Aktuelles zum Film

Die jüngste Tochter

15.01.2026

Filmkultur:

Cinema Moralia:

  • Als die Geschichte Pause machte
    Das Jahr 1926, Carsten Brosda, erste Berlinale-Nachrichten und die FFA – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 371. Folge – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 372. Folge — von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Extrawurst (D 2025)
    Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei: Marcus H. Rosenmüllers will in seiner Komödie gesellschaftliche Konflikte im Mikrokosmos eines Tennisvereins verhandeln und verliert sich dabei zwischen Komödie, Kammerspiel und moralischer Überdeutlichkeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • The Housemaid – Wenn sie wüsste (USA 2025)
    Wenn Rollen zu Fallen werden: Paul Feigs Mystery-Thriller belebt den erotischen Thriller auf immer wieder bizarre Art und Weise neu – zwischen Genre-Zitat, weiblicher Selbstermächtigung und kalkulierter Vorhersehbarkeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • Madame Kika (Kika) (B 2025)
    Wohnung und Peitsche: Madame Kika zeichnet ein vielschichtiges Bild von Sexarbeit und stellt abermals die Frage, welchen Wert sie für unsere Gesellschaft hat – Kritik von Kevin Gawlik
  • Mother’s Baby (Ö/CH/D 2025)
    Die Wissenschaft, möglicherweise...: Abweichende Gefühle: Muss man Kinder wollen? Hat die Natur immer recht? Johanna Moders Mother’s Baby stellt die bürgerliche Familienideologie infrage, bedient aber auch wissenschaftsfeindliche Klischees – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Silent Friend (D/F/H 2025)
    Über allen Gipfeln ist Ruh: Ildikó Enyedis Silent Friend ist leises, präzises Kino der Aufmerksamkeit – über Zeit, Wahrnehmung und die Möglichkeit einer neuen, nicht-beherrschenden Sprache zwischen Mensch und Welt – Kritik von Axel Timo Purr
  • Smalltown Girl (D 2025)
    Ein Feld aus Widersprüchen: Ganz einfach und ganz kompliziert: Hille Nordens einmaliger Film Smalltown Girl findet eine angemessene Haltung zur Darstellung von sexueller Gewalt im Film – Kritik von Rüdiger Suchsland

Videokritik:

  • The Housemaid – Wenn sie wüsste
    Mit dem Dampfhammer: Paul Feigs Mystery-Thriller mit Sydney Sweeney und Amanda Seyfried in den Hauptrollen ist eine echte Dampfhammer-Produktion, finden Roderich Fabian und Thomas Maiwald. Mit all den Nebenwirkungen, die das mit sich bringt.

Podcast:

  • Wie redet man über sexuelle Gewalt?
    »Was meiner Hauptfigur passiert, erzähle ich aus eigenen Erfahrungen.« Im artechock-Filmgespräch spricht Rüdiger Suchsland mit der Regisseurin Hille Norden über Missbrauch, Widerstand, sexuelle Selbstbestimmung und ihren hochspannenden autobiographischen Film Smalltown Girl
1. Münchner Filmgipfel

08.01.2026

Kulturpolitik München:

  • Schaun wir mal
    Einsparungen, Mieterhöhungen, Bündnisse: Was die Münchner Kultur im Wahljahr 2026 erwartet – von Dunja Bialas

Cinema Moralia:

  • Die Zukunft, von der Heiner Müller sprach, ist unsere Gegenwart
    Auf der »Bahn der Beschleunigung«: Abschied von Béla Tarr, dem Regisseur der bösen schwarzen Klötze, vorwärts in die Katastrophe mit dem heimlichen Futuristen Heiner Müller, der auch das Kino inspirierte – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 372. Folge — von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Ein einfacher Unfall (Yek tasadef sadeh) (F/L 2025)
    Was tun mit Folterknechten? Jafar Panahi stellt elementare Fragen nach Wahrheit und dem Verhältnis von Anschein und Wirklichkeit – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Rental Family (USA/J 2025)
    Die bessere Wahrheit: Zwischen Performance und Bedürfnis erkundet Hikari, wie Rollen zu Beziehungen werden können – und wo sie unweigerlich scheitern. Ein leiser, berührender Film über Wahrheit, Lüge und die Sehnsucht nach Verbindlichkeit – Kritik von Axel Timo Purr
  • Song Sung Blue (USA 2025)
    Von der ruhigen Radikalität der Heilung: Ein Musikfilm, der nicht vom Erfolg erzählt, sondern vom Danach: Song Sung Blue entfaltet seine politische Kraft dort, wo Heilung, Gemeinschaft und Empathie zur Praxis werden – Kritik von Axel Timo Purr

