»›Sie können nicht einen Film machen ohne Kamera, Licht und Darsteller, nur mit einem Brief! Das ist zuwenig!‹ Vlado Kristl probiert, ob es nicht doch geht. Und wenn er auch seinen ›Film ohne Kamera, Licht und Darsteller‹ mit Kamera, Licht und Leuten hat machen müssen, er dürfte mit Recht behaupten, wie Karl Valentin von einer Brille ohne Gläser: ›Beser wie nix ist es.‹ Daß jemand über diesen Film dann etwas Erläuterndes, Ausdeutendes, Kritikmäßiges schreibt, wird Vlado Kristl, fürchte ich, für dumme Sabotage halten, und wenn ich wieder einmal im Kino neben ihm zu sitzen komme, kriege ich nichts mehr aus seiner Bonbontüte. – In Erweiterung des Satzes, demzufolge jeder einmal seinen Faustschreiben würde, ließe sich sagen: wenn Der Damm Vlado Kristls Werthergewesen wäre, dann wäre jetzt Der Brief sein Wilhelm Meister. […]« (Helmut Färber, Filmkritik April 1967)