»Vor 14 Jahren überlebte die Regisseurin einen Femizidversuch, verübt von einem schon zuvor übergriffigen Mitschüler. Eine Tat, deren subjektive und objektive Unfassbarkeit Daniela Magnani Hüller nicht hinnehmen will. In Bildern der Empfindsamkeit legt sie Erinnerungen frei, im Voice-Over macht sie ihre Stimme hörbar, ergreift die Möglichkeit einer gestärkten eigenen Perspektive – auf das Geschehen, die Gegenwart des Traumas, die Zukunft eines Lebens ohne Angst. Gespräche fordert sie ein und zieht sie in oft distanziert gefilmten Großräumen durch, mit einer Lehrerin, Schulfreundin, Kriminalbeamtin, dem Staatsanwalt. Sie fragt nach dem Warum des jeweiligen (Nicht-)Handelns. Sachlich, konsequent, beeindruckend gefasst rekonstruiert sie Vorgänge und Versagen, und stellt – Jahre nach der Tat – die Frage nach Verantwortlichkeit: an die Einzelnen, die Schule, Justiz und Gesellschaft.« (Berlinale 2026)
| Was an Empfindsamkeit bleibt | Werkstattkino | Di. 18:00 |
| Was an Empfindsamkeit bleibt (OmU) | Monopol | Mi. 18:30 (zu Gast: Regisseurin Daniela Magnani Hüller · Mod.: Silvia Bauer) |