10.09.2026

»Ich bin sicher, Kino überlebt mich«

Rainer Stefan
Scheut eigentlich das Sonnenlicht: Rainer Stefan, Leiter des Fantasy Film Fest
(Foto: Fantasy Film Fest)

Rainer Stefan über 40 wildbewegte Jahre Fantasy Filmfest

Heut­zu­tage ist das Fantasy Filmfest eine erfolg­reiche, deutsch­land­weit durch sieben Städte tourende Leis­tungs­schau des Genre­kinos. Zur 40. Ausgabe – die am 2.9. in Berlin startete und eine Woche später München erreicht – erinnert sich Rainer Stefan, der das FFF mit Schorsch Müller gründete und heute noch leitet, an die deutlich hand­ge­mach­teren Anfänge.

Das Gespräch führte Thomas Willmann

artechock: Wo kam ursprüng­lich die Idee her, ein solches Festival ins Leben zu rufen?

Rainer Stefan: Seit ich dreizehn, vierzehn Jahre alt war, habe ich in der Schule einen Filmclub orga­ni­siert mit 16mm-Kopien. Ich habe die Filme ausge­liehen und dann auch in Alten­heimen gezeigt. Ich wollte einfach Kino machen – und habe dann auch ange­fangen, Film­ko­pien zu sammeln. Damals bin ich dann immer nach London geflogen. Da gab’s »Movie Jumbles«, so hieß das, wo man Film­ko­pien – meistens alte, gebrauchte 16mm – kaufen konnte. Jeden­falls hab ich das Zeug gesammelt, unter anderem auch Film­ko­pien der Val Lewton-Filme, die damals in Deutsch­land weit­ge­hend unbekannt waren. The Seventh Victim und so weiter.
Dann hab ich bei Kinos gejobbt. Und irgend­wann hab ich zwei Jungs aus Hamburg getroffen, die hatten in Hamburg das Alabama Kino. Denen hab ich erzählt, was ich in der Sammlung habe. Das waren hundert­fünfzig bis zwei­hun­dert Film­ko­pien, über­wie­gend Klassiker. Dann haben die gesagt: »Wir haben da ein Kino...« Und daraufhin hatten wir die Idee: Okay, wir zeigen die Filme mal im Kino und bauen ein Event drum rum. Das nannten wir Fantasy Filmfest.
Wenn du auf unserer Website auf »Archiv« klickst...

artechock: Ja, da war ich schon. Da gibt es die Programm­hefte aller Ausgaben bis zurück zur ersten!

Rainer Stefan: Genau. Im ersten Jahr lief The Seventh Victim. Und im zweiten Jahr haben wir dann sogar als Poster ein Standbild daraus genommen.
Also, jeden­falls: Das war zuerst die Idee. Wir haben uns in München getroffen. Im Arri Kino. Die Jungs aus Hamburg haben gesagt okay, sie stellen ihr Kino zur Verfügung. Das Alabama war so ein alter­na­tives Kino. Und in Hamburg gab’s die Markt­halle. Das war eine Konzert­halle für zwei­ein­halb­tau­send Leute. Die haben wir für Samstag gemietet und haben da Nosferatu gezeigt.
Enno Patalas hatte im Münchner Film­mu­seum Nosferatu restau­riert und viragiert. Da gab’s eine neue 35mm Kopie. Die hat mir der Enno geliehen, und wir haben die in Hamburg in der Markt­halle gezeigt mit Pianist – und danach hatten wir drei lokale Punkbands, und dazwi­schen haben wir The Texas Chainsaw Massacre 2 gezeigt. An dem Samstag war ausver­kauft, die ganze Veran­stal­tung war fünf Tage lang und ein ziem­li­cher Erfolg. Dann haben wir das im nächsten Jahr noch mal gemacht. Und dann hatte ich die Idee, das auch in München zu machen. Das war im Cinema von Dr. Buchwald.
Und dann haben wir es auch gleich noch auf Berlin und Köln ausge­dehnt, und letztlich auf sieben Städte. So ist das entstanden. Diese Film­ko­pien waren eigent­lich der Auslöser – dass ich diese Filme hatte. Ich bin so ein Val Lewton-Fan...!

artechock: Ja, die Filme, die er produ­ziert hat, sind toll!

