»„Quatro Casas“ (Vier Häuser, 1954-1957) in seiner Heimatstadt Matosinhos war das erste Werk von Álvaro Siza Vieira (geb. 1933), damals ein 21-jähriger Architekturstudent. Sechzig Jahre später trifft der Architekt erneut auf Fernando Neto, seinen ersten Bauherrn. – Zwei Einfamilienhäuser und zwei Doppelhaushälften wurden für Angehörige einer Familie gebaut. Mit seinem Gespür für die klassische portugiesische Architektur sowie für internationale Einflüsse entwarf Siza diese vier Gebäude, die heute unter Denkmalschutz stehen. „Casa d‘Abreu Neto“, an der Ecke des Grundstücks gelegen, ist das größere der beiden Einfamilienhäuser und hat seinen ursprünglichen Charakter bewahrt. Hier zeigen sich bereits Sizas präzises Design und seine Liebe zum Detail. Man erkennt, dass die Textur der Außenwände von Le Corbusiers Kapelle in Ronchamp inspiriert wurde, das Design der Küche und die Materialien versetzen uns in das Barcelona Antoni Gaudís, die reichliche Verwendung von Holz und die Anordnung der Treppen erinnern an die japanische Architektur. Das Hauptmerkmal des Hauses ist jedoch die Fluidität der Räume. Die Treppen schaffen einen kontinuierlichen Übergang zwischen den verschiedenen Bereichen und Etagen in der Umsetzung von Le Corbusiers Idee einer promenade architecturale.« (Architekturfilmtage 2026)
| The First Siza (O Primeiro Siza) (OmeU) (Double Feature) | Filmmuseum München | Do. 19:00 (zu Gast: Regisseurin Sara Nunes) |