Ein Programm mit vier frühen Kurzfilmen von Agnès Varda:
- Oh Zeiten, oh Schlösser
Ô saisons ô chateaux
Frankreich 1957 · R+B: Agnès Varda · K: Quinto Albicocco · M: André Hodeir · D: Danièle Delorme, Antoine Bourseiller, Clotilde Jano, Nina Peinado · 22 min.
- Vardas erster Kurzfilm ist ein amüsanter Reisefilm, eine Auftragsarbeit, über die Schlösser am Ufer der Loire, für die Varda den Schauspieler Antoine Bourseiller entdeckte.
- L’Opéra-Mouffe
Frankreich 1958 · R+B: Agnès Varda · K: Sacha Vierny, Agnès Varda · D: Dorothée Blank, Antoine Bourseiller, André Rousselet, Jean Tasso · 17 min.
- Der zweite Film ist experimentell und sehr persönlich. Agnès Varda drehte, zu diesem Zeitpunkt selbst schwanger, mit einem Klappstuhl und einer 16mm-Kamera bewaffnet.
»Opéra-mouffe ist das Notizbüchlein einer schwangeren Frau, im Kontext einer Dokumentation über das Quartier der Rue Mouffetard in Paris, die den Beinamen ›La Mouffe‹ hat. Es ist ein Film über den
Widerspruch, hoffnungsvoll ein Kind zu erwarten in einer Welt der Armen, der Alten, der Clochards, derer ohne Hoffnung.« (Agnès Varda)
- Du côté de la côte
Frankreich 1958 · R+B: Agnès Varda · K: Quinto Albicocco · M: Georges Delerue · 27 min.
- Ein zweiter Reisefilm, wieder ein Auftrag, entlang der Côte d’Azur, die Varda, sich über die Postkartenidylle lustig machend, anhand von Art-Nouveau-Postkarten vorstellt.
- Salut les Cubains
Frankreich 1963 · R+B: Agnès Varda · 29 min.
- Eine dritte Reise: Auf Empfehlung von Chris Marker wurde Varda 1959 vom Kubanischen Institut für Film und Filmindustrie eingeladen, die junge Revolution fotografisch zu dokumentieren. 1962 nahm sie in Kuba über 2000 Bilder auf und montierte daraus den Film Salut les Cubains. Den Kommentar spricht Michel Piccoli.
(Texte: Filmmuseum München)