Wie wir die Revolution anstimmten

Kaip mes zaideme revoliucija

»Nach einem Wort von Vaclav Havel waren es „Jeans und Rock-Musik“, die das Ende der Sowjet­union herbei­führten. Der Satz des Idols der „Samtenen Revo­lu­tion“ in der Tsche­cho­slo­wakei gilt insbe­son­dere für Litauen, wo man den Weg in die Unab­hän­gig­keit wie in den anderen balti­schen Ländern in einer „Singenden Revo­lu­tion“ fand. Zu ihren Urhebern gehören auch die Rockband „Antis“ und deren Mitbe­gründer Algirdas Kauspedas, ein Architekt aus Kaunas. 1984 als einma­liger „Neujahrs­spaß“ konzi­piert, machte „Antis“ schnell von sich reden: Mit Rockmusik, Fanta­sie­uni­formen und sehr viel Thea­ter­schminke boten sie ein mitreißendes Traves­tie­pro­gramm, das staat­liche Funk­ti­onäre und Rituale unmerk­lich verspot­tete. Aus „Rock-Märsche“ genannten Festivals und Kultur­pro­grammen der Kommu­nis­ti­schen Jugend entwi­ckelten sich Pere­stroika-Initia­tiven, zu denen „Antis“ stießen. Mit Inter­views, zahl­rei­chen Konzert­auf­nahmen und frühen Musik­vi­deos erinnert der Film an diese wilde, kreative und revo­lu­ti­onäre Ära in Litauen.« (Nordische Filmtage Lübeck 2012)

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Kinoprogramm München: Do. 14.03.2019 – Mi. 20.03.2019

Wie wir die Revo­lu­tion anstimmten (Kaip mes zaideme revo­li­ucija) (OmU) Gasteig So. 17:00 (Baltische Filmtage · anschl. Film­ge­spräch)
(artechock-Ankündigung)
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