Bowling for Columbine

USA/Kanada 2002 · 120 Minuten · FSK: ab 12
Regie: Michael Moore
Drehbuch:
Kamera: Brian Danitz
Darsteller: Michael Moore, George W. Bush, Dick Clark, Charlton Heston u.a.

Sind wir Amis verrückt nach Waffen, oder sind wir einfach nur verrückt, fragt sich Doku-Renegat Michael Moore (Roger & Me) in seinem vielfach preis­ge­krönten Film. Ausgehend vom Massaker an der Columbine-High­school in Littleton, Colorado (an dessen Tag die Täter in der Früh noch beim Bowlen waren), versucht Moore die Wurzeln der Gewalt zu finden, die die USA auch in Schuss­waffen-Morden zur führenden Welt­na­tion machen. Wie üblich hält Moore als Doku­men­tar­filmer nichts von Distanz und Objek­ti­vität. Er weint mit Opfern, bedrängt dieje­nigen mit seiner Kamera, die aus den Tragödien Geschäfte machen, und die Geschichte der Furcht im weißen Mittel­stands-Amerika führt er mit einem Trickfilm vor. Er besucht Banken, die bei Konto­eröff­nung Gratis-Gewehre verteilen, nervt die K-Mart-Konzern­zen­trale (in der Super­markt­kette hatten die minder­jäh­rigen Columbine-Killer ihre Munition gekauft), besucht das fried­liche Kanada. Unter seinen Gesprächs­part­nern und -gegnern sind außerdem Schock­ro­cker Marilyn Manson, South Park-Miter­finder Matt Stone – und Waffen­lobby-Moses Charlton Heston höchst­per­sön­lich.

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