»In der Fortsetzung von Lenin im Oktober erzählt Michail Romm die historischen Ereignisse der Mitte des Jahres 1918 während des russischen Bürgerkriegs so, dass Stalin, der im Vergleich zu Lenin oder Trotzkij eine Nebenrolle gespielt hatte, als der Retter der Revolution inszeniert wird. Im Alleingang gewinnt Stalin den Bürgerkrieg, er rettet Moskau vor dem Hunger, indem er Caricyn, das zukünftige Stalingrad, verteidigt und die Verbindungswege zum Süden freihält, während Lenin nach einem Attentat in Moskau ohnmächtig im Bett liegt. Von Lenin, den Boris Ščukin als lustigen Tollpatsch spielt, bleibt lediglich eine symbolisch entleerte Hülle, die zwischen Logorrhoe und Delirium schwankt.« (Filmmuseum München)