12.09.2019
Cinema Moralia – Folge 203

Schwarzbraun ist die Haselnuss...

Instagram
Jörg Meuthen, »bürgerliches« Feigenblatt der AfD postet auf Instagram ein geselliges Beisammensein mit Hans Joachim Mendig, Chef der Hessischen Filmförderung. Und Prof. Dr. Moritz Hunzinger ist auch mit dabei

Warum man jetzt Banden bilden muss: Drei Herren vom Grill in Hessen, die Angst­kultur im deutschen Film, und eine Revision der Film- und Medien­bil­dung für Kinder und Jugend­liche ist weiterhin nötig – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kino­gän­gers, 203. Folge

Von Rüdiger Suchsland

»[Bildung] ist zu sozia­li­sierter Halb­bil­dung geworden, der Allge­gen­wart des entfrem­deten Geistes. ... so ist der Anachro­nismus an der Zeit: an Bildung fest­zu­halten, nachdem die Gesell­schaft ihr die Basis entzog.«
Theodor W. Adorno

»Indem Medien Teil unserer Kultur und zugleich ihre Mittler sind, versteht sich Medien­bil­dung immer auch als Quer­schnitts­auf­gabe kultu­reller Bildung. ... Einen Beitrag hierbei leistet die schu­li­sche Film­bil­dung. In der Begegnung mit dem Medium Film, seiner Sprache und seiner Wirkung wird die Sinnes­wahr­neh­mung geschult, die ästhe­ti­sche Sensi­bi­lität gefördert, die Geschmacks- und Urteils­bil­dung unter­s­tützt und die indi­vi­du­elle Ausdrucks­fähig­keit erweitert.«
Kultus­mi­nis­ter­kon­fe­renz, 2012

Quizfrage: In wie viel Rund­funk­räten sitzt eigent­lich die AfD?
In mindes­tens fünf: Eine Schnell­re­cherche ergab, dass die AfD Vertreter in WDR, NDR, BR, SR, MDR stellt. Auch bei den Landes­me­di­en­an­stalten, die die Privat­sender kontrol­lieren, ist die AfD in 6 von 14 Aufsichts­gre­mien vertreten.

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Profes­soren unter sich. Dass es mit den deutschen Univer­sitäten bergab geht, ist schon länger bekannt. Kein Wunder, wenn man sich anschaut, wer sich so Professor nennen darf. Jörg Meuthen, »bürger­li­ches« Feigen­blatt der AfD und ihr Bundes­vor­sit­zender, sowie Professor für Volks­wirt­schafts­lehre in Kehl, postet oben­ste­hendes Foto: Darauf mit Meuthen in die Kamera lächelnd zu sehen: Hans Joachim Mendig, einst HR-Redakteur und verant­wort­lich für z.B. »Drei Damen vom Grill«, Hono­rar­pro­fessor für Film und Medien, seit drei Jahren aber Geschäfts­führer der »HessenFilm und Medien GmbH«. Im Klartext: Mendig ist der Chef der Hessi­schen Film­för­de­rung.
Meuthen scheibt dazu »Sehr ange­regter und konstruk­tiver poli­ti­scher Gedan­ken­aus­tausch heute in Frankfurt mit Prof. Dr. Moritz Hunzinger und Prof. Dr. Hans Joachim Mendig.«

