»Bence Takó verliert gegen Ende des Zweiten Weltkriegs den Vater und teilt damit das Schicksal einer ganzen Generation. Aus Erzählungen über den Vater und eigenen Erinnerungen fabuliert er sich eine Übervaterfigur, was dem Jungen zunächst auch soziale Vorteile bringt. Der erwachsene Takó ist den Ansprüchen dieser erfundenen Figur allerdings nicht mehr gewachsen. Nach dem Erlebnis der Revolution versucht er einen eigenständigen Weg zu finden.
Szabó inszeniert den Akt des 'Freischwimmens' des jungen Mannes bildlich. Ein metaphernreicher Film als psychologisches Porträt einer Generation von Ungarn, die sich vom Phänomen des Personenkultes (dem Übervater Stalin) befreien will.« (Filmmuseum München)
| Vater (Apa) (OmeU) | Filmmuseum München | Fr. 18:00 (zu Gast: Regisseur István Szabó) |