Papusza – Die Poetin der Roma

Papusza

»Bronisława Wajs sah sich als Romni die längste Zeit ihres Lebens mit Vorur­teilen und gesell­schaft­li­chen Zwängen der polni­schen Gesell­schaft konfron­tiert. Und litt zudem darunter, dass sie es als Frau auch innerhalb ihres Clans von Kindheit an nicht leicht hatte. So wollte sie zwar, durfte aber nicht zur Schule gehen. Um ihre Gedichte verfassen zu können, bringt sie sich das Lesen und Schreiben selbst bei. Gefangen in einer arran­gierten Ehe, trifft sie 1949 auf den polni­schen Literaten und Wissen­schaftler Jerzy Ficowski. Der erkennt ihre große Begabung und publi­ziert ihre Werke in der Origi­nal­sprache und zudem in polni­scher Über­set­zung. Mit dem künst­le­ri­schen Weg, den Papusza („Puppe“ auf Romani) einschlägt, stellt sie das tradi­tio­nelle Rollen­bild der Frau in der Roma Community in Frage, weshalb sie von ihrer eigenen Familie geächtet und aus ihrer ethni­schen Gruppe ausge­schlossen wird. Der Film erzählt in beste­chender Schwarz-Weiß-Ästhetik die wahre Geschichte des tragi­schen Schick­sals der ersten und einzigen weib­li­chen Roma-Dichterin.« (Let’s Cee Film­fes­tival 2014)

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