Muss man daran erinnern, dass Jörg Meuthen derselbe ist, der vor gut drei Jahren zum Beispiel Folgendes äußerte: »Wir wollen weg vom links-rot-grün-versifften 68er-Deutsch­land und hin zu einem fried­li­chen, wehr­haften Natio­nal­staat«. Oder: »Was wir hier haben ist eine kultur­fremde Einwan­de­rung, die selbst da, wo es den Anschein hat, als würde Inte­gra­tion gelingen, erkennbar nicht gelingt.« Der fraglose, rechts­ra­di­kale Posi­tionen einnimmt, und Rechts­ex­tre­misten und Neonazi-Sympa­thi­santen wie Björn Höcke in der eigenen Partei akzep­tiert und vertei­digt. Der der Vorsit­zende einer Partei ist, die vom Verfas­sungs­schutz beob­achtet wird. Der ein klarer Feind einer frei­heit­li­chen, diversen, viel­stim­migen und inter­na­tio­nalen Kultur ist.
Mit so einem Feind der Kultur hält der Chef der Hessi­schen Film­för­de­rung unwi­der­spro­chen »konstruk­tiven poli­ti­schen Gedan­ken­aus­tausch«, einer Insti­tu­tion, die über­par­tei­liche, in demo­kra­ti­schem Geist gehaltene Entschei­dungen treffen soll, die etwa 10 Millionen Euro öffent­li­cher Gelder verwaltet, die entspre­chend ihren Förder­richt­li­nien »kultu­relle Vielfalt in Hessen« achten und »nur solche Projekte und Produk­tionen« fördern soll, »die die Würde des Menschen achten, die Grund­rechte respek­tieren und die Achtung vor dem Leben fördern.« Und weiter: »Die Förderung soll zur Stei­ge­rung der künst­le­ri­schen und kultu­rellen Qualität der Film-, Fernseh-, Medien- und Kino­kultur beitragen und eine viel­fäl­tige Kultur­land­schaft gewähr­leisten. Wich­tigstes Ziel der Förderung ist die Entwick­lung, Pflege und Stärkung der Film-und Medi­en­kultur sowie die ... Präsen­ta­tion des kultur­wirt­schaft­li­chen Film­stand­ortes Hessen im In-und Ausland.« Auch im Ausland wird der »konstruk­tive poli­ti­sche Gedan­ken­aus­tausch« bestimmt gut ankommen.
Man hätte gern zugehört. Oder besser auch nicht.

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Über Mendig wird in Hessen viel erzählt, wenig Erfreu­li­ches ist dabei, aber mit Rechts­ra­di­kalen wurde er bislang nicht in Verbin­dung gebracht. Die Rede ist nur von hohen Ausgaben für Büros, von »einem schlecht geführten Laden«. Der Verdruss unter den Mitar­bei­tern ist allgemein mit Händen zu greifen. Einer meinte: »Der und die nach ihm kommt, in dessen Haut möchte ich nicht stecken.«
Aber um so etwas geht es nicht, das ließe sich auch über andere Film­för­derer sagen.

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Im besten Fall ist es so: Mendig ist einfach naiv. Naiv genug, um sich mit einem poli­ti­schen Rechts­außen foto­gra­fieren und miss­brau­chen zu lassen; miss­brau­chen für das in rechts­ex­tremen Kreisen gern gehegte Bild einer »normalen«, »bürger­li­chen« Partei, die von den bösen linken Medien nur schlecht gemacht wird.
Im schlimmsten Fall, sind sich Mendig und Meuthen einig in ihrer Sicht auf das »links-rot-grün-versiffte 68er-Deutsch­land«.
So oder so, Dummheit oder Rechts­ra­di­ka­lismus, beschä­digt Mendigs Auftritt den Ruf der Hessi­schen Film­för­de­rung.

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Wann reagieren die Filme­ma­cher? Wo ist die Initia­tive und der Aufruf, um Mendig zum Rücktritt zu zwingen? Wir warten. Wir verbreiten entspre­chende Initia­tiven gern.
Gegen Faschos helfen nur Tabus. Man muss sie errichten.

Aber manche haben Angst. In Gesprächen erwähnen Filme­ma­cher auf Anfrage, ihre Furcht, sich bei der Förderung unbeliebt zu machen. Mit Folgen.
Da kann ich ihnen nicht wider­spre­chen. Freie Meinungs­äuße­rung und kriti­scher Geist werden in der deutschen Film­land­schaft der Gegenwart nicht gefördert, sondern geknebelt. Der deutsche Film ist von einer grund­sätz­li­chen Angst­kultur geprägt.

Zu hören ist, dass es interne Nach­fragen und Bitten um Stel­lung­nahme geben soll. Was bitte, gibt es da aber noch zu fragen? Welche Stel­lung­nahme könnte das Foto und sein Signal aus der Welt schaffen? Wozu die höflichen Nach­fragen? Zu so einem Foto braucht man keine Erklä­rungen und Stel­lung­nahmen mehr, der Mann ist unmöglich und sollte weg.
Ob Höflich­keit hier ein Zivi­li­sa­ti­ons­ge­winn ist, bezweifle ich. Diplo­matie ist hier nur die Maske der Feigheit.

