Alpen Film Festival 2026

Deutschland 2025/26 · ca. 96 Minuten

Fünf Kurzfilme zu Aben­teuern in den Bergen

Nanga Parbatt – Echoes of Sisyphus
45 min.
Der Expe­di­to­ins­film erzählt weder eine Helden­saga, noch bauscht er ohnehin spek­ta­kuläres Geschehen drama­tur­gisch auf. Statt­dessen stellt er einen Berg­steiger in den Mittel­punkt, der sich selbst als „Experte im Scheitern“ bezeichnet. Im Verlauf von zehn Jahren unter­nimmt David Göttler fünf Expe­di­tionen, um den 8125 Meter­hohen Nanga Parbat über die „Schell-Route“ zu besteigen. Seine Vorstöße in die Rupal­flanke, mit 4500 Metern die höchste Wand der Erde, werden zu einemLern­pro­zess, der den berg­stei­genden Sisyphus als Alpi­nisten und als Menschen formt.
50:50
11 min.
Sich zu einer Seil­schaft zusam­men­zu­schließen, bedeutet mehr, als eine Zweck­ge­mein­schaft einzu­gehen. Schließ­lich geht es nicht nur darum, ein paar Seil­längen zu meistern. Nein, eine Seil­schaft ist nicht nur durch das Seil, sondern auch durch ein unsicht­bares Band des Vertrauens und Vers­tänd­nisses verbunden. In diesem Sinne bilden die Alpi­nis­tinnen Ines Papert und Sarah Huenekin ein perfektes Paar. Gemeinsam beweisen die beiden 50-Jährigen, dass Alter nur eine Frage der Perspek­tive ist – und dass sie in der Lage sind, ihr Potenzial dann auszu­schöpfen, wenn sie sich als Klet­ter­part­ne­rinnen gegen­seitig unter­s­tützen.
Fathom
10 min.
„To fathom“ bedeutet, etwas zu ergründen, einer Sache nach­zu­gehen, die Ursachen zu erfor­schen. Der Kurzfilm des Brüder­paars Jakob und Matthias Weger trägt diesen Titel nicht umsonst. Während des Aufstiegs in einer steilen und schmalen Rinne in den Dolomiten werden die beiden Südti­roler von einem Schnee­brett erfasst und in die Tiefe gerissen. Während Matthias unbe­schadet bleibt, muss Jakob mit dem Hubschrauber geborgen werden. Und die Brüder stehen vor der Frage, ob sie weiterhin nur Helden­ge­schichten, oder auch die oft bittere Realität des extremen Free­ri­dens zeigen und aus der Ausein­an­der­set­zung mit eigenen Fehlern lernen wollen.
Steile Karrieren
10 min.
Der Förster Markus Hilde­brandt hat sich sein Berufs­leben lang um geschä­digte Schutz­wälder gekümmert, seine Nach­fol­gerin Catja Geyer steht vor großen Heraus­for­de­rungen. Zwischen Steil­hängen, Pflanz­flächen und Lawi­nen­ver­bau­ungen wird ihr bewusst, wie viel Zeit, Erfahrung und Geduld nötig sind, um funk­ti­ons­fähige Schutz­wälder zu erhalten. Das funk­tio­niert nur, wenn Wissen weiter­ge­geben, die Folgen von Entschei­dungen über Gene­ra­tionen hinweg mitbe­dacht sowie Mensch und Natur nicht als Gegen­sätze betrachtet werden. Während Markus zurück­blickt, beginnt für Catja eine Aufgabe, die weit in die Zukunft hinein­rei­chen wird.
Ein ganz normales Leben/b>
20 min.
Ilse und Fritz Priesner scheren sich wenig um das, was die Gesell­schaft erwartet. Seit gut 60 Jahren geht das aben­teu­er­lus­tige Ehepaar unbeirrt seinen gemein­samen Weg. Während einer Klet­ter­tour im Mühl­viertel entfaltet sich ein Jahr­hun­dert­pan­orama zwischen Alpen, Wüsten und Himalaya, das den Zuseher staunen und schmun­zeln lässt. Dabei stellt sich auch die Frage, welche Spuren ein solches Leben in den eigenen Kindern hinter­lässt. Vor dem Hinter­grund zweier span­nender Biogra­fien entspinnt sich eine berüh­rende Reflexion darüber, wie indi­vi­du­elle Freiheit, gegen­sei­tige Verant­wor­tung und gelebte Werte in Einklang gebracht werden können.

Kinoprogramm München: Do. 18.06.2026 – Mi. 24.06.2026

Alpen Film Festival 2026 Rio Filmpalast Fr. 20:00 (Preview · mit Gästen)