentaler
  • Das Sommerbuch (The Summer Book) (USA/FIN/GB 2024)
    Das schönste Sterben seit langem: Charlie McDowells Verfilmung von Tove Janssons Klassiker ist ein leiser, berührender Film über Trauer, Natur, Kindheit und das langsame Entgleiten des Lebens – Kritik von Axel Timo Purr
  • Supergirl (USA 2026)
    Kryptonischer Kater: Nach James Gunns großartigem vererdeten Superman darf nun Supergirl ins All: nicht ganz so gut, nicht ganz so politisch, aber als girlig-schnoddrige Space-Opera ein großer, betrunkener, hundeverliebter Spaß – Kritik von Axel Timo Purr

arteshot-Videokritik:

  • Obsession
    Liebe im Quadrat: Curry Barkers doppelbödiger Lowbudget-Horrorfilm ist nicht nur ein Kritikerliebling, sondern in den USA und Kanada auch ein völlig überraschender Publikumserfolg. Zurecht, finden Roderich Fabian und Axel Timo Purr.

Il Cinema Ritrovato:

Cinema Moralia:

  • Braucht Europa eine Kathedrale?
    Das Filmfest kann kommen. Und: Wie digitale Souveränität in Europa praktisch möglich wäre – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 393. Folge — von Rüdiger Suchsland

Podcast:

  • »Die Anspannung eines Familienfests, muss man erstmal aushalten...«
    Die Münchner Regisseurin Pauline Roenneberg hat nach mehreren dokumentarischen Arbeiten ihren ersten Spielfilm gedreht: »Kalter Hund« hat im deutschen Wettbewerb des Filmfests München Weltpremiere und kommt im Herbst ins deutsche Kino. – Mit Rüdiger Suchsland spricht sie vor Filmfest-Start über ihre ganz spezielle Art, ohne festes Drehbuch zu drehen und trotzdem keinen »Improvisations-Film« zu machen, über Familienaufstellungen und das Lustige im Schmerz, Humor der mit Tabubrüchen spielt, sowie darüber, wann Stellen im Drehbuch für die Schauspieler geschwärzt werden müssen.
Looking for Eric

18.06.2026

Ken Loach:

  • Happy Birthday, Mr. Communist!
    Brot und Rosen, Land und Freiheit: Ken Loach, der Regisseur der Klassengesellschaft, wird 90 – zur Aktualität des wichtigsten und bekanntesten britischen Regisseurs – von Rüdiger Suchsland

Festival:

  • Sein oder Nichtsein
    Die Georgischen Filmtage erkunden dieses Jahr, was ist, sein könnte, nicht war, hätte sein können – und nicht mehr ist — von Paula Ruppert

Neue Kritiken:

  • The Death of Robin Hood (USA 2026)
    Ende Legende: Michael Sarnoski lehrt einmal mehr das Loslassen – Kritik von Thomas Willmann
  • The Love That Remains (Ástin sem eftir er) (IS/DK/S/F 2025)
    Die Liebe nach der Liebe: Hlynur Pálmason zeigt einen tastenden, manchmal überzeichneten, dann wieder wunderbar genauen Film über Trennung, Familie und die grotesken Restbestände des Zusammenlebens – von Axel Timo Purr
    Es bleibt nicht in der Familie: Hlynur Pálmason öffnet den Blick vom Privaten in die Endlichkeit – von Thomas Willmann
  • Sechswochenamt (D 2026)
    Die Geometrie der Trauer: Der Tod einer Mutter wird zur Neuvermessung einer Familie. Jacqueline Jansens preisgekröntes Debüt erzählt mit großer Genauigkeit von den unterschiedlichen Rhythmen der Trauer – Kritik von Axel Timo Purr

LOL 2.0:

Podcast Live: Dust in the Wind (artechock mit critic.de):

Cinema Moralia:

  • »Unsere Zeiten brauchen keine Wohlfühlparolen.«
    »Staatsschutz«: Regisseur Faraz Shariat gegen eine romantisierende Vorstellung von Vielfalt; aber wenn ein Festival politisch sein will, gibt es Integrationspreise an Deutsche – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 392. Folge — von Rüdiger Suchsland
Im Reich der Sinne

11.06.2026

Neue Kritiken:

  • Disclosure Day – Der Tag der Wahrheit (USA 2026)
    Die Möglichkeit einer anderen Perspektive: Mit Empathie die Welt retten: Steven Spielberg remixt Roswell, E.T. und die großen UFO-Mythen zu einem überwältigenden Märchen der Hoffnung – von Axel Timo Purr
    Found in Translation: Spielberg erzählt ein hoffnungsvolles Märchen über Tele-Kommunikation – von Thomas Willmann
  • Fränk (Estland 2025)
    Zwischen Opfer und Täter: Der estnische Regisseur Tõnis Pill verarbeitet in Fränk eigene Erfahrungen und schildert eindringlich, wie familiäre Gewalt und toxische Gruppendynamiken Kinder zu Tätern machen können – Kritik von Reinhard Kleber
  • Im Reich der Sinne (Ai no korîda) (J/F 1976)
    Hypnotisierend, betörend und vollkommen entwaffnend: Warum Im Reich der Sinne der ehrlichste Liebesfilm ist – zur Wiederaufführung eines Meisterwerks – Kritik von Lilith Stangenberg
  • Meine Frau weint (D/F 2026)
    Einmal fällt Platzregen: Angela Schanelec erzählt in ihrem neuesten Film eine Kolportagegeschichte, die von einer großen Tragik erfasst wird – Kritik von Dunja Bialas

Neue Videokritik:

  • Die kleine Amélie oder der Charakter des Regens
    niemand, nicht einmal der regen, hat solch kleine hände: Liane-Cho Han und Maïlys Vallade gelingt es in ihrem Animationsfilm kongenial das Leichte mit dem Schweren zu verbinden und dann auch noch zeichnerisch ganz im Sinne der großen Ghibli-Filme zu brillieren. Felicitas Hübner und Axel Timo Purr sind schwer beeindruckt.

Retrospektive:

  • Kino der Ungewissheit
    Haltung bewahren: David Lean in der aktuellen Retrospektive des Berliner Arsenal und in einem Dokumentarfilm bei den Filmfestspielen in Cannes – die Filme des facettenreichen britischen Nachkriegskinos, eines Kinos zwischen Tradition, Trauma und Neuanfang – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Vertrieben aus dem Reich der Sinne
    Deutscher Film von Sinnen: Glücklicherweise interessiert die Wenders-Debatte nur die Filmblase, aber die Therapiemoral ersetzt die Kunstdiskurse – von Rüdiger Suchsland

Deutscher Filmpreis:

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