11.04.2013

»Es gibt kein Rezept, um glücklich mit einem Film zu werden«

Von beeindruckender Schlichtheit: Arnolds Interpretation von »Wuthering Heights«

Andrea Arnold über das Drehen auf dem Land, das Casting vor Schulen und warum es so viel Mut braucht, mutig zu sein

Im Juli 2012 war Andrea Arnold in München, um auf dem Filmfest ihren neuen Film vorzu­stellen, Wuthering Heights – Emily Brontes Sturmhöhe. Der Film wird dem »Sturm« in seinem Titel in vieler Hinsicht gerecht, er zeigt Menschen, die ausge­lie­fert sind an Wildnis, schlechtes Wetter, Leiden­schaft. Selbst ordent­lich lebhaft brauste Andrea Arnold dann vom Kino ins Interview, blonder Mikropony und pinke Fingernägel wirbelten durch das Rio-Café. Als erstes bat sie freund­lich die Kellnerin, ihr den Reis­ver­schluss hinten am Kleid zuzu­ma­chen, er war aufge­gangen bei der vielen Bewegung. Ähnlich schnell und uneitel teilte sie ihre Gedanken, ihre Erdnüsse, ihren Humor.

Das Gespräch führte Doris Kuhn.

artechock: Bisher spielten alle Ihre Filme in Städten. Warum haben Sie jetzt einen gemacht, der inmitten wildester Natur statt­findet?

Andrea Arnold: Alle meine Filme tragen ein Element von Wildnis in sich, auch die Filme in den Städten. Eine meiner liebsten Arbeiten ist der Kurzfilm Wasp, er spielt auf einem Parkplatz, eine große Straße führt daran vorbei – das ist auch eine Form von Natur.

artechock: Sie mögen die Natur?

Arnold: Niemand, der mich kennt, würde denken, es wäre für mich unge­wöhn­lich, einen Film in der Natur zu machen. Ich vermeide es, Stadt und Land als einen großen Gegensatz zu sehen. Ich bin jemand, der gern spazieren geht, ich fühle mich wohl unter Bäumen oder an Flüssen. Genauso finde ich es großartig, in einer Stadt zu leben und in ihren Brachen herum­zus­tromern. Aber tatsäch­lich war einer der Gründe für Wuthering Heights, dass ich Lust hatte, in die Natur einzu­tau­chen und sie als Motor für die Story zu nutzen.

artechock: Sie zeigen die Natur ziemlich radikal. Es regnet höllisch in ihrem Film.

Arnold: Leider war es in Wirk­lich­keit nicht so.

artechock: Es hat nicht geregnet?

Arnold: Wir hatten nicht das kleinste bisschen schlechtes Wetter. Kaum Regen, kaum Wind, obwohl wir dauernd auf schlechtes Wetter hofften, war es immer blendend. Wir waren richtig sauer darüber. Ich habe gefleht und zu den Göttern gebetet, aber wir filmten ziemlich lang und das Wetter wurde nie schlecht.

artechock: Was haben Sie getan?

Arnold: Wir mussten selber schlechtes Wetter machen. Wir hatten wenig Geld, also nahmen wir einen Wasser­schlauch für den Regen, und wir hatten Leute, die die Bäume schüt­telten wie im Sturm. Das meiste, was man sieht, ist nicht die Wirk­lich­keit. Ich war ziemlich depri­miert, weil wir so viel vortäu­schen mussten. Ich hasse es, in einem Film alles vorzu­täu­schen.

artechock: Trotzdem waren Sie inmitten dieser weiten, leeren Land­schaft. Hatte das einen Einfluss auf den Dreh?

Arnold: Ich glaube fest daran, dass man sich dem anpasst, was um einen herum ist, und dass die Stimmung der Umgebung die Leute beein­flusst. Wir waren an einem wirklich wilden Ort, und das hatte Auswir­kungen auf uns alle, auf die Schau­spieler und auf die Crew. Besonders, da die meisten Schau­spieler aus der Stadt kamen.

artechock: Was hat die Konfron­ta­tion mit der Natur bewirkt?

