Beuys

Deutschland 2016 · 107 Minuten · FSK: ab 0
Regie: Andres Veiel
Drehbuch:
Kamera: Jörg Jeshel
Schnitt: Stephan Krumbiegel, Olaf Voigtländer

»Joseph Beuys, der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war und immer noch ist. Als erster deutscher Künstler erhält er eine Einzel­aus­stel­lung im Guggen­heim Museum in New York, während zu Hause sein Werk mehr­heit­lich noch als „teuerster Sperrmüll aller Zeiten“ gilt. Gefragt, ob ihm solche Urteile gleich­gültig seien, sagt er: ›Ja. Ich will das Bewusst­sein der Menschen erweitern.‹ Der Regisseur erteilt dem Künstler selbst das Wort. Aus zahl­rei­chen bisher uner­schlos­senen Bild- und Tondo­ku­menten montiert er ein asso­zia­tives, durch­läs­siges Porträt, das, wie der Künstler selbst, eher Ideen­räume öffnet als State­ments verkündet. Beuys boxt, parliert, doziert, erklärt dem toten Hasen die Kunst und fragt: „Wollen Sie eine Revo­lu­tion ohne Lachen machen?“ Doch man erlebt auch den Menschen, den Lehrer und Grünen-Kandi­daten. Einmal, kurz vor seinem Tod, lässt er sich auch ohne Hut foto­gra­fieren. Die Wider­sprüche und Span­nungs­felder, in denen Beuys' Gesamt­kunst­werk entstanden ist, werden sichtbar. Sein erwei­terter Kunst­be­griff führte ihn mitten in bis heute relevante gesell­schaft­liche, poli­ti­sche und mora­li­sche Debatten.« (Katalog Berlinale)

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