Hilde

Deutschland 2009 · 137 Minuten · FSK: ab 12
Regie: Kai Wessel
Drehbuch:
Kamera: Hagen Bogdanski
Darsteller: Heike Makatsch, Dan Stevens, Monica Bleibtreu, Michael Gwisdek, Hanns Zischler u.a.

»1966 kehrt Hildegard Knef nach Deutsch­land zurück. Sie ist auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und gibt ein Konzert in der Berliner Phil­har­monie. Ihr Auftritt ist das erste nicht­klas­si­sche Konzert in dem neuerbauten Saal mit 2.400 Plätzen und seit langem ausver­kauft. Trotzdem ist es eine schwie­rige Rückkehr mit einer langen Vorge­schichte. Als ihre Maschine in Berlin-Tempelhof ausrollt, wird sie von begeis­terten Jour­na­listen empfangen. Ihr Schritt ist forsch und ihr Auftritt auf der kurzen Pres­se­kon­fe­renz selbst­be­wusst und schlag­fertig. Hildegard Knef weiß, was sie will. Sie ist ein Profi, ein Star, der sich nichts anmerken lässt. Denn so eupho­risch ihr Empfang 1966 auch ist, die Rückkehr hat für sie auch viel Bedrü­ckendes. Berlin ist nicht nur der Ort, an dem Hildegard Knef aufwuchs und große Erfolge erlebte, in Berlin hat sie auch ihre bittersten Nieder­lagen erfahren. Nach Filmer­folgen und Fehl­griffen, den falschen und den richtigen Männern, lähmender Lange­weile in Hollywood und einer turbu­lenten Hassliebe zum deutschen Publikum muss die Kämp­fer­natur Hilde lernen, dass manchmal andere Dinge zählen im Leben. In ihrer eigenen Geschichte und im Inneren ihrer Seele findet sie die Substanz für jene Hilde, auf die sie und das deutsche Publikum immer gewartet haben.« (Katalog der 59. Inter­na­tio­nale Film­fest­spiele Berlin)

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