Aktuelles zum Film

Mario Adorf Berlinale 2019

16.04.2026

Nachruf:

  • Der Antideutsche
    Zum Tod von Mario Adorf, dem einzigen Weltstar aus Deutschland, dem »Mann, der N-Tschotschi erschoß« – von Rüdiger Suchsland

Festival:

  • Starke Frauen vor und hinter der Kamera
    Die 37. Türkischen Filmtage München feiern vom 17. bis zum 26. April 2026 das türkische Kino und eröffnen dem interessierten Publikum neue Perspektiven auf das Land und seine Gesellschaft. – von Ingrid Weidner

Filmreihe:

  • Ein Meer, viele Geschichten
    Der Circolo Cento Fiori zeigt an fünf Sonntagen vom 19. April bis 17. Mai 2026 die Filmreihe Mediterraneo: un mare di storie. Das Mittelmeer verbindet Europa, Afrika und Asien – als Raum von Begegnung, Urlaub und Herkunft, aber auch als Fluchtweg zwischen Hoffnung und Tod – von Elke Eckert

Neue Kritiken:

  • Allegro Pastell (D 2025)
    Life is good – oder? Film versus Buch: Anna Rollers Verfilmung von Leif Randts Roman „Allegro Pastell“ – Kritik von Katrin Hillgruber
  • Das Glück der Tüchtigen (D 2025)
    Wenn das Leben die Preise diktiert: Zwischen Reihenhaus, Kryptochaos und Supermarkt. Franz Müller wirft in seiner Tragikomödie einen so gnadenlosen wie zärtlichen Blick auf Alltag, Klassenfragen und fragile Lebensentwürfe. Wir spüren diesem Patchwork in vier Kurzkritiken nach. – Kritiken von artechock-Redaktion
  • Kill Bill: The Whole Bloody Affair (USA 2003/04)
    Zeit, Zorn und Zärtlichkeit: Eine Wiederbegegnung mit Kill Bill, in vier Stunden und nach 20 Jahren – Kritik von Thomas Willmann
  • Missing*Link (D 2024)
    Was fehlt, sind wir: Michael Baumann verdichtet in seinem überzeugenden Familienstellen Patchwork-Realität zu einem psychologisch präzisen Drama über Nähe, Angst und den Schwindel der Freiheit – Kritik von Axel Timo Purr
  • Normal (CDN/USA 2025)
    Ruhe bewahren, Ärger ersparen: Was als verschneite Provinzposse beginnt, entpuppt sich in Derek Kolstad Drehbuch und Ben Wheatleys Inszenierung als präzise Studie über Gewalt, Verdrängung und fragile Ordnungen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Vier minus drei (Ö/D 2025)
    Leben als Leerstelle: Zwischen Körper, Erinnerung und Kontrollverlust: Adrian Goiginger macht aus einer Tragödie ein verstörend lebendiges Kino der Ambivalenz
    – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Vier minus drei
    Gleichung ohne Zahlen: Adrian Goigingers Bestselleradaption geht ein schweres Thema ungewöhnlich an und brilliert durch seine Schauspieler, finden Thomas Maiwald und Stefan Rutz.

Cinema Moralia:

  • Zwischen Willkür und Normierung
    Waren die Hofkünstler freier als die Modernen – was uns Martin Warnkes Klassiker lehrt, auch die Filmszene – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 385. Folge – von Rüdiger Suchsland
Olivier Assayas

09.04.2026

Interviews:

Neue Kritiken:

