Ein Architekturporträt »der Argentinischen Nationalbibliothek von Clorindo Testa. Das Gebäude – eine Megastruktur in Beton – war bei seiner Eröffnung 1995 bereits ein Anachronismus, denn der Entwurf des argentinischen Architekten geht auf das Jahr 1961 zurück, während die Bauarbeiten erst 1973 begannen. So atmet diese verschachtelte Architektur die verdichtete Luft unterschiedlicher Zeitepochen. Aus der lateinamerikanischen Perspektive ist sie ein Beispiel eines „Brutalismus mit argentinischem Akzent“ während sie für viele europäische Interessierte die Verwirklichung eines gewagten Traums einer sozialistisch inspirierten spätmodernistischen Bildungsarchitektur darstellt.« (Verleih)
»Ein Durchgang durch das ganze Gebäude, in einer langen filmischen Bewegung, ohne innezuhalten – aber der Blick bleibt strikt nach oben gerichtet, an die Decke. Keine Bücher, Regale, Kataloge. Eine Bibliothek als Labyrinth, ein Haus, in dem keiner auf Ordnung schaut. Architektur der Zerstreuung, der Desorientierung, Verlust der Perspektive. Man meint, es endet nie, merkt eine der Stimmen im Off an, man weiß nie wirklich, wo man ist...« (Fritz Göttler)
| Testa (OmU) (Double Feature) | Filmmuseum München | Mi. 21:00 (Architekturfilmtage) |