»Die Brüder Klaus, Wolf, Friedrich und Rainer Paetzold werden zwischen 1938 und 1944 in Westpreußen nahe Danzig geboren. Der Mutter, Elisabeth Paetzold, gelingt 1945 mit ihren beiden ältesten Söhnen die Flucht vor der Roten Armee Richtung Westen. Die beiden jüngeren Kinder lässt sie in der Obhut der Großeltern auf dem Familiengut in Celbau zurück. Wie sich später herausstellen wird, ist der Vater, Heiner Paetzold, zu diesem Zeitpunkt schon gefallen.
Direkt nach Kriegsende macht sich Elisabeth Paetzold in Polen auf die verzweifelte Suche nach ihren inzwischen vermissten Söhnen Friedrich und Rainer. Nach monatelanger Inhaftierung kehrt sie schließlich 1947 mit dem vermeintlich wieder gefundenen jüngsten Sohn Rainer nach Deutschland zurück und stellt von dort aus weitere Nachforschungen an.
Erst 1955 wird der zweitjüngste Sohn Friedrich (da ist er 13 Jahre alt) mit dem polnischem Namen Stanislaw Loskiewicz bei einer Pflegemutter in Warschau entdeckt. Dort lebt er bis heute. Und dann, Ende der fünfziger Jahre gibt es die Nachricht, dass die Mutter 1947 doch nicht ihren leiblichen Sohn Rainer aus Polen mitbrachte. Dieser taucht bei einer Pflegefamilie in Danzig auf. Als Erwachsener übersiedelt er 1974 in die Bundesrepublik Deutschland. Von nun gibt es zwei namensgleiche Brüder mit identischem Geburtsdatum...
1998 stirbt die Mutter.« (Verleihinfo)
Der Dokumentarfilmer Volker Koepp (Kurische Nehrung, Uckermark) hat in Polen, Baden-Württemberg und Berlin die Spuren dieser Familiengeschichte verfolgt.