Schwimmer in der Wüste

Österreich/D 2001 · 104 Minuten
Regie: Kurt Mayer
Drehbuch:
Kamera: Helmut Wimmer

Doku­men­ta­tion (35mm)

»Der Film verfolgt die Lebens­spuren und Abenteuer des ›Engli­schen Patienten‹ László Almásy, der mit dem Vater des Filme­ma­chers im Jahre 1929 Afrika durch­querte. Die Mythen aus der Kindheit, trans­por­tiert in den Erzäh­lungen des Vaters und konser­viert in Nitro­film­dosen eines Doku­men­tar­films, sind für Kurt Mayer Inspi­ra­tion für eine kritische Reise durch ›Männer­welten‹ des 20. Jahr­hun­derts, die nach Kairo, London und Wien führt.
Origi­nal­auf­nahmen aus dem Jahr 1929, Briefe und Tage­buch­ein­tra­gungen bilden die Grundlage für die in der Gegenwart statt­fin­dende Reise des Filme­ma­chers. Die Expe­di­tion nimmt ihren Ausgang in Kairo und durch­quert auf der Suche nach den Schau­plätzen der Vergan­gen­heit die liba­ne­si­sche Wüste. Ehemalige Geheim­agenten und andere Augen­zeugen, deren Geschichten oft wider­sprüch­lich sind, begleiten den Zuschauer auf dieser Reise. Die Wüste ist groß wie das Kino, eine unend­liche Projek­ti­ons­fläche, die vieles speichert und bewahrt: Falsche Fährten ebenso wie uralte Spuren und Geheim­nisse.
Schwimmer in der Wüste ist ein Film, der sich in den weiten Terri­to­rien der Erin­ne­rung bewegt – Erin­ne­rungen an den Traum vom Fliegen, an Dokumente des Krieges, an eine uner­füllte Liebe...

The son of the cameraman who produced the solitary film portrait of László Almásy during his daring crossing of the Sudanese desert in 1929, his interest piqued by his father’s work and Ondaatje’s inter­pre­ta­tion of Almásy as an ›English patient‹, under­takes his own preca­rious search for traces of his father’s and the carto­gra­pher’s life.
An Almásy expe­di­tion starts off from Cairo, and crosses the Libyan Desert to the sites of the explorer’s great disco­ve­ries and adven­tures. Former agents, eyewit­nesses whose stories are often contra­dic­tory, critics, and espe­cially his own expe­ri­ences provide commen­tary along the way – ›navi­ga­tion‹ through the expansive terri­to­ries of memory.
László Almásy was one of the greatest desert explorers of the 1930s. A pioneer spirit and an explorer’s inquiring mind, the dream of flying and the unful­filled romantic love for a young actor – Almásy’s contro­ver­sial perso­na­lity, his adven­tures and disco­ve­ries provide the framework and stimulus for a modern journey through ›men’s domains‹ between Cairo, London and Vienna.

Produk­ti­ons­ko­or­di­na­tion Kairo: Salah Ibrahim
Produzent: Dieter Pochlatko, epo-film Produk­ti­onsges. MbH, Edel­sinnstr. 58, A-1120 Wien, Öster­reich, Tel. +43-1-81 23 718, Fax +43-1-81 38 773, e-mail: office@epo-film.co.at, www.epo-film.co.at. In Zusam­men­ar­beit mit Engstfeld Film/Köln und ARTE/WDR
Gefördert von: Öster­rei­chi­sches Film­in­stitut, ORF Film/Fern­seh­ab­kommen, Wiener Filmfonds, Media Programm der EU
Urauf­füh­rung: 23.3.2001, Diagonale Graz
Welt­rechte: Wien-Film, Johan­nes­gasse 12, A-1010 Wien, Öster­reich, Tel. +43-1-512-66 56, Fax +43-1-513-39 07, e-mail: sawi@magnet.at

BIO-Filmo­gra­phie
Kurt Mayer

Geboren 1951 in Wien. Seit 1972 Film­ar­beit. Mayer lebt in Niederös­ter­reich und Wien.

Filme (Auswahl):
1985 Aufwachen
1990 Grimmige Gesänge
1992 Paradiese auf Zeit
1992 Austria – eine ganze Welt
1993 Prozes­sion
1997 Life­frames Austria
1998 Autokino
1999 Faces
2000/01 Schwimmer in der Wüste«

(16. Inter­na­tio­nales Doku­men­tar­film­fes­tival München)

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