»Haben jene Physiker, die ihr Wissen den Politikern auslieferten und damit den Bau der Atombombe ermöglichten, ein Verbrechen begangen? Verhält sich ein Physiker unkorrekt und verantwortungslos, wenn er sich dagegen sträubt, neue, noch schrecklichere Vernichtungswaffen zu bauen?
Kipphardt hat weder diese grotesk klingende Frage erfunden, noch den Fall, der sie demonstriert. Seine szenische Dokumentation rollt das Schicksal von McCarthys prominentestem Opfer auf, von J.
Robert Oppenheimer. Die Untersuchung des Komitees gegen antiamerikanische Umtriebe, die im Herbst 1954 in Washington hinter verschlossenen Türen stattfand, rekonstruiert er als Schauprozeß für die Millionen Fernsehzuschauer; treu den Akten folgend, gibt er ein abgekürztes Bild, das die Wirklichkeit nicht beschädigt.« (Aus der Kritik von Urs Jenny – Süddeutsche Zeitung, 25. 1. 1964)