25.01.2001
Der Filmfreund rät:

Frankenstein Jr.

Frankenstein Jr.

Der Filmfreund rät: Frankensteinfilme

Von artechock-Redaktion

Wir haben uns vertan!
Wie peinlich! Wo wir doch eigent­lich in Sachen wichtige Zitate aus epoche­ma­chenden Film-Klas­si­kern (»Schau mir in die Augen, Kleines«, etc.) eini­ger­maßen fit sein sollten. Aber nein! Selbst­ver­s­tänd­lich heißt es in Andy Warhols Fran­ken­stein nicht, wie letzte Woche irrtüm­lich behauptet, »To know life, you have to fuck death in the gall­bladder!«, sondern »To know death, you have to fuck life in the gall­bladder!« (»Um den Tod zu ergründen, muss man das Leben in die Gallen­blase ficken!«). Wie konnten wir nur – es ist doch eigent­lich so offen­sicht­lich...

Jeden­falls bitten wir vielmals um Entschul­di­gung – und empfehlen Ihnen gleich drauf einen Fran­ken­stein-Film, in dem auch so manches nicht stimmt. Da aber mit Absicht und höchst erquick­li­chem Resultat: Mel Brooks' Young Fran­ken­stein ist einer der seltenen Höhe­punkte im meist doch recht seichten Genre der Parodie.
Doch, doch, auch wenn man’s heute kaum noch glauben mag: Es gab Zeiten, da war Mel Brooks richtig gut und lustig! Und in Young Fran­ken­stein zeigt er nicht nur, dass er Gags wohl­ge­timed und zielgenau abfeuern kann, sondern auch, dass er viel Liebe zum und Kenntnis vom klas­si­schen Horror-Film hat. Was den Film um so reiz­voller macht, je vertrauter einem die parodierten Vorbilder sind. Aber keine Angst: Lachen werden Sie da auch dann genug können, wenn Sie von Fran­ken­stein nur den Ururenkel Frank Zander kennen (und selbst, wenn nicht mal den...)!