Rainer Stefan: Und die dann mal im Kino zu zeigen, als die Sachen hier­zu­lande nicht auf Video verfügbar waren, war im Grunde der Start­schuss. Sowie eben die Nosferatu-Fassung von Enno Patalas.

artechock: Damit hast du schon meine nächsten Fragen beant­wortet. Nämlich: Warum zuerst Hamburg? Obwohl du ja Münchner warst damals, oder?

Rainer Stefan: Ja, ich bin Nürn­berger und hab da schon lange in München gear­beitet und gelebt. Hamburg war eben zuerst, weil die einfach das Kino hatten und auch von der Stadt gefördert waren. Und auch so ein bisschen alter­na­tives, wildes Programm machen wollten.
Ich hatte damals aber auch schon Kontakt zum Film­ver­leih Warner, weil da drei meiner Freunde gear­beitet haben. Und Warner hat uns als Premiere das Little Shop of Horrors-Remake gegeben. Das siehst du auch in dem Programm­heft.

Rainer Stefan vor dem P1
Creatures of the night: Das Fantasy Filmfest vor dem P1 (Foto: Fantasy Film Fest)

artechock: Genau, da habt ihr ein Double Feature zusammen mit dem Original gemacht.

Rainer Stefan: Und wir hatten neu noch einen heute völlig verges­senen Film, Trick or Treat mit Ozzy Osbourne. Den haben wir dann zwischen den Klas­si­kern auch noch rein­ge­hauen. Die Mischung war schon wild. [Lacht]

artechock: Ja, als ich mir jetzt nochmal die alten Jahrgänge durch­ge­schaut habe, dachte ich mir auch: »Wow, das war schon ein tolles Programm damals!«

Rainer Stefan: Das hätte auch im Werk­statt­kino sein können. Da hab ich ja auch einen Teil meiner cine­as­ti­schen Bildung her. Du wahr­schein­lich auch...

artechock: Ja. Wobei mein aller­erstes Werk­statt­kino-Erlebnis war, dass ich vor verschlos­senen Türen stand. Weil der Staats­an­walt Maniac mitge­nommen hatte...

Rainer Stefan: Genau. Drum haben wir unsere Filmdosen in dieser Zeit, ’89 im Cinema, auch falsch beschriftet mit alter­na­tiven Titeln. Weil da kam auch die Staats­an­walt­schaft und hat gesucht – den Film aber nicht gefunden. Der war nicht da, weil der hieß halt anders bei uns. [Lachen]

artechock: Ich wusste nicht, dass ihr da auch wirklich Probleme hattet.

Rainer Stefan: Ja. Hatten wir alle. Das war ja das Spannende.

artechock: Das Fantasy Filmfest war damals oft die einzige Chance, die Sachen einmal uncut zu sehen, bevor sie in Deutsch­land für lange Zeit zensiert oder indiziert waren. Man musste bei euch halt nur schon 18 sein, um rein­zu­kommen...

Rainer Stefan: Ja – es passiert mir immer wieder, dass ich heute Leute treffe, die mir sagen: »Weißt du, wie ich dich damals gehasst habe, dass du mich nicht rein­ge­lassen hast?« [Lacht]
Ich hab richtig Schuld­ge­fühle, zu wie vielen Menschen ich damals dann Nein sagen musste – obwohl ich genau wusste, ich war selber so und wollte mit 16 in den Film­pa­last...

Fantasy Film Fest vor dem Cinema
Those were the times: Fantasy im Cinema (Foto: Fantasy Film Fest)

artechock: Ich nehme an, ihr habt von dem anfäng­lich eher retro­spek­tiven Ansatz dann zu aktuellen Genre­filmen gewech­selt, weil deine Sammlung irgend­wann nicht mehr genug Material herge­geben hat...?