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Kein über­re­gio­nales Medium, keiner von denen, die sich gern zu Wächtern der Freiheit und Sturm­ge­schützen der Demo­kratie stili­sieren, hat den Fall, der immerhin sechs Wochen zurück­liegt, bisher aufge­griffen. Egal, egal, scheißegal. Ein Skandal für sich.
Wir wissen von alldem durch einen Artikel der unbe­kann­ter­weise sehr geschätzten Kollegin Ronja Merkel im »Journal Frankfurt«, deren Chef­re­dak­teurin sie ist. Der Text ist eigent­lich fast ein bisschen brav gehalten, aber immerhin schreibt sie es, als Einzige (!!), und man versteht, dass man sich vor Ort in Frankfurt auch nicht allzu sehr kompro­mit­tieren möchte.
Merkel stellt die entschei­denden Fragen: »Doch was bedeutet dieses Aufein­an­der­treffen mit 'poli­ti­schem Gedan­ken­aus­tausch'?«

Das Journal Frankfurt zitiert eine Stel­lung­nahme des Hessi­schen Minis­te­riums:
«Nachdem die Minis­terin auf das von Jörg Meuthen auf Instagram gepostete Bild aufmerksam gemacht wurde, das Professor Hans Joachim Mendig mit dem AfD-Euro­pa­ab­ge­ord­neten und Professor Dr. Moritz Hunzinger zeigt, haben wir Herrn Mendig umgehend gefragt, bei welcher Gele­gen­heit das Bild entstanden ist ... Nach Angaben von Herrn Mendig handelte es sich um eine private Gele­gen­heit, die nicht in Bezug zur Hessen­film und Medien GmbH stand. Wir nehmen dies ebenso zur Kenntnis wie die Verwun­de­rung über dieses Treffen in der hessi­schen Filmszene, die für Vielfalt, Akzeptanz und Welt­of­fen­heit steht. Die Minis­terin teilt diese Verwun­de­rung.«

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Der dritte Mann auf dem Bild, dies nur der Voll­s­tän­dig­keit halber, ist Moritz Hunzinger. Professor h.c., laut BILD-Zeitung »PR Professor«.
Hunzinger und Mendig sind seit langem gute Kumpels, und verbringen ihre Freizeit unter anderem bei gemein­samen Panzer­fahrten auf Trup­pen­übungs­plätzen. »Vom Hunzinger zum Panzinger« textete BILD süffisant über den Trip, gemeinsam mit Mendig.
Jurist Hunzinger hat in der Vergan­gen­heit immer wieder Politiker durch frag­wür­dige PR-Politik in Medi­en­de­saster rein­ge­ritten. Unver­gessen ist die »Pool«-Affäre seines Mandanten Rudolf Scharping und die Bonus­meilen-Affäre des Grünen-Poli­ti­kers Cem Özdemir.
Das Journal Frankfurt berichtet nun gar über »Spen­den­af­fairen« und einen Rassismus-Vorwurf. Jan Schneider, Vorsit­zender der Frank­furter CDU, deren Mitglied Hunzinger ist, distan­zierte sich deutlich von Hunzin­gers entspre­chenden Äuße­rungen.

