Die Akte Jane

G.I. Jane

USA 1997 · 124 min. · FSK: ab 16
Regie: Ridley Scott
Drehbuch: ,
Kamera: Hugh Johnson
Darsteller: Demi Moore, Viggo Mortensen, Jason Beghe, Scott Wilson u.a.

Irgendwie habe ich mich überreden lassen Die Akte Jane doch anzu­schauen. Bei der Pres­se­vor­füh­rung war ich dann aller­dings der einzige von uns, so daß die Kritik auch noch an mir hängen­bleibt. Dabei ist dies ein Film über den man eigent­lich gar nichts schreiben kann. Er ist nämlich genauso wie man ihn sich vorstellt. Ja, leider.

Ridley Scott (viel­leicht war dieser Name Schuld, daß ich den Film doch ange­schaut habe) behauptet im Pres­se­heft von sich selbst er sei ein Frau­en­filmer. Mit diesem Film will er anschei­nend einen weiteren großen Schritt in diese Richtung machen. Frauen bei der Armee, knall­harte Ausbilder, Machos­prüche, Vietnam-Szenarios beim Kampf­trai­ning, später dann Aner­ken­nung, ja fast schon Heldentum, das klingt nicht nur spannend, das ist es auch.

Demi Moore möchte gerne zeigen, daß sie nicht nur bei den Gagen­höhen mit den Männern mithalten kann, sondern auch bei der Armee, in der Elite­ein­heit SEALS.
Das da einige Probleme durch­zu­stehen sind, das Demi am Ende als Beste darsteht ist klar. Es gibt sogar eine Senatorin, die das ganze Programm erst anleiert, später aber auch wieder fallen­läßt. Das Demi sie dann ganz schnell davon überzeugt, daß die SEALS eine Frau brauchen, und das sie zur Gruppe zurück­kehren darf, ist auch logisch. Und als Zugabe gibt es dann noch einen Ernstfall im bösen Lybien.

Ich schätz mal dieser Ernstfall hat mich die ersten zehn Minuten des neuen Woody Allen gekostet. So schnell laß ich mich sicher nicht mehr überreden.

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