Serengeti darf nicht sterben

BRD 1959 · 84 Minuten · FSK: ab 6
Regie: Bernhard Grzimek, Michael Grzimek
Drehbuch:
Kamera: Michael Grzimek

Doku­men­ta­tion (35 mm, Farbe)

»Als bisher einziger deutscher Doku­men­tar­film erhielt er die begehrte Trophäe Holly­woods, den ›Oscar‹, sowie viele andere Auszeich­nungen . Der Film zeigt nicht nur die Schönheit und Wildheit der Serengeti, sondern ist auch ein leiden­schaft­li­cher Aufruf für die Einrich­tung und den Erhalt des Serengeti-Natio­nal­parks. Er wirbt für Park­grenzen, die sich artge­recht an den Wande­rungs­be­we­gungen der Tiere orien­tieren und nicht will­kür­lich von Menschen gezogen werden. Noch während der Forschungs­ar­beiten für den Film verun­glückte Michael Grzimek tödlich bei einem Flug.
Ausgangs­punkt für die Arbeiten war, dass der Serengeti-Natio­nal­park unter Natur­schutz gestellt wurde, damit die Step­pen­tier­herden bei ihren jahres­zeit­li­chen Wande­rungen unbe­hel­ligt blieben. Aber unter dem Druck von Poli­ti­kern wollte man einen großen Teil des Natio­nal­parkes wieder aufgeben und neue Gebiete anglie­dern. Die Grzimeks versuchten nun heraus­zu­finden, wo die großen Tier­herden während der Regenzeit hinzogen und ob die neuen Grenzen ihnen wirklich Raum dafür ließen. Um die einzelnen Herden vom Flugzeug aus wieder­zu­er­kennen, wurden einzelnen Tieren – nach einer Betäubung durch ein neuar­tiges Injek­ti­ons­ge­wehr – grelle Hals­bänder aus Nylon umgelegt. Es stellte sich heraus, dass die riesigen Herden jedes Jahr weit über die künftigen Grenzen des Natio­nal­parks zogen und mona­te­lang außerhalb grasten. Gazellen, Gnus, Zebras, Elefanten, Nashörner, Giraffen etc. folgten ihren bevor­zugten Futter­pflanzen, die nur auf bestimmten Böden wuchsen. Das Ergebnis der Unter­su­chungen war damit eindeutig: die Tier­herden brauchten das Gebiet, das man ihnen wegge­nommen hatte, um zu überleben.

It was the first German docu­men­tary film to ever receive the most sought after trophy of Hollywood as well as many other awards. The film does not only show the beauty and wildness of Serengeti, but is likewise a passio­nate plea for the esta­blish­ment and preser­va­tion of the Serengeti National Park. It promotes the esta­blish­ment of national park borders which are compa­tible to the animal migration and not deli­be­ra­tely set by man. To discover the migratory behaviour of the big herds, some animals are marked after being briefly anaes­t­he­tised and the herds are observed and counted from the air.

Sprecher: Holger Hagen und Dr. Bernhard Grzimek
Musik: Wolfgang Zeller
Erste Kamera: Michael Grzimek
Zweite Kamera: Alan Root, Richard Graf, Hermann Gimbel
Schnitt: Klaus Duden­höfer
Text: Dr. Bernhard Grzimek
Zeichen­tricks: Atelier H. Koch, Bremen
Tonbe­ar­bei­tung: Real-Film, Hamburg
Produk­tion: Okapia-Film GmbH, Frankfurt
Preise: 1960 Bundes­film­preis und ›Oscar‹
Herkunft der Kopie: Globus-Film, Neufahrn
Verleih: Globus-Film, Hanns-Braun-Str. 59, 85375 Neufahrn, Tel. +49-8165-3086, Fax +49-8165-939 476, e-mail: distri­bu­tion@ globus-film.de
Rechte: Christian Grzimek«
(16. Inter­na­tio­nales Doku­men­tar­film­fes­tival München; Text: Gabriele Teutloff, Über­set­zung ins Englische: Eva Kluge)

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Kinoprogramm München: Do. 19.09.2019 – Mi. 25.09.2019

Serengeti darf nicht sterben Rio Filmpalast Mo. 15:00
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