Memento

USA 2000 · 113 Minuten · FSK: ab 16
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch:
Kamera: Wally Pfister
Darsteller: Guy Pearce, Carrie-Ann Moss, Joe Pantoliano, Mark Boone Junior u.a.

Der ehemalige Versi­che­rungs­agent Leonard Shelby (Guy Pearce) ist auf einem Rache­feldzug gegen den Verge­wal­tiger und Mörder seiner Frau. Seit dem Abend des Verbre­chens aber hat er kein Kurz­zeit­ge­dächtnis mehr – er kann keine neuen Erin­ne­rungen formen, und nur durch ein ausge­klü­geltes System von Täto­wie­rungen, Notiz­zet­teln, Fotos und Akten schafft er es, sich auf dem Pfad seiner Mission zu halten. Ständig abhängig von solch bruch­s­tück­haften Gedächt­nis­pro­thesen, kann er aber nie ganz sicher sein, ob Menschen wie der zwie­lich­tige Teddy (Joe Panto­liano) oder die hübsche Natalie (Carrie-Ann Moss) nicht sein Handicap ausnutzen...

Der Clou an der Sache: Regisseur Chris­to­pher Nolan (angeregt durch eine Kurz­ge­schichte seines Bruders Jonathan) erzählt den Film quasi rückwärts, in circa zehn­minü­tigen Happen, die entgegen der Chro­no­logie geordnet sind – der Anfang des einen ist der Zielpunkt des nächsten. So geht es dem Publikum ähnlich wie Leonard: Es kennt die Vergan­gen­heit nicht und muss sich auf ein Spiel mit trüge­ri­schen Indizien einlassen.

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