Rainer Stefan: Na ja, auch weil die Zeit sich verändert hat. Im zweiten Jahr, ’88, haben uns die Verleiher schon ganz anders unter­s­tützt. Da war dann Prince of Darkness dabei, und von Rob Reiner The Princess Bride als Premieren. Damit haben wir natürlich viel mehr Leute gezogen.
Aber die Kombi aus Klas­si­kern und neuen Filmen haben wir relativ lange gemacht – bis dann wirklich DVD und Blu-ray das gekillt haben. Wir haben teilweise im Cinema noch 16mm-Kopien von mir gezeigt, wie Fran­ken­stein Meets the Wolf Man. Das Cinema hatte ja noch einen stati­onären 16mm-Projektor. Wir haben auch ein, zwei Jahre parallel im Film­mu­seum gespielt.
Ich weiß auch noch, wir haben Filme der Hammer Studios gezeigt, mit einer Retro des Drehubuch­au­toren Jimmy Sangster...

artechock: Von damals hab ich noch die signierte Jimmy Sangster-Auto­bio­grafie im Regal!

Rainer Stefan: »Do You Want It Good Or Do You Want It Tuesday«! Ich bin ja so ein Hammer-Filme-Fan! Ich hab damals Roy Skeggs in London angerufen – der hat damals bei Hammer die Geschäfts­füh­rung gemacht – und der hat mir seine 35mm-Kopien geschickt – Dracula: Prince Of Darkness, Taste Of Fear... – und den Kontakt zu Jimmy gegeben.
Da hab ich Jimmy angerufen. Und er hat gesagt: »Ach, komm doch zu mir nach Hause zum Essen.« Dann bin ich nach London geflogen und war bei Jimmy Sangster zum Abend­essen in seiner Wohnung mit seiner Frau. So kam der Deal zustande, dass er dann nach München kam.
Das war echt einer der Höhe­punkte.
Und da warst du schon als Zuschauer dabei?

artechock: Ja, ich bin seit ’89 dabei, wo es zum ersten Mal in München war, im Cinema.

Rainer Stefan: Wo meine Mama noch lebte – die hat die Ticket-Reser­vie­rungen im Kino gemacht. [lacht] Friedhof der Kuschel­tiere war der Eröff­nungs­film.

artechock: Ich war auch da, als Clive Barker zu Gast war.

Rainer Stefan: Wo der Film zu spät ankam, glaub ich. Night­breed. Ja, die Anfänge in München waren wild.

artechock: Mal war das Cinema ja auch mehr oder minder Baustelle...

Rainer Stefan: Ja. Sammy Balkas hat da Deko gemacht. Das war ein Masken­bildner für Jörg Butt­ge­reit. Das Cinema war Baustelle – und wir haben das auf die Weise kaschiert.

artechock: Aber wo wir grade so in Nostalgie schwelgen: Was ist heute besser denn je? Was würdest du nicht mehr missen wollen?

Rainer Stefan: In unserer Hochphase haben wir 70 Filme gezeigt in sieben Städten, und meine Freunde mussten nachts mit Trans­por­tern zwischen den Städten fahren, teilweise von München nach Hamburg, um die 35mm-Kopien zu trans­por­tieren. Und zwischen­durch in Frankfurt ausladen und einladen, und das Ganze wieder zurück. Dieser Film­trans­port, das war der Albtraum! Diese ganzen Logis­tik­listen, welcher Film wann in welcher Stadt von welchem der zwei Lkws ausge­laden werden muss und in welches Kino gebracht... Das war Chaos. Es war echt unglaub­lich, dass das funk­tio­niert hat. Das kann ich mir gar nicht mehr vorstellen.

artechock: Das glaube ich dir, dass ihr euch das nicht zurück­wünscht...!

Rainer Stefan: Und wir haben auch immer asia­ti­sche Sachen gezeigt – die waren dann immer in zwei Kartons, weil die hatten Zehn-Minuten-Akte. Nicht wie wir 600 Meter pro Rolle, sondern 300 Meter Analog­film-Akte.
Und dann wurde doch mal was falsch ausge­laden. Da musste wieder einer von uns schnell im PKW von Hamburg nach Frankfurt fahren. Und dann kam die Kopie eine halbe Stunde zu spät an. Und das Publikum musste warten... [lacht]

artechock: Aber dass das Ganze mal so ein großes, bundes­weites Festival mit so vielen Spielstätten wird, das war anfangs nie der Plan?

