»Der Film spielt, abweichend von Ibsens Vorlage, in Deutschland zur Zeit der Weimarer Republik. Dr. Hans Stockmann behandelt seine Patienten altruistisch in einer Industriestadt, bevor er in seine wohlhabende Heimat Trimburg zurückgerufen wird, wo sein Bruder zusammen mit einer Gruppe neureicher Kapitalisten den Erfolg eines Kurbads überwacht. Der Arzt entdeckt, dass das Wasser verseucht ist, und kämpft allmählich gegen die ›liberale, kompakte Mehrheit‹, die lieber ihr Geld und ihre Positionen schützt, anstatt die Patienten aufzuklären. Dr. Stockmann wird vorübergehend geächtet – am Ende jedoch rehabilitiert, als die inzwischen an die Macht gekommenen Nationalsozialisten den Konflikt beenden. Diese Lösung steht in eklatantem Widerspruch zu Ibsens Ironie.« (Filmmuseum München)
| Ein Volksfeind | Filmmuseum München | Sa. 18:00 (Einführung: Literaturwissenschaftler und Ibsen-Experten Thor Holt, Uwe Englert) |