»In einer Reihe von „elegischen“ Filmen meditiert Sokurov über die Vergänglichkeit. Der Film beginnt mit einem Gang über einen Friedhof und endet mit einem Blick auf einen müden Jelzin, der in einer Küche vor einem Mikrophon sitzt und schweigt, lange schweigt. Dazwischen ein kurzer Abriss zur Biografie Jelzins und eine Ahnenreihe von Portraitaufnahmen bekannter und unbekannter Parteigrößen. Jegliche Dynamik des geschichtlichen Prozesses, Kern sozialistischer Utopie und ideologisches Begründungszentrum politischer Praxis, ist hier eliminiert. Jeder Name reißt einen Gedächtnishorizont persönlicher Lebensgeschichte, gesellschaftlicher Hoffnung und Enttäuschungen auf. Sovetskaja elegija – das Ende einer langen schmerzvollen Geschichte.« (Verleih)
| Sowjetische Elegie (Sovetskaja elegija) (OmU) (Double Feature) | Filmmuseum München | Mi. 18:30 (Einführung: Iryna Marholina) |