Blanka

Philippinen/J/I 2015 · 78 min. · FSK: ab 6
Regie: Kohki Hasei
Drehbuch: ,
Kamera: Takeyuki Onishi
Darsteller: Cydel Gabutero, Peter Millari, Jomar Bisuyo, Raymond Camacho, Ruby Ruiz u.a.
Filmszene »Blanka«
Als Straßenkind in der Großstadt Manila: die 11-jährige Blanka
(Foto: Der Filmverleih)
33. Filmfest München 2016

Die wirklich spannende Geschichte eines Straßenkindes

Es geht um Blanka, ein Mädchen das von ihrer Mutter verlassen wurde und nun auf der Straße leben muss. Sie versucht an Geld zu kommen und manchmal muss sie deswegen auch stehlen. Dann befreundet sie sich mit einem alten, blinden Mann, der auch obdachlos ist und tagsüber Musik mit seiner Gitarre spielt. Die beiden gehen zusammen in eine andere Stadt und machen von nun an gemeinsam Musik. Dabei werden sie von einem Barbe­sitzer entdeckt, der ihnen einen Job in einer Bar anbietet. Das funk­tio­niert eine Weile gut, bis Blanka als Diebin verdäch­tigt wird, obwohl sie nichts tat. Blanka lernt zwei andere Straßen­kinder kennen und freundet sich mit dem jüngeren an. Der hilft ihr auch, als Blanka nach einem Streit von dem blinden Mann wegläuft. Sie wird in verschie­denes Schla­massel verwi­ckelt und dann sogar einge­sperrt. Mit Hilfe des kleinen Straßen­jungen kommt es aber trotzdem zu einem schönen Ende.

Die Geschichte ist nicht nur spannend, sondern auch sehr schön und traurig. Besonders das Ende hat uns gut gefallen. Die Geld­ver­stecke waren etwas unrea­lis­tisch, wir würden das Geld nicht im Hühner­stall verste­cken. Wir fanden es sehr rührend, wie sich Blanka um den alten, blinden Mann gekümmert hat. Ein paar Szenen waren sehr traurig und bewegend. Die Schau­spieler waren fast alle Menschen, die wirklich auf der Straße dort leben. Es wurde viel Körper­sprache genutzt und man verstand das auch, ohne die Sprache zu kennen. Es wurden verschie­dene Kame­ra­ein­stel­lungen einge­setzt und vor allem mit der Hand­ka­mera gefilmt. Das war sehr passend, da es so gewirkt hat, als wäre man selbst an dem Ort im Film.

Die Kritik der Kinder­re­porter entstand auf dem Filmfest München 2016 in Zusam­men­ar­beit mit dem Medi­en­zen­trum München