artechock: Nach acht Jahren "Buffy" haben
Sie Schluß gemacht. Was sind nun Ihre Pläne?
Gellar: Ich genieße die Freiheit, nicht mehr
auf TV-Drehpläne Rücksicht nehmen zu müssen.
Man muss abwarten. Es gibt nicht besonders viele mehrdimensionale
weibliche Figuren. Das meiste sind Klischees. "Boy meets
Girl" - immer wieder. "Romantric Comedys" finde
ich meistens uninteressant, das sehe ich mir auch nicht gern
an. Ich sehne mich nach richtig guten Rollen.
Wonach suchen Sie Ihre Rollen aus? Sie haben auch mit Autorenfilmern
wie James Toback gearbeitet?
Der Regisseur und die Story sind wichtig. Schauspielerei
macht mich glücklich. Gerade jetzt, wo ich mehr Freiheiten
genieße.
Warum haben Sie in Japan mit einem japanischen Regisseur
gedreht?
In Japan ist das Horrorkino innovativer und spannender. Der
japanische Horror geht einen Schritt weiter, als unserer im
Westen. Er ist viel psychologischer, intensiver. Darin geht
es nicht nur um Ekel, oder um halbnackte Frauen mit großem
Busen, hinter denen ein Mann mit einer Axt her rennt. Es geht
um die Schrecken, die Gefühle haben.
Kannten Sie Japan vorher?
Mein Japanbild war weniger von LOST IN TRANSLATION bestimmt
als von BLACK RAIN. Ein dunkler, undurchschaubarer Ort, in
dem die Mafia das Sagen hat.
Wie war die Arbeit im Vergleich zu US-Verhältnissen?
Gellar: Man diskutiert weniger. Ich finde, Schauspieler haben
den Job, die Vision des Regisseur auf die Leinwand zu bringen.
Aber man sollte auch eigene Vorschläge machen dürfen.
Nach einiger Anlaufzeit hat das gut funktioniert.
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