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GB/USA/F 2001, 97 Minuten · FSK: ab 12 |
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Sharon Maguires Verfilmung von Bridget Jones´s Diary ist eine überaus lustige, virtuos und einfallsreich erzählte Komödie geworden. Alles in allem handelt es sich um einen der besten Filme des Jahres. Bemerkenswert ist alleine schon, wie klug das inszeniert ist: Das ständige Nachdenken über sich selbst, das Abwägen verschiedener Möglichkeiten, kleidet Maguire in fast surreale Traumbilder, comichafte, überdrehte alberne Sequenzen.
Eine Hauptrolle in diesem Hin und Her zwischen Traum und Wirklichkeit spielt die Musik: Klug ausgewählte 80er Jahre-Songs, Lieder einer Generation also, kommen genau im richtigen Moment, um allem einen kleinen Dreh ins Ironische zu geben. Dabei unterstützt eine sehr gute Kamera, die immer wieder gesellschaftlichen Schein entlarvt. Denn die junge Frau steht zwischen zwei Männern, die beide nicht perfekt sind. Hugh Grant und Colin Firth spielen sie mit großem komödiantischen Talent. Mit Abstand am meisten überzeugt aber Renée Zellweger. Mit ihrer Mischung aus Komik und Ernst, Sturheit und Schwäche, ihrem Mut, sich bloßzustellen und hässlich zu sein (und vielleicht auch noch mit der Tatsache, dass sie für diese Rolle 20 Kilo zunahm) katapultiert sie sich unter die heißen Oscarkandidatinnen des kommenden Jahres – der bisher beste Auftritt dieser ausgezeichneten Darstellerin.
Mit ihr kann man eintauchen in eine Jane-Austen-Welt unserer Tage: Mit ihren eigenen Gesetzen, die aber viel komplizierter sind als vor 200 Jahren. Wo die Fragen nicht nur lauten: heiraten oder nicht? Sondern Wodka oder Chaccakhan, wie redet man mit Salman Rushdie, wie bekommt man den Grace-Kelly-Look, und wo Frauen darüber reden, was sie für ein Höschen anhaben. Vielleicht haben sie das früher auch schon getan, aber jedenfalls nicht in Tagebüchern.