|
USA 2000, 98 Minuten · FSK: ab 16 |
|
Ausgangspunkt ist eine Gottesgabe und ein Teufelsgeschenk zugleich: Alex (Devon Sawa) hat Visionen. Irgendein übersinnliches Vermögen lässt ihn Todesgefahren vorab erspüren. In der furiosen Auftaktszene gelingt es ihm, mit ein paar anderen in letzter Sekunde ein Flugzeug zu verlassen, das kurz darauf abstürzen wird. Doch der Tod, der hier eben nicht anonym bleibt, lässt nicht locker. Er will sein unterbrochenes Werk vollenden.
Dabei vermeidet der kühl-realistisch gehaltene Film die üblichen Stereotypen: Auf naheliegende Gags wird meist verzichtet, kaum Verfolgungen gibt es, vergleichsweise wenig Gewalt. Statt dessen entsteht ein Gefühl für Tragik: Denn durch seine Gabe wird Alex zum Ausgestoßenen.
Klassisches Tragödienformat hat schließlich auch die Grundidee: Wie agiert der Tod, wie können wir Sterblichen ihm ein Schnippchen schlagen? Sieht man Final Destination unvoreingenommen an, und nimmt man diese philosophische Dimension genauso ernst, wie man es bei Aischylos oder Hofmannsthal täte, lässt sich in dem genau und geschmackssicher konzipierten Film einiges entdecken.