  • All we ever wanted (DEU 2024)
    Weiße Wolken: Kurzkritiken von Axel Timo Purr, Dunja Bialas und Christian Schmuck
  • Direct Action (D/F 2024)
    41 Shots des Widerstands: Das Regie-Duo Guillaume Cailleau und Ben Russell zeigt jetzt seinen beobachtenden Filmessay Direct Action über zivilen Widerstand im Kino – Kritik von Dunja Bialas
  • The History of Sound (GB/USA 2025)
    Tote Stimmen: Im Historiendrama The History of Sound ziehen zwei Männer durch die Lande, um Musik zu konservieren. Nur, um mit den verpassten Chancen ihrer Romanze konfrontiert zu werden – von Janick Nolting
  • How to Make a Killing – Todsicheres Erbe (GB/USA 2026)
    Sind zu kleine Träume: In How to Make a Killing wird Glen Powell zum Robin Hood von Erbschaftsangelegenheiten und Sklaven seiner Ambitionen – von Kevin Gawlik
  • Der Magier im Kreml (Le mage du Kremlin) (F/USA 2025)
    Die Erfindung der Macht: Olivier Assayas zeigt, wie aus Inszenierung Herrschaft wird – und wie ein System aus Angst, Terror und Erzählung seine eigenen Schöpfer verschlingt – von Axel Timo Purr
    »Erfindet keine Storys mehr, erfindet endlich die Realität!«: Der »Kreml-Flüsterer«, die »vertikale Demokratie« und die Kälte im Herzen der Macht – von Rüdiger Suchsland
  • Skunk (B/NL 2023)
    Die Wurzeln kappen: Der belgische Skandalregisseur Koen Mortier versucht sich mit Skunk an einer neuen Provokation. Aber was verbirgt sich hinter der reißerischen Fassade? – von Janick Nolting

Neue Videokritik:

  • Der Magier im Kreml
    Wege zur Macht: Oliviers Assayas' Romanadaption über den Aufstieg Putins und seinen engsten Berater ist weit mehr als nur ein Biopic über die jüngere Geschichte Russlands, finden Felicitas Hübner und Margret Köhler.
Artechock-Trailer

02.04.2026

30 Jahre artechock – das große Geburtstagsspecial:

Neue Kritiken:

  • Alpha (F/B 2025)
    Stiche und Versteinerung: Julia Ducournau stürmt und drängt zu Trauer und Trost – Kritik von Thomas Willmann
  • Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean (Jean Valjean) (F 2025)
    Revolution der Güte: Éric Besnards Neuverfilmung von »Les Misérables« reduziert Victor Hugos Epos auf einen moralischen Kern – und entwirft in der leisen Praxis von Empathie und »Nettsein« ein überraschend radikales Gesellschaftsmodell – Kritik von Axel Timo Purr
  • Romería – Das Tagebuch meiner Mutter (E/D 2025)
    Geschichte einer Liebe: »Romería« schließt die Trilogie ab, in der die katalanische Regisseurin Carla Simón ihre Familiengeschichte verarbeitet – Kritik von Dunja Bialas

50 Jahre Werkstattkino:

  • Podcast: Dolly & Bernd zu Gast im Filmquartett
    Bloß keine Legendenbildung! Dolly Kuhn und Bernd Brehmer plaudern mit Dunja Bialas, Wolfgang Lasinger und Thomas Willmann gar nicht mal mehr so über alte Zeiten. Vielmehr geht es um das Lebensgefühl oder das Feeling, ein Kino wie das Werkstattkino zu betreiben. Am 3.4.1976 gegründet, würde das Jubiläum auf den Karfreitag fallen. Klar, dass das Werkstattkino-Kollektiv kreativ damit umgeht.
  • Werkstattkino – »Filmmuseum für Dreck«
    Das Münchner Werkstattkino feiert sein 40-jähriges Bestehen. Gentrifizierung, Digitalisierung und Kommerzialisierung hat es erfolgreich Widerstand geleistet – von Dunja Bialas
  • POINT OF VIEW : Billige Sessel setzen sich durch
    Münchner Kinos im Test 1: Das Werkstattkino – von Thomas Willmann

In memoriam Alexander Kluge:

Cinema Moralia:

  • »What would Kluge do?«
    Moby Schlick, Astor-Film-Lounge, Deutscher Filmpreis und München als geistige Lebensform – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 384. Folge — von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Siri Hustvedt – Dance Around the Self
    Seelenmassage. Stefan Rutz und Roderich Fabian hatten im Vorfeld durchaus Zweifel, ob Sabine Lidls Dokumentation über den persönlichen und literarischen Werdegang der amerikanischen Schriftstellerin Siri Hustvedt mit einem Schwerpunkt auf ihre Beziehung zu Paul Auster einen Kinobesuch wert ist...
Marlies Kirchner

26.03.2026

Nachruf:

Filmpolitik:

