Der Film entfaltet ein sehr detailgetreues Bild der Landschaft, der Lebensgewohnheiten und des Lebensalters, in dem ein heranreifender junger Mensch die Distanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit erfährt. Stilistisch macht Eustache dabei kein Hehl daraus, daß er bedeutende Vorbilder hat: Bresson und Renoir.
»Pubertät, ein großes Kinothema – eine Rückschau auf die Zeit, in der wir anfangen mußten, die nur gesehenen, unverstandenen Formen und Gesten der Erwachsenenwelt nicht mehr im Spiel, sondern existentiell zu den unseren zu machen.«(Frieda Grafe).
»Das Drehbuch zu Mes petites amoureuses entstand schon lange vor La maman et la putain, ich dachte seit fast zehn Jahren daran« (Jean Eustache).
| Meine kleinen Geliebten (Mes petites amoureuses) (OmU) | Filmmuseum München | Sa. 18:00; Mi. 21:00 |