Söhne

Deutschland 2007 · 111 Minuten · FSK: ab 0
Regie: Volker Koepp
Drehbuch: ,
Kamera: Thomas Plenert
Schnitt: Beatrice Babin

»Die Brüder Klaus, Wolf, Friedrich und Rainer Paetzold werden zwischen 1938 und 1944 in West­preußen nahe Danzig geboren. Der Mutter, Elisabeth Paetzold, gelingt 1945 mit ihren beiden ältesten Söhnen die Flucht vor der Roten Armee Richtung Westen. Die beiden jüngeren Kinder lässt sie in der Obhut der Groß­el­tern auf dem Fami­li­engut in Celbau zurück. Wie sich später heraus­stellen wird, ist der Vater, Heiner Paetzold, zu diesem Zeitpunkt schon gefallen.

Direkt nach Kriegs­ende macht sich Elisabeth Paetzold in Polen auf die verzwei­felte Suche nach ihren inzwi­schen vermissten Söhnen Friedrich und Rainer. Nach mona­te­langer Inhaf­tie­rung kehrt sie schließ­lich 1947 mit dem vermeint­lich wieder gefun­denen jüngsten Sohn Rainer nach Deutsch­land zurück und stellt von dort aus weitere Nach­for­schungen an.

Erst 1955 wird der zweit­jüngste Sohn Friedrich (da ist er 13 Jahre alt) mit dem polni­schem Namen Stanislaw Loskie­wicz bei einer Pfle­ge­mutter in Warschau entdeckt. Dort lebt er bis heute. Und dann, Ende der fünfziger Jahre gibt es die Nachricht, dass die Mutter 1947 doch nicht ihren leib­li­chen Sohn Rainer aus Polen mitbrachte. Dieser taucht bei einer Pfle­ge­fa­milie in Danzig auf. Als Erwach­sener über­sie­delt er 1974 in die Bundes­re­pu­blik Deutsch­land. Von nun gibt es zwei namens­gleiche Brüder mit iden­ti­schem Geburts­datum...

1998 stirbt die Mutter.« (Verlei­h­info)

Der Doku­men­tar­filmer Volker Koepp (Kurische Nehrung, Uckermark) hat in Polen, Baden-Würt­tem­berg und Berlin die Spuren dieser Fami­li­en­ge­schichte verfolgt.