»Woher stammen die Vermögen in einer Gesellschaft, in der es Reichtum im Prinzip bis 1989 nicht gab? Maria Popistașu und Alexandru Baciu spielen diese Frage am Beispiel einer Familie durch, der es offensichtlich sehr gut geht. Besonders deutlichen Ausdruck findet dieser Umstand in der Weinbar, die Olga betreibt: Sie beschäftigt sich mit den allerfeinsten Unterschieden des Geschmacks. Als die Großmutter stirbt, wird das Gefüge porös. Denn die Frau, von der Olga und ihre Geschwister ihren offensichtlich bedeutenden Startvorteil im Leben hatten, war tief in den Kinderhandel und die Adoptionsbetrügerei verstrickt, die vor allem in den 1980er Jahren in den Kinderheimen der Diktatur erwuchsen. Für die nachfolgenden Generationen stellt sich nun die Frage, wieviel sie davon wissen wollen.« (Rumänisches Filmfestival München 2026)
| Y (OmeU) | Filmmuseum München | Fr. 21:00 (Rumänisches Filmfestival · zu Gast: Regieduo Maria Popistașu und Alexandru Baciu) |