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Alle reden von Bildung. Von Film­bil­dung und Medi­en­kom­pe­tenz. Aber kaum einer tut etwas dafür. Vor allem die die dafür zuständig wären, tun nichts.
In den wohl­feilen Erklä­rungen der Kultus­mi­nis­ter­kon­fe­renz klang das schon immer gut. Zum Beispiel 2012, vor sieben Jahren
oder 2003 in der voll­mun­digen »Film­kom­pe­tenz­er­klä­rung«.
Da stehen sieben Punkte, von denen auch nach 16 Jahren kaum einer in die Tat umgesetzt wurde: Weder »die curri­cu­lare Veran­ke­rung des Themas 'Film – seine Geschichte, seine Sprache, seine Wirkung' in den Schulen, den Univer­sitäten und den Fort­bil­dungs­stätten« ist gelungen, noch ist »Film­kom­pe­tenz ... inte­graler Bestand­teil jeder pädago­gi­schen Ausbil­dung an den Univer­sitäten – inklusive Leis­tungs­nach­weis«.
Die »Versor­gung aller Ausbil­denden mit histo­ri­schem und aktuellem Material zum Thema« ist nicht gewähr­leistet, eine »zentrale Stelle ... getragen von der Beauf­tragten der Bundes­re­gie­rung für Kultur und Medien/BKM und der Kultus­mi­nis­ter­kon­fe­renz/KMK in Zusam­men­ar­beit mit der FFA, den Film­för­der­insti­tu­tionen der Länder, der bpb, den Produ­zenten-, Verleiher- und Kino­ver­bänden«, die »im Idealfall auch eine zentrale Verleih­funk­tion« übernimmt, gibt es nicht. »Der Austausch zwischen den bereits vorhan­denen Hoch­schulen für Film­kom­pe­tenz, nämlich den Film­hoch­schulen, und den Univer­sitäten und Schulen« findet nicht statt, obwohl er doch »zum Pflicht­pro­gramm gemacht werden« sollte.

Alles nur heiße Luft und Worte ohne Folgen. Allein ein Filmkanon wurde geschaffen, über dessen Wert man streiten kann. Ob das »Bildungs­ziel« »die Codes bewegter Bilder zu dechif­frieren ... quer durch die Diszi­plinen und Fächer« erreicht wurde, über­lassen wir unseren Lesern zu beur­teilen.

Zur etwa gleichen Zeit wurde »Vision Kino« gegründet. In einem Artikel für epd (Ausgabe 4/2005) hatte seiner­zeit Helmut Mersch­mann über die »voll­sub­ven­tio­nierte Insti­tu­tion ... ohne erkenn­bare Ausrich­tung und fixierten Business-Plan« geschrieben: »Es wäre indessen notwendig, die medi­en­päd­ago­gi­schen Ziele deutlich über Parti­ku­lar­in­ter­essen betei­ligter Gesell­schafter zu stellen. Hinter vorge­hal­tener Hand soll sich etwa der Verband der Film­ver­leiher gegen den Einsatz von Film­klas­si­kern ausge­spro­chen haben, weil er eben nur am zeit­genös­si­schen Film mitver­dient.«
Genau so, wie vermutet, ist es dann gekommen.
Verleiher wie Kinos berichten von »dauernden Problemen mit Vision Kino«.

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Wie sieht es heute aus? Vor zwei Wochen hatten wir an dieser Stelle über eine gemein­same Erklärung von sechs Verbänden und Insti­tu­tionen berichtet, die einen »Neustart für Vision Kino« fordern, Verbes­se­rungs­vor­schläge und Gesprächs­an­ge­bote machen.

Doch auch zwei Wochen nach Veröf­fent­li­chung des offenen Briefes hat es der amtie­rende Interims-Vorsit­zende von »Vision Kino«, FFA-Chef Peter Dinges, noch nicht für nötig gehalten, sich in irgend­einer Weise zu äußern oder auch nur den Empfang des Briefes zu bestä­tigen. Was ist das für eine demo­kra­ti­sche Kultur, in der ein Brief von vier Verbänden und weiteren Insti­tu­tionen einfach ignoriert wird?
Dieses Verhalten offenbart ein grund­sätz­lich fehl­ge­lei­tetes Amts­ver­s­tändnis.

Das passt zu dem, was auch noch – natürlich unter dem Siegel der Verschwie­gen­heit – berichtet wird. Intern wird massiv gegen den offenen Brief Lobby­ar­beit gemacht, einzelne Akteure werden ange­spro­chen, es wird versucht einzu­schüch­tern, mundtot zu machen. Manche heutige wie frühere Mitar­beiter von »Vision Kino« agieren nicht anders als ein stali­nis­ti­scher Kader.
Hinzu kommt, dass Unter­zeichner des offenen Briefs auch von Drohungen hinter den Kulissen berichten. Von der unver­hoh­lenen Drohung des Entzugs von Förder­mit­teln, wie von zukünf­tiger Nicht-Förderung ist hier die Rede. Das alles ist nicht beweis­kräftig, darum werden Namen nicht genannt. Aber man sollte in Zukunft noch genauer darauf achten, wie FFA-Entschei­dungen ausfallen, wenn über Anträge der Unter­zeichner entschieden wird.

