Garagenvolk

»Der russische Norden. Eine unwirt­liche Gegend, in der der Winter niemals zu enden scheint und der schwarze Ruß der Industrie sich über den frischen Schnee legt. Hier, am Rande einer Stadt, in der ein Berg­bau­kon­zern der einzige Arbeit­geber ist, erstre­cken sie sich ins Unend­liche: Garagen, hinter deren rostigen Toren sich alles findet, nur kein Auto. Refugium des russi­schen Mannes, in dem mit Erfin­der­geist und Zähigkeit auf wenigen Quadrat­me­tern alter­na­tive Lebens­räume entstehen. Orte der Selbst­ver­wirk­li­chung, Projek­ti­ons­flächen für große Träume und Zuflucht vor einem tristen Alltag jenseits des Polar­kreises. Schrott­sammler Ilja nutzt seine Garage als Werkstatt, Roman für seine Wach­tel­zucht, Pavel schnitzt Heili­gen­fi­guren. Zwei Soldaten, die in der Nähe mili­tä­ri­sche Übungen absol­vieren, lagern ihre Ausrüs­tung hier. Einer Rockband dient ihre Garage als Proberaum und Viktor hat seine in jahr­zehn­te­langer Arbeit um vier unter­ir­di­sche Stock­werke ergänzt. Alle gewähren Einblick in ihre Sehn­süchte, Sorgen und Leiden­schaften. Ein Mikro­kosmos, in dem sich ein verbor­gener Teil der Gesell­schaft zeigt und in dem auch Platz für Humor ist.« (Berlinale 2020)

Kinoprogramm München: Do. 15.10.2020 – Mi. 21.10.2020

Gara­gen­volk (OmU) (Werner Herzog Filmpreis) Filmmuseum München Fr. 20:00 (Eintritt nur mit Einladung); So. 18:00 (zu Gast: Regis­seurin Natalija Yefimkina, Werner Herzog)