  • Die Paradoxie des Seitensprungs
    Die Selbstlähmung der Medien-Akteure und erste Pläne für eine europäische Medienplattform – eine Berliner Veranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württemberg – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Blue Moon (IRL/USA 2025)
    »Without a Love of My Own«: Linklater & Hawke singen von der tiefen Einsamkeit – Kritik von Thomas Willmann
  • Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger (F/E/MA/D/B 2025)
    Die Würde der Falten: Maryam Touzani erzählt von Heimat, Verlust und der Freiheit, alt zu werden. Es ist ein leiser, sinnlicher Film, in dem eine großartige Carmen Maura den gelebten Körper gegen das Vergessen verteidigt – Kritik von Axel Timo Purr
  • Horst Schlämmer sucht das Glück (D 2026)
    Glück im Sonderangebot und keiner kauft’s: In Sven Unterwaldts Comeback-Vehikel für Hape Kerkelings Horst Schlämmer zerfällt die einst subversive Kunstfigur zur müden Selbstparodie und mündet in eine Mockumentary, die nicht entlarvt, sondern auf allen Ebenen kapituliert – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Schatzsuche im Blaumeisental (Le secret des mésanges) (F/B 2025)
    Es geht auch ohne Bösewichte: Mit großer handwerklicher Sorgfalt inszeniert Antoine Lanciaux ein poetisches Animationsabenteuer, in dem Natur, Freundschaft und kindliche Neugier die treibenden Kräfte der Handlung sind – Kritik von Reinhard Kleber

Neue Videokritik:

  • Pillion
    Dann wieder weitermachen...: Harry Lightons Debüt wurde in Cannes uraufgeführt und dort mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet. Trotz der Darstellung einer SM-Beziehung zielt die queere RomCom auf das breite Publikum. Das gelingt ihm außerordentlich gut, finden Stefan Rutz und Felicitas Hübner.

Cinema Moralia:

  • Die Anatomie der Ablehnung
    Neidkultur, Rekorde, Filmkritik ist nicht »links« und die überflüssige Personalisierung unserer Kulturdebatten – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 383. Folge – von Rüdiger Suchsland

Festival:

  • Contact-Stelle
    Filmische Begegnungen beim flimmern&rauschen Jugendfilmfestival – von Anna Edelmann
Sieger Sein

19.03.2026

Kinder- und Jugendfilm Special:

  • Kinderfilme retten das Kino – nur merkt es kaum jemand
    Ein Positionspapier des Fördervereins Deutscher Kinderfilm fordert, den national überaus erfolgreichen, aber öffentlich marginalisierten Kinderfilm in der Investitionsverpflichtung der Filmförderreform endlich strukturell zu sichern – von Axel Timo Purr
  • Aus Verletzlichkeit wird Stärke
    Junge Mädchen stehen im Mittelpunkt der europäischen Familienfilme beim 43. BUFF Malmö Film Festival – von Annika Gustafsson
  • Kinderfilm als Gegenwartslabor
    Beim 43. BUFF Malmö zeigt der erste FIPRESCI-Wettbewerb, wie Coming-of-Age-Filme von Patchwork-Familien, Migration und Selbstermächtigung erzählen – und warum Beef (Ruido) von Ingride Santos herausragt – von Axel Timo Purr
  • Nordischer Radikalismus entlarvt
    In Nipster untersucht Sunniva Eir Tangvik Kveum beim 43. BUFF Malmö Film Festival die Verführungskraft rechter Jugendbewegungen – mit interessanten Ansätzen, aber ohne klaren Fokus – von Elena Rubashevska
  • Diese Woche neue im Kino: DJ Ahmet (Mazedonien/CZ 2025)
    Zwischen Beten und Beat: Georgi M. Unkovski erzählt ein flirrendes Coming-of-Age, in dem Tradition und Zukunft nicht gegeneinander kämpfen, sondern einen gemeinsamen Rhythmus finden – Kritik von Axel Timo Purr
  • Nächste Woche neu im Kino: Die Schatzsuche im Blaumeisental (Le secret des mésanges) (F/B 2025)
    Es geht auch ohne Bösewichte: Mit großer handwerklicher Sorgfalt inszeniert Antoine Lanciaux ein poetisches Animationsabenteuer, in dem Natur, Freundschaft und kindliche Neugier die treibenden Kräfte der Handlung sind – Kritik von Reinhard Kleber