Rainer Stefan: Nee, das Festival war eigent­lich eine Schnaps­idee nur für einmal. Dann blieb ich hängen, so wie wir alle irgendwie bei Kino­ma­chen hängen­ge­blieben sind. Mein Traum war immer, ein eigenes Kino zu haben, so wie das Cinema.

artechock: Und habt ihr je versucht, öffent­liche Förderung zu bekommen?

Rainer Stefan: In München am Anfang, im ersten oder im zweiten Jahr, haben wir, ich glaub zwei oder dreimal 10.000 DM bekommen vom Kultur­re­ferat. Das wurde dann aber wieder einge­stellt. Die 10.000 waren damals auch nicht viel Geld. Denn die meisten Film­ko­pien mussten wir kaufen, oder selber ziehen lassen – wir brauchten die Kopien ja für drei Wochen. Was zum Beispiel in Frank­reich ungefähr 3.000 bis 4.000 DM waren. Und sie unter­ti­teln lassen in Englisch oder Deutsch. Das heisst, die Kosten für einen Film waren oft schon 5.000 DM. Mit den 10.000 DM, die wir bekommen haben am Anfang, konnte man zwei Filme finan­zieren – von siebzig. Wir hatten teilweise ein Budget von 200.000, 300.000 nur für Film­ko­pien bei einem Festival.

artechock: Wahnsinn...

Rainer Stefan: Dass das rein auf Eintritts­basis nicht finan­zierbar war, kannst du selber ausrechnen. Aber in Hamburg hatten wir damals Astra Flens­burger. Die haben uns unter­s­tützt mit sehr viel Geld. Also viel, viel mehr als das Kultur­re­ferat. Und dann hatten wir Marlboro, ProSieben und so, die mit richtig großen Beträgen rein sind und das ein bisschen abge­si­chert haben.
Anfangs war es immer kurz vor der Total­pleite, aber meistens blieb doch was hängen. Irgend­wann wars finan­ziell auf sicherem Boden, aber es hat schon ungefähr acht Jahre gedauert. Am Anfang musste ich immer in Clubs arbeiten am Wochen­ende, um meine Miete zu bezahlen.

artechock: Wie hat sich das Festival sonst verändert über die Jahr­zehnte?

Rainer Stefan: Also in Berlin knallt unser Festival. Wir haben im Zoo Palast, im großen Saal 1, für den dies­jäh­rigen Eröff­nungs­film Leviticus in vier Stunden 500 Tickets verkauft. In Berlin haben wir’s relativ leicht. Da mobi­li­sieren wir auch beim Abschluss­film 800 Leute und haben auch eine wahn­sin­nige Präsenz über die Kultur­pla­ka­tie­rung hier.
In München tun wir uns viel schwerer, seit wir aus dem Cinema weg sind. Obwohl das City ein tolles Kino ist! Aber da ist vom Stamm­pu­blikum her die Ziel­gruppe anders. Aber auch da läuft’s dieses Jahr super gut.

Fantasy Film Fest Eröffnung in Berlin
Fantasy in Outer Space: Eröffnung 2026 in Berlin (Foto: Fantasy Film Fest)

Wir machen ja im Moment auch wirklich viel mit Hoch­schulen. Und es hat sich verändert durch Streaming. Als Streaming kam, Netflix und Co., dachten wir: Das ist unser Untergang. Aber so war’s dann gar nicht. Wir haben inzwi­schen auch ein paarmal mit Netflix zusam­men­ge­ar­beitet.
Wir dachten zigmal schon: Das ist das Ende des Fantasy Filmfests. Aber es kommen junge Leute nach. Von den alten Stamm­leuten seh ich immer noch ein paar, die haben seit dreißig Jahren eine Dauer­karte. Da sind auch in München einige ganz tolle Menschen dabei.
Aber Kino ist im Moment jung. Kino boomt – und irgendwie haben wir diese Mischung aus verrückten Filmen und hohem Risiko. Letztes Jahr mit Good Boy, jetzt mit Leviticus – ein Film, der hier­zu­lande keinen Verleih gefunden hatte. Jetzt wird er nach Deutsch­land verkauft, weil er bei uns so viel Tickets verkauft hat.
Ins Risiko zu gehen hat sich immer ausge­zahlt. Nicht nur auf Nummer-sicher-Filme setzen, sondern immer auch schauen, dass wir kleine Inde­pen­dent-Sachen finden, die keiner auf dem Schirm hat.