Arnold: Als erstes muss man sagen, dass man in meinem Film fast keine Schau­spieler findet, sondern es sind Laien, die wir in den Straßen verschie­dener Städte aufge­lesen haben. Einige von ihnen waren noch nie außerhalb ihrer Stadt­grenze. Jetzt wurden sie plötzlich an diesen ruhigen, wilden Platz verfrachtet, mitten im Nirgendwo. Das war für sie ein verwir­rendes Erlebnis.

artechock: Was ist passiert?

Arnold: Nehmen wir James: Er spielt den älteren Heath­cliff, er ist aus Leeds, er war noch nie woanders. Eines nachts waren wir draußen auf einem Hügel, es war dunkel und still. Mit dunkel meine ich wirklich dunkel, dort gibt es kein künst­li­ches Licht, am Himmel war kein Mond, und es war sehr, sehr still. Er sagte zu mir: Das ist so ein Platz, an dem man ermordet wird.

artechock: Es war nicht die Stadt, die ihm gefähr­lich erschien, sondern die Natur?

Arnold: So geht es allen, die nicht an die Einsam­keit des Landes gewöhnt sind. Sie finden das unheim­lich. Ich selber fand es weniger unheim­lich als eine dunkle Nacht in der Stadt, vor allem, weil auf dem Land einfach niemand da war, der uns hätte ermorden können. Aber man hat gemerkt, dass James noch nie an einem solchen Ort war, insbe­son­dere nachts. Und er fand das sehr beun­ru­hi­gend.

artechock: Keiner der Mitwir­kenden kam vom Land?

Arnold: Ich habe Menschen aus der Stadt gecastet, weil ich wollte, dass sie authen­tisch wirken, also gewöhnt an Gefahren. Aber sobald ich sie ins einsame Yorkshire brachte, wurde mir klar, dass sie es dort ziemlich befremd­lich fanden.

artechock: Das war auch ein unge­wöhn­li­cher Plan.

Arnold: Man denkt immer, man hat sich alles genau überlegt, trotzdem kann man niemals alles voraus­planen. Ich bin oft über­rascht über mich selbst. Ich wähle bestimmte Dinge aus und treffe Entschei­dungen, und die führen dann in Situa­tionen, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe. Jetzt sehe ich wieder einen gewissen Sinn dahinter, aber als ich anfing zu drehen, dachte ich nicht, dass es bis zum Ende klappen wird.

artechock: Haben Sie ihre Mitwir­kenden wieder von der Straße weg gecastet, wie in Fish Tank?

Arnold: Ja. Sie haben noch nie vorher als Schau­spieler gear­beitet.

artechock: Wie läuft das ab? Gehen Sie durch die Städte und reden mit Fremden?

Arnold: So ähnlich. Das ist ein Teil des Filme­ma­chens, den ich wirklich genieße. Ich mache das nicht allein, es gibt Leute, die mit mir auswählen. Wir lungern an Bahnhöfen oder vor Schulen herum und starren die Leute an, ob jemand so aussieht wie die Figur, die wir brauchen. Und wenn wir jemanden entdecken, gehen wir hin und sagen: »Entschul­di­gung, das klingt jetzt blöd, aber wir suchen eine Besetzung für einen Film. Wollen Sie mitspielen?« Das glaubt uns dann natürlich niemand, also haben wir ein Schrift­s­tück dabei, das bestätigt, dass wir ernst­hafte Filme­ma­cher sind.

artechock: Wie lang dauert es, bis Sie alle gefunden haben?

Arnold: Sobald ich anfange, nach einer Besetzung für meine Filme zu suchen, kann ich fast nicht mehr schlafen. Ich hänge an belebten Plätzen herum und wirke wahr­schein­lich recht gestört, ich starre und starre und starre auf Menschen, die geeignet für meine Zwecke sein könnten.

artechock: Schauen Sie, wie die Leute sich bewegen, oder schauen Sie haupt­säch­lich auf Gesichter?

Arnold: Das lässt sich nicht trennen, es geht zu schnell. Sobald ich erkenne, dass jemand für eine Rolle passt, stellt sich das Gefühl sofort ein. Es dauert ein, zwei Sekunden bis ich weiß, dass jemand meiner Vorstel­lung entspricht.

artechock: Wie viele fragen Sie, und wie viele sagen Ja?

Arnold: Ich bin immer über­rascht, wie viele Leute zustimmen. Das liegt vermut­lich daran, dass wir in einer Welt leben, in der jeder auf der Straße entdeckt werden will. Jeder träumt davon, dass so etwas passiert. Ich glaube, Kate Moss z.B. wurde in einem Super­markt in Südlondon entdeckt, irgend­eine Entde­ckung haben alle Leute im Kopf.

artechock: Glauben die Leute noch an Ruhm und Reichtum durchs Film­busi­ness?

Arnold: Das ist die Gefahr bei dem, was ich da tue. Denn es ist natürlich nicht so, dass jemand in einem Film mitspielt und dann ist er ein Star. Wer bei mir mitge­spielt hat, muss trotzdem anschließend für alles arbeiten, was er haben will, er muss losgehen und sich seinen nächsten Job suchen. Da folgt nicht auto­ma­tisch Ruhm oder ein glamouröses Leben. Ich kann diese Art Lifestyle sowieso nicht leiden, ich will gar nicht, dass meine Schau­spieler davon verdorben werden. Aber sie kriegen von mir jeden­falls eine Chance, mit der sie nicht gerechnet haben.

artechock: Es heißt, wenn Sie drehen, wollen Sie nicht, dass Menschen dabei sind?

Arnold: Das war ein Vorteil vom Dreh im Niemands­land. Da war niemand, keine Beläs­ti­gung von keiner Seite. Nur die Schafe haben zuge­schaut, und ein paar Spazier­gänger. Nicht wie an den Orten, an denen die Leute dabei­stehen und zugucken, was wir tun. Das hat dann doch immer einen Einfluss auf die Dreh­ar­beiten. Ja, ich mochte es da auf dem Land!

artechock: Mussten Sie viel verändern oder sah alles aus wie vor zwei­hun­dert Jahren?

Arnold: Das Haus war eine Ruine, wir mussten es neu aufbauen und dann dafür sorgen, dass es authen­tisch aussah.

artechock: Warum haben Sie eine lite­ra­ri­sche Vorlage aus dem 18. Jahr­hun­dert gewählt?

Arnold: Es war eine idio­ti­sche Idee. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemals so etwas machen würde.

artechock: Hat jemand Sie ange­heuert, den Film zu drehen?

Arnold: Nein, nein. Es war schon mein eigener Plan. Ich würde nie etwas machen, das ich nicht machen will.

artechock: Wie kamen Sie denn auf den Gedanken?

Arnold: Ich weiß nicht, was mich da geritten hat. Am Anfang hatte ich das Gefühl, ich schließe mich einer Sache an, die schon seit langer Zeit im Gange ist, die eine Geschichte hat. Das hat mich verführt. Ich bekam kein Geld dafür, wir hatten nicht viel Zeit, die Adaption zum Drehbuch war kompli­ziert, aber ich habe nie losge­lassen. Ich kann wirklich nicht erklären, warum. Ich konnte mich nicht wehren, es war wie eine Liebes­af­färe.

artechock: Eine Affäre, die andere auch schon hatten.

Arnold: Ja, aber es war eigent­lich gar nicht meine eigene Entschei­dung. Es war eher so, als hätte das Buch von mir Besitz ergriffen. Ich hatte keine Wahl, ich musste mitmachen. Es gab kein Entkommen, auch nicht, als sich das Projekt in einen Alptraum verwan­delte, und das hat nicht lang gedauert. Es war das Schwie­rigste, was ich jemals gemacht habe.

artechock: Sind Sie zufrieden mit dem Ergebnis? Macht der Film Sie glücklich?

Arnold: Ich weiß nicht genau, was ich jetzt darüber denke. Es war eine harte Reise, und ich habe nicht exakt das erreicht, was ich wollte. Aber ich habe es versucht. Das Buch war nicht von mir, wahr­schein­lich ist das der Haken: Es war nicht von mir. Es war von Emily Bronte.

artechock: Was halten Sie von ihr?

Arnold: Eine erstaun­liche Frau! Schon wie sie schrieb: Ihre Bücher sind seltsam und wütend und voller Leiden­schaft und Sehnsucht und Sex und Rachgier und Gewalt. Gut gemacht! Das wütet doch in uns allen. Aber Emily Bronte lebte in einer Zeit, in der Frauen niemals ein Wort über ihre Ansichten oder Befind­lich­keiten äußern durften, geschweige denn Worte, wie Emily Bronte sie verwendet. Noch einmal: Gut gemacht! Ich liebe sie dafür, dass sie das gewagt hat, und ich liebe das Buch dafür, was es über uns Frauen sagt.

artechock: Ist es ein kluges Buch?

Arnold: Es ist ein bizarres Buch. Man sollte die Finger davon lassen. Es ist perfekt, so wie es ist. Wir sollten das verdammte Buch einfach in Ruhe lassen, aber irgendwer versucht immer, da noch etwas anderes heraus­zu­holen, und alle scheitern.

artechock: Sie haben zum Beispiel das Ende wegge­lassen.

Arnold: Dazu habe ich mich schon sehr früh entschlossen. Ich wollte auf keinen Fall die gesamte Geschichte verfilmen. Es mag eine Sünde sein, die zweite Hälfte zu igno­rieren, aber ich wollte ein bestimmtes Gefühl heraus­ar­beiten, ein Gefühl, das mich bei diesem Buch überfällt, und dafür reichte die erste Hälfte aus. Es ist mir nicht voll­kommen gelungen, aber ich hatte schon Glück, dass ich es überhaupt versuchen konnte.

artechock: War es so schwierig, den Film durch­zu­setzen?

Arnold: Wir leben in einer Zeit, in der die Menschen sich sorgen, wohin ihr Geld verschwindet, und ob es wohl zurück­kommen wird. Da bekommt man nur wenige Chancen für die Verfil­mung klas­si­scher Literatur. Denn bei solchen Themen ist der Erfolg nicht garan­tiert, man braucht Risi­ko­be­reit­schaft dazu, und die wird im Moment nicht gerade unter­s­tützt.

artechock: Hatten Sie Angst?

Arnold: Ich finde, ich war ziemlich mutig. Das hat die Menschen wütend gemacht. Mut wird nicht gern gesehen, sie mögen die Mutigen nicht. Ich weiß das, aber es ist mir egal. Ich werde mich nicht ändern. Ich mache Dinge, an denen mir etwas liegt, ich drehe die Filme, die ich wichtig finde, auch wenn ich mir damit wenig Sympathie einhandle.

artechock: Glauben Sie, dass die radikale Liebe, die Ihr Film beschreibt, auch heute existiert? Oder ist das etwas, das es nur in der Vergan­gen­heit gab?

Arnold: Darum ging es mir eigent­lich nicht. Was mich inter­es­sierte, war Heath­cliff. Er ist anders als die anderen, und wir alle fühlen uns nicht wohl mit Menschen, die anders sind. Ich wollte diesen Unter­schied heraus­ar­beiten, den Ärger, den er damit in dem Haus hervor­ruft, in das er hinein­ge­bracht wird. Das ist auch der Grund, warum er sich Kathy anschließt, denn sie ist die einzige Person, die ihn kennen­lernen will, ohne Ansehen der Hautfarbe.

artechock: Heath­cliff als Afrikaner, das war ziemlich über­ra­schend.

Arnold: Für mich handelt das Buch von dem, was Menschen trennt, nicht von dem, was sie verbindet. Deshalb hat es mich so bewegt. Denn das gilt ja heute genau wie damals: Wir haben Angst vor Menschen, die anders aussehen. Die haben wir, wir alle, auch wenn ich wünsche, es wäre nicht so. Ich kenne niemanden, der diese Angst nicht hat, höchstens Menschen, die so tun, als hätten sie sie nicht. Und genau da lässt sich das Buch auf die Gegenwart über­tragen, auf einen wichtigen Aspekt der Gegenwart sogar. Statt dass wir uns gegen­seitig als gleich­wertig betrachten, werden wir wütend aufein­ander, weil wir nur die Unter­schiede beachten. Diese Wut zeige ich.

artechock: Ja, Sie machen meistens Filme über wütende Menschen.

Arnold: Ich selber bin nicht wütend, wirklich nicht.

artechock: Sie wollten also gar nicht über die Liebe erzählen, sondern über den Hass?

Arnold: Nein. Ich wollte einen Film über Unter­schiede machen. Das ist der Grund, warum ich für Heath­cliff einen Afrikaner gecastet habe. Dadurch wird der Unter­schied sofort sichtbar. Aber wenn man das Buch aufmerksam liest, wenn man aufpasst, wie Heath­cliff darin beschrieben wird, dann erscheint es mir glasklar, dass er kein Weißer sein kann.

artechock: Ist das realis­tisch?

Arnold: Es gab zu der Zeit einen florie­renden Skla­ven­handel in Liverpool, und Heath­cliff kommt aus Liverpool. Es ist durchaus möglich, dass er ein afri­ka­ni­scher Skla­ven­junge war. Aber mir ging es letztlich auch nicht um Realismus, sondern um einen sicht­baren Unter­schied. Wobei ich tief in meinem Herzen glaube, dass Heath­cliff ein Asiate war.

artechock: Haben Sie andere Verfil­mungen des Buches gesehen?

Arnold: Naja, als ich 11 Jahre alt war, habe ich eine im Fernsehen gesehen. Aber in der Vorbe­rei­tung meines Films wollte ich absicht­lich nicht sehen, was andere aus dem Stoff gemacht hatten.

artechock: Haben Sie das Buch als Teenager gelesen und geliebt?

Arnold: Yeah! Ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, in meinen späten Teens viel­leicht, oder in den frühen Zwan­zi­gern. Aber ich weiß, dass ich es im Haus meiner Groß­mutter las, es riss mich mit großer Wucht davon. Ich habe hinterher viel darüber nach­ge­dacht, über diese unglaub­lich bewegende Liebes­ge­schichte. Aber schon da spürte ich etwas Seltsames an dem Buch, etwas, das keiner der Filme bisher richtig einfangen konnte. Es ist so düster und rachsüchtig, und es ergibt eigent­lich gar keinen Sinn. Man liest es und wundert sich, aber gleichz­eitig ist man völlig gebannt. Ich glaube wirklich, dass man sich mit diesem Buch nicht allzu tief einlassen sollte.

artechock: Sie haben es trotzdem verfilmt.

Arnold: Ja. Das Buch hat mich verwun­schen. Aber jetzt ist der Film fertig und ich muss mich nicht schämen, er zeigt alles, was mir wichtig war. Ich habe mich um diesen Film mit meiner ganzen Kraft bemüht, ich habe ihm alles gegeben, was ich geben konnte. Ich habe mich an keiner Stelle durch­ge­schum­melt, und ich hatte sogar Spaß dabei. Mehr kann man nicht tun.

artechock: Wenn das so ist, sollten Sie glücklich sein.

Arnold: Es gibt kein Rezept, um glücklich mit einem Film zu werden. Man weiß nie, was dabei heraus­kommen wird, und genau so soll es auch sein, ich will schließ­lich auf keinen Fall etwas anfangen, bei dem ich schon weiß, wie es endet. Trotzdem ist es immer riskant, einen Film zu drehen. Dafür ist es notwendig, mutig zu sein. Das Schwie­rige ist nur: Man braucht soviel Mut, um mutig zu sein.