Interview:

Seitenblick:

  • Arabische Filme im Fokus
    Arabisches Kino 2025: Acht unverzichtbare Filme als Resonanzraum einer Region – von Elena Rubashevska

Neue Kritiken:

  • Der Astronaut – Project Hail Mary (USA 2025)
    Science, Comedy und ein bisschen Pathos: Phil Lord und Chris Miller transformieren Andy Weirs Bestseller zu einem großen Science-Fiction-Abenteuer – irgendwo zwischen kosmischer Robinsonade und heiterem Familienfilm – Kritik von Axel Timo Purr
  • La Grazia (I 2025)
    Die wunderbare Leichtigkeit des Zweifels: Paolo Sorrentino befreit einen Staatspräsidenten von der Last der Entscheidung – Kritik von Thomas Willmann

Neue Videokritik:

  • La Grazia
    Nicht nur dass Politische: Paolo Sorrentinos Porträt eines italienischen Staatspräsidenten am Ende seiner Amtszeit ist nicht nur wegen Toni Servillo in der Hauptrolle – für den er in Venedig den Darstellerpreis erhielt – äußerst sehenswert und ganz großes Kino, finden Margret Köhler und Roderich Fabian.

Neuer Podcast:

Festival:

  • Mit viel Wuff und Liebe
    Das Kurzfilmfestival »Bunter Hund« hat zum 25. Jubiläum einen bunten Programmmix zusammengestellt – von Hanni Beckmann

Nachruf:

  • Jürgen Habermas und das Kino
    Zum Tod des wichtigsten Denkers unseres Zeitalters: Der Starnberger Philosoph war auch ein Vordenker für das europäische Kino – die Filmszene in Deutschland und anderswo sollte sich endlich mit ihm beschäftigen. Denn kommunikatives Handeln ist auch und vor allem Handeln. – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Was deutsches Kino sein könnte und nicht ist...
    Johanna Wokalek und Tobias Moretti zeigen es; Meinungsfreiheit beweist sich nur bei Gegnern; Timmi bleibt ohne Oscar und Cannes-Spekulationen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 382. Folge – von Rüdiger Suchsland
Nouvel Vague

12.03.2026

Neue Kritiken:

  • Nouvelle Vague (F/USA 2025)
    Die Revolution als Rekonstruktion: Richard Linklater inszeniert die Entstehung von Godards Außer Atem als cinephiles Wimmelbild der frühen 1960er Jahre. Im Vordergrund stehen Mythen statt Menschen. – von Axel Timo Purr
    Die Zukunft der Vergangenheit: Zurück zu Godard? Hoffentlich: Nouvelle Vague von Richard Linklater ist ein Film, auf den die Welt gewartet hat, obwohl sie das nicht weiß – ein Film gegen die Identifikation mit dem Aggressor – von Rüdiger Suchsland
  • Un poeta (Kolumbien/D/S 2025)
    Das arterielle Herzblut eines Dichters: Opus magnum in Rot: Simón Mesa Soto erzählt vom Existenzkampf in der Poesie- und Rolltreppen-Stadt Medellín – Kritik von Katrin Hillgruber
  • The Testament of Ann Lee (GB/USA 2025)
    Eine Über-Mutter Gottes: Mona Fastvold erzählt von Trauma und Ekstase in den Geburtsstunden der USA – von Thomas Willmann
    Rebellentum und Energie: »Die Frau schweige in der Gemeinde«: The Testament of Ann Lee von Mona Fastvold wirft einen faszinierenden Blick auf eine historische Dissidentin – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Nouvelle Vague
    Mechanismen einer Revolution: Bei den Césars wurde Richard Linklater für seine liebevolle Hommage als erster amerikanischer Regisseur überhaupt mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Margret Köhler erinnert sich an ihr eigenes Treffen mit Godard und Axel Timo Purr hat einen Einwand.

Cinema Moralia:

  • Kabale und Triebe
    Streit gibt es überall. Wir müssen ihn anerkennen und führen. Gute Filme gibt es auch viele. Gerade vielleicht zu viele auf einmal – von Rüdiger Suchsland

Festival:

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