08.05.2003
18. DOK.fest München 2003

Endspurt

Dans, Grozny Dans
DANS GROZNY DANS
(Foto: Filmmuseum Distributie)

Tipps zum 18. Internationalen Dokumentarfilmfestival München

Von Nani Fux

Kaum hat man sich versehen, ist der Zenit des diesjährigen Dokfests auch schon überschritten. Für alle, die es noch nicht geschafft haben, gibt’s in den nächsten drei Tagen noch letzte Gele­gen­heit für eine paar filmische Schman­kerl.

»Wer sich umbringt kommt nicht nach Warhalla«: Ein Neonazi zwischen Suizid und Gewalttätigkeit. Jung aber ewig gestrig, doch mit verein­zelt lichten Momenten. BERNAU LIEGT AM MEER. Eine Geschichte aus der deutschen Provinz, spannend und ungewöhnlich erzählt. (Freitag, 9.5., 18.00 Uhr Rio, Samstag 10.5. 15.00 Uhr Film­mu­seum)

Aufer­standen aus Ruinen: Die Flüster­pro­pa­ganda des Festivals favo­ri­siert DANS GROZNY DANS. Tsche­tsche­ni­sche Kinder proben vor den Trümmern ihrer Häuser kauka­si­sche Tänze. Und außerdem machen Holländer sowieso oft schöne Filme. (Fr. 9.5. 22.30 Film­mu­seum)

Schnee in der Einkaufstüte: Victor Kossa­kovski filmt von seinem Zimmer aus eine Straße in St. Peters­burg. In den mal komischen mal rätsel­haften Alltags­si­tua­tionen spiegelt sich die Absurdität der russi­schen Gegenwart. TISHE! (Donnerstag, 8.5., 20.30 Maxim)

»Reisende mit Kindern bitte durch die Fenster einsteigen.« Herr Fu und Herr Liu – zwei heroische Kämpfer aus der chine­si­schen Mittel­schicht und ihr Ringen mit persönlichen Tragödien und globalem Chaos. INTERESTING TIMES – THIS HAPPY LIFE (Freitag, 9.5. 19.30 Uhr, Gasteig)