Wieder einmal soll sich jeden­falls nichts ändern, soll Demo­kratie nur simuliert werden und die Neube­set­zung eines Postens – hier: der Geschäfts­füh­rung von »Vision Kino« – gegen alle Einwände und Forde­rungen nach Neuaus­rich­tung von oben herab durch­ge­wunken werden, wieder einmal wird »per ordre de Mufti« Politik betrieben, und wieder einmal werden Betei­ligte, dieje­nigen die für »Vision Kino« einen wesent­li­chen Teil die Arbeit machen, vom Prozess ausge­schlossen.

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Weil das die Aller­meisten stört, kommt von vielen Seiten, die mit »Vision Kino« zu tun haben, intern auch Unter­s­tüt­zung.

Das ist aber nicht genug. Denn es ist klar. Wer schweigt, wird nichts ändern. Die Zeiten der Hinter­zim­mer­di­plo­matie sind vorbei. Damit erreicht man gar nichts, das wird nur ausge­nutzt.
Denn grobe Reak­tionen im Aggro-Stil sind noch mehr als das Schweigen des FFA-Chefs eine Bestä­ti­gung. Der offene Brief hat an einen Nerv gerührt und denen, die sich noch für Film­bil­dung inter­es­sieren – nicht die Industrie-Dienerin Sarah Duve – sondern die BKM und die Kultur­behörden der Bundes­länder, sind aufge­wacht, und beginnen intern mit den unan­ge­nehmen Nach­fragen. Dieser Prozess soll jetzt erstickt werden.

Darum kann man auf diesem Weg nur all jene auffor­dern, die sich wie die Unter­zeichner der Erklärung über die bisherige Gestalt von »Vision Kino« ärgern: Tut Euch zusammen, bildet Banden. Denn Banden bilden müssen Sie! Und auch öffent­lich werden, also Lobbying betreiben.
Es ist wichtig, sich intern Verbün­dete zu suchen und Druck zu machen, öffent­lich laut zu werden, wo es irgend geht.
Bei der Verknüp­fung wie bei der Veröf­fent­li­chung werden wir helfen.

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Die Nicht-Debatte um die Zukunft der Film­bil­dung, die Macht­spiele und das Einschüch­tern hinter den Kulissen offenbart eine erschre­ckende intel­lek­tu­elle wie auch mora­li­sche Niveau­lo­sig­keit.

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Zum Schluss noch was Positives: Heute wurde vermeldet, dass der Vertrag der Viennale-Direk­torin Eva Sangiorgi vorzeitig um fünf Jahre verlän­gert wurde. Bis 2026 bleibt Sangiorgi, die erst im Vorjahr ihre erste Viennale geleitet hat, künst­le­ri­sche Leiterin des größten öster­rei­chi­schen Film­fes­ti­vals.
»Die Verlän­ge­rung meiner Bestel­lung als Direk­torin der Viennale verstehe ich als Auftrag, meine Vorstel­lung eines Festivals weiter zu entwi­ckeln, das entlang der Bedürf­nisse und Anfor­de­rungen des zeit­genös­si­schen Kinos wächst, ...es bietet sich die Möglich­keit, neue Programm­punkte und Koope­ra­tionen nicht nur zu entwi­ckeln, sondern sie auch in ihrem Fort­be­stand zu festigen: Für ein Festival, das sich stetig erneuert«, so Sangiorgi.

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Unter dem Titel »Cinema Moralia« sind hier in loser Folge Notizen zum Kino zu finden, aktuelle Beob­ach­tungen, Kurz­kri­tiken, Klatsch und Film­po­litik, sowie Hinweise. Eine Art Tagebuch eines Kino­ge­hers.