30.06.2017
35. Filmfest München

Filmkritik: Amelie rennt

Amelie rennt
Unsere Wertung: 5 von 5 Sternen

Von den Shadow-Reportern*

Handlung
Amelie ist ein Mädchen, das Asthma hat, es aber nicht so richtig zugeben will. Als sie mit ihren Freun­dinnen im Wohn­zimmer spielt, bricht Feuer aus. Amelie löscht es und hat danach einen schweren Anfall. Als sie im Kran­ken­haus aufwacht, sagt der Arzt, dass sie eine Kur in Südtirol machen muss. Aller­dings hat sie absolut keine Lust. Schließ­lich muss sie es doch machen. Als sie mit ihren Eltern ankommt, haut sie ab und versteckt sich im Kuhstall und trifft dort auf einen Jungen. Sie weigert sich immer noch, mit den anderen Kindern das Asthma-Training zu machen. In der Nacht haut Amelie dann schließ­lich einfach ab. Auf der Suche nach Handy-Netz trifft sie wieder auf den Stall­jungen Bart. Der erzählt ihr dann von einem beson­derem Feuer­pfeil auf dem Berg. Wenn man über ihn springt, kann man sich wünschen was man will und es geht in Erfüllung. Also machen sie sich auf den Weg. Auf dem Weg werden sie gute Freunde. Amelie verliert ihr Spray, schafft es aber nicht dieses zurück­zu­holen, da es in einem Bergspalt einge­klemmt ist. Bart trägt sie fast bis zum Gipfel. Wir geben dem Film fünf Sterne, da wir ihn sehr spannend und lustig fanden. Wir fanden auch schön fand, dass Amelie gut mit ihren Gesichts­zügen spielen konnte.

Schau­spiel
Amelie leidet an Asthma. Sie ist die Haupt­figur und sehr frech. Amelie ist oft böse und wütend wegen ihrer Krankheit. Die Schaus­pi­lerin kann diese Emotionen sehr deutlich zeigen. Außerdem wirkt sie immer traurig, wenn sie das Asth­mas­pray nehmen muss. Amelie ist sehr chillig gekleidet. Die Zimmer­nach­barin und der Junge Barth sind Neben­fi­guren. Bart sieht aus, als würde er aus den Bergen kommen, er trägt auch ein dafür typisches Oberteil. Er ist zu Beginn ein bisschen der Gegen­spieler, weil Amelie immer den Berg weiter­hoch­gehen möchte, aber er immer wieder sagt, dass sie lieber wieder herun­ter­gehen sollten.

Ton, Sounds und Musik
Die Musik war enorm cool, fast majes­tä­tisch, manchmal war sie eher ruhig und passte immer perfekt zu den Momenten. Auf dem Weg den Berg hoch war auch oft Musik im Hinter­grund, was sehr schön war. Bei vielen Momenten kam eine ähnliche Hinter­grund­musik. Insgesamt war die Musik meistens eher leise, außer bei span­nenden Momenten, da war es sehr laut, was viel­leicht kurz unan­ge­nehm war, aber eigent­lich ganz gut so.

Kostüme & Sets
Sets waren zunächst das Haus, in dem Amelie wohnt, das Kran­ken­haus, im Auto und der Kuhstall. Ein weiteres Set war das neue Zimmer von Amelie in der Kurher­berge, wo man lernt, mit Asthma umzugehen. Außerdem waren Sets der große Wasser­fall, der Wald, der Fluss, wo Amelie hinein­fällt, die Höhle, von der aus man in die Ruine kommt, der Stromzaun, der kleine Bach im Wald, von dem die beiden getrunken haben, ganz viele Berge und das Gipfel­kreuz. Es sah aus, als würden die Schau­spieler und Schau­spie­le­rinnen kein Make-Up tragen. Das Set war fehler­frei aufgebaut. Wir fanden es gut, dass sie so viel Hilfe beim Drehen zur Verfügung gestellt bekommen haben, von der Bergwacht, der Feuerwehr und von denen, die ihnen die Kurher­berge zur Verfügung gestellt haben.

Kamera
Es gab sehr viele Nahauf­nahmen, wie bei der einen Aufnahme auf dem Berg, als sie das Gipfel­kreuz erreicht haben. Das war total atem­be­rau­bend. Die Emotionen wurden besonders gut darge­stellt, wenn jemand wütend oder fröhlich war in dem ganz nah heran gezoomt wurde. Wenn Amelie und Bart mitein­ander geredet haben, waren oft die Gesichter scharf gestellt und der Hinter­grund verschwommen, so lag der Fokus auf dem Gespräch. Bei der Wieder­se­hens­szene wurde das aufein­ander zulaufen in Zeitlupe gezeigt, so war es besonders bewegend.

*Das Projekt »Kinder­re­porter« wird vom Medi­en­zen­trum München des JFF in Koope­ra­tion mit dem Münchener Kinder­film­fest und mit pomki.de durch­ge­führt und medi­en­päd­ago­gisch begleitet.

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