Testa

Österreich 2018 · 18 Minuten
Regie: Karl-Heinz Klopf
Drehbuch:
Kamera: Roman Kasseroller
Schnitt: Tatia Skhirtladze

Ein Archi­tek­tur­por­trät »der Argen­ti­ni­schen Natio­nal­bi­blio­thek von Clorindo Testa. Das Gebäude – eine Mega­struktur in Beton – war bei seiner Eröffnung 1995 bereits ein Anachro­nismus, denn der Entwurf des argen­ti­ni­schen Archi­tekten geht auf das Jahr 1961 zurück, während die Bauar­beiten erst 1973 begannen. So atmet diese verschach­telte Archi­tektur die verdich­tete Luft unter­schied­li­cher Zeit­epo­chen. Aus der latein­ame­ri­ka­ni­schen Perspek­tive ist sie ein Beispiel eines „Bruta­lismus mit argen­ti­ni­schem Akzent“ während sie für viele europäi­sche Inter­es­sierte die Verwirk­li­chung eines gewagten Traums einer sozia­lis­tisch inspi­rierten spät­mo­der­nis­ti­schen Bildungs­ar­chi­tektur darstellt.« (Verleih)

»Ein Durchgang durch das ganze Gebäude, in einer langen filmi­schen Bewegung, ohne inne­zu­halten – aber der Blick bleibt strikt nach oben gerichtet, an die Decke. Keine Bücher, Regale, Kataloge. Eine Biblio­thek als Labyrinth, ein Haus, in dem keiner auf Ordnung schaut. Archi­tektur der Zerstreuung, der Desori­en­tie­rung, Verlust der Perspek­tive. Man meint, es endet nie, merkt eine der Stimmen im Off an, man weiß nie wirklich, wo man ist...« (Fritz Göttler)

Kinoprogramm München: Do. 19.03.2026 – Mi. 25.03.2026

Testa (OmU) (Double Feature) Filmmuseum München Mi. 21:00 (Archi­tek­tur­film­tage)