Mosaïc

Deutschland 2001 · 45 Minuten
Regie: Deborah Phillips
Drehbuch:
Kamera: Thomas Bartels

Doku­men­ta­tion (35mm)

»>Der Film ist ein künst­le­ri­sches Projekt, eine bewegte Collage für den Frieden, die kommen­tarlos Grenzen über­schreitet und an vergan­genes Zusam­men­leben erinnert.
In Mosaïc verschmelzen isla­mi­sche und jüdische Gegen­s­tände und Archi­tektur mitein­ander, die aus sechs verschie­denen Ländern stammen. Die Filme­ma­cherin sammelte Bilder (Zeich­nungen, Fotos, S8 & 16mm Film­aus­schnitte und Objekte) in der Türkei, Usbe­kistan, Marokko, Spanien, dem Iran und in Ägypten. Der Film besteht aus fünf Kapiteln: Zunächst drehen sich Kuppeln, dann kippt die Achse und vertikale Drehungen durch Bauten bringen die Bilder zum Schwingen. Erholung bieten Aufnahmen von Licht­wan­de­rungen: Langsam schieben sich Schatten durch ruhige Bilder. Im vierten Kapitel werden Motive wieder­holt, geogra­fisch geordnet und mittels colla­gierter Schilder beschriftet. Schließ­lich formen Bilder bewegte Mosaike. Assem­blagen aus Orna­menten nehmen die Tradi­tionen beider Kulturen auf – nicht­fi­gu­ra­tive Kunst aus Schrift, Geometrie und Mustern vereint Isla­mi­sches und Jüdisches.
Mosaïc ist einer der offi­zi­ellen Beiträge der Vereinten Nationen für das Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen, 2001.

In Mosaïc, Islamic and Jewish archi­tec­ture and inanimate objects blend together. Images (drawings, photo­graphs, super 8 and 16mm film and objects) were collected on location in: Turkey, Uzbe­kistan, Marokko, Spain, Iran and Egypt.
The film consists of 5 chapters: in the beginning, domes rotate. Then the axis is turned and vertical rotations through buildings connect the viewer to space in a new manner. In the fourth chapter, images are geogra­phi­cally grouped together and begin to overlap to form collages in which both faiths and various countries are joined to create new compo­si­tions: these images carry the orna­mental tradition of both groups further. Both Judaism and Islam forbid figu­ra­tion and calli­graphy, geometry, and botanical forms play a crucial role.
Mosaïc is an artistic endeavour to strive for peace, crossing borders without use of spoken language, and remem­be­ring a past of close co-existence.

Produk­tion: Labo­ra­to­rium, Deborah Phillips, Körnerstr. 29 HH, 38102 Braun­schweig, Tel. +49-531-76019, Fax +49-531-74417, e-mail: labo­ra­to­rium@t-online.de
Gefördert von: NDR in Nieder­sachsen, ARTE, Stiftung ›Zurück­geben‹ und UNESCO
Urauf­füh­rung: 15.2.2001, Filmmarkt Berlin
Verleih: Labo­ra­to­rium, Deborah Phillips

BIO-Filmo­gra­phie
Deborah Phillips

Sie erwarb verschie­dene Diplome in freier Kunst: 1986 an der Accademia della Belle Arte, Perugia (Malerei); 1988 an der Mason Gross School of Arts, Rutgers Univer­sity, New Brunswick, USA (Instal­la­tion Art) und 1994 an der Hoch­schule für Bildende Künste Braun­schweig (Film und Druck­grafik). Betei­ligte sich an Ausstel­lungen in New York, London, Hamburg, Braun­schweig, Bremen, Berlin, Budapest und Verona. Seit 1988 ist sie Mitglied des ›Labo­ra­to­riums für Kunst­ex­pe­ri­mente‹ in Braun­schweig. Mosaïc ist ihr erster langer Expe­ri­men­tal­film.

Filme (Auswahl):
1992 UNTITLED COLOURMATION
1993 THREE
1994 GEGENÜBER
1994 BREAD
1994 A PRINTED FILM
1996 PURIM
1998 SANTOOR
2000 GEOGRAPHIE
2001 MOSAÏC
Projekt in Vorbe­rei­tung: DON’T CRY WULF«

(16. Inter­na­tio­nales Doku­men­tar­film­fes­tival München)

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