»Der Bauer Kru lebt mit seiner Familie tiefer im Siamesischen Urwald als seine Nachbarn. Dies bringt ihn oft in Konflikt mit den Raubkatzen des Waldes. Besondere Gefahr geht aber von dem Tier aus, das in der Region als „Chang“ bezeichnet wird.« (Filmmuseum München)
»Chang bedeutet für den asiatischen Dschungel, was Nanuk der Eskimo für den Nordpol bedeutete. Wenn es den Dschungel morgen nicht mehr gibt, und wenn unsere Söhne mit dem Taxi von Paris zum Chinesischen Meer fahren, werden wir Chang als ein einmaliges Dokument betrachten. Der Mensch spielt hier noch eine verschwindend geringe Rolle in den Quartärwäldern, und die Soziologen nannten Dörfer hier noch ›Gebiete mit stellenweiser menschlicher Besiedlung‹. Die unglaublichen Anstrengungen, die die beiden einsamen Abenteurer an der Handkurbel ihrer Kamera über Monate hinweg auf sich nahmen, sind kaum vorstellbar: Von Mücken zerstochen, von Riesenbrennnesseln verbrannt, von Blutegeln befallen, filmten sie die Herrscher des Dschungels wie auch dessen bescheidenere Bewohner in dramatischen und komischen Situationen. Sie vermachten somit den sesshaft gewordenen Menschen des Abendlandes eine letzte Momentaufnahme des Paradieses auf Erden.« (Paul Morand, 1928)
| Chang (Chang: A Drama of the Wilderness) (Double Feature) | Filmmuseum München | Do. 21:00 (Open-Air · Live-Musik: Günter A. Buchwald & Frank Bockius) |