In der Sache J. Robert Oppenheimer

BRD 1964 · 120 Minuten
Regie: Gerhard Klingenberg
Drehbuch:
Kamera: Wilfried Huber
Darsteller: Charles Regnier, Carl Lange, Siegfried Wischnewski, Hans Epskamp u.a.

»Haben jene Physiker, die ihr Wissen den Poli­ti­kern auslie­ferten und damit den Bau der Atombombe ermög­lichten, ein Verbre­chen begangen? Verhält sich ein Physiker unkorrekt und verant­wor­tungslos, wenn er sich dagegen sträubt, neue, noch schreck­li­chere Vernich­tungs­waffen zu bauen?
Kipphardt hat weder diese grotesk klingende Frage erfunden, noch den Fall, der sie demons­triert. Seine szenische Doku­men­ta­tion rollt das Schicksal von McCarthys promi­nen­testem Opfer auf, von J. Robert Oppen­heimer. Die Unter­su­chung des Komitees gegen anti­ame­ri­ka­ni­sche Umtriebe, die im Herbst 1954 in Washington hinter verschlos­senen Türen stattfand, rekon­stru­iert er als Schau­prozeß für die Millionen Fern­seh­zu­schauer; treu den Akten folgend, gibt er ein abge­kürztes Bild, das die Wirk­lich­keit nicht beschä­digt.« (Aus der Kritik von Urs Jenny – Süddeut­sche Zeitung, 25. 1. 1964)