artechock: In euren Programmen ist ja zum Beispiel auch Quentin Dupieux Stammgast...

Rainer Stefan: Ja, sein erster Film Rubber war schon unser Abschluss­film. Mit dem besten Prolog der Film­ge­schichte...

artechock: »No reason.«

Rainer Stefan: »No reason.« [Lachen] Das ist auch toll, dass wir bei Dupieux immer mit derselben Firma zu tun haben – und die geben uns auch alles, weil sie wissen, dass wir von Anfang an dabei waren. Wir sind ganz gut darin, Kontakte zu pflegen, und dass sich daraus wirklich Freund­schaften entwi­ckeln.

artechock: Wenn bei euch der neue Dupieux läuft, muss ich auch immer schon Leuten im Freun­des­kreis Bescheid sagen, die mit Genrekino oder Horror wenig am Hut haben...

Rainer Stefan: Der am schnellsten volle Dupieux, den wir je hatten, war der Salvador Dalí-Film. [DAAAAAALÍ!] Den wir genau in dem Jahr hatten, wo in Berlin eine große Dalí-Ausstel­lung war. [Lachen]
Nur mit ein paar Splat­ter­filmen lockst du heut keinen mehr hinter dem Ofen vor. Aber schon Anfang der ’90er hatten wir in München als Abschluss­film z.B. den Pilotfilm von Twin Peaks. Den hatten wir direkt vom Produ­zenten bekommen. Wir haben den Genre­be­griff schon immer sehr weit gefasst.

artechock: Ja – ich hab damals z.B. auch The Reflec­ting Skin dank euch entdeckt. Immer noch eine bleibende Erin­ne­rung.

Rainer Stefan: Das war auch ein toller Film! Der Regisseur, Philip Ridley, war eigent­lich ein Kinder­buch­autor. Reflec­ting Skin hab ich neulich wieder gekuckt. Den mag ich immer noch.

artechock: Zum Abschluss der noto­ri­sche Blick in die Zukunft: Was glaubst du, oder möchtest du, das noch kommt?

Rainer Stefan: Man kann nichts voraus­sagen. Aber 40 Jahre Fantasy Filmfest geben einem die Gelas­sen­heit, dass Kino weiter­gehen wird.
Ich hab da früher oft gezwei­felt. Als Blu-ray kam und ich mein Heimkino einbaute, dachte ich: »Wer braucht noch das Kino?« Als Streaming kam, dachte ich: »Das ist unser Ende.«
Meine größte Angst hatte ich nach einer Trade Show in München im Mathäser, wo irgendein 3-D-Developer aus Hollywood sagte: »In Zukunft wird der Content für Enter­tain­ment nur noch 30 Minuten dauern und das konven­tio­nelle Feature-Film-Konzept mit einein­halb, zwei Stunden wird sterben.« Das war so vor 15 Jahren. Da dachte ich: »Oh Gott, wenn schon Hollywood das sagt...!«
Jetzt glaube ich: Es geht weiter – und es geht spannend weiter. Filme in der Art, wie wir sie jetzt kennen, mit 90 und 120 Minuten, wird’s weiter geben. Die werden eher zu lang als zu kurz! [lacht]
Aber eigent­lich bin ich gespannt, was kommt. Auch wenn das zwischen­durch mal nicht so war, sage ich jetzt: Ich bin sicher, Kino überlebt mich.
Das ist ein gutes Ende, oder?

artechock: Das ist ein super Ende! Das wird mögli­cher­weise sogar die Über­schrift...