28.09.2007

Folge 6: Gottverlassen

Die artechock-Kinorätsel für Filmfreaks

Von Ines Schneider

Wasser umströmt die Dinge, bildet Lachen und Seen und füllt die Kanäle. Es ist Herbst. Nur ein leuch­tendes Rot kann sich gegen die Braun- und Grautöne dieser Jahres­zeit durch­setzen. Für einen kurzen Augen­blick ist sie glücklich. Doch das hält nicht lange an, was auch an der Stadt liegen mag, in der sie sich aufhält. Viel­leicht braucht man eine besondere Gabe, um sich inmitten der Gassen und Treppen und stei­nernen Bögen nicht zu verirren. Oder das Gehör einer Blinden, denn hier wird das Echo besonders gut zurück geworfen. Oder beson­deres Gott­ver­trauen. Es sieht aller­dings so aus, als habe Gott diesen Ort bereits verlassen. Viele Häuser sind ihm hier geweiht und er wird oft genug beschworen, doch selbst der Bischof scheint nicht mehr ernsthaft mit ihm zu rechnen. Sie opfert sechs Kerzen, doch das Unheil lässt sich nicht abwenden. Ihr und vor allem ihrem Ehemann präsen­tiert die Stadt mehr als einmal eine hässliche Fratze.

Lösung (mit der Maus drüber fahren):
Laura aus Don’t Look Now / Wenn die Gondeln Trauer tragen von Nicolas Roeg, 1973