Jenseits der Stille

Deutschland 1996 · 109 min. · FSK: ab 6
Regie: Caroline Link
Drehbuch: ,
Kamera: Gernot Roll
Darsteller: Sylvie Testud, Tatjana Trieb, Emmanuelle Laborit, Sibylle Canonica
Leise rieselt der Schnee

Sozialdrama

Erzählt wird die Geschichte von Lara, die als Tochter gehör­loser Eltern bei ihrem Vater auf Unver­s­tändnis stößt, als sie beginnt sich für Musik zu begeis­tern. Die Fami­li­en­ge­mein­schaft droht nach dem Tode der Mutter, an dem der Vater Lara die Schuld gibt, völlig zu zerbre­chen.

Umschmei­chelt von süßen Klari­net­ten­klängen sinken die Zuschauer bald tiefer in ihre Sessel, um sich zu laben an der hemmungs­losen Nettig­keit der Geschichte. Die erste Hälfte zeigt Lara als bril­li­antes, kleines Aas, das versucht das Leben mit ihren behin­derten Eltern mit der Liebe zu ihrer musi­zie­renden Tante, und somit auch zur Musik in Einklang zu bringen. Glaub­wür­dige Charakter-Darstel­lungen sind da auch in kleinen Rollen zu betrachten, Howie Seago als Vater, Sibylle Canonica als Clarissa und erstmals, dafür aber sehr witzig und über­zeu­gend Tatjana Trieb als gewieftes, kleines Mädchen. Später, als Lara, acht­zehn­jährig, in die Großstadt reist, wird die Geschichte konven­tio­neller und ein bißchen zu putzig; mal ists ein Sonnen­un­ter­gang oder ein Vollmond zuviel, dann trieft die junge Liebe von der Leinwand. Im Großen und Ganzen erfreut der Mut zum gefühls­echten Main­stream-Kino. Kann man schon lassen.

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