New Rose Hotel

USA 1998 · 93 Minuten
Regie: Abel Ferrara
Drehbuch: ,
Kamera: Ken Kelsch
Darsteller: Christopher Walken, Willem Dafoe, Asia Argento, Yoshitaka Amano u.a.

»Wie Traum­fänger sind Abel Ferraras Filme, wie Netze, die er auswirft in die Nacht. Er nutzt die Dunkel­heit, um ein Leben zu entdecken, das hinter dem Gewebe der bekannten Welt statt­findet, eine Wirk­lich­keit, die nicht auf den ersten Blick zu deuten ist. Oft scheinen die Bilder auf etwas zu verweisen, das jenseits des Sicht­baren liegt, als hätte die Kamera bei all den Reizen, die ihr begegnen, vergessen, die eigent­liche Geschichte zu verfolgen. Man kommt durch Tokyo, Berlin oder Marrakesh, die zu einer einzigen Stadt der Nacht­clubs und Hotels verschmelzen. Raum oder Zeit sind nicht mehr die Koor­di­naten, an denen sich Realität orien­tiert, alles ist hier gleich­ge­schaltet durch Computer, Video­kon­trolle, diskreten Zimmer­ser­vice. Da müssen Männer gefähr­liche Spiele spielen, um zu beweisen, daß sie etwas Beson­deres sind: Ein Wissen­schaftler soll entführt. Asia Argento ist der Lockvogel, Chris­to­pher Walken und Willem Dafoe sind die Orga­ni­sa­toren. In rasanten Sprüngen entwerfen sie einen Thriller um Verfüh­rung und Verrat, um Liebe und Schuld. Und in den Verwick­lungen der Geschichte zeigt Ferrara grandios, wie trüge­risch seine Bilder sein können – wie sehr ihre Deutung abhängt vom Blick des Betrach­ters.« (Doris Kuhn)

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