Interview:

Filmreihe:

Videokritik:

  • Song Sung Blue
    Das gute Amerika: Handelt es sich bei Craig Brewers Film über eine Neil-Diamond-Coverband – mit Kate Hudson und Hugh Jackman in den Hauptrollen, die ihre Gesangspartien selbst übernehmen – lediglich um einen großen Heuler und im besten Fall um ein „guilty pleasure“? Oder ist dieser Film dann doch mehr, fragen sich Thomas Maiwald und Axel Timo Purr und sind sich überraschend einig
Sirât

01.01.2026

Jahresrückblick:

Neue Kritiken:

  • Bon Voyage – Bis hierher und noch weiter (On ira) (F 2025)
    Hinterm Horizont geht’s weiter: Enya Baroux' Spielfilmdebüt »Bon Voyage« ist ein Feelgood-Roadmovie über Sterbehilfe – Kritik von Rüdiger Suchsland
  • Der Fremde (L’étranger) (F 2025)
    Killing an Arab: François Ozons Verfilmung von Albert Camus’ Existentialismus-Klassiker »Der Fremde« setzt ein postkoloniales Punctum und schafft mit der Inszenierung von Licht und Schatten eine Ode an das Kino – Kritik von Dunja Bialas
  • Holy Meat (D 2025)
    Das wiedergefundene Leben: Zwischen schwäbischer Provinz, Berliner Theater und katholischer Macht entfaltet Alison Kuhns Debüt eine ebenso respektlose wie zutiefst menschliche Suche nach Selbstbestimmung und zeigt, wie politisches Kino heute aussehen kann, ohne sich in Thesen oder wohlfeiler Provokation zu erschöpfen – Kritik von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Der Fremde
    Leben ohne Leid und Liebe: François Ozons Vefilmung des Klassikers von Albert Camus ist nicht nur historisch akkurat, sondern für Momente auch gegenwärtig und frei adaptiert. Dementsprechend sind die Reaktionen: Margret Köhler muss weinen, Axel Timo Purr ist dankbar für all die Assoziationen

Nachruf:

The Smashing Machine

25.12.2025

Besinnung zu Weihnachten:

  • »Wo bleiben die Sensationen?«
    Es hilft nichts, die Filme müssen besser werden: Gefahr, Schönheit und die dritte Schiene der Realität. Das Kino braucht Spektakel und Ekstase – besinnliche Worte zu Weihnachten – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Anaconda (USA 2025)
    Die Schlange im Spiegel der Filmindustrie: Tom Gormicans Horrorkomödie verwandelt kultisch verehrten Trash in eine selbstbewusste Reflexion über Nostalgie, Kreativität und industrielle Erschöpfung. Ein Meta-Reboot, das den Spaß am Genre bewahrt und zugleich fragt, was im Kino noch lebt – und was sich bereits selbst verschlingt – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die jüngste Tochter (La petite dernière) (F/D 2025)
    Befreiende Selbstfindung: Eine lesbische Muslima in Paris… Schauspielerin Hafsia Herzi inszeniert die inneren und äußeren Konflikte eines komplizierten Coming-Outs – Kritik von Reinhard Kleber
  • Therapie für Wikinger (Den sidste viking) (DK/S 2025)
    John Lennon, Manfred und das Versteck im Wald: Lachen in der therapeutischen Gesellschaft: Anders Thomas Jensens humanistische schwarze Komödie »Therapie für Wikinger« – Kritik von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Therapie für Wikinger
    Das, was wehtut: Auch in seinem neuen Film mit Mads Mikkelsen in einer der Hauptrollen verbindet Anders Thomas Jensen wieder Traumata mit schwarzem Humor. Was für Stefan Rutz nicht schwarz genug sein könnte, ist für Margret Köhler dann aber doch zu viel des »Guten«.
Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt

18.12.2025

Nachruf:

Neue Kritiken:

  • Avatar: Fire and Ash (USA 2025)
    »Wir sind eine Familie, keine Demokratie«: James Cameron verschiebt den Fokus seiner Saga vom ethnologischen Staunen zu einem Generationenfilm über Trauer, Selbstermächtigung und familiäre Machtstrukturen. Ein visuell überwältigendes, zugleich erzählerisch vorhersehbares Märchen, das den Gen-Z-Diskurs unserer Gegenwart spiegelt – von Axel Timo Purr
    Quo vadis, Mr. Cameron? Ein drittes Mal nimmt uns James Cameron mit auf den Planeten Pandora. Während er visuell weiterhin Maßstäbe setzt, geht ihm inhaltlich die Luft aus – von Christian Schmuck
  • Herz aus Eis (FR/D 2025)
    Life of a Showgirl: Märchen, Fantasy, Feier der Traumfabrik. Lucile Hadžihalilović’ Film ist eine ebenso rätselhafte wie formal überwältigende Erfahrung – von Rüdiger Suchsland
  • Sorry, Baby (USA/F 2025)
    Hinter verschlossener Tür: Eva Victor legt mit Sorry, Baby ein beachtliches Regiedebüt hin. Was als Feelgood-Komödie beginnt, erfährt schnell eine düstere Wendung – Kritik von Janick Nolting
  • Yi Yi – A One and a Two (Yi yi) (Taiwan/J 2000)
    Das Leben von hinten: Edward Yang blickt auf das Leben nicht frontal, sondern von hinten – auf Wiederholungen, vererbte Verletzungen und das stille Weitergehen. Ein Film über das Überleben ohne Erlösung, der auch heute noch so aktuell ist wie vor 25 Jahren – von Axel Timo Purr

Neue Videokritik:

  • Herz aus Eis
    Die große Illusion: Lucile Hadžihalilovićs luzide Überführung von Hans Christian Andersens „Schneeköngin“ wurde dieses Jahr mit dem Silbernen Bären für eine künstlerische Leistung ausgezeichnet. Für Roderich Fabian – im Gegensatz zu Felicitas Hübner – ist der Film ein Geschenk, für das er sich auch bei dem Team von Grandfilm bedankt

Spendenaktion 2025:

  • Spendenaktion 2025
    Kino ist Kultur. Filmkritik auch. Unterstützt artechock auch diese Weihnachten!
In die Sonne schauen

11.12.2025

Cinema Moralia:

  • Kampf um die Bilder
    Neureiche schlagen Tradition, das „Kartell der Willigen“ und die Woche mit Wolfram Weimer – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 370. Folge — von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Bibi Blocksberg – Das große Hexentreffen (D/Ö 2025)
    Großer Kongress, kleine Ideen: Trotz einiger interessanter Akzente versinkt der neue Bibi-Blocksberg-Film in routiniertem Chaos und dramaturgischer Mutlosigkeit. Zwischen altbekannten Drehbuchprämissen und einer farblosen Regie verliert sich die Magie im eigenen Hexenwirbel – Kritik von Axel Timo Purr
  • Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße (D 2025)
    Ein ostdeutscher Mythos: Der letzte Film von Wolfgang Becker erzählt eine Hochstaplergeschichte im heutigen Berlin und stellt unbequeme Fragen zur Wahrnehmung der ostdeutschen Vergangenheit – Kritik von Janick Nolting
  • Im Rosengarten (D 2024)
    Vexierbilder migrantischer Realität: Leis Bagdachs erzählt in einem winterlichen Roadmovie die Begegnung zweier Geschwister, die einander fremd und doch unabwendbar verbunden sind und entfaltet dabei eine poetisch-politische Suche nach Identität, Zugehörigkeit und trügerischen Selbstbildnissen – Kritik von Axel Timo Purr
  • Jetzt. Wohin. – Meine Reise mit Robert Habeck (D 2025)
    Der Fall des grünen Gottes: Lars Jessens sehenswerter Film Jetzt. Wohin über Robert Habeck ist nicht nur interessanter Journalismus – Kritik von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Ein Leben ohne Liebe ist möglich, aber sinnlos
    Ein Film, der neidisch macht: Cesc Gay zeigt, dass man Mann und Kinder nach 25 Jahren Ehe einfach so verlassen kann, weil die Sehnsucht nach Liebe größer ist. Und er zeigt das alles so down-to-earth, dass man einfach nur neidisch sein kann, finden Margret Köhler und Felicitas Hübner

Neuer Podcast:

  • Das Filmquartett: Grandfilm-Special
    Der Nürnberger Verleih für Filme, die unsere Cineasten-Herzen höher schlagen lassen, bringt kurz hintereinander drei Spitzentitel heraus: Sehnsucht in Sangerhausen, Yes und am 18.12. Herz aus Eis. Über die tollen Filme und ihre leidvolle Sichtbarkeit im Kino sprechen im Filmquartett: Dunja Bialas, Benedikt Guntentaler, Wolfgang Lasinger und Chris Schmuck

Spendenaktion 2025:

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