»Wenn das Alte ausgelöscht wird, um dem Neuen Platz zu machen, wo stehen wir dann? Wie reagieren wir darauf? Diesen Fragen geht Yasemin Akıncı anhand einer persönlichen Geschichte nach. Ergebnis ist ein intimes filmisches Porträt ihres Großvaters Ertil Ayaydın, eines in Istanbul lebenden pensionierten Architekten, der weiterhin davon träumt, die Türkei zu modernisieren. Tag für Tag arbeitet er an seinen imaginären 3D-Projekten, während sich die Stadt um ihn herum in atemberaubendem Tempo verändert. Eines Tages soll auch Ertils Wohnhaus abgerissen werden. Über zehn Jahre begleitete Akıncı den Kampf ihres Großvaters, sein Gebäude vor dem Abriss zu bewahren, mit der Kamera. Mit jedem neuen Bauprojekt wächst die Kluft zwischen seiner Vorstellung und der Realität. Ein Spiegel der Spannungen zwischen Erinnerung und Vergessen, zwischen Träumen und Zerstörung, im Angesicht derer Dokumentation zum Mittel des Widerstands wird.« (Türkische Filmtage München 2026)
| Bir Garip Rüya Rengi – A Strange Colour of Dream (A Strange Colour of Dream) (OmeU) | Projektor im Gasteig HP8 | So. 16:00 (Türkische Filmtage · zu Gast: Regisseurin Yasemin Akıncı) (artechock-Ankündigung) |