»2006 verlässt ein jüngerer Bruder das elterliche Zuhause in der Vorstadt und zieht in das verkehrsreiche Zentrum von Manila. Zuvor war er fast ein Jahr lang in den Philippinen und im Ausland herumgereist. Sein älterer Bruder hat das Land ein paar Jahre zuvor verlassen. Die beiden Brüder haben sich lange nicht gesehen...
1897, ein Jahr nach der Philippinischen Revolution, wurden die Brüder Andrés und Procopio Bonifacio in die unzugänglichen Berge des philippinischen Hinterlands verschleppt und dort wegen Verrats und Aufwieglertum hingerichtet. Andrés war der Begründer von Katipunan, einem nationalistischen Intellektuellen-Geheimbund und einer der Anführer während der Philippinischen Revolution. Er wurde von dem konkurrierenden Lager um Andrés Aguinaldo, dem ersten Präsidenten der Philippinischen Republik, beschuldigt, die Ideale der Revolution verraten zu haben. Um die Exekution der zwei Brüder ranken sich dramatische Erzählungen und Legenden...
Zwei Jahre später kam es zum Philippinisch-Amerikanischen Krieg, da die USA die Unabhängigkeit der Philippinen nicht anerkennen wollten. Wieder zwei Jahre später wurde Aguinaldo von den amerikanischen Truppen gefangengenommen und der Krieg beendet. Das Land blieb bis 1946 amerikanische Kolonie.« (Underdox Festival)