Die Zivilisationsbringer – Deutschtum in Guatemala

Deutschland 1997 · 130 Minuten
Regie: Uli Stelzner, Thomas Walther
Drehbuch: ,
Kamera: Thomas Walther
Schnitt: Kerstin Preuß

»In Guatemala gibt es seit 150 Jahren eine kleine, aber sehr einfluß­reiche deutsche Gemeinde. Ihr Erfolg begann mit dem Kaffee­boom und ist bis heute nahezu unge­bro­chen. Wer damals Deutsch­land verließ, ging mit dem Selbst­ver­s­tändnis des Herren­men­schen. Überzeugt davon, einer höheren Kultur anzu­gehören, zwangen sie Guatemala ihr Zivi­li­sa­ti­ons­mo­dell auf. Schon nach wenigen Jahren besaßen sie die frucht­barsten Lände­reien, die gesamte Infra­struktur und das Handels­mo­nopol. Im Hinter­grund waren es die Indios, die den Kaffee pflückten oder den Kardamom sortierten. Den Einbruch des Zweiten Welt­kriegs überlebte die deutsche Gemeinde unbe­schadet, nur versteckten sie ihren Besitz nun hinter anonymen Firmen­schil­dern. Große deutsche Konzerne etablierten sich und machten Millio­nen­ge­winne. Doch die Indigenas sind ›entwick­lungs­hem­mend‹. Sie wehren sich bis heute gegen Landraub und die Zers­tö­rung ihrer Lebens­formen.« (fern­seh­work­shop.de)

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