»Dokumentarfilm über das Arbeits- und Umerziehungslager Solovki (1923-1939) im sowjetischen Nordmeer, das als Teil des „Archipel Gulag“ in die leidvolle Geschichte der Sowjetunion einging. Geschöntes zeitgenössisches Archivmaterial wird mit Zeugenaussagen Überlebender kontrastiert, ein Kommentar macht die wahren Dimensionen dieses Staatsterrors deutlich.« (Lexikon des internationalen Films)
»Die Öffnung der Archive und verbotenen Stätten, die mit der Glasnost und Perestroika einherging, machte auch diesen berührenden Dokumentarfilm über das erste „Sonderlager“ möglich, das die OGPU (später KGB) zur Verfolgung der „Feinde des Volkes“ und politischer Oppositioneller eingerichtet hatte. Die Regisseurin verwendet unter anderem einen Propagandafilm von 1928, der die Umerziehung im Lager glorifiziert, das keineswegs geheim war. Auch fanden sich noch lebende Augenzeugen, die mit dem stummen Propagandafilm konfrontiert werden, sich an die dort tatsächlich herrschenden Zustände erinnern – und erstmals öffentlich zu Wort kommen.« (Filmmuseum München)
| Die Macht von Solovki (Vlast' Soloveckaja) (OmU) | Filmmuseum München | Mi. 18:30 (Einführung: Felicitas Fischer von Weikersthal) |