Schatten

Shadows

USA 1959 · 87 Minuten · FSK: ab 16
Regie: John Cassavetes
Drehbuch:
Kamera: Erich Kollmar
Darsteller: Hugh Hurd, Lelia Goldoni, Ben Carruthers, Anthony Ray, Dennis Sallas u.a.

Ben, ein rebel­li­scher Jugend­li­cher, will Jazz­trom­peter werden. Einen Großteil seiner Zeit verbringt er in Beglei­tung seiner Freunde Dennis und Tom damit, auf der Straße, in den Kneipen und Bars herum zu lungern. Hugh, ein erfolg­loser Nachtclub-Sänger, will mit Hilfe seines Managers Karriere machen. Lelia, gerade 20 und auf der Suche nach sich selbst, will Schrift­stel­lerin werden. Die Geschichte dreier Geschwister im Greenwich Village, New York: die Gefühle und Bezie­hungen der Prot­ago­nisten reflek­tieren die Bilder von Cassa­vetes in seinem ersten Film ebenso eindring­lich und irri­tieren, wie die genial dazu impro­vi­sierte Musik von Charles Mingus und Shafi Hadi.

»Charles Mingus kompo­nierte für Cassa­vetes’ Debütfilm den vorzüg­li­chen Jazz-Score, dessen Leitmotiv als ›Self- Portrait in Three Colors‹ zum Jazz­stan­dard wurde. Shadows entstand ohne Drehbuch. ›Wir hatten eine ungefähre Storyline‹, erzählt Cassa­vetes, ›wir haben einfach gefilmt, was die Schau­spieler machen wollten. Wenn sie es eilig hatten, sagten sie: »Geh’ aus dem Weg, John, laß uns bloß in Ruhe, wir machen schon das Richtige.«‹ Für Jonas Mekas wurde in Shadows ›die Stimmung des Neuen Amerika zum aller­ersten Mal einge­fangen‹, deshalb dürfe man ihn als ›den ersten modernen ameri­ka­ni­schen Film‹ bezeichnen.« (Film­mu­seum München)