»Ist es erlaubt, über die anhaltend bedrückenden Zustände in Belarus zu lachen? Durchaus, dank des blühenden Einfallsreichtums, den Andrei Kashpersky entfaltet. Der Regisseur war nach Ausbruch des russischen Angriffskrieges gezwungen, nach Polen zu emigrieren. Sein ebenso greller wie bärbeißiger Episodenfilm arbeitet mit Reality-Show-Elementen. Ein tumber, aber pflichtbewusster Milizionär nimmt drei willkürlich verhaftete Studenten in seiner Zweizimmerwohnung auf, weil die Gefängnisse überfüllt sind. Die Ehefrau in pinken Plüschpantoffeln findet zunehmend Gefallen an den Haussklaven. Währenddessen erhalten brave Schulkinder eine Führung durch den KGB, in dem eine ganze Abteilung jede Nacht dasselbe träumt: von Regen, Blumen und der Beerdigung der sogenannten Ersten Person, nachdem diese beim Saunagang verunglückt. Diese tiefschwarze, surreale Komödie lässt einen „Wind of Change“ durch Minsk wehen.« (Mittel Punkt Europa Filmfestival 2025)
| Pracesy (Processes) (OmeU) | Filmmuseum München | Do. 19:00 (Mittel Punkt Europa) (artechock-Ankündigung) |