Henry – Portrait of a Serial Killer

USA 1990 · 83 Minuten
Regie: John McNaughton
Drehbuch: ,
Kamera: Charlie Lieberman
Darsteller: Michael Rooker, Tracy Arnold, Tom Towles u.a.

Henry ist der nüch­ternste, distan­zier­teste und damit einer der schmerz­haf­testen Beiträge zum Seri­en­killer-Subgenre. Mit doku­men­ta­ri­scher Ruhe wird ein Ausschnitt aus der Reise von Henry geschil­dert und wie es sich für einen echten modernen Film­mörder gehört, basiert seine Figur auf einem realen Mörder: Henry Lee Lucas. Eine der besten Szenen des Films führt die klas­si­sche Erklä­rungs­figur der bösen Mutter ad absurdum: Henry verwi­ckelt sich in Lügen­ge­schichten, als er seine Mutter zum Sünden­bock machen will.
Bereits in den Acht­zi­gern gedreht, fand der Film, der heute Kult­status besitzt, erst ein paar Jahre später in die Kinos. Hier­zu­lande mußte Hannibal Lecter das Feld bestellen; nach dem Erfolg von Das Schweigen der Lämmer kam Henry mit der sehr reiße­ri­schen, aber nicht unzu­tref­fenden Ankün­di­gung zu uns: »Wenn Sie Das Schweigen der Lämmer zu hart fanden, dann sehen Sie sich diesen